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Ignoriert

HiRes für Dia-Kopie?


TiS

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Guten Morgen liebe Fachleute,

ein Thema ist für mich die Digitalisierung von Dia-Beständen v.a. der Familiengeschichte usw., also nicht primär bspw. motivisch herausragende Landschaftsbilder. Ich fotografiere die Dias mit dem 60er Makro ab und bin mit dem Verfahren recht zufrieden, da es sehr schnell geht und ich mir keinen langsamen und sehr teuren Scanner zulegen möchte. Das Verfahren ist, ordentliche Dia-Qualität vorausgesetzt, wenigsten so gut wie ein ziemlich guter Flachbettscanner. Ich versuche auch nicht, jeden durch das Alter der Dias entstandenen Farbstich, Dia-Freunde kennen das, weg zu korrigieren, da meinem Empfinden nach so auch der individuelle Bildeindruck verloren gehen kann. Also nochmals: Mein primäres Ziel ist nicht die Rekonstruktion eines ehemals perfekten Bildeindrucks, sondern die Verfügbarmachung eines Bildes, das den Prozess der Verzeitlichung beinhaltet.

Nun meine Frage: 

Bringt der HiRes-Modus aus Eurer Erfahrung etwas für ein solches Kopierverfahren? Denn bei aller Wertschätzung eines analogen Bildes mit seinen der Alterung geschuldeten Farben und ihrer Körnigkeit etc. man will ja doch noch "etwas erkennen". Wären mit HiRes die Bearbeitungsreserven höher?

Über Erfahrungsberichte und Hinweis würde ich mich freuen und danke schon im Voraus für Eure freundliche Hilfe.

TiS

 

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Meine (inzwischen schon eine Zeitlang zurückliegenden) Versuche, meine alten Dias zu digitalisieren, haben bei mir den Eindruck hinterlassen, dass selbst bei technisch ordentlichem Material und auch mit dedizierten Filmscannern effektiv kaum mehr als 6 MP in einem Kleinbild-Dia drinstecken, Ausnahmefilme wie Kodachrome 25 vielleicht noch ein bisschen mehr. Insofern glaube ich nicht, dass HiRes da noch irgendetwas bringt – es sei denn vielleicht, wir würden über 6x9-Dias oder noch Größeres reden...

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vor 5 Stunden schrieb Rob. S.:

Meine (inzwischen schon eine Zeitlang zurückliegenden) Versuche, meine alten Dias zu digitalisieren, haben bei mir den Eindruck hinterlassen, dass selbst bei technisch ordentlichem Material und auch mit dedizierten Filmscannern effektiv kaum mehr als 6 MP in einem Kleinbild-Dia drinstecken.......

Meine, allerdings noch andauernden, „Versuche“ decken sich mit deinen Erfahrungen. 

Begonnen habe ich 2004 oder 2005 mit der fünfmegapixligen E-1 und dem 50-er Makro. Zur Zeit benutze ich die E-M1 mit dem 60-er Makro.

Die Repros meiner Kleinbilddias sehen dabei alle gleich schlecht aus. Fusseln und Staub werden allerdings mit steigender Sensorauflösung immer besser und detaillierter dargestellt.

Manchmal mache ich von „Hochkontrastmotiven“ ein schnelles HDR.

Gruß

Wolfgang

bearbeitet von wteichler
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Auch ich habe mehrere hundert Dias über die Methode "Diaprojektor ohne Optik und Kamera mit Makroobjektiv" abfotografiert und somit "digital" gemacht mit dem Vorteil der nun möglichen Nachbearbeitung.

Fazit:

Ich war erschreckt welche schlechte Qualität viele Dias hatten, die ich als "Premiumdias" in Erinnerung hatte. Filmmaterial und seinerzeitige Aufnahmebedingungen sind das begrenzende Element - nicht die heutige Kameratechnik zum abfotografieren.

Aus diesem Grund denke ich daß die HighRes-Möglichkeiten außer Dateigröße keinen Gewinn bringen.

Gruß Jürgen

 

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Am 29.1.2019 um 19:01 schrieb guefri:

Mit einer E-330 und einem Minolta 100mm Makroobjektiv habe ich ca. 8000 Dias digitalisiert.

Sind die Dias von guter Qualität sind die Ergebnisse auch akzeptabel.

www.frigue.de/dia

In deinem Link mutiert seltsamerweise das 'g' zum 'd'. Unter 'fridue.de' kommt dann die Fehlermeldung.
Manuell kopieren und in die Adresszeile eingeben führt aber zum Ziel.

Gruß
Andreas

bearbeitet von ante
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  • 1 month later...

Hier meine Erfahrungen zum Thema  Dias digitalisieren mit dem HiRes Modus und meiner Konstruktion 😉
https://ein-rentner-und-drei-kameras.de/dias-hochaufloesend-digitalisieren/

(Keine Angst, der Artikel und der gesamte Blog enthält keinerlei Werbung , Links oder Community Buttons)

 

 

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  • 1 month later...

High Res dürfte nichts bringen, wie Rob.S. schon schrieb, die Auflösung meines damals meist verwendeten Films, dem Velvia 50 lag bei ca 10 Mpix. High Res würde also nur die Bilddateien ohne Auflösungsgewinn aufblähen.

Ich habe viel Erfahrung mit der Digitalisierung, deshalb mein Rat für optimale Qualität:

Zuerst habe ich auch Dias abfotografiert und die Methode immer weiter verfeinert. Schließlich habe ich bei der Methode des Abfotografierens mit einem umgekehrten Vergrößerungskopf und einer speziellen Diahalterung sowie einem Kompensationsfilter (Lichtfarbe) gearbeitet. Zum Schluß sogar mit einem Vergrößerungsobjektiv, einem 2.8/50 Apo-Rodagon, das brachte bei 1:1 bessere Ergebnisse, als mit meinen damaligen Micro Nikkoren, war aber teuer. Von Kaiser gab es eine spezielle Umbauvorrichtung um Dias mit Hilfe eines Kaiser Vergrößerungskopfes zu dublizieren, der wurde für die Methode einfach umgedreht und als Lichtquelle genutzt. Die Ergebnisse waren recht ordentlich, aber nicht ausgezeichnet und es kostete viel Zeit.

Dann habe ich mir einen speziellen sehr guten Diascanner zugelegt, den Minolta 5400 II, mit dem waren die Ergebnisse um Klassen! besser, vor allem im Dichteumfang. Bei Diascannern gibt es sehr große Qualitätsunterschiede, spezielle gute Diascanner sind erheblich besser als Flachbrettscanner, mit einem sehr guten Flachbrennscanner habe ich  auch experimentiert, die Methode war qualitativ auch nicht besser, als das abfotografieren, eher im Gegenteil. Die Nikon Diascanner hatten neben dem Minolta noch einen ausgezeichneten Ruf, waren aber auch recht teuer. Leider werden so hochwertige Diascanner gar nicht mehr gebaut, ich würde versuchen einen Nikon oder den besagten Minolta Scanner in gutem Zustand gebraucht zu erwerben.

Gruß Thorsten

bearbeitet von Libelle103
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Hallo!

Respekt an alle, die das Digitalisieren durchgezogen haben. Mich verläßt immer der Mut, wenn ich auf die Schrankwand in meinem Zimmer sehe...

Dias-1.jpg.688e24c6e21fe514b4a31149732be636.jpg

 

Wie packt man das an? Erst mal rigoros ausmisten ist wahrscheinlich das Beste. Hinzukommen die verschiedenen Formate 24x36, 40x40, 4.5x6 und 6x6.

Wie habt ihr das unterschiedliche Seitenverhältnis gehandhabt, wenn ihr mit einer Oly/MFT Kamera ein 24x36 Dia abfotografiert habt?

Gruß

Uli

 

 

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vor 6 Stunden schrieb Libelle103:

Dann habe ich mir einen speziellen sehr guten Diascanner zugelegt, den Minolta 5400 II

Ich beboachte schon seit Jahren spaßeshalber den Gebrauchtmarkt wegen eines Minolta Dimage Scan Multi Pro – mit dem könnte ich dann auch Mittelformat scannen. Die wenigen Male, in denen mir einger begegnete, wollte ich den leider auch für Gebrauchtgeräte, besonders die wenigen mittelformatfähigen, die es jemals gab, gerade nicht aufbringen.

Ich hab noch einen Nikon LS2000, aber der hat die Eigenheit, dass ein Umlenkspiegel darin mit der Zeit milchig anläuft und Überstrahlungen in den Scans verursacht. Die Reinigung des Spiegels ist möglich, aber aufwändig; einmal hab ich das gemacht, was mir aber die Lust zu weiteren Serviceeinsätzen dieser Art nicht vergrößert hat. Daher behelfe ich mich bis dato meist mit einem CanoScan 9900F Flachbettscanner mit Durchlichtoption.

Aber zur Komplettdigitalisierung eines größeren Archivs würde ich mir dann doch etwas anderes besorgen. Je nach Qualitätsbedarf vielleicht so einen Scanner, in dem man Standardmagazine automatisiert durchlaufen lassen kann.

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vor 3 Stunden schrieb ulipl:

Hallo!

Respekt an alle, die das Digitalisieren durchgezogen haben. Mich verläßt immer der Mut, wenn ich auf die Schrankwand in meinem Zimmer sehe...

Dias-1.jpg.688e24c6e21fe514b4a31149732be636.jpg

 

Wie packt man das an? Erst mal rigoros ausmisten ist wahrscheinlich das Beste. Hinzukommen die verschiedenen Formate 24x36, 40x40, 4.5x6 und 6x6.

Wie habt ihr das unterschiedliche Seitenverhältnis gehandhabt, wenn ihr mit einer Oly/MFT Kamera ein 24x36 Dia abfotografiert habt?

Gruß

Uli

 

 

So ähnlich sah das bei mir auch aus, habe das gleiche System verwandt. Die alle zu scannen wäre eine Arbeit für einen Sträfling der Schlimmes verbrochen hat (Vadder und Mutter mit der Spitzhacke von hinten....). Ich habe das so gelöst, das ich nur meine ca 100 besten Bilder gescannt habe, es wäre noch einiges zu tun, habe aber keine Lust. Da verbringe ich die Zeit lieber draußen.

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  • 1 year later...

Liebe Forenten,

meinen ersten Beitrag ,möchte ich nochmals aufgreifen. 

Verschiedene Beträge haben die Problematik der Scanner aufgegriffen, auch die Tatsache, dass manches gute Gerät nicht mehr erhältlich ist. 

Vielleicht ist der folgende Weg für die unkomplizierte Kopie von SW-Negativen für den einen oder anderen eine Hilfe:

Ich lege die Negativ-Streifen in eine Negativbühne, wie sie bei vielen Flachbettscannern zur Ausstattung gehört oder für wenig Geld zu kaufen ist. Die so fixierten und glatt liegenden Masken/Bühnen lege ich auf ein Leuchtpult (alt.: Ich stelle sie vor die Seite Notizen meines Mac.) und fotografier über ein Stativ mit dem 60mm Makro jedes Negativ ab. Gehrt sehr schnell, nervt nicht und mit der Zockele in einem Scanner nicht zu vergleichen. In der Software, z.B. Affinity, wird das Negativ-Bild einfach in ein Positiv umgewandelt/invertiert und normal bearbeitet.

Meine Versuche ergaben, dass dieser Weg vielleicht nicht ein Weg ist, um Museumsqualität zu erreichen, aber die digitale Rettung vieler alter Negative, und sei es das Familienalbum, für das man keine größeren Abbildungen als ca 13x18 braucht, ist der Weg gut gangbar.

 

Freundliche Grüße

TiS

 

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  • 2 weeks later...
vor 22 Stunden schrieb Thoraxtrauma:

Hallo dampflokfan;

auch von mir, ein herzliches Willkommen aus dem Saarland.

Allzeit gutes Licht.

Olaf

 

Am 29.1.2019 um 19:01 schrieb guefri:

Mit einer E-330 und einem Minolta 100mm Makroobjektiv habe ich ca. 8000 Dias digitalisiert.

Sind die Dias von guter Qualität sind die Ergebnisse auch akzeptabel.

www.frigue.de/dia

Hallo,

das sieht doch überzeugend aus. Mit dem Thema beschäftige ich mich auch seit einigen Wochen intensiver, bei mir stehen ca. 10.000 Dias und eine ganze Menge Negative an.

Ich habe das nach den Anleitungen im Netz auch mit unserem Projektor (Agfa Diamator 1500 AF) probiert. Als "Mattscheibe" habe ich die verschiedentlich empfohlene Teflonplatte (weiß, 2mm stark) benutzt. Grundsätzlich funktioniert das auch, nur mit der Qualität bin ich noch nicht zufrieden. Die Bilder überstrahlen an den hellen Stellen. Mit einer LED-Fotoleuchte als Durchlichtquelle und dann einzeln abfotografiert wird es wesentlich besser.

Unterscheiden sich da die Projektoren? Die Lampe und damit Lichtquelle ist doch ziemlich einheitlich. Oder ist eine Milchglasscheibe deutlich besser geeignet? Dann müsste ich mal zum Glaser.

Ein Beispiel, zuerst das mit dem Projektor digitalisierte Bild, das zweite ist im Einzelverfahren erstellt:

Schafe_Projektor.jpg

Schafe Leuchttisch_kl.jpg

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