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TKI

Altes / Neues Thema Mitzieher

Empfohlene Beiträge

Ich habe mich mit dem Thema Mitzieher bisher nicht tiefer auseinander gesetzt. Ich weiß das es hier viele bebilderte Beiträge gibt. Alles weit verstreut. Das nötige Wissen und die vorhandene Erfahrung möchte ich in diesem Thread zusammen ziehen. Soll dann auch als Anlaufstelle für alle anderen Unerfahrenen dienen können. 

Welche Kamera setzt Ihr ein (E-M10 (1/2/3)  wird anders reagieren bzw. bietet andere Funktionen als E-M1 (1/2) oder PEN F oder oder...

Welche Objektive und warum setzt Ihr ein

Welche Einstellungen nehmt ihr da so  als Ausgsangsbasis oder könnt Ihr empfehlen, besonder bei den verschiedenen Lichtsituationen Sonne, bewölkt, Dämerung, Nacht, Sporthalle etc.

Single oder CAF, und was bei welcher Kamera.

Welche Motive eignen sich für den Einstieg

Hat schon jemand einen Mitzieher bei einer Weinbergschnecke versucht, die schafft schließlich 3-4 m die Stunde 😉

In stiller Hoffnung auf rege Teilnahme, allen ein schönes Wochenende 🙂
Thorsten

 

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In Ermangelung einer Weinbergschneke, eine Muschel, ist noch langsammer.

Meine Fazit ist aber; Mitzieher wirken meistens Besser in 16:9 oder noch extremer.

EM 5 F22  1/8sek

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Bei Mitzieher kommt es auf das Motiv, die gewünschte Schärfentiefe am Motiv, die Geschwindigkeit der Bewegung, die Richtung der Bewegung (ganz parallel, diagonal, Kurvendurchfahrt) , den Hintergrund und den gewünschten Grad der Verwischung an.

Die Blende solltte so bemessen sein, dass das Motiv mit ein bisserl Reserve im Schärfebereich liegt, das verzeiht Fehler.
Die Verschlusszeit hängt davon ab, wie schnell sich das Motiv bewegt, d.h. bei einem schnellen Objekt kann man eine schnellere Verschlusszeit verwenden, da man eine längere Strecke mitzieht. Bei Weinbergschnecken wird es dagegen schwer, lange genug zu belichten und die Kamera langsam genug zu bewegen, damit es "verwischt".
Ist der Hintergrund eh schon ruhig, muss er weniger verwischt werden, ist er unruhig oder will man Werbebanner, Banden, Tribünen und andere hässliche Dinge weniger auffälig machen, muss man stärker verwischen.
Bewegt sich das Motiv parallel zum Fotografen und hat man wegen der gewählten Blende genug Schärfentiefe, kann man S-AF verwenden, ansonsten C-AF, da die Kamera ja den Fokus an die sich ändernde Distanz anpassen muss.
Serienbild macht Sinn, wenn man bei einem "Wischer" mehrere Bilder machen will. Wie gut das geht, hängt vn der gewählten Verschlusszeit ab.

Von der Kamera her ist es egal, man kann auch mit manuellem Fokus bzw. Vorfokussieren gute Mitzieher machen, sofern das Motiv passt. Das Objektiv muss eine passende Brennweite haben, je weitwinkliger, desto länger muss man mitziehen, damit man den Effekt gut sehen kann. Bei langen Brennweiten reicht oft ein kurzes Stück, so kann man z.B. sich schnell bewegendes Wildlife und Vögel bei wenig Licht trotzdem mit Fell- bzw- Feder-verträglichen ISOs fotografieren, wenn man es schafft, mit 1/100s mitzuziehen.

Einen ND Filter braucht man für Mitzieher bei viel Licht, denn da kommt man sonst nicht auf die benötigten Verschlusszeiten, insbesondere wenn man übermäßige Beugungsunschärfe vermeiden möchte.

Galopp-Rennbahnen sind prima zum Üben!

bearbeitet von acahaya
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vor 46 Minuten schrieb acahaya:

Bei Mitzieher kommt es auf das Motiv, die gewünschte Schärfentiefe am Motiv, die Geschwindigkeit der Bewegung, die Richtung der Bewegung (ganz parallel, diagonal, Kurvendurchfahrt) , den Hintergrund und den gewünschten Grad der Verwischung an.

Die Blende solltte so bemessen sein, dass das Motiv mit ein bisserl Reserve im Schärfebereich liegt, das verzeiht Fehler.
Die Verschlusszeit hängt davon ab, wie schnell sich das Motiv bewegt, d.h. bei einem schnellen Objekt kann man eine schnellere Verschlusszeit verwenden, da man eine längere Strecke mitzieht. Bei Weinbergschnecken wird es dagegen schwer, lange genug zu belichten und die Kamera langsam genug zu bewegen, damit es "verwischt".
Ist der Hintergrund eh schon ruhig, muss er weniger verwischt werden, ist er unruhig oder will man Werbebanner, Banden, Tribünen und andere hässliche Dinge weniger auffälig machen, muss man stärker verwischen.
Bewegt sich das Motiv parallel zum Fotografen und hat man wegen der gewählten Blende genug Schärfentiefe, kann man S-AF verwenden, ansonsten C-AF, da die Kamera ja den Fokus an die sich ändernde Distanz anpassen muss.
Serienbild macht Sinn, wenn man bei einem "Wischer" mehrere Bilder machen will. Wie gut das geht, hängt vn der gewählten Verschlusszeit ab.

Von der Kamera her ist es egal, man kann auch mit manuellem Fokus bzw. Vorfokussieren gute Mitzieher machen, sofern das Motiv passt. Das Objektiv muss eine passende Brennweite haben, je weitwinkliger, desto länger muss man mitziehen, damit man den Effekt gut sehen kann. Bei langen Brennweiten reicht oft ein kurzes Stück, so kann man z.B. sich schnell bewegendes Wildlife und Vögel bei wenig Licht trotzdem mit Fell- bzw- Feder-verträglichen ISOs fotografieren, wenn man es schafft, mit 1/100s mitzuziehen.

Einen ND Filter braucht man für Mitzieher bei viel Licht, denn da kommt man sonst nicht auf die benötigten Verschlusszeiten, insbesondere wenn man übermäßige Beugungsunschärfe vermeiden möchte.

Galopp-Rennbahnen sind prima zum Üben!

Danke für Deine ausführliche Antwort! Das mit der Weinbergschnecke war eher als Geck gedacht 😉

Hast Du vielleicht ein  Beispiel mit den wichtigsten Kameraeinstellungen von der Galopprennbahn oder auch ein anderes Motiv?

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vor einer Stunde schrieb TKI:

Hast Du vielleicht ein  Beispiel mit den wichtigsten Kameraeinstellungen von der Galopprennbahn oder auch ein anderes Motiv?

Da muss ich mal suchen, ein paar finden sich bestimmt. Ansonsten kannst Du Dir die Fotos von Andreas (available) anschauen.

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vor 13 Stunden schrieb acahaya:

Da muss ich mal suchen, ein paar finden sich bestimmt. Ansonsten kannst Du Dir die Fotos von Andreas (available) anschauen.

Hallo Thorsten,

leider wurden anscheinend im Zuge der neuen Überarbeitung des Forums hier etliche Aufnahmen von mir gelöscht.

Ich habe noch etwas dem sehr guten Schreiben von Sabine hinzuzufügen.

Die Geschwindigkeit an sich ist nicht ausschlagebend, sondern die Relativgeschwindigkeit und die Abbildungsgröße. Ein Flugzeug mit einer Geschwindigkeit von 800km/h in 10Km höhe ist weniger ein Problem. In 500m höhe wäre es das schon. Mit einer Schnecke in 1mm Abstand wäre ein Mitzieher auch schon eine Herausforderung.

Wichtig bei Mitziehern ist, dass das Motiv sich weitestgehend in einer Richtung bewegt. Bei galoppierenden Pferden steigt natürlich die Unschärfe mit Abweichung der Bewegung von der Laufrichtung. Beine und Fesseln werden mit zunehmender Belichtungszeit unschärfer. Wenn das ganze Pferd sich auch noch vertikal bewegt wird es nochmals herausfordernder.

Vorgehen. Such Dir zum Anfang ein Motiv welches sich möglichst nur in eine Richtung bewegt. Zug, Auto, Flugzeug beim Landen etc. Fang mit relativ kurzen Verschlusszeiten an lege das AF-Feld (Ich nehme das Einzelfeld; Begründung s.u.) auf eine Stelle des Motives die scharf werden soll und ziehe in Bewegungsrichtung sauber mit, so dass diese Stelle zu jedem zeitpunkt exakt vom AF-Feld bedeckt wird, löse anschließend in der Bewegung aus und ziehe sauber weiter mit. Anschließend Foto auf Unschärfen analysieren und bei sauberer Abbildung die Belichtungszeit um einen LW verlängern. Ab einem bestimmten Punkt ist beim Anfänger Schluss und die relevante Stelle wird verwackelt. Dann heißtbes üben, üben, üben!

Übrigens grobe Faustregel Belichtungszeit 1/Geschwindigkeit.

Schwieriger wird es bei Motiven die sich z.T. in weitere Richtungen bewegen. Motocross mit unebenem Untergrund. dort heißt es die Fahrer mit ihren Bewegungsrichtungen (Eintauchen, Abspringen etc.) mit dem Ziel einen möglichst konstante Bewegungen zu ermitteln zu analysieren. Das dauert etwas. Die Resultate werden aber besser.

Viele Spaß beim Üben und wenn Du mal in München bist melde Dich dann zeige ich Dir ein paar weitere Tricks.

Andreas

P.S. 1: Die Übung das Fokusfeld (Einzelfeld) beim Mitziehen exakt über dem relevanten Teil des Objektes zu platzieren hilft Dir übrigens auch beim alltäglichen Fotografieren die Anzahl der Fokusfelder zu minimieren. So weißt Du genau wo der Fokus sitzt und lässt das nicht die Kamera auswählen.

Ich persönlich halte nicht so viel vom 9er, 25er (E-M1 X) oder gar "alle Felder" mit dem AF-Cluster. Die Anwendung dieser vielen Felder ist nur dann sinvoll wenn man das saubere Mitführen des Einzelfeldes (noch) nicht beherrscht.

Olympus beschreibt das dann so (Lese mal zwischen den Zeilen!): "Wählen Sie für Motive, die leicht zu verfolgen sind, die Option [Einzelnes Feld] aus; für schwerer erfassbare Motive wählen Sie die Option [Felder-Gruppe] oder [Alle Felder]."

P.S. 2: Mal ein paar Beispiele

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Hallo TKI

Mein erster Mitzieher mit Digitaler Kamera.

Ich wollte eigentlich nur auf die Schnelle auf Deinen Spass antworten.

Kamera gepackt etwas rumgespielt und fertig ist das Bild.

Mein Tipp geht in die gleiche Richtung.

Nehmt die Kamera geht in den Garten oder ins Wohnzimmer.

Nicht vergessen Stabi ausschalten.

Und jetzt spielen ohne zu verfolgendes Objekt im Vordergrund. Fokus manuell auf Hintergrund.

Bei in etwa gleicher Schwenkgeschwindigkeit Verschlusszeit verlängern, bis der Hintergrund verwischt.

Darauf verschiedene Distanzen auf den Hintergrund ausprobieren.

Der nächste Schritt ist zu verfolgendes Objekt im Vordergrund.

Meine Methode S-AF, Einzelbild, kleines, bis mittleres Fokusfeld je nach Motiv.

Zügiges durchdrücken des Auslösers. Im Menue Auslöse Prio Aus.

Dann folgt Üben mit Velos, Autos auf normalen Strassen und verschiedenen Distanzen, oder auf die Piste, Rennstrecke, Flugplatz oder was auch immer.

Viel Glück und Gruss

Hansruedi

 

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vor 1 Stunde schrieb available:

Dann heißt es üben, üben, üben!

Danke für Deinen ausführlichen Beitrag!

Ja, das bei den Bildern bei der Migration, Schade...

Das mit dem Üben, Üben, Üben geht an 🙂

PS: So habe ich mir das vorgestellt, ich hoffe es machen noch mehr bei diesem Thema mit.

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vor 1 Stunde schrieb Haru-Lu:

Nehmt die Kamera geht in den Garten oder ins Wohnzimmer
Nicht vergessen Stabi ausschalten.
Und jetzt spielen ohne zu verfolgendes Objekt im Vordergrund. Fokus manuell auf Hintergrund.
Bei in etwa gleicher Schwenkgeschwindigkeit Verschlusszeit verlängern, bis der Hintergrund verwischt.

Das werd ich gleich mal so aus probieren 🙂

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