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bastiabe

Tips bitte. LZB vom Stativ und Antischock

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Hallo,

bin morgen zu einem Fotowalk mit professioneller Führung. Habe mich nun wiederholt mit meiner em1.1 beschäftigt, alle Einstellungen, Möglichkeiten Fernauslösung WiFi, Life-Modi Verhalten, Antischock etc. nochmal verinnerlicht.

Unklar sind mir noch die Einstellungen zum Antischock. Steht bei mir eigentlich immer auf Antischock 0s. Vom Stativ aus wäre sicher mehr sinnvoll oder? Ist die eingestellte Antischockzeit dann zusätzlich zu Selbstauslösung 2s mit Antischock zu verstehen? Wie wirkt es sich aus Antischock auf 8s zu stellen und später wieder aus der Hand zu fotografieren? Da ergibt sich doch eine Auslöseverzögerung oder? Unklar ist mir auch, wie sich die Einstellung BULB/LANGZ. Fokus im Zahnrad-menü A auswirkt?

Könnt Ihr mir noch Ratschläge für LZB geben bzgl. Kameraeinstellungen die Sinnvoll sind. Also keine Einstellungen bzgl. Belichtungszeit, Blende etc. das bekomm ich schon eine Weile hin. 

Gruß Sebastian 

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Antischock heißt m.W. keine Verzögerung, sondern dass die Belichtung mit dem elektronischen Verschluss gestartet, und mit dem mechanischen beendigt wird. Also die mechanische Erschütterung der Kamera bei Beginn der Belichtung entfällt. Ohne Selbstauslöser bleibt dann immer noch Dein mehr oder weniger dicker Finger als Quelle von Schwingungen, wenn Du nicht aus der Ferne via App oder Kabel auslöst.

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Antishock 0 aktiviert den elektronischen Verschluss um Erschütterungen durch den ersten Vorhang während der Belichtung zu verhindern. Alle anderen Antishock-Einstellungen vermeiden verwackeln durch die Berührung der Kamera vor der Belichtung, entsprechen also mehr oder weniger einem Selbstauslöser.

Mit AS 0 und Selbstauslöser bist Du bei Stativverwendung auf der sicheren Seite.

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Hallo,

Vielen Dank für Eure Antworten. Die Zeitangaben in Verbindung mit AS sind auf jeden Fall verwirrend. Ich lass meine Kamera dann also auf AS 0s.

Ist diese Einstellung auch für Aufnahmen aus der Hand sinnvoll? Wie stellt Ihr Eure Kamera für Freihandaufnahmen ein?

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vor einer Stunde schrieb bastiabe:

 Die Zeitangaben in Verbindung mit AS sind auf jeden Fall verwirrend. Ich lass meine Kamera dann also auf AS (0)

Wenn die Funktion klar ist, ist nichts mehr verwirrend.

Antishock gibt es schon ewig bei guten Spiegelreflexkameras. Früher hieß es eben Spiegelvorauslösung und diente der Reduzierung von Schwingungen durch den sogenannten Spiegelschlag bei Aufnahmen vom Stativ. 

Die Funktion „Antishock“ wurde dann von Olympus von der E-Serie auch auf die Spiegellosen übertragen, da ja z. B. ein Verschluss, der bei diesem Kameratyp noch zusätzliche Bewegungen macht (Schließen-Sensor löschen-Öffnen-Belichten-Schließen-Sensor auslesen-Öffnen) reichlich Schwingungen erzeugen kann.

Als dann das Phänomen „Shutter Shock“ durch die Foren geisterte, hat Olympus als Gegenmaßnahme Antishock (0) erfunden.

Als fauler Mensch zitiere ich zur Beschreibung dieser Funktion aus einem der Bücher von Reinhard Wagner:

“.......Bei Belichtungszeiten, die gleich oder länger als 1/320s sind, entfällt der erste Verschlusslauf. Es wird lediglich der Verschluss vorgespannt, der LiveView abgeschaltet, dann, nach Ablauf der Zeit, die unter “Anti-Schock” vorgegeben ist, der Sensor gelöscht und zum Schluß der Belichtungszeit schließt der Verschluss. Einziges Problem dabei ist, dass auch “0sek” nicht tatsächlich Null Sekunden sind.....“  Zitat Ende.

Also ist AS(0) der Modus der Wahl bei Aufnahmen aus der Hand, wenn du bei irgendwelchen Kamera-Belichtungszeit-Objektivkombinationen vertikale Doppelkonturen in deinen Bildern findest und du mit der geringen Zeitverzögerung durch das Löschen des Sensors leben kannst.

Unabhängig davon gibt es dann noch den Selbstauslöser, der funktioniert eben einfach wie ein Selbstauslöser, unabhängig welche Verschlussart mit welchem Ablauf du bei welcher Belichtungszeit verwendest.

Gruß

Wolfgang

 

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Antischock und Langzeitbelichtung halte ich für übertrieben.

Warum Antischock?
Durch eine mechanische Bewegung kann es zu geringen Verschiebungen der Sensorfläche kommen und somit das Foto mehr oder weniger verwackel.

Diese Verschiebung ist sehr kurz von der Zeit her und wirkt sich bildwirksam eigentlich nur bei sehr, sehr kurzen Verschlusszeiten auf.

Oder anders gesagt - bei 1/8000sek siehst du eventuell was bei 8 Sekunden BLZ ist ein Schlag von einen Bruchteil einer tausendstel nicht wirklich ausschlaggebend.

 

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Ich dachte bisher auch, dass AS eine Art Spiegelvorauslösung für spiegelose Kamera ist bzw. einen ähnlichen Effekt haben sollte. Ja, erklär es bitte genauer.

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1. Zuerst müsste definiert werden, was eine Langzeitbelichtung ist.

2. Wenn bei einer Belichtungszeit von 2 Sekunden die Kamera auf dem Stativ während einer Sekunde nach dem Auslösen nachschwingt, wird das Foto verwackelt.

3. Wenn bei einer Belichtungszeit von 30 Minuten die Kamera auf dem Stativ während einer Sekunde nach dem Auslösen nachschwingt, wird das Foto rattenscharf. ( der Fall, den „Fanille“ meint)

Gruß

Wolfgang

bearbeitet von wteichler

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Am 15.2.2019 um 12:28 schrieb Manzoni:

Diese Auffassung ist mir völlig neu, erklär das doch bitte mal näher 

 

besonders die Eigentümer der E-M1 aus 2013 wissen, dass es mit einen der ersten kleinen Updates (ich denk auf FW 1.x) eine Verbesserung bei den Shutter Schock gab.

diesen Shutter Schock gibt es nicht nur als Spiegelschlag, sondern auch durch den Verschluss bei spiegellosen Kameras.

Der Verschluss ist normal offen, bei einer Aufnahme wird der dann geschlossen und dann wieder geöffnet um den Sensor zu belichten. Durch die Antischock Funktion wird zwischen geschlossen und offen eine Pause eingefügt - mehr ist da nix dran.

Und eben wirklich nur für sehr kurze Belichtungszeiten.

Was damals wirklich Schuld dran war, wird man nicht mehr erfahren - ich vermute mal, dass die Vibrationen auf den IBIS übertragen wurden und dadurch getäuscht wurde..... 

 

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Witzig ist, dass der Shutter-Shock, also die Erschütterung durch den Verschlussablauf, bei DSLRs zum Spiegelschlag noch dazukommt. Das heißt, je nach Verschlusskonstruktion gibt es bei DSLRs trotz Spiegelvorauslösung auch noch potenzielle Schärfeverluste durch Erschütterungen, die gar nicht vom Spiegel, sondern vom Verschluss ausgehen.

bearbeitet von Rob. S.

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