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vor 1 Stunde schrieb Omzu Iko:

Nicht nur beim Klavier.

.

Kein Problem. Fotorucksäcke spazieren tragen ist ein ebenso schönes Hobby wie z. B. Objektive testen. Ich selber habe auch schon oft genug acht Objektive herumgeschleppt und am Ende des Tages nur eines davon benutzt ... oder zwei, wenn's viele waren. Niemand hat damit ein Problem. Aber – wieviele von deinen Reisefotos hast du ausgestellt oder verkauft?

Ich stelle weder aus noch verkaufe ich Fotos. Ich fotografiere, weil es mir Spass macht. Einen guten Satz Objektive mitzunehmen, um unterwegs flexibel zu sein, halte ich für eine sehr sinnvolle Herangehensweise.

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vor 1 Stunde schrieb Omzu Iko:

Laß mich raten: Du hast noch nie im Leben einen Bildband veröffentlicht oder eine Ausstellung beschickt, stimmt's? Anderenfalls würdest du wissen, daß dies auch in erster Linie Arbeit bedeutet

Du glaubst also, die Verwertung und die Präsentation des Fotos sei die eigentliche Kunst? Nicht die Aufnahme an sich? Vielleicht sollten wir uns zuerst einmal einigen, worüber wir hier reden wollen, wenn wir vom Foto als Kunst reden?

bearbeitet von Rob. S.

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vor 12 Minuten schrieb tgutgu:

Ich stelle weder aus noch verkaufe ich Fotos. Ich fotografiere, weil es mir Spass macht. Einen guten Satz Objektive mitzunehmen, um unterwegs flexibel zu sein, halte ich für eine sehr sinnvolle Herangehensweise.

Yep. Und die gute Nachricht ist, dass weder die Frage, ob du Fotos ausstellst oder verkaufst, noch die, wieviele Objektive du mitnimmst, darüber entscheidet, ob sie Kunst sind, die Fotos.

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vor 14 Minuten schrieb Rob. S.:

Du glaubst also, die Verwertung und die Präsentation des Fotos sei die eigentliche Kunst?

Nein, natürlich nicht. Aber es ist Teil der Realisierung dessen, was am Ende als Kunstwerk sicht- bzw. erfahrbar werden wird. Alles zusammen macht "die eigentliche Kunst".

.

vor 11 Minuten schrieb Rob. S.:

Und die gute Nachricht ist, daß weder die Frage, ob du Fotos ausstellst oder verkaufst, noch die, wieviele Objektive du mitnimmst, darüber entscheidet, ob sie Kunst sind, die Fotos.

Das ist richtig.

Doch wer auf Reisen immer wann, wenn man gerade etwas Zeit und Lust hat, und immer dort, wo man dann zufällig gerade ist, ein wenig herumknipst, wird erheblich seltener ein für andere Leute interessantes, sehenswertes oder gar faszinierendes Werk zustandebringen als der, der einen Plan hat.

Klar – als Hobbyfotograf muß man das ja auch nicht bzw. kann mit dem gelegentlichen Zufallstreffer zufrieden sein. Aber dann sollte man sich keinen Illusionen hingeben darüber, wieviel Mühe, Aufwand und Arbeit sich diejenigen gemacht haben, deren Werk als große Kunst gefeiert wird. Die haben in der Regel nicht einfach so ganz nebenbei aus Spaß an der Freud' ihre Kamera in die Gegend gehalten.

bearbeitet von Omzu Iko

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vor 1 Stunde schrieb Omzu Iko:
vor 1 Stunde schrieb Subhash:

Dann haben wir völlig verschiedene Kunstbegriffe.

Mittlerweile habe ich den Eindruck, dein ... äh, "Kunstbegriff" ist verschieden von dem aller anderen Lebewesen diesseits der Jupiterbahn.

Naja, von der meinen z.B. scheint er sich nicht so sehr zu unterscheiden, damit wäre der Eindruck schon falsifiziert 😉

Tatsächlich glaube ich, dass sein wie auch mein Kunstbegriff eher mit kunstwissenschaftlichen Ansätzen, Kunst zu definieren, übereinstimmen als die handwerks- und arbeitsorientierten.

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vor 18 Minuten schrieb Omzu Iko:

Nein, natürlich nicht. Aber [...]

Das ist richtig. Doch [...]

Subhash reagierte darauf ... +1

Nanu!? Zustimmung von deiner Seite? Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet ...

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vor 40 Minuten schrieb Omzu Iko:
vor 53 Minuten schrieb Rob. S.:

Du glaubst also, die Verwertung und die Präsentation des Fotos sei die eigentliche Kunst?

Nein, natürlich nicht. Aber es ist Teil der Realisierung dessen, was am Ende als Kunstwerk sicht- bzw. erfahrbar werden wird. Alles zusammen macht "die eigentliche Kunst".

Dann anders gefragt: Braucht es dafür Bildbände und Ausstellungen? Ist ein Foto nur dann Kunst? Ist "90% Transpiration" somit notwendig dafür, es als Kunst klassifizieren zu können? Nur das war ja der Punkt, den ich verneine.

vor 40 Minuten schrieb Omzu Iko:
vor 50 Minuten schrieb Rob. S.:

Und die gute Nachricht ist, daß weder die Frage, ob du Fotos ausstellst oder verkaufst, noch die, wieviele Objektive du mitnimmst, darüber entscheidet, ob sie Kunst sind, die Fotos.

Das ist richtig.

Doch wer auf Reisen immer wann, wenn man gerade etwas Zeit und Lust hat, und immer dort, wo man dann zufällig gerade ist, ein wenig herumknipst, wird erheblich seltener ein für andere Leute interessantes, sehenswertes oder gar faszinierendes Werk zustandebringen als der, der einen Plan hat.

Ist das so, zumal in der Allgenmeingültigkeit? Ich bestreite das. Es hängt neben vielem anderen zum Beispiel schon davon ab, wer genau das jeweils ist.

Und selbst wenn es so wäre, wenn wir es nur für die Diskussion einmal annehmen: Ist "ein für andere Leute interessantes, sehenswertes oder gar faszinierendes Werk" ein Beleg für Kunst? Ist Kunst umsomehr Kunst, je mehr Leute sie toll finden? Ist "seltener" hier in dem Kontext ein valides Kriterium? Ich bezweifle das alles.

bearbeitet von Rob. S.

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vor 22 Minuten schrieb Rob. S.:

Dann anders gefragt: Braucht es dafür Bildbände und Ausstellungen? Ist ein Foto nur dann Kunst?

Nein, natürlich nicht. Aber wenn das Werk von niemandem außer dem Künstler selbst (und vielleicht fünf Kumpels und seiner Oma) wahrgenommen wird, dann ist diese Frage ziemlich akademisch, nicht wahr?

.

vor 22 Minuten schrieb Rob. S.:

Ist "90 % Transpiration" somit notwendig dafür, es als Kunst klassifizieren zu können?

Nein, ist es nicht. Die Existenz von Glückstreffern bestreitet ja keiner.

Ich behaupte also nicht, 90 % Transpiration seien zwangsläufig erforderlich (auch wenn es ohne nur selten klappen wird). Stattdessen widerspreche ich der (hier vor allem von Subhash propagierten) Auffassung, Transpiration behindere die Entstehung wahrer Kunstwerke.

.

vor 22 Minuten schrieb Rob. S.:

Ist das so, zumal in der Allgemeingültigkeit?

Ja, doch. Schon. Beachte bitte, daß "erheblich seltener" nicht dasselbe bedeutet wie "niemals".

bearbeitet von Omzu Iko

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vor 41 Minuten schrieb Omzu Iko:

Zustimmung von deiner Seite? Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet ...

Ja, zum Teil.

Es gäbe viel zu sagen. Das mit dem Plan z. B., da bin ich nicht deiner Meinung. Es ist ganz üblich Pläne zu haben („Konzepte“) , aber ich gehe meist ganz anders vor. Ich jage einen Geist oder lasse mich von einem Geist anlocken und versuche ihn dann in einer oder mehreren Fotografien zu materialisieren.

Jackson Pollock hat sich ähnlich geäußert, auch Emil Nolde, unter den Fotograf*innen Wynn Bullock und andere. Das Konzeptionalisieren ist mir zu „hirnbetont“, ich überrasche mich am liebsten auch selbst.

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vor 8 Minuten schrieb Omzu Iko:

… Transpiration behindere die Entstehung wahrer Kunstwerke.

Ganz so meine ich das nicht. Technische Brillanz eher. Das mit Kunst als Zauberei gefällt mir eigentlich – wenn ich‘s recht bedenke – ziemlich gut.

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vor 2 Stunden schrieb Omzu Iko:

Hast du eine Ahnung ...!

Ja, das kannst du annehmen!

Klarerweise kann das Zusammenstellen/Arrangieren zu einem beeindruckenden Ergenis führen.

Vorhandenes Zeugs gefällig präsentieren - ganz allgemein: Kleidung, gedeckter Tisch, Wohnungseinrichtung, Werbung usw usw. - kann schon Kunst sein.

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vor einer Stunde schrieb Subhash:

Ganz so meine ich das nicht. Technische Brillanz eher. Das mit Kunst als Zauberei gefällt mir eigentlich – wenn ich‘s recht bedenke – ziemlich gut.

Virtuosität ist die Übersteigerung der Brillanz ins Metaphysische; Brillanz ist oberflächlich, Virtuosität nicht; der Glaube an das Unmögliche im Möglichen oder andersherum der Glaube an die Möglichkeit des Unmöglichen, das nenne ich Virtuosität. Ohne Hinter-sich-lassen resp. Beherrschen der Technik ist das aber kaum denkbar.

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Das „Problem“ ist vielleicht, dass wir als Fotograf*innen ein anscheinend so sehr technisches Medium gewählt haben. Andrerseits, was braucht man schon zum Fotografieren? Einen Kasten mit Loch und ein lichtempfindliches Aufzeichnungsmedium. Gut, wenn man unbedingt will, kann man das auch beherrschen.

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vor 5 Minuten schrieb Subhash:

Das „Problem“ ist vielleicht, dass wir als Fotograf*innen ein anscheinend so sehr technisches Medium gewählt haben. Andrerseits, was braucht man schon zum Fotografieren? Einen Kasten mit Loch und ein lichtempfindliches Aufzeichnungsmedium. Gut, wenn man unbedingt will, kann man das auch beherrschen. 

Das stimmt! Alle Kameras sind lediglich technische Verfeinerungen der Lochkamera. Doch wie sehr kommt es auch hier auf die technische Beherrschung an!

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Na ja, ich hab ein bisschen rumgerechnet wie groß das ideale Loch wäre. Danach brauchte ich mehr Einfühlungsvermögen als sonstwas. Vor allem ein Gefühl für Bildgestaltung. Flächen sind das Wichtigste, und Texturen kann man vergessen.

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das hat sich  hier ja  richtig zu einem Turnier der Pimmelfechter entwicklet.

Sehr amuesant zu lesen.:classic_cool: macht weiter so!

Gruss

Schappi

bearbeitet von schappi

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Hallo

Ich glaube kaum das wir hier heraus bekommen was Kunst ist, schließlich ist das ein Fotoforum. Ob es jemals geklärt wird ist fraglich und letztendlich muss das doch jeder für  sich entscheiden wenn er ein Bild erwirbt.

Ich habe mir in der Ansel Adams Galerie im Yosemite Park ein Bild von AA gekauft weil es mir gefallen hat. Ist es Kunst weil es von einem bekannten Fotografen stammt, oder weil es ein  klasse Bild ist. Es hängt neben einigen Bildern von mir die mir genau so gut gefallen. Einige sind über 30 Jahre alt und sie gefallen mir immer noch genau so gut.

Zu den Analog Zeiten habe ich einige Ausstellungen selbst ausgerichtet und mich an anderen beteiligt. Die Bilder wurden natürlich alle von mir selbst entwickelt und vergrössert. Das war sehr aufwendig und erforderte viel können und Arbeit, aber sind meine Bilder heute schlechter weil sie leichter, wenn auch mit  können bearbeitet und ausgedruckt am Computer gefertigt wurden?

Ich denke wenn ich ein Bild nach langem betrachten, ausgedruckt an der Wand immer noch gut finde, ist es ein gutes Bild. Ob es Kunst ist müssen die Betrachter beurteilen.

Meine Frau hat null Ahnung von Technik. Ich muss Ihr einige Dinge immer wieder beibringen, aber sie macht klasde Fotos. Häufig bessere als ich, weil ich mich zu sehr um die Technik kümmere und zu wenig um die Gestaltung. Zum Glück nicht immer.😀 

Es gibt aber trotz allem gewisse Kriterien nach dem man ein Bild beurteilen kann, wenn auch nicht gut die eigenen. Ich hatte in der Vergangenheit die Gelegenheit durch Gedankenaustausch mit Künstlern mir Wissen darüber anzueignen. Damit beurteile ich für mich Bilder.

Das Wetter ist gut, wenn auch ohne Wolken, also geht raus Kunst zu machen anstatt darüber zu diskutieren.

Wenn gewünscht stelle ich gerne Bilder ein zur Anregung.

Gruss

Hermann

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vor 24 Minuten schrieb Fatboy100:

Wenn gewünscht stelle ich gerne Bilder ein zur Anregung.

Gruss

Hermann

Zeigt her eure Bilder - zeigt eure Kunst - Dann können wir alle daran teilhaben und uns an der „Kunst“ erfreuen.

Die Diskussion über Kunst ist zwar manchmal notwendig, führt aber mit ziemlicher Sicherheit zu keinem übereinstimmenden Ergebnis. Für mich ist Kunst nicht festlegbar. Wäre sie festlegbar bzw. definierbar, wäre sie nicht frei. Kunst lebt aber von der Freiheit. Kunst festgelegt in Regeln und festgelegte Formen oder Ausdrucksweisen wäre dann keine Kunst mehr. 

LG Karl Heinz

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