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Wenn was gesammelt wird, braucht man eine Ordnung. Man braucht die Ordnung, die zu den eigenen Bedürfnissen passt, sicher und ausbaufähig ist. Also eine Datenbank!

Eine Cloud ist zwar bequem, steht bei Adobe aber in Amerika und Geheimdienste schauen rein. Für mich der Hauptgrund für: Cloud geht nicht. Externe Festplatte ist da schon besser; nun sind die Bilder bei mir. Aber eine externe Festplatte lebt nicht ewig und geht mal kaputt. Dumm nur: alle Bilder gehen mit. Daher sollte ein NAS Pflicht sein und zwar eines, das alles doppelt abspeichert und zwar auf 2 getrennten Festplatten (=RAID). Geht eine Platte kaputt, kauft man 'ne neue, ersetzt die kaputte und in wenigen Stunden ist das RAID wieder hergestellt. So wird Datenverlust sehr unwahrscheinlich. Festplatten sind mittlerweile auch für mehrere TByte bezahlbar. Verlorene Bilder sind aber unbezahlbar! Das Auswechseln einer Festplatte bekommt auch jeder hin.

Weitaus wichtiger als speichern und sichern ist finden. Natürlich denkt jeder: mit einem PC und Explorer (bei Windows) kann man ja kleine Bildchen sehen, also finde ich das Gesuchte auch. Bei 10.000 Bildern und 1 Sek pro Bild sind dann gleich mal 2,7 Std. weg, bei 100.000 Bildchen Tage. Kennt jeder, der suchen muss!

Das zu lösende Problem liegt also an ganz anderer Stelle. Die einzelnen Bilder müssen so benannt werden, dass der Dateiname schon zeigt, um welche Sorte Bild es geht. Wenn jemand also Hochzeiten, Landschaften, Familie, im Urlaub und Makros fotografiert, wären Abkürzungen festzulegen und zuverlässig (!!!) anzuwenden. Also z.B. HZ=Hochzeit, LA=Landschaft, FA=Familie, UR=Urlaub und MA=Makro usw.. Dann wäre noch das Datum unterzubringen (oft weiss man, ob das gesuchte Bild vorher oder später zum aktuell sichtbaren Bild war). Das EDV-richtige Format für Datum ist Jahr-Monat-Tag (jjjj-mm-tt); also z.B. 2017-03-12. Datum in dieser Form lässt sich sortieren, das kann jeder PC. Weitere Kürzel könnten z.B. besonders gut beurteilte Schnappschüsse sein; z.B. +, ++, +++ oder Abkürzungen für Farbe und Schwarz-Weiss. Jeder, wie er will.

Dann wäre ein sinnvoller Bild-Dateiname z.B. 2018-07-06-FA-UR-Toskana-(++).jpg.

Was der bedeutet, kann jeder sofort erkennen. Das einzige, was man dazu braucht, ist die verbindliche Liste der verwendeten Abkürzungen, die IMMER anzuwenden ist. Dann weiss man auch sicher: das Bild entstand im Juli!

Nun kann man die Vorteile der EDV massiv nutzen! Extrem leistungsfähige Programme hat man schon oder kosten nichts. Man muss sich aber damit beschäftigen. Die  kostenlose Suchmaschine für Windows heisst "Everything". Wenn ich da bei 100.000 Bildern mit o.g. Bezeichnungsschema "FA" eintippe, werden 1/10 Sek. später alle Bilder mit FA im Namen als Liste angezeigt (egal, ob "nur" 10 oder 1.000-ende). Tippe ich weiter z.B. 2017, dann nur noch die Bilder mit diesem Jahr. Everything sollte jeder mal ausprobieren - gibt's leider nur für Windows.

Weiter braucht man dann nur noch den Explorer, den hat jeder. Und zuletzt noch eine Verknüpfung, welches Programm standardmässig JPG, Tiff, ORF usw. öffnen soll. Dann genügt ein Doppelklick zum anschauen. Eine noch schneller arbeitende Lösung gibt es nicht. Natürlich kann man auch Verzeichnisse dafür nutzen. Ich empfehle aber: nur zusätzlich!

Was jetzt noch fehlt, ist ein Programm, das mehrere markierte Dateien in einem Rutsch nach einem vorgegebenden Muster umbenennen kann. ACDSEE konnte das früher mal. Da gibt es sicher noch andere Alternativen. Das soll dann helfen, die bisherigen Daten passend für das neue System zu machen.

Ich sammle Musik. Everything findet unter ca. 300.000 Musikdateien "A Whiter Shade of Pale" (noch bevor ich "Pale" eintippen konnte) 96 Versionen. So geht finden! Nachtrag: Everything kann auch NAS oder externe Festplatte.

bearbeitet von mccs
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vor 18 Minuten schrieb mccs:

Wenn was gesammelt wird, braucht man eine Ordnung. Man braucht die Ordnung, die zu den eigenen Bedürfnissen passt, sicher und ausbaufähig ist. Also eine Datenbank!

Vielen Dank für deine ausführliche "Bedienungsanleitung". Das Programm Everything werde ich mir anschauen.

HG Jürgen

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vor 59 Minuten schrieb mccs:

Wenn was gesammelt wird, braucht man eine Ordnung. Man braucht die Ordnung, die zu den eigenen Bedürfnissen passt, sicher und ausbaufähig ist. Also eine Datenbank!

Was der bedeutet, kann jeder sofort erkennen. Das einzige, was man dazu braucht, ist die verbindliche Liste der verwendeten Abkürzungen, die IMMER anzuwenden ist. Dann weiss man auch sicher: das Bild entstand im Juli!

Vielen Dank auch von mir, das ist sehr interessant und ausführlich.
Du benennst also jedes Photo um?
Bisher habe ich immer nur die Photos umbenannt, die ich hochlade...
Uff, da kommt ja noch mehr auf mich zu als gedacht...

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vor 8 Stunden schrieb mccs:

Eine Cloud ist zwar bequem, steht bei Adobe aber in Amerika und Geheimdienste schauen rein.

Das können die so wie so wenn die dafür Bedarf haben. Ist aber ganz andere Geschichte.

 

Was Du beschreibst ist nur zum Teil richtig bzw. es fehlt der eindeutiger Hinweis oder ich habe ihn nicht gefunden, dass es sich "um Deine eigene Präferenzen" handelt, was auch OK ist nur das muss nicht Allgemeingültig sein.

Ich wäre nie im Leben auf die Idee gekommen je eine Datei umzubenennen und finde trotzdem alles was gesucht wird..... und nein es liegt alles bei mir. 

 

Gruß Robert

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Meine Organisation ist der ordnerstrukturiert. Das wird auch so im Lightroom angezeigt:

Wurzel-Ordner ist das Laufwerk, auf dem nur die Bilder sind.
Dann Unterordner:

  1. Oberbegriff wie Landschaft, Ausflüge, Makro, Städte, Architektur, Sport ...
  2. Unterordner Jahr (2019,2018 usw.)
  3. nächster Unterordner Monat (01 - Januar, 02 - Februar, 03 - März ...)
  4. weiterer Unterordner Tag - Thema (z.B. 10 - Stürmischer Tag in der Landschaft)
  5. In diesem Ordner kommen die Originaldateien (JPG + ORF).

Die Bilder werden nicht umbenannt, nur in der Kamera wird anstatt P die Buchstaben A,B,C und D zugewiesen:
A = E-M1 Mark II
B = E-M1.1
C = PEN-F
D = E-M1 X

Beim Import werden die Bilder gleich mit den Basis-Stichwörtern belegt, das kann man im Import-Dialog gleich zuweisen. Gleichzeitig wird auch der Inhalt Bildbeschreibung gelöscht ("Olympus Corporation").

So mache ich das. Und wenn ich was bestimmtes suche, weiß ich meist, wann die Bilder gemacht wurden und was für Motive das sind, kann ich im Ordnernamen gleich auf Anhieb finden.

Gruß Pit

 

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@pit-photography:

Der große Vorteil von mccs‘ System ist, dass man mit einfachsten Mitteln findet, was man sucht. Man braucht keine Software, die EXIF- und IPICT-Metadaten lesen kann. Ich wäre aber zu faul für dieses System und verwende daher Lightroom und konvertiere in DNG. Ist nicht so unabhängig (Dateiname, Schlagwörter und Sternchen werden aber in die Metadaten des Bildes gespeichert). Umbenennen tu ich auch (halbautomatisch). Statt „P“ oder „_“ steht bei mir JJ, also das Aufnahmejahr mit den letzten beiden Ziffern. Ich sehe also schon am Dateinahmen den Aufnahmetag: JJMTT[und die vierstellige Nummer vergeben von der Kamera]. Diese Nummer behalte ich immer bei, auch wenn es verschiedene Versionen eines Bildes auf den Festplatten gibt. Nur fürs Internet kürze ich auf die letzten vier Ziffern.

Da meine gesuchten Bilder auf verschiedenen Festplatten liegen können, ist die Verwendung einer Datenbank unumgänglich. Nur so werden auch Bilder gefunden, die auf Platten liegen, die zur Zeit nicht einmal nicht physisch verbunden sind.

Schon beim Kopieren von der Speicherkarte wird jedes Bild von Lightroom auf 2 verschiedenen internen Festplatten gespeichert. Diese zweite wird mehrmals täglich abgeglichen, Änderungen und Löschungen aber eine Zeit lang archiviert (macht mir „CarbonCopyCloner“ automatisch). Stündlich kopiert mir Apples Time Machine alle Änderungen auf eine externe Platte. Da es aber auch Wasserschaden, Feuer und Einbruch gibt, hebe ich noch eine vierte Platte an geheimem Ort und nicht im Haus auf. Diese synchronisiere ich immerhin alle 2 Monate.

bearbeitet von Subhash
Sinnfehler korrigiert

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vor 2 Stunden schrieb DSLRUser:
vor 10 Stunden schrieb mccs:

Eine Cloud ist zwar bequem, steht bei Adobe aber in Amerika und Geheimdienste schauen rein.

Das können die so wie so wenn die dafür Bedarf haben. Ist aber ganz andere Geschichte.

„Ganz anders“ finde ich das nicht, sondern sehr wichtig, wenn man nicht einer digitalen Diktatur in die Hände arbeiten will. Es geht ja nicht nur darum, ob man dann ausspioniert wird, wenn es jemand auf einen persönlich abgesehen hat, sondern auch um das vorsorgliche Speichern aller möglichen Daten, um den sehr einfachen Zugriff und um die weiter verschärfte Abhängigkeit.

Jede Cloud liegt auch für mich außer Debatte.

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Aufgrund des Interesses ergänze ich hier mal ein Programm (ebenfalls kostenlos für private Nutzung), das die leidige Aufgabe der Umbenennung übernehmen kann (ich selbst habe das Programm noch nicht genutzt. Die Fähigkeiten - bestätigt durch Kommentare - sind für Bilderdateien offensichtlich wie geschaffen, kann es doch z.B. mit EXIF umgehen).

Leider gibt es das Programm (wie so viele gute) nur in Englisch. Und: Einarbeiten ist bei solchen Universal-Schweizer-Taschenmessern unverzichtbar. Meine Erfahrung ist: die aufzuwendende Lehrzeit holt man später bequem wieder raus. Übrigens: englische Programme haben einen entscheidenden Vorteil: sucht man im I-Net Hilfe, bekommt man die in englischen Foren viel schneller und ausführlicher. Es sind einfach zu wenig Deutsche unterwegs. Daher nutze ich Programme wenn möglich in englisch.

Hier erfährt man mehr: Bulk Rename Utility

Ein weiteres Programm könnte sein: Advanced Renamer

Wenn EXIF wie versprochen auswertbar ist, wäre z.B. auch möglich, im Dateinamen z.B. das verwendete Objektiv integrieren zu lassen. Später kann man dann einfach alle Bilder mit dem 1:2,8 12-40mm rausfiltern. Oder alle geblitzten Bilder. Oder...

Natürlich ist auch ein Sortieren nach Verzeichnissen machbar. Erfahrungsgemäss tauchen dann aber irgendwann Dateinamen mehrfach auf; dann beginnt das grosse Suchen nach dem "was ist da los?". Der Vorteil ist: man hat zunächst wenig Registrierarbeit.

Zum Schluss: natürlich soll jeder sein Schema anwenden. Ich meine nur, dass man gemeinsam besprechen kann, welche Möglichkeiten gibt es und wo können bei verschiedenen Lösungen unerwartete Probleme auftreten? Es muss ja nicht jeder die üblichen Fehler selber nochmal machen. Noch etwas: manchmal sammelt man ja nicht nur Bilder, sondern noch andere Dinge. Da lohnt es sich allemal, sich einmal mit sammeln - suchen - finden auseinanderzusetzen. Dann hat man für Korrespondenz oder Finanzamt schon die Lösung.

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Zum Umbenennen möchte ich noch „exiftool“ erwähnen, damit schreibe ich mir Objektivdaten und die verwendete Blende in die Metadaten der Bilder, die mit Objektiven ohne elektrischen Anschluss an die Kamera aufgenommen wurden. Es kann aber auch aus den Metadaten Einträge entnehmen und in den Dateinamen schreiben.

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