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C-AF: Wieso eigentlich problematisch bei Standbildern?


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Hallo!

Mich würde interessieren, wie sich technisch erklären lässt, dass der Einsatz von C-AF bei der E-M1 II/E-M1X beim Ablichten unbewegter Motive häufig unscharfe Bilder liefert?
Eigentlich sollte doch der durch die Kamera intern zur Nachführung des Fokus herangezogene Vergleich von Aufnahmen in einer C-AF-Serie ergeben, dass keine Bewegung des Motivs erfolgt und folglich auch keine weitere Anpassung des Fokus vollzogen werden, die zu unscharfen Fotos führen kann. Die Nikon-Jünger in meinem Bekanntenkreis schalten i. d. R. überhaupt nichts um, wenn der kurz zuvor noch still sitzende Vogel auf einmal abhebt und fliegt.

Momentan fällt mir eigentlich als Erklärung nur die Ungenauigkeit der PDAF-Arbeitsweise bei C-AF als Übeltäter ein.

DASS man solch ein Problem lösen kann, belegt ja bspw. auch die G9, welche in einem bestimmten Modus automatisch erkennt, ob sie besser S-AF oder C-AF verwenden sollte.


Herzlichen Dank im voraus und viele Grüße
Volker

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Die C-AF Logik ist wohl weniger 'intelligent' als vermutet. 😉 Da der C-AF von sich bewegenden Objekten ausgeht, 'endet' die Fokussierung mit einem 'Prognoseschritt', berechnet auf der Basis der bisherigen Bewegungsdaten. D.h. Zum Zeitpunkt der Auslösung geht die Kameraautomatik davon aus, dass das Objekt nicht still steht und 'legt dann etwas drauf'. Bei stehenden Objekten ist das genau ein Schritt zu viel ... 😉  Das dürfte in dieser Form für ältere und neuere Modelle gelten. 

LG, Gerald

bearbeitet von sam0611
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Hallo Gerald,

vielen Dank für Deine Einschätzung!

Ein Algorithmus, der aus der Analyse mehrerer Bilder, auf dem das vermeintliche Motiv sich NICHT bewegt, eine Prognose für die Position dieses Motivs ableitet, die wiederum eine Bewegung des betreffenden Objektes voraussetzt, wäre m. E. sehr fragwürdig.

Hinzu kommt: Wenn ein sich bewegendes Motiv, das im C-AF-Modus aufgenommen wird, irgendwann stehen bleibt, d. h. sich nicht mehr bewegt, müssten auf einmal wieder unscharfe Fotos entstehen. Das wäre dem Anwender schwer zu vermitteln.


Viele Grüße
Volker

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Reinhard hat da für den AF der E-M1 II mal etwas dazu geschrieben, leider finde ich den link jetzt auf die Schnelle nicht.

EDIT: Danke an @sam0611 für den Link zum oly-e Paper im Beitrag unter diesem.

Das Paper entspricht so weit ich weiss nicht mehr ganz der neuesten FW und ich nutze C-Af auch erfolgreich für Dinge wie Rennpferde die sich vermeintlich parallel zu mir bewegen (es sei denn sie umkreisen mich mit stets gleichbleibender Distanz 😉)

Grundsätzlich läuft es wohl tatsächlich darauf hinaus, dass die Kamera bei C-AF wenn keine Bewegung erkannt wird, das Motiv quasi „abtastet“ und versucht, daraus ggf. eine Bewegungsrichtung abzuleiten. Das erklärt zumindest, warum man alle paar Bilder ein korrekt fokussiertes dabei hat.

Ein Teil des C-AF Algorithmus basiert laut einem Interview mit Olympus Mitarbeitern zur E-M1 II ja angeblich auf Mustererkennung, d.h. es wird ermittelt, was sich denn im Bild wie schnell wohin bewegt und das geht auf alle Fälle in die Berechnung für das Tracking bzw. C-AF mit allen Fokusfeldern mit ein. Vermutlich auch für C-AF mit Clustern und Einzelfeld. Bei der EMIX wurde das noch um eine Motivauswahl fürs Tracking ergänzt.

Abhilfe schafft zumindest bei der E-M1 Ii auch mit aktueller FW tatsächlich nur, bei sich nicht bewegenden Motiven S-AF zu verwenden ... oder das Model zum Schwanken zu bringen 😁

bearbeitet von acahaya
Danke für den Link
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Mal ganz einfach ohne viel Techikhintergrund ausgedrückt:

Der Fotograf schwankt selbst, sonst fällt er um. Dieses Schwanken ist dann die erkannte Bewegung, welche die Kamera zur Berechnung der Entfernungsänderung heranzieht. 

Wenn Du die Kamera auf ein Stativ nagelst und z.B. unbewegliche Architektur fotografierst sollte es auch mit C-AF klappen. 

Ich selbst mache mit der 1. 1 und 1.2 auch Einzelbilder von unbewegten Motiven, wenn es mal zum Umschalten nicht reicht - bisher kein Problem festgestellt. Bei Serienbildern hingegen ist mir dann aber schon öfter der Fokus flöten gegangen. 

Frag doch mal Deine Bekannten, ob das dann auch Serienaufnahmen sind oder der Finger zwischen den Aufnahmen vom Auslöser genommen wird. 

Viele Grüße 

Frank

Nachtrag: Gerade mal mit der Kobination E-M1 II und dem 25mm 1.2 bei Offenblende und Entfernungen von 0,5 und 10 Metern probiert. Beide Ellenbogen einfach nur aufgestützt. Auch die Serienaufnahmen waren alle korrekt im Fokus. Der C-AF hat offenbar nicht dagegen gearbeitet. Ich denke auch wir können das machen, bevor wir ohne Foto nachhause gehen. 

bearbeitet von Piesepampel
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vor 2 Stunden schrieb acahaya:

Reinhard hat da für den AF der E-M1 II mal etwas dazu geschrieben, leider finde ich den link jetzt auf die Schnelle nicht.

Du glaubst nicht, wieviele Menschen bereits dazu mal irgendwann etwas geschrieben haben und wie sehr sich deren Spekulationen zum Teil widersprechen. 😁

Hast Du vlt. noch den Link auf das Interview parat, in dem von Mustererkennung bei C-AF berichtet wird?
Ich habe nämlich diesbezüglich von Olympus eine gegenläufige Aussage: Bei "normalem" C-AF gäbe es keine Mustererkennung!

Daher frage ich mich inzwischen, ob die leichten Unschärfen bei C-AF im Zusammenhang mit unbewegten Motiven möglicherweise aus der regelmäßig angesprochenen leichten Ungenauigkeit der PDAF-Messungen und daraus abgeleiteten Fokussierungskorrekturen resultieren könnten.


Viele Grüße
Volker

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vor 20 Minuten schrieb Piesepampel:

Mal ganz einfach ohne viel Techikhintergrund ausgedrückt:

Der Fotograf schwankt selbst, sonst fällt er um. Dieses Schwanken ist dann die erkannte Bewegung, welche die Kamera zur Berechnung der Entfernungsänderung heranzieht. 

Hmm, diese Auffassung teile ich nicht!

Zumindest die E-M1 II und die E-M1X sind nach meiner Kenntnis sehr wohl dazu in der Lage, mit Hilfe ihrer Gyro-Sensoren zu ermitteln, welche Bewegungen dem schwankenden Fotografen zuzuschreiben sind und welche nicht, d. h. die Bewegung eines Objektes in einem sich aufgrund von leichten Körperschwankungen des Fotografen ergebenden Bild voneinander zu unterscheiden.
 

vor 20 Minuten schrieb Piesepampel:

Wenn Du die Kamera auf ein Stativ nagelst und z.B. unbewegliche Architektur fotografierst sollte es auch mit C-AF klappen. 

Mir geht es bei meiner Frage um eben diese Serienbilder mit C-AF !
Und es klappt mit C-AF m. E. nicht, in dem von Dir genannten Szenario nur scharfe Bilder zu erhalten.
 

vor 20 Minuten schrieb Piesepampel:

Frag doch mal Deine Bekannten, ob das dann auch Serienaufnahmen sind oder der Finger zwischen den Aufnahmen vom Auslöser genommen wird. 

Wer tut das nicht? 😉
 

vor 20 Minuten schrieb Piesepampel:

Viele Grüße 

Frank

Nachtrag: Gerade mal mit der Kobination E-M1 II und dem 25mm 1.2 bei Offenblende und Entfernungen von 0,5 und 10 Metern probiert. Beide Ellenbogen einfach nur aufgestützt. Auch die Serienaufnahmen waren alle korrekt im Fokus. Der C-AF hat offenbar nicht dagegen gearbeitet. Ich denke man kann das machen, bevor man ohne Foto nachhause geht. 

Da hast Du sicherlich recht! Stellt sich nur die Frage, mit wieviel "ohne Fotos" man nachhause geht, wenn man es "so macht". 😁

 

Viele Grüße
Volker

 

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Erstmal danke für den Thread mit einem Thema, das über die Theorie hinaus ja für viele Leute hier in der Praxis auch sehr relevant ist. (spannend) 

Jetzt fehlt es noch an einem erfahrenen Tester, der mal ermittelt wo wir da überhaupt stehen.

Viele Grüße

Frank

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Moin,

1. Was Reinhard schreibt mag vielleicht vor 10 Jahren noch richtig gewesen sein, heute ist das Müll. Mehr schreibe ich dazu nicht, da es nicht Thema des Threads ist.
2. Der C-AF ist in bei allen Kameras die ich selbst hatte/ habe (KoMi,Sony (altes A-Bajonett), Canon, jetzt M1X) oder von Kollegen (Nikon) auf "Bewegung" ausgerichtet. Hier ist es in der Tat so, dass die Kamera mit der Aktivierung ständig versucht Bewegung zu finden und diese "Nachzuführen". Dabei ist es am Ende egal was sich bewegt hat - die Kamera versucht es ausgleichen. 

Der vermeidliche Trick diesem entgegenzuwirken, als Bewegung zu eliminieren wo keine vorhanden ist die Empfindlichkeit auf "-2" zu stellen. Es wird sehr oft berichtet, dass man z.B bei Motiven die sich schnell auf die Kamera oder von der Kamera bewegen die Empfindlichkeit in Plus Bereich bringen soll. Das ist Falsch denn darum geht es nicht bei der Einstellung. In einigen Situationen merkt man nichts davon dass es falsch ist in anderen ganz schnell.

Und zwar - wenn ein Vogel in Deine Richtung fliegt und im Hintergrund hast Du nur blaues Himmel - merkst nichts von der falscher Plus Einstellung auch wenn Du den Vogel kurz aus dem aktiven AF Feld verlierst - blauer Himmel bietet absolut nichts was der AF "spannender" findet als Dein Vogel.
Fliegt der Vogel in Deine Richtung, hat Hintergrund ist aber ein schönes Wald oder einzelne Bäume und Du verlierst den Vogel aus dem AF Punt/ Zone für kurze Zeit schon hast ihn für immer verloren, weil der AF eben mit der Plus Einstellung zur Aufgabe hat - alles was in AF Bereich kommt so schnell es geht zu fokussieren. In Minus werden kleine Aussetzer oder Hindernisse (Vogel fliegt kurz hinter einem Baum) ignoriert und der AF wird beibehalten. An der Stelle bietet Olympus keine weitere Einstellungen. (Hier bietet Canon noch 2 weitere Parameter).

Und die große "Krux" bei den ganzen Sachen - (so auch bei meiner Beschreibung) - Voraussetzung für das ganze ist, dass der AF wirklich das erfasst hat was Du als Fotograf auch als Motiv wolltest. Nach meiner bisheriger Erfahrung ist es so, dass bei C-AF ist es von Vorteil, wenn man eine AF-Zone verwendet, die auf jedem Fall größer ist als das was ich fokussieren will. Das trägt dazu bei, dass der AF eben die Bewegung erkennen kann, da sich sowohl der Kontrastkante wie auch Phase zum Hintergrund ändert.

Bzgl. Deiner Anmerkung - bei "normalem" C-AF gäbe es keine Mustererkennung. Ob diese Aussage richtig oder falsch ist - hängt davon ab - was mal als Muster in dem Fall bezeichnet. Wenn man hier die Bezeichnung Muster mit den explizit aufgelisteten Motiven (Rennsport, Flugzeuge usw. der M1X) gleichsetzen will, dann ist es natürlich falsch. Wenn man Muster mit dem gleichsetzt was der AF als "mein gewünschtes" Objekt erkannt hat, dann ist es richtig, denn Jedes Objekt weißt bestimmte Muster auf und diese werden von dem AF "gespeichert" und verfolgt. Und je mehr Parameter aufgenommen und ausgewertet werden um so zuverlässiger kann der AF arbeiten.

Weil es trotzdem Nuancen gibt wo S-AF einfach besser ist - eben wo keine Bewegung da habe ich bei meiner M1X dafür C1 verwendet - S-AF und lautlos-H. Die Zeit und Blende passe ich mit den Rädern an. ISO steht bei mir eh immer auf Auto. C2-C4 sind für C-AF (jetzt!!!). Wenn ich bei Oly bleiben soll und auch andere Sachen mit der Kamera fotografieren werde, dann ist es selbstverständlich wieder genial, dass man die Einstellungen Sichern und Zurücksuchern kann.

 

 

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vor 2 Stunden schrieb DSLRUser:

Moin,

Hallo,

vorab vielen Dank für Deinen umfassenden Beitrag zu diesem Thema!

Zitat

...
2. Der C-AF ist in bei allen Kameras die ich selbst hatte/ habe (KoMi,Sony (altes A-Bajonett), Canon, jetzt M1X) oder von Kollegen (Nikon) auf "Bewegung" ausgerichtet. Hier ist es in der Tat so, dass die Kamera mit der Aktivierung ständig versucht Bewegung zu finden und diese "Nachzuführen". Dabei ist es am Ende egal was sich bewegt hat - die Kamera versucht es ausgleichen. 

Ich bin mir da nicht so sicher wie Du, dass die Olympus E-M1 II bzw. X im C-AF-Modus ständig versucht, Bewegung zu finden. Wenn dies so wäre, hätten wir sicherlich ein Problem weniger bei "Mitziehern", bei denen sich aus der Sichts des Fotografen im Sucher alles mögliche bewegt. Weder die E-M1 noch die E-M1X sind meines Wissens in der Lage, selbständig sich bewegende Objekte zu erkennen. Ausnahme sind natürlich die wenigen Motive (Flugzeuge, Züge usw.), die nun von der E-M1X erkannt und verfolgt werden können sowie Personen, die Opfer der Gesichtserkennung werden.

Du schreibst, "Dabei ist es am Ende egal, was sich bewegt hat, die Kamera versucht es auszugleichen."
Was meinst Du mit "auszugleichen"?

Die E-M1 II und E-M1X versuchen, im C-AF-Modus, Objekte, die sich unter dem definierten AF-Feldbereich befinden, kontinuierlich scharf zu halten.
Wenn Du es schaffst, den AF-Bereich stets über das sich bewegende Objekt Deiner Begierde zu halten, wird die Kamera i. d. R. sich genau auf die kontinuierliche Fokusnachführung dieses Bereiches konzentrieren, wobei hier sich bewegende Objekte außerhalb dieses AF-Bereiches keine Rolle spielen. Aus vorstehenden Punkten ergibt sich meiner Meinung nach auch, dass eine Mustererkennung vollzogen werden MUSS.

Zitat

Der vermeidliche Trick diesem entgegenzuwirken, als Bewegung zu eliminieren wo keine vorhanden ist die Empfindlichkeit auf "-2" zu stellen. Es wird sehr oft berichtet, dass man z.B bei Motiven die sich schnell auf die Kamera oder von der Kamera bewegen die Empfindlichkeit in Plus Bereich bringen soll. Das ist Falsch denn darum geht es nicht bei der Einstellung. In einigen Situationen merkt man nichts davon dass es falsch ist in anderen ganz schnell.

Stimmt: Sogar Olympus behauptet das: 😁
https://asia.olympus-imaging.com/product/dslr/em1x/feature2.html

 

Zitat

Und zwar - wenn ein Vogel in Deine Richtung fliegt und im Hintergrund hast Du nur blaues Himmel - merkst nichts von der falscher Plus Einstellung auch wenn Du den Vogel kurz aus dem aktiven AF Feld verlierst - blauer Himmel bietet absolut nichts was der AF "spannender" findet als Dein Vogel.
Fliegt der Vogel in Deine Richtung, hat Hintergrund ist aber ein schönes Wald oder einzelne Bäume und Du verlierst den Vogel aus dem AF Punt/ Zone für kurze Zeit schon hast ihn für immer verloren, weil der AF eben mit der Plus Einstellung zur Aufgabe hat - alles was in AF Bereich kommt so schnell es geht zu fokussieren. In Minus werden kleine Aussetzer oder Hindernisse (Vogel fliegt kurz hinter einem Baum) ignoriert und der AF wird beibehalten. An der Stelle bietet Olympus keine weitere Einstellungen. (Hier bietet Canon noch 2 weitere Parameter).

Welche zwei Parameter sind das?
Würde mich interessieren, was andere sich so einfallen lassen.
 

Zitat

Und die große "Krux" bei den ganzen Sachen - (so auch bei meiner Beschreibung) - Voraussetzung für das ganze ist, dass der AF wirklich das erfasst hat was Du als Fotograf auch als Motiv wolltest. Nach meiner bisheriger Erfahrung ist es so, dass bei C-AF ist es von Vorteil, wenn man eine AF-Zone verwendet, die auf jedem Fall größer ist als das was ich fokussieren will. Das trägt dazu bei, dass der AF eben die Bewegung erkennen kann, da sich sowohl der Kontrastkante wie auch Phase zum Hintergrund ändert.

Das Traurige ist, dass - egal, ob E-M1 II oder E-M1X - die verwendete AF-Zone ohnehin größer ist, als uns suggeriert wird.
Dadurch kann man leider bei Gegenlicht und sich daraus ergebenden harten Kontrasten außerhalb des visuellen AF-Bereiches das anvisierte Motiv so gut wie nie scharf stellen.
C-AF-Aufnahmen von Strandläufern in der Brandung mit harten Reflexen im Wasser leiten den C-AF fehl, auch wenn das AF-Feld diese Reflexe überhaupt nicht abdeckt.
Ähnliches gilt für Aufnahmen im Gegenlicht bei Morgen-Tau. Dies scheint allerdings kein Problem zu sein, das allein Olympus-Systeme betrifft.
 

Zitat

Bzgl. Deiner Anmerkung - bei "normalem" C-AF gäbe es keine Mustererkennung. Ob diese Aussage richtig oder falsch ist - hängt davon ab - was mal als Muster in dem Fall bezeichnet. Wenn man hier die Bezeichnung Muster mit den explizit aufgelisteten Motiven (Rennsport, Flugzeuge usw. der M1X) gleichsetzen will, dann ist es natürlich falsch. Wenn man Muster mit dem gleichsetzt was der AF als "mein gewünschtes" Objekt erkannt hat, dann ist es richtig, denn Jedes Objekt weißt bestimmte Muster auf und diese werden von dem AF "gespeichert" und verfolgt. Und je mehr Parameter aufgenommen und ausgewertet werden um so zuverlässiger kann der AF arbeiten.

Siehe oben: Würde ich auch so sehen, wird aber bisher von Olympus verneint. Möglicherweise wg. der unterschiedlichen Auffassungen bzgl. der Frage, was Mustererkennung in diesem Kontext bedeutet.
 

Zitat

Weil es trotzdem Nuancen gibt wo S-AF einfach besser ist - eben wo keine Bewegung da habe ich bei meiner M1X dafür C1 verwendet - S-AF und lautlos-H. Die Zeit und Blende passe ich mit den Rädern an. ISO steht bei mir eh immer auf Auto. C2-C4 sind für C-AF (jetzt!!!). Wenn ich bei Oly bleiben soll und auch andere Sachen mit der Kamera fotografieren werde, dann ist es selbstverständlich wieder genial, dass man die Einstellungen Sichern und Zurücksuchern kann.


Viele Güße

Volker

P.S.:
Man kann zu früheren Ausführungen von RW stehen, wie man will.
Aber ich finde, man sollte hier nicht Angaben und Meinungen anderer Community-Mitglieder als "Müll" deklarieren.
 

 

bearbeitet von m1testit
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vor 20 Stunden schrieb m1testit:

vorab vielen Dank für Deinen umfassenden Beitrag zu diesem Thema!

Dafür nicht. Da ich mit der M1X eh nicht besonders zufrieden bin - nicht zuletzt selbst auf Grund von Olympus Video welches demonstriert - wie langsam die Motiv Erkennung ist ….. behaupte ich lange nicht alles richtig zu machen 😉

vor 20 Stunden schrieb m1testit:

Ich bin mir da nicht so sicher wie Du, dass die Olympus E-M1 II bzw. X im C-AF-Modus ständig versucht, Bewegung zu finden.

Na dann mache doch einen einfachen Test - Nehme eine größere Fläche. Nichts gleichmäßiges, wobei es kaum eine große Rolle spielt sondern mit unterschiedlichen Mustern. Stelle eine Zone 3x3 oder 5x5 und die Empfindlichkeit auf +2. Dann von gerne "Mitte Start" oder "Prio Mitte". Und schaue was passiert - das AF Feld wandert durch alle einzelne Felder und "sucht nach Bewegung". In anderem Fall wäre das Verhalten der Kamera Grundliegend falsch - zumindest wenn es nach Olympus geht 😉

Hier ein Beispiel - wie ich es meine
der Hund ist noch hinter Gitter, für den AF als unsichtbar. Ich weiß aber in welcher Box der Ist und fokussiere auf diese Box mit der Zone 3x3 oder 5x5. Wenn die Empfindlichkeit auf +2 gestellt wird, ist die Chance, dass man den Hund scharf abgebildet bekommt wenn die Box geöffnet wird bei praktisch 0%. Der AF "wandert" die ganze Zeit und nimmt es gar nicht wahr wenn mein Motiv endlich "frei" zu sehen ist

Die Einstellung in Plus Bereich hilft nur in einer Situation wenn Du darauf wartest, dass Dein Motiv endlich im Sucher zu sehen sein wird. Dann soll die Kamera sobald darauf fokussieren.

vor 20 Stunden schrieb m1testit:

Was meinst Du mit "auszugleichen"?

Nachführen 

vor 20 Stunden schrieb m1testit:

Aus vorstehenden Punkten ergibt sich meiner Meinung nach auch, dass eine Mustererkennung vollzogen werden MUSS.

ja deswegen habe ich weiter geschrieben - es hängt davon ab was man als "Muster" bezeichnen will

vor 20 Stunden schrieb m1testit:

Welche zwei Parameter sind das?

1. Bei Verwendung von Zonen wird definiert wie schnell oder langsam die "Steuerung" von einem AF Punkt zu dem nächsten in der Zone übergeben wird
2. Wie schnell/ langsam nachgeführt werden soll

Zumindest der erste Punkt fehlt bei Olympus. Alle Felder in der Zone sind "gleichberechtigt" was selten wirklich der Fall ist. "Mitte Prio" ist was anderes wobei auch an der Stelle die Beschreibung von Olympus sehr fraglich ist.

vor 20 Stunden schrieb m1testit:

Das Traurige ist, dass - egal, ob E-M1 II oder E-M1X - die verwendete AF-Zone ohnehin größer ist, als uns suggeriert wird.

Das ist bei Canon nicht anders. War auch damals bei KoMi auch so. /Ich kriege die Erklärung von Canon Techniker jetzt nicht so ganz zusammen daher man möge mir Verzeihen wenn es nicht 100% stimmt/. Es liegt daran - dass der Sucher selbst kleiner als der Sensor ist und man es für den Benutzer visuell darstellen muss/ will. 
Wobei die Relationen mit den Spiegellosen sich schon deutlich verbessert haben im Vergleich zu DSLR

[EDIT]

fiel mir gerade noch ein. An sich musste die Kamera 242 AF Sensoren haben. Olympus wie auch Canon (zumindest einige DSLR) bedienen sich wohl einem "Trick" und zeigen einen "kleinen!" AF Punkt. Da hätte man es gleich daraus separat steuerbare AF Punkte machen müssen

[/EDIT]

vor 20 Stunden schrieb m1testit:

Dies scheint allerdings kein Problem zu sein, das allein Olympus-Systeme betrifft.

Reflexe genau wie Luftbewegung sind für jeden AF "Tod"

vor 20 Stunden schrieb m1testit:

Aber ich finde, man sollte hier nicht Angaben und Meinungen anderer Community-Mitglieder als "Müll" deklarieren.

Wenn man sich mit ihn "normal" unterhalten könnte, würde ich so etwas nie tun. Da dies nicht geht und jede kritische Frage gleich mit "ich bin der größte und niemand sonst kennt Olympus....." stehe ich nach wie vor zu meiner Aussage. ich weiß nicht was da genau zwischen ihn und Olympus oder auch hier im Forum gelaufen ist - interessiert mich auch nicht. Überheblichkeit die mit Realität wenig gemeinsam hat ist "Nichts" um nicht noch mal das gleiche Wort benutzen zu wollen.

 

Letztendlich ist es auch in dem Thread wieder erkennbar - die signifikanten Informationen mussten von Olympus kommen. Die Kamera (M1X)  ist einige Monate auf dem Markt und nach wie vor - Kein AF Guide, nichts von Olympus, aber auch nichts von den s.g Visionäres - zumindest weder in Deutsch und/ oder Englisch-sprachigen Raum. Ich hatte mal da was in Spanisch gefunden. Olympus Deutschland ist wohl nicht daran interessiert es ins deutsch zu übersetzen 😞

 

27-07-_2019_22-31-43.jpg

bearbeitet von DSLRUser
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Ich habe bei keiner meiner OM-Ds (5, 5 Mark II, 10 Mark II, 1 Mark I) unscharfe Bilder, wenn ich mit C-AF stationäre Objekte fotografiere.  Ich benutze C-AF sogar ganz bewusst, wenn ich im Freien Blüten-Makros fotografiere, wenn die Blüten im Wind schwanken (und ich selbst stehe ja auch nicht wie ein Stativ).  Allerdings benütze ich bei C-AF nicht die Werkseinstellung mit Auslösepriorität sondern stelle bei C-AF auf Schärfepriorität.  Der einzige Nachteil bei dieser Arbeitsweise besteht darin, dass die Auslösung teilweise leicht verzögert erfolgt, eben weil die Kamera wartet, bis das Objekt scharf ist.

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vor 2 Stunden schrieb Old Man:

Ich benutze C-AF sogar ganz bewusst, wenn ich im Freien Blüten-Makros fotografiere, wenn die Blüten im Wind schwanken (und ich selbst stehe ja auch nicht wie ein Stativ). 

Ich kenne die M1.1 nicht mal ansatzweise, vermute aber, dass Du Deine Ausführung um den kleinen Detail ergänzen musstest - nämlich dass (so meine Vermutung) Du nur 1 AF Feld benutzt.

 

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vor 13 Stunden schrieb Old Man:

Ich habe bei keiner meiner OM-Ds (5, 5 Mark II, 10 Mark II, 1 Mark I) unscharfe Bilder, wenn ich mit C-AF stationäre Objekte fotografiere. 

Das liegt vielleicht daran, dass in keiner dieser 3 Kameras das neue AF System werkelt, das die E-M1 II und die EMIX haben 😉

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Die Ausführung von Old Man überrascht mich. da ich bisher davon ausgegangen war, dass die Olys bei C-AF, Serie L, nach einem erfolgreichen Fokussieren für die weiteren Aufnahmen die Entfernungseinstellungen schätzen/berechnen und nicht vor jedem Foto erneut fokussieren.

Die Einstellung Schärfe- statt  Auslösepriorität hat sich meiner Meinung nach nur auf das erste Bild bezogen, also dem Start der Aufnahmeserie.

Ich weiß nicht, in welchen Abständen (Anzahl der Aufnahmen oder Zeit) die Kamera bei einer C-AF Aufnahmeserie den Fokus erneut tatsächlich per Messung korrigiert. Wenn Old Man es tatsächlich durch Schärfe-Prio schafft, seine Oly beim C-AF vor jeder einzelnen Serienaufnahme zum Fokussieren (gemessen nicht berechnet) zu bringen wäre das interessant - mal selbst ausprobieren.

Viele Grüße

Frank

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vor 7 Minuten schrieb Piesepampel:

Die Ausführung von Old Man überrascht mich. da ich bisher davon ausgegangen war, dass die Olys bei C-AF, Serie L, nach einem erfolgreichen Fokussieren für die weiteren Aufnahmen die Entfernungseinstellungen schätzen/berechnen und nicht vor jedem Foto erneut fokussieren.

Nur berechnen wird wohl kaum ausreichen!
Natürlich muss auch fortwährend geprüft werden, was der aktuelle Status ist.

vor 7 Minuten schrieb Piesepampel:

Die Einstellung Schärfe- statt  Auslösepriorität hat sich meiner Meinung nach nur auf das erste Bild bezogen, also dem Start der Aufnahmeserie.

So sehe ich das auch.

vor 7 Minuten schrieb Piesepampel:

Ich weiß nicht, in welchen Abständen (Anzahl der Aufnahmen oder Zeit) die Kamera bei einer C-AF Aufnahmeserie den Fokus erneut tatsächlich per Messung korrigiert. Wenn Old Man es tatsächlich durch Schärfe-Prio schafft, seine Oly beim C-AF vor jeder einzelnen Serienaufnahme zum Fokussieren (gemessen nicht berechnet) zu bringen wäre das interessant - mal selbst ausprobieren.

Das wird m. E. NICHT funktionieren!

Viele Grüße
Volker

vor 7 Minuten schrieb Piesepampel:

Viele Grüße

Frank

 

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vor 22 Minuten schrieb Piesepampel:

Die Ausführung von Old Man überrascht mich. da ich bisher davon ausgegangen war, dass die Olys bei C-AF, Serie L, nach einem erfolgreichen Fokussieren für die weiteren Aufnahmen die Entfernungseinstellungen schätzen/berechnen und nicht vor jedem Foto erneut fokussieren.

Old Man schreibt nirgends etwas von Serie L. Meiner Meinung macht er Einzelbilder und da wird immer fokussiert.

So zumindest mein Verständnis von meiner E-M1.1 und E-M5II.

Liebe Grüße ... Helmut

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Er schreibt aber ausdrücklich, dass er C-AF aktiviert hat! Und nach meiner Erinnerung kannst Du bei der Serienbildrate für die beiden C-AF-Modi nicht die Anzahl "1" einstellen!

Ganz abgesehen davon war es bei der E-M1.1 so, dass die Nachführung des Fokus im C-AF-Modus sowohl im Modus L als auch H erfolgte. Eine völlig andere Geschichte als bei der E-M1 II und E-M1X.

Viele Grüße
Volker

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vor 33 Minuten schrieb m1testit:

Er schreibt aber ausdrücklich, dass er C-AF aktiviert hat! Und nach meiner Erinnerung kannst Du bei der Serienbildrate für die beiden C-AF-Modi nicht die Anzahl "1" einstellen!

Ganz abgesehen davon war es bei der E-M1.1 so, dass die Nachführung des Fokus im C-AF-Modus sowohl im Modus L als auch H erfolgte. Eine völlig andere Geschichte als bei der E-M1 II und E-M1X.

Viele Grüße
Volker

Naja, C-AF kann man unabhängig ob Einzelbild oder Serienbild aktivieren.

LG ... Helmut

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vor einer Stunde schrieb m1testit:

Na, da hast Du wohl eine ganz besondere E-M1.1. Bei meiner werden stets die optional selektierbaren Serienbildraten bei C-AF verwendet, die defaultmäßig NICHT auf "1" stehen. 😉

Ihr redet glaube ich aneinander vorbei.

Man kann an allen Oly Kameras C-AF natürlich sowohl mit Einzelbild als auch mit §erienbild betreiben.

Bei Einzelbild wartet man, bis die Fokusbestätigung kommt, bleibt mit dem AF Feld am Motiv, lässt die Kamera nachfokussieren und vorausberechnen und löst dann im gewünschten  Moment aus. Das Ergebnis ist 1 Bild.

Stellt man Serienbild L oder H ein, dann gibts halt eine Serie von Bildern bei denen ebenfalls nachfokussiert und vorausberechnet wird.

Das alles hat aber nichts mit dem neuen Af System zu tun, das es erst seit der E-M1 II gibt.

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