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Stilges

Hyperfokaldistanz und Focus Peaking

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Hallo Zusammen,

hat sich durch die Verwendung des Focus Peaking die Berechnung der Hyperfokaldistanz denn erledigt? Wenn ich Focus Peaking aktiviere, muss ich doch bei einer Landschaftsaufnahme dann nur noch so lange manuell fokussieren, bis mir möglichst viele Kontrastkanten angezeigt werden?

Viele Grüße, Stilges

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Hi Stilges,

Ich behaupte mal nein..

Im Allgemeinen bekomme ich mit meiner OMD 10 Mark II akzeptabel "schärfere" Fotos, wenn ich gezielt fokussiere und nicht über das gesamte Fokusfeld hinweg.

Und dann macht es wiederum Sinn den Fokuspunkt richtig zu setzen bei Landschaftsaufnahmen. Dann im nächsten Schritt z.B. mit Fokus Peaking kombinieren.

Daher kann man das nicht so pauschalisieren. Vielleicht verhalten sich aber die anderen Modelle etwas anders..

VG

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Am 5.9.2019 um 20:21 schrieb Stilges:

Hat sich durch die Verwendung des Focus Peaking die Berechnung der Hyperfokaldistanz denn erledigt?

Die Hyperfokaldistanz ist ein Konzept von eher akademischer Bedeutung. In der angewandten Praxis spielt es keine Rolle – womit die Frage, ob es "erledigt" sei, erledigt ist.

.

Am 5.9.2019 um 20:21 schrieb Stilges:

Wenn ich Focus Peaking aktiviere, muß ich doch bei einer Landschaftsaufnahme dann nur noch so lange manuell fokussieren, bis mir möglichst viele Kontrastkanten angezeigt werden?

Theoretisch ja. Doch in der Praxis ist es eine recht grobe Näherung – und zwar eine Näherung an ein unscharfes Konzept. Nicht empfohlen.

Fokussiere stattdessen auf dein Hauptmotiv und blende so weit ab, bis die Schärfentiefe ausreicht ... oder fertige eine Fokusreihe an. Ist bei einer Landschaftsaufnahme die Schärfe an der Horizontlinie bildwichtig, so fokussiere auf unendlich und vergiß die Hyperfokaldistanz. Gibt's kein Hauptmotiv, so vergiß die Aufnahme – sie ist den Akkustrom nicht wert.

.

vor 1 Stunde schrieb OlyTraveller:

Im allgemeinen bekomme ich mit meiner OM-D E-M10 II akzeptabel "schärfere" Fotos, wenn ich gezielt fokussiere ...

Genau so isses.

bearbeitet von Omzu Iko

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vor 2 Stunden schrieb Omzu Iko:

Die Hyperfokaldistanz ist ein Konzept von eher akademischer Bedeutung. 

Eigentlich nicht. Die Idee und praktische Notwendigkeit stammt aus der analogen Filmzeit, wo noch mit manuellen Objektiven die Entfernung eingestellt wurde. 

Das klassische Beispiel ist die Streetfotografie mit einem 35mm Objektiv am KB-Film. Da ein schnelles Fokussieren nicht immer möglich war, wurde der Schärfebereich vorab eingestellt, z.B. 2,5 m bei Blende 8. In diesem Fall hätte ich einen Schärfebereich von rund 3 m. https://www.fotoclub-vogtland.de/tool_schaerfentiefe.html

Bei der Landschaftsfotografie hat man ausreichend Zeit zum Fokussieren, außerdem wird häufig vom Stativ gearbeitet so dass Blende 11 und damit ein meist großer Schärfebereich kein Problem ist. Trotzdem sollte man sich etwas mit dem Schärfetiefen-Rechner beschäftigt haben, als grobe Grundregel gilt, 1/3 vor und 2/3 nach dem anfokussierten Punkt liegen im scharfen Bereich.

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Wir sollten Schärfentiefe und Hyperfokaldistanz nicht durcheinander werfen, auch wenn sie natürlich eng zusammengehören. 

25mm (mFT), Blende 8 ergibt bei einem, in 5m Entfernung, direkt fokussierten Objekt eine Schärfentiefe von rund 2,6 bis 61,5 Meter. 

Würde man nun nicht direkt fokussieren, sondern auf rund 5,5 m einstellen hätte man den maximalen Schärfebereich in der Ferne "unendlich". 

Das Beispiel (offenblendiger würde es erstmal anschaulicher wirken) ist vielleicht blöd gewählt, soll aber verdeutlichen, dass dieser Unterschied beim Focus-Peaking eher nicht zu finden wäre. 

Akademisch hin oder her, je weitwinkliger und offenblendiger, umso bedeutender erscheint mir das bewußte Festlegen des Schärfebereichs. Ich denke es ist ein Fehler dies immer mit der Telefotografie in Verbindung zu bringen, da Weitwinkel doch einen vermeintlich großen Schärfebereich mitbringen. 

Wenn man aber z.B. mit dem 7-14mm f2. 8 unterwegs ist und seine Lichtstärke auch nutzen will, macht diese Rechnerei schon Sinn. Weitwinkelaufnahmen leben oft von einem Motiv im Vordergrund und wenn man bedenkt wieviel "Bildinhalt" schon bei ein paar cm mehr Schärfe in der Nähe hier abgedeckt wird oder andersherum verloren geht... 

Viele Grüße 

Frank

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Wenn ich Landschaftsfotografie mache, mache ich mir keinen Kopf um Hyperfokaldistanzen. Ich fokussiere meist auf ein Motiv im mittleren Bereich und blende ab zwischen f/5 und f/8 nach Bauchgefühl.

Man darf aber nicht in die Ferne fokussieren da die Schärfe wegen Luftunruhe nicht optimal ist.

Ich hatte in der Vergangenheit auch Gedanken mit Hyper gemacht und heute mache ich das nicht mehr, nicht mal mit DoF-Rechner. Einfach nach Bauchgefühl. Wichtiger ist mir die Lichtstimmung, Wolkenbild und die Form der Landschaft. Die Schärfe kommt nebenbei 😉

Gruß Pit

 

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Ich für mich hab mir die 1/3 vor und 2/3 nach dem Punkt den ich scharf haben möchte einprägt und fahre damit sehr gut. Natürlich unter Berücksichtigung von Luftunruhen, dann mal eher etwas davor oder dahinter. Das darf dann das Gefühl entscheiden.  LG Roland

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vor 3 Stunden schrieb Frank W.:

Wir sollten Schärfentiefe und Hyperfokaldistanz nicht durcheinander werfen, auch wenn sie natürlich eng zusammengehören. 

25mm (mFT), Blende 8 ergibt bei einem, in 5m Entfernung, direkt fokussierten Objekt eine Schärfentiefe von rund 2,6 bis 61,5 Meter. 

Würde man nun nicht direkt fokussieren, sondern auf rund 5,5 m einstellen hätte man den maximalen Schärfebereich in der Ferne "unendlich".

Ich denke, dieses Beispiel zeigt bei näherer Betrachtung gut die Probleme die auftreten - und wieso so viele eben nicht mit diesen DoF-Rechnern und Hfd arbeiten:

Der Fotograf weiß im Normalfall überhaupt nicht, ob er gerade auf 5 oder 5,5m Entfernung fokussiert hat. Solange uns die Kamera diese Information nicht bietet (und keiner mit dem Laserentfernungsmesser seine Fotos baut), sind wir überhaupt nicht in der Lage, das Wissen hier passend einzusetzen.

Und ja, es macht durchaus Sinn, hier zu optimieren, speziell bei unseren Kameras die bereits kurz nach der Offenblende durch Beugung an Schärfe verlieren.

Ich wünsche mir schon lange, daß meine Olympus einen eingebauten DoF-Rechner hat. D.h. Anzeige der aktuellen Fokusentfernung, dazu wie groß der jeweilige Schärfenbereich mit der gewählten Blende ist. Hierfür wären aber exakte Distanzinformationen von den Objektiven nötig - und diese gibt es meines Wissens nach bei so gut wie keinem Hersteller. Wenn die Objektive das nicht liefern (bei den mir bekannten DSLRs liefern die Objektive entweder keine Informationen oder nur sehr grobe), dann kann das leider auch nicht per Softwareupdate in der Kamera nachgerüstet werden.

Gut, wird es wohl nicht geben. 🙂

Ein interessanter Ansatz ist der im XF Camera System. Hier kann seit 2015 mittels eines in der Kamera integrierten HyperFocal-Tools für jede Linse ein "Sweet Spot" in der Kamera hinterlegt werden. Per Knopfdruck fährt die Kamera nach Hinterlegen dieses Fokuspunktes dann genau zu diesem Fokuspunkt für die Hyperfokale Distanz. Warum nur ein Fokuspunkt und nicht für unterschiedliche Blendenwerte unterschiedliche Punkte? Nun, der Ansatz hier ist, daß es eine optimale Blende für maximale Schärfe und Schärfentiefe gibt (bevor die Beugung zuschlägt).
Imho jedenfalls ein Interessanter Ansatz, der auch bei anderen Herstellern sicher nachträglich zu integrieren wäre (würde mich aber nicht wundern, wenn es da Patentschutz gibt). Evtl. auch etwas intelligenter als bei dem XF System, welches auch bei Zoom-Lenses nur einen hinterlegten Fokuspunkt unterstützt.

Gut, das alles ist dann der Unterschied zwischen den Fotografen die gute Schärfe und jenen, die maximale Schärfe erreichen möchten. Um ein Foto auf Instagram zu präsentieren benötigt niemand solchen Aufwand. 😉


Hier im Video ist die Einrichtung und Benutzung der Hfd beim XF Camera System beschrieben. Es ist gut zu sehen, der Prozess den Sweet Spot festzulegen ist aufwendig, aber es ist auch gut zu sehen, daß hier kleine Änderungen in der Fokussierung bereits Unterschiede ergeben. Unterschiede, die mit einer gewöhnlichen Fokussierung "nach Gefühl" auf dem Ergebnisfoto nicht direkt ins Auge fallen würden - erst wenn man ein optimiert aufgenommenen Foto als Vergleich daneben legen würde. Kann aber auch sein, daß man sich das eine oder andere "versaute" Foto erspart, bei dem Teile des Bildes ungewollt unscharf werden (vor allem denke ich bei diesen Aussagen an Landschaftsfotografie).

 

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vor 10 Stunden schrieb Gaspar:
vor 13 Stunden schrieb Omzu Iko:

Die Hyperfokaldistanz ist ein Konzept von eher akademischer Bedeutung.

Eigentlich nicht. Die Idee und praktische Notwendigkeit stammt aus der analogen Filmzeit, wo noch mit manuellen Objektiven die Entfernung eingestellt wurde.

Äh – na und? Was hätte die Idee und deren angebliche "praktische Notwendigkeit" mit Film und manueller Entfernungseinstellung zu tun? Die Hyperfokaldistanz war schon immer ein Konzept von eher akademischer Bedeutung.

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vor 10 Stunden schrieb Gaspar:

Das klassische Beispiel ist die Streetfotografie mit einem 35-mm-Objektiv [an der Kleinbild-Kamera]. Da ein schnelles Fokussieren nicht immer möglich war, wurde der Schärfebereich vorab eingestellt, z. B. 2,5 m bei Blende 8.

Und was hätte dieses "klassische Beispiel" mit Hyperfokaldistanz zu tun?

.

vor 10 Stunden schrieb Gaspar:

Bei der Landschaftsfotografie hat man ausreichend Zeit zum Fokussieren, außerdem wird häufig vom Stativ gearbeitet, so daß Blende 11 und damit ein meist großer Schärfebereich kein Problem ist.

Auch dieser Gemeinplatz erklärt nicht, was Hyperfokaldistanz sein solle und wozu sie deiner Meinung nach gut wäre.

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vor 10 Stunden schrieb Gaspar:

... als grobe Grundregel gilt, 1/3 vor und 2/3 nach dem anfokussierten Punkt liegen im scharfen Bereich.

Diese angebliche "Grundregel" ist noch übler als die Sache mit der Hyperfokaldistanz – sie hat noch nicht einmal akademische Bedeutung, sondern gar keine. Denn tatsächlich kann das Verhältnis der Tiefen der Schärfenbereiche vor und hinter der Einstellebene jeden beliebigen Wert zwischen 1:1 und 1:unendlich annehmen. Näturlich auch einmal 1:2 – aber das ist eben nur ein Punkt auf einem kontinuierlichen Spektrum. Je kleiner die Schärfentiefe, desto symmetrischer verteilt sie sich vor und hinter der Einstellebene. Und je größer, desto asymmetrischer.

Übrigens ist die Hyperfokaldistanz grad diejenige Entfernung, ab der das Verhältnis 1:unendlich erreicht.

.

vor 4 Stunden schrieb Frank W.:

Akademisch hin oder her, je weitwinkliger und offenblendiger, umso bedeutender erscheint mir das bewußte Festlegen des Schärfebereiches.

Hattest du nicht gerade eben noch gesagt, wir sollten Schärfentiefe und Hyperfokaldistanz nicht durcheinanderwerfen?

.

vor 4 Stunden schrieb pit-photography:

Man darf aber nicht in die Ferne fokussieren, da die Schärfe wegen Luftunruhe nicht optimal ist.

Du wolltest sicher sagen, man dürfe nicht in die Ferne fokussieren, wenn die Schärfe wegen Luftunruhe nicht optimal ist.

Allerdings wird die Schärfe in der Ferne nicht besser, wenn man woandershin fokussiert. Wenn die Luft unruhig ist, dann sollte man einfach auf das Fotografieren weit entfernter Dinge verzichten. Mit Hyperfokaldistanz hat das gar nichts zu tun.

Die akademische Bedeutung der Hyperfokaldistanz besteht darin, daß sie rein rechnerisch die größtmögliche Schärfentiefe für die gegebenen Parameter – also Aufnahmeformat, Brennweite und Blende – ergibt. Praktisch hat man aber nicht viel davon, weil man auf diese Weise in der Ferne eine Schärfe bekommt, die gerade einmal dem Kriterium des maximal zulässigen Streukreisdurchmessers entspricht – also haarscharf (kleines Wortspiel) auf der Grenze zur Unschärfe steht. Doch ferne Dinge werden naturgemäß sehr klein abgebildet. Damit ist die "relative Schärfe", also das Verhältnis des Streukreisdurchmessers zur Abbildungsgröße, ausgesprochen ungünstig. "Gerade noch ausreichend scharf" ist eben relativ und für nahe, groß abgebildete Dinge anders zu bewerten als für weit entfernte und winzig klein abgebildete Dinge.

Deswegen ist die Schärfe von Aufnahmen, die mit Einstellung auf Hyperfokaldistanz erstellt wurden, in der Regel so enttäuschend. Näheres kann man hier nachlesen: The Ins and Outs of Focus (auf englisch, PDF-Dokument, ca. 2,1 MB).

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vor einer Stunde schrieb elwoody:

Ich wünsche mir schon lange, daß meine Olympus einen eingebauten DoF-Rechner hat. D.h. Anzeige der aktuellen Fokusentfernung, dazu wie groß der jeweilige Schärfenbereich mit der gewählten Blende ist.

Auf Objektiven findet man eine solche Skala immer wieder, schon seit Jahrzehnten

digital hat genau diesen Wunsch die Konkurrenz bereits umgesetzt, Olympus könnte es also ziemlich sicher auch

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vor einer Stunde schrieb Omzu Iko:

Deswegen ist die Schärfe von Aufnahmen, die mit Einstellung auf Hyperfokaldistanz erstellt wurden, in der Regel so enttäuschend. Näheres kann man hier nachlesen: The Ins and Outs of Focus (auf englisch, PDF-Dokument, ca. 2,1 MB).

Ich sehe in diesem Dokument das Problem, daß es aus einer Zeit stammt, in der die Kameras noch keine klaren Auflösungsgrenzen hatten. Es gab zwar schon immer viele Parameter, die die max. Auflösung begrenzt haben, aber erst heute läßt sich (über den Pixelabstand, welcher in den meisten Fällen der limitierende Faktor sein dürfte) eine klare Zuordnung zum Durchmesser des circle-of-confusion herstellen.

Ja, auch ich habe die Erfahrung gemacht, daß der Versuch der Einstellung auf die (errechnete) Hyperfokaldistanz zu enttäuschender Schärfe führte. Doch es ist sehr wahrscheinlich, daß dies nicht am Konzept, sondern an der (derzeitigen) Unmöglichkeit der Umsetzung mit unseren Kameras liegt.

Darüber hinaus ist es wie Eingangs des Videos zum XF Camera System beschrieben: welches ist die für den jeweiligen Fall noch akzeptable Schärfe? Das muß zuerst geklärt sein. Von daher finde ich den dort gezeigten Ansatz der Ermittlung des Schärfepunktes anhand von realen Aufnahmen gegenüber einer rein mathematisch basierten Vorgehensweise zwar aufwendig, aber sicherlich zielführender. 🙂

bearbeitet von elwoody

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vor 5 Minuten schrieb schwarzpunkt:

Auf Objektiven findet man eine solche Skala immer wieder, schon seit Jahrzehnten

digital hat genau diesen Wunsch die Konkurrenz bereits umgesetzt, Olympus könnte es also ziemlich sicher auch

Im verlinkten Video wird auch auf diese Skala eingegangen (und auch darauf, daß sie bestenfalls nur eine Näherung ist). Das beginnt schon damit, daß die Skala sich abhängig von der Sensorauflösung (bzw. späteren Bildgröße) eigentlich ändern müsste. Diese Skala ist viel zu ungenau um heutige Anforderungen zu erfüllen.

bearbeitet von elwoody

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vor 1 Minute schrieb elwoody:

Im verlinkten Video wird auch auf diese Skala eingegangen (und auch darauf, daß sie bestenfalls nur eine Näherung ist). Das beginnt schon damit, daß die Skala sich abhängig von der Sensorauflösung (bzw. späteren Bildgröße) eigentlich ändern müsste.

Genau das macht ja dann eine digitale Skala. Wie gesagt, gibt es bereit, aktuell halt nicht bei Olympus (als Meister der Firmwareupdates kommt es ja vielleicht wenn es genügend Interesse an einem solchen Feature gibt)

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vor 1 Minute schrieb schwarzpunkt:

Genau das macht ja dann eine digitale Skala. Wie gesagt, gibt es bereit, aktuell halt nicht bei Olympus (als Meister der Firmwareupdates kommt es ja vielleicht wenn es genügend Interesse an einem solchen Feature gibt)

Nun, Voraussetzung für eine digitale Skala sind geeignete Objektive.
Das würde jeweils aber vermutlich auch bedeuten, daß diese Objektive vom Hersteller zumindest kalibriert und die Kalibrationsdaten im Objektiv hinterlegt werden müssen. Wie schon beschrieben: bei den meisten Objektiven an anderen Systemen bei denen Entfernungsangaben im Bild gespeichert werden, sind diese Angaben nur sehr grob. Doch für genaue Details fehlt uns vermutlich allen das Wissen um die konkreten technischen Details bei Olympus.

Wünschenswert wäre so etwas. Doch ich bezweifle die derzeitige Umsetzbarkeit.

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vor 4 Minuten schrieb elwoody:

Wünschenswert wäre so etwas. Doch ich bezweifle die derzeitige Umsetzbarkeit.

Ich behaupte, bei allen modernen Spiegellosen Systemen wäre es möglich. Wenn gewünscht erkläre ich den technischen Aspekt am Abend

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Tu das bitte! Bin schon neugierig.

bearbeitet von wteichler

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vor 53 Minuten schrieb elwoody:
vor einer Stunde schrieb Omzu Iko:

Näheres kann man hier nachlesen: The Ins and Outs of Focus (auf englisch, PDF-Dokument, ca. 2,1 MB).

Ich sehe in diesem Dokument das Problem, daß es aus einer Zeit stammt, in der die Kameras noch keine klaren Auflösungsgrenzen hatten. Es gab zwar schon immer viele Parameter, die die max. Auflösung begrenzt haben, aber erst heute läßt sich (über den Pixelabstand, welcher in den meisten Fällen der limitierende Faktor sein dürfte) eine klare Zuordnung zum Durchmesser des Streukreises herstellen.

Das "Problem" ist vielmehr, daß die Existenz einer klaren Auflösungsgrenze viele Leute, darunter auch dich, zu allerlei Irrtümern und mentalen Kurzschlüssen verleitet. Insbesondere haben Pixelabstand und Streukreisdurchmesser nicht das geringste miteinander zu tun.

Die Gültigkeit der Aussagen in oben referenziertem Aufsatz von Harold Merklinger ist unabhängig vom fotografischen Medium. Es gilt für kleinformatigen Film, großformatigen Film, niedrig- und hochauflösende Sensoren gleichermaßen.

.

vor 40 Minuten schrieb elwoody:

Nun, Voraussetzung für eine digitale Skala sind geeignete Objektive.

Um eine digitale Schärfentiefe-Skala und die jeweilige Hyperfokaldistanz anzuzeigen (oder letztere auf Knopfdruck automatisch einzustellen), müssen die Objektive der Kamera Brennweite, Blende und eingestellte Entfernung mitteilen und sich automatisch fokussieren lassen. Die meisten seit Ende der '80er/Anfang der '90er Jahre neu auf den Markt gekommenen Systemobjektive erfüllen diese Minimalvoraussetzungen – insbesondere auch alle Zuiko-Digital- und M.Zuiko-Digital-Objektive.

.

vor 40 Minuten schrieb elwoody:

Wünschenswert wäre so etwas. Doch ich bezweifle die derzeitige Umsetzbarkeit.

Es ist genau umgekehrt: Umsetzbar wäre das schon lange. Doch es ist nicht wünschenswert. Deswegen macht's niemand.

Tatsächlich hat's das schon gegeben. Wenn ich recht erinnere, bot einst eines der EOS-Modelle von Canon eine Schärfentiefen- und Hyperfokal-Automatik. Man setzte den AF einmal auf ein Vordergrundobjekt, dann auf ein Hintergrundobjekt, und die Kamera wählte dann eine Entfernung dazwischen und die Blende so, daß die Schärfentiefe grad von jenem Vordergrund- bis zum Hintergrundobjekt reichte. Oder sie stellte auf Wunsch die zu Objektiv und Blende passende Hyperfokalentfernung ein.

Doch es hat sich nicht bewährt und ist sehr rasch wieder aufgegeben worden.

.

vor 55 Minuten schrieb schwarzpunkt:

Ich behaupte, bei allen modernen spiegellosen Systemen wäre es möglich.

Ob mit oder ohne Spiegel, das spielt in diesem Zusammenhang nicht die geringste Rolle.

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vor 47 Minuten schrieb Omzu Iko:

Das "Problem" ist vielmehr, daß die Existenz einer klaren Auflösungsgrenze viele Leute, darunter auch dich, zu allerlei Irrtümern und mentalen Kurzschlüssen verleitet. Insbesondere haben Pixelabstand und Streukreisdurchmesser nicht das geringste miteinander zu tun.

Schade, daß es aufgrund Deiner Umgangsformen überhaupt keinen Sinn macht, ein Gespräch mit Dir anzufangen. Ehrlich gesagt, habe ich schon damit gerechnet, daß so eine Antwort kommt, nachdem ich Dich ausnahmsweise mal aus meinem Ignore-Filter genommen hatte. Diesen Fehler werde ich nicht nochmal machen.

Nur soviel - auch Dein Post hat einige mentale Kurzschlüsse - und auch fachliche Fehler. Du hattest leider vieles nicht verstanden. Pixelabstand und Streukreisdurchmesser haben einiges miteinander zu tun - sobald man das die beiden verbindende Element betrachtet.

(Man könnte sich natürlich fragen, wieso es, ganz entgegen Deiner Aussagen über die Nutzlosigkeit einer Hyperfokaldistanzfunktion dennoch Hersteller gibt, die eine solche implementieren und den Umgang damit sogar schulen).

So, jetzt noch viel Spaß - ich bin raus.

bearbeitet von elwoody

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vor 58 Minuten schrieb Omzu Iko:

Ob mit oder ohne Spiegel, das spielt in diesem Zusammenhang nicht die geringste Rolle.

das ist richtig, denn das Relevante war "modern" und nicht Spiegellos. Keinerlei Kausalität, es gingen auch moderne Systeme mit Spiegelkasten, nur hätte ich das dann vermutlich erklären müssen und deshalb die Vereinfachung

vor einer Stunde schrieb wteichler:

Tu das bitte! Bin schon neugierig.

Gerne. Die Daten sind ja bei den meisten Systemen bereits vorhanden und werden für unterschiedliche Dinge genutzt. Dass der Blendenwert übertragen wird ist selbstverständlich, dass das Objektiv die (aktuell eingestellte) Brennweite übermittelt ebenso, warum die Übertragung der Fokusposition ein gedankliches Problem darstellt, verstehe ich nicht.

Die Position des Fokus ist aber essentiell für eine 5-Achse Stabilisierung und damit sollte jedem klar sein, dass auch diese Daten in der Kamera vorhanden sind

Im Übrigen greift die Kamera bereits auf ein sehr ähnliches Prinzip dem hier besprochenen zurück, nämlich beim Focus Bracketing. Dabei wird der Fokus entsprechend der Schärfentiefe verschoben, im Nahbereich folglich in sehr viel geringeren (absoluten) Schritten.   

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vor 45 Minuten schrieb elwoody:

Nur soviel – auch dein Beitrag hat einige mentale Kurzschlüsse und auch fachliche Fehler. Du hattest leider vieles nicht verstanden [...] ich bin raus.

Na klar. Verschwinden ist einfacher, als die eigenen Behauptungen mit Begründungen oder Argumenten zu unterfüttern – zumal es für falsche Behauptungen ohnehin keine stichhaltigen Argumente gibt.

.

vor 45 Minuten schrieb elwoody:

Pixelabstand und Streukreisdurchmesser haben einiges miteinander zu tun – sobald man das die beiden verbindende Element betrachtet.

Ja – wenn. Aber warum sollte man so etwas unsinniges tun? Schließlich verbindet die beiden rein gar nichts.

Das fängt schon einmal damit an, daß es bei Schärfentiefe und Hyperfokaldistanz um maximale, nicht minimale Streukreisdurchmesser geht. Also nicht maximal mögliche Schärfe. Sondern maximal mögliche Unschärfe, die beim Betrachten eines Bildes als "so gerade noch scharf" akzeptiert werden kann. Du schaust somit in die völlig falsche Richtung.

Und das geht damit weiter, daß ein Streukreisdurchmesser in der Größe des Pixelabstandes – anders, als du offenbar annimmst – keineswegs die für den gegebenen Sensor maximal mögliche Schärfe ergibt. Streukreise vom Durchmesser eines halben Pixelabstandes ergeben höhere Schärfe. Solche mit einem viertel Pixelabstand noch höhere. Und so weiter. Wir hatten dieses Thema hier schon öfter.

.

vor 3 Minuten schrieb schwarzpunkt:

... das Relevante war "modern" und nicht "spiegellos". Keinerlei Kausalität, es gingen auch moderne Systeme mit Spiegelkasten ...   

Na gut ... wenn du mit "modern" jünger als 30 Jahre meinst.

.

vor 3 Minuten schrieb schwarzpunkt:

... warum die Übertragung der Fokusposition ein gedankliches Problem darstellt, verstehe ich nicht.   

Ich ebenso wenig. Denn daß Autofokus-Objektive die genaue Fokusposition an die Kamera übertragen, ist seit über 25 Jahren gängiger Stand der Technik.

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vor 19 Stunden schrieb Frank W.:

Wenn Olympus z.B mal eine zuverlässig funktionierende MF-Voreinstellung hinbekommen sollte, wird das sicher alles möglich sein. Aber solange es schon daran scheitert...

https://pen-and-tell.de/2019/08/pre-mf-bug-oder-feature/

 

 

Oh, das ist ein interessantes Feature, von dem wusste ich noch gar nicht. Schade, daß es nicht funktioniert. Das geht ja schon stark in die Richtung der Lösung des XF-Camera Systems.

bearbeitet von elwoody

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vor 18 Stunden schrieb schwarzpunkt:

Gerne. Die Daten sind ja bei den meisten Systemen bereits vorhanden und werden für unterschiedliche Dinge genutzt. Dass der Blendenwert übertragen wird ist selbstverständlich, dass das Objektiv die (aktuell eingestellte) Brennweite übermittelt ebenso, warum die Übertragung der Fokusposition ein gedankliches Problem darstellt, verstehe ich nicht.

Die Position des Fokus ist aber essentiell für eine 5-Achse Stabilisierung und damit sollte jedem klar sein, dass auch diese Daten in der Kamera vorhanden sind

Im Übrigen greift die Kamera bereits auf ein sehr ähnliches Prinzip dem hier besprochenen zurück, nämlich beim Focus Bracketing. Dabei wird der Fokus entsprechend der Schärfentiefe verschoben, im Nahbereich folglich in sehr viel geringeren (absoluten) Schritten.   

Ja, die Daten sind vorhanden - doch sind sie auch genau genug?

Die XY-Korrektur bei der Stabilisierung erfordert IMHO keine exakte Übermittlung der Focusposition. Es genügt eine vergleichsweise grobe Angabe.
Wie an vielen Stellen im Netz zu lesen ist, fällt bei vielen Kamerasystemen immer wieder auf, daß die Focusdistanz in den Exif-Informationen nicht passt. 😉

Für die Fokussierung ist das auch nicht weiter notwendig. Beim Phasendetektions-AF ermittelt die Kamera Verstellrichtung und Schrittzahl und übermittelt diese an das Objektiv. Der Kamera und dem Objektiv ist erstmal nur bekannt, daß es sich z.B. auf "Position 150" befindet. Ob das in der Realität dann 250cm oder 255cm sind, ist für die Funktion des Focussystems nur von untergeordneter Bedeutung. Wir haben hier zwar eine genaue Fokusposition in der Kamera vorliegen, diese bezieht sich aber auf den Stellmotor, nicht die Entfernung. Da kann es schon sein, daß bei einer anderen Umgebungstemperatur bei gleichem Objektiv und gleicher Entfernung ein anderer Schrittwert für den Stellmotor herauskommt. Fokusverschiebungen über die Temperatur sind bei Objektiven ein durchaus bekanntes Phänomen.

Die Schrittzahlen des Verstellmotors sind auslesbar - doch sind sie objektivübergreifend (bei gleichen Objektivmodellen) auch auf gleiche Entfernungswerte übertragbar? Hier müssen für jedes Objektiv individuelle Informationen hinterlegt (oder eine entsprechende Kalibrierung bei der Herstellung durchgeführt) werden.

Welches System in der Kamera benötigt eine präzise absolute Entfernungsmessung (mit der gleichen Präzision, wie sie bei der relativen Bestimmung für die Fokussierung der Bildschärfe ermittelt wird)? Mir fällt im Moment keines ein.

Gut, kann natürlich sein, daß jemand mit echtem Herstellerwissen über die Objektive diese Annahmen ausräumen kann - doch mit den frei verfügbaren Informationen im Internet kann ich das derzeit nicht.

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