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Die PEN, OM-D & E-System Community
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Kabe

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Interessanter Artikel, leider in Englisch:

https://om.co/2019/09/03/camera-sales-are-falling-sharply/

Nicht nur, dass die Smartphones den Markt massiv bedrängen, sondern interessant fand ich auch, dass sich durch den Drang der Hersteller, sich im höher, besser weiter zu profilieren, auch ein eher überfüllter Sekundärmarkt entsteht, der den Absatz von Neugeräten weiter bremst…

Der Kameramarkt ist wieder zurück auf dem Weg in die vordigitale Zeit, als das schon einmal ein Nischenmarkt war.

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Das die Kompaktkamera weitestgehend tot ist, ist klar. Aber die zweite Grafik zeigt deutlich, das der Markt immer noch weitaus größer als in den Analogzeiten ist, in denen all die Kamerafirmen groß geworden sind. Ich denke schon, das sich das Ganze auf einem vernünftigen Niveau stabilisieren wird. Man muss ja bedenken, das weltweit die Zahl der Menschen, die sich eine Kamera leisten können, ständig steigt. Aber die Party der letzten 10 Jahre ist halt vorbei. Spannend wird auch, ob der 35mm-Markt groß genug ist, um all die Wettbewerber zu tragen, da gibt es ja momentan steigende Zahlen von Mitanbietern. Ist ganz gut, das sich Olympus da zurückhält.

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Was der Kameramarkt braucht, ist eine Neuerung die sich ähnlich auswirkt wie der Umstieg von digital auf analog, sprich etwas was nach und nach jeder unbedingt haben will und wofür er etwas Neues kauft und ggf. sogar das System wechselt.

Mirrorless alleine ist für viele DSLR Nutzer noch immer nicht genug, vielleicht Global Shutter oder irgendwas ganz anderes. Oder der Markt schrumpft sich wieder gesund.

bearbeitet von acahaya
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Also die Minolta XD-7, die ich Mitte der 1980er Jahre als Film-Spiegelreflexkamera gekauft habe, hat mir über 20 Jahre lang gute Dienste geleistet. Ich verspürte nicht die geringste Veranlassung, alle paar Jahre ein neues Kameragehäuse zu kaufen. Die meisten anderen (Amateur-)Fotografen haben genauso gedacht. Irgendwie hat die Kameraindustrie trotzdem existiert.

Warum ich jetzt im “Digitalzeitalter” ständig neue Kameras kaufen soll, ist mir nicht recht klar; die Garantie meiner E-M5 II geht noch bis Mitte 2020 und ich entdecke immer noch Neues daran. Falls sie nicht vorher als wirtschaftlicher Totalschaden kaputtgeht, können wir vielleicht 2025 (oder so) über die E-M5 IV reden.

Insgesamt wird viel zu viel über Kameragehäuse geredet und zu wenig über Objektive. Wenn Kamerahersteller mehr Werbung für geniales Glas machen würden (und Olympus muss sich da ja vor niemandem in der Industrie verstecken), dann hätte man weniger Hektik bei den Kameras und es würde auch die Markenbindung betonen. Und was nützt der Megapixel-Wahn, wenn die Leute dann mittelmäßige Optiken vor ihre superhochauflösenden Sensoren schnallen? OK, gute Objektive sind teuer, aber wenn man sich überlegt, was für Preise im Mirrorless-Kleinbild-Bereich schon für die Kameragehäuse aufgerufen werden, dann ist klar, dass das kein Hobby mehr für Leute mit schmalen Portmonees ist. Da bleibe ich doch lieber bei Olympus, wo die bezahlbaren Objektive schon sehr gut sind und selbst die genialen Objektive keinen Lotteriegewinn oder erfolgreichen Bankraub voraussetzen.

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vor 44 Minuten schrieb anselm:

Insgesamt wird viel zu viel über Kameragehäuse geredet und zu wenig über Objektive.

klar, das stammt aus der Anfangszeit der DigiCams, als die Sensoren und die Elektronik noch rasante Fortschritte gemacht haben, bis hin zu den größeren Sensoren. Da war es ja auch jedesmal ein Qualitätssprung, alle 2 Jahre eine neue Kamera zu kaufen. Aber die Zeiten sind schon länger vorbei. Was jetzt kommt, sind kleine Korrekturen und vielleicht sogar „nice to have“, aber sicherlich nicht mehr nötig, um gute Bilder in ausreichender Größe abzuliefern. - Aber für die Industrie war es eben toll, ständig solche Innovationssprünge präsentieren zu können, das bescherte Umsatz. Und an diesem Manko haben sie zu knabbern. 

Das mit den Objektiven kommt jetzt als nächstes. Allerdings wird auch da der Markt irgendwann gesättigt sein, und dann? 

Wie war das denn zu Analogzeiten? Wieso ging es Minolta, Pentax, Nikon, Canon gut? (bevor die Elektronik Einzug gehalten hat, denn damit war ja der Untergang für Minolta besiegelt...). 

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Da gibt es nichts Schönzureden, wenn man mal auf den Balken für 2019 schaut.

Entwicklungskosten, die bei 5000 oder 500.000 verkauften Kameras gleich sind, müssen sich erwirtschaften.

Da wird so mancher auf der Strecke bleiben, wie im Automarkt.

bearbeitet von Geschütteltnichtgerührt
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Könnt Ihr euch noch an die Werbung Canon EOS 300D (Digital Rebel) erinnern, das war die Zeit 2003/2004 als DSLR für unter 1000 € Euro so langsam zum Mode Accessoir wurden. Ans Smartphone war da noch nicht zudenken. Das höchste der Gefühle war ein Blackberry. Fast monatlich kamen neu Fotozeitschriften auf den Markt. Kompakte gern für unter 300 €. Endlich "Profiequipment" für Jedermann. Die Formel  neuere Kamera = bessere Bilder = besserer Fotograf, war doch klar oder? Das Wettrennen der Hersteller begann. Immer mehr immer schneller, größer oder kleiner, noch mehr Funktionen und, und, und. Alle waren auf einmal Fotografen und keine Knipser mehr. Dann kam das Smartphone mit Kamera on Board. Es wird nun wieder geknippst zu jeder Tages und Nachtzeit und das in immer besserer Mainstream Qualität. Wer braucht dann noch teure, schwere Profitechnik. Ahnung brauch man auch keine mehr, das regelt alles die Smartphone Software. Die Fotozeitschriften werden ja auch schon wieder weniger. 

Aktuell erwarte ich keine Quantensprünge mehr bei der Kameratechnik, Detailverbesserungen schon. Der Markt wird sich auf Profis, ernsthaftere Hobbyisten, evtl. Künstler zurechtrücken. Die Preise für Kameratechnik und Optiken werden vermutlich wieder steigen, da wieder weniger Stückzahlen produziert werden. 

Im Bereich der Kamerasoftware erwarte ich allerdings das sich hier noch was tut. Sieht man ja an den letzen Updates. Na ja muss ja auch, die Smartphones machen es ja vor 😉

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Schade ist es allemal, denn mit Smartphones fotografieren ist definitiv nicht so, wie mit dem Sucher fotografieren.

Mal von den Möglichkeiten der Wechselobjektive ganz abgesehen.

Mir hat die Zeit von 2000 bis 2013 auch sehr gut gefallen.

bearbeitet von Geschütteltnichtgerührt
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vor 10 Stunden schrieb acahaya:

Was der Kameramarkt braucht, ist eine Neuerung die sich ähnlich auswirkt wie der Umstieg von digital auf analog, sprich etwas was nach und nach jeder unbedingt haben will und wofür er etwas Neues kauft und ggf. sogar das System wechselt.

Mirrorless alleine ist für viele DSLR Nutzer noch immer nicht genug, vielleicht Global Shutter oder irgendwas ganz anderes.

Global Shutter macht sicher noch mal einen kleinen Peak, aber für echte Marktbewegung? Glaube ich nicht, dazu ist das Problem zu speziell. Das interessiert Dich und mich, und selbst ich fotografiere mittlerweile trotz Rolling Shutter fast ausschließlich mit elektronischem Verschluss…

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Die Grafik fast am Ende des Artikels, von 1979 bis 2018 zeigt: es gibt keine Krise sondern ein Zurück zur Normalität wie früher in analogen Zeiten. Selbst die Kompaktkameras sind immer noch über dem Niveau der Analogzeiten. Einen Unterschied gibt es: die Leute kaufen mehr Objektive zu Ihren Gehäusen. Früher gab es viel weniger Obis pro Gehäuse, obwohl es da noch fast ausschließlich Festbrennweiten gab.

Interessante Zahlen dazu gibt es hier: http://www.cipa.jp/stats/report_e.html

Interessant finde ich das Verhältnis Festbrennweiten und Zooms und KB-Format und kleiner.

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vor 23 Minuten schrieb OhWeh:

es gibt keine Krise sondern ein Zurück zur Normalität wie früher in analogen Zeiten. Selbst die Kompaktkameras sind immer noch über dem Niveau der Analogzeiten

Schon aber wir leben in Zeiten,  in denen Unternehmen bestarft werden, die nicht die erwartete Umsatzsteigerung nachweisen können. Ich haltte das schon seit langem für völlig blödsinnig aber auf mich hört ja keiner 👺

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vor 13 Minuten schrieb acahaya:

Schon aber wir leben in Zeiten,  in denen Unternehmen bestarft werden, die nicht die erwartete Umsatzsteigerung nachweisen können. Ich haltte das schon seit langem für völlig blödsinnig aber auf mich hört ja keiner 👺

So langsam wird sichtbar, dass der Club of Rome richtige Erkenntnisse hatte. 
Wachstum wird dennoch durch das Bevölkerungswachstum unterstützt.
Es wird Olympus allerdings nicht helfen. Bis die Gegenden mit wachsenden Einwohnerzahler über µFT oder APS-C Nachdenker, ist es wohl etwas spät für so manchen Anbieter. 
Jan

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Sabine, ich bin da - auch als Unternehmer (und www.entrepreneurs4future.de Unterstützer) ganz Deiner Meinung.

Jan, Olympus hat schon vor über 2 Jahren im Forecast damit gerechnet (nicht nur erwartet sondern auch sich auch darauf eingestellt), dass der Kameramarkt (auch der von Olympus) weiter schrumpfen wird.

Auch in diesem Forum wird Olympus dafür angegriffen (anderer Thread), dass die Firma eine ähnlich unaufgeregte Modellpolitik fährt, wie zu OM-Zeiten. Damals gab es mit OM-1 bis OM-4 und OM-10 bis OM-40 acht (!) Modelle! (Mit kleinen Varianten wie OM-2SP oder OM-4Ti) Schau mal nach, wieviel Modelle Pentax, Minolta, Nikon, Canon während dieser Zeit herausbrachten. Das ist heute im Verhältnis nicht anders. Seit sich der technische Fortschritt verlangsamt hat (bei Sensoren, AF, etc.) kehrt Olympus zu dieser Vernunft-Politik zurück. Dafür wird das Objektivportfolio langsam aber sicher ausgeweitet.

 

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vor 8 Stunden schrieb Finny:

bevor die Elektronik Einzug gehalten hat, denn damit war ja der Untergang für Minolta besiegelt...

Minolta-Kameras gibt es noch, nur steht auf denen heute “Sony” drauf. Wenn das Untergang ist, dann möchten wahrscheinlich mehr Kamerahersteller untergehen.

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Schauen wir uns doch zunächst die Optiken an. Da hab ich ein 1,8/85 SMC Takumar, das mich gebraucht drei Monatsmieten meiner Studentenbude gekostet hat, um das ich aber immer noch von einigen Fotografen beneidet werde. Wenn ich sehe, was Tamrons entsprechendes Batis oder Canons EF abliefern, könnte dieser Neid berechtigt sein. Bei der Optik scheint sich bei Festbrennweiten in den letzten 40 Jahren also wenig aufregendes getan zu haben. Und solange kein Hersteller die lästige Luft zwischen Vorderlinse und Sensor durch ein optisch besser geeignetes Medum ersetzt, könnte das m.E auch in den nächsten 40 Jahren so bleiben.

Den Grund, warum ein aktuelles Huawei-Handy eine A7.3 bei Schwachlicht gnadenlos deklassiert, muss man also woanders suchen. Mein Verdacht fällt auf die Software, und um den Verdacht zu begründen, brauche ich mal ein Bild: Die Firmware-Programmierer der einzelnen Kamerafirmen verhalten sich wie Priesterkasten unterschiedlicher Religionen, die auf dem Turmbau zu Babel herumirren und nichts besseres zu tun haben, als ihr Fachwissen in eine jeweils eigene Sprache und Schrift zu verpacken und vor ihren Gläubigen und der "Konkurrenz" möglichst zu verbergen. Die Smartphone-Welt hat sich dagegen längst auf die Unix-Sprache geeinigt, und damit wird Wissen zum Allgemeingut. Gleich, was NASA, die Konkurrenz, bekiffte Programmierer oder gekaufte Drittfirmen aushecken; Man kann es ausprobieren, integrieren, verwerfen oder auch klauen- und das nahezu in Echtzeit. Damit stehen Handys heute auf einem höheren intellektuellen Level als Kameras, und solange die Hersteller die Ursachen dieses Rückstandes  nicht kollektiv angehen, könnte die Zukunft heissen: Knipskisten mit Wechselobjektiven werden wieder zum Privileg verbohrter Einzelgänger- wie zu Ansel Adams Zeiten.

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vor 15 Stunden schrieb acahaya:

Oder der Markt schrumpft sich wieder gesund.

...wäre irgendwie auch wünschenswert.

 

vor 4 Stunden schrieb acahaya:

Schon aber wir leben in Zeiten,  in denen Unternehmen bestarft werden, die nicht die erwartete Umsatzsteigerung nachweisen können. Ich haltte das schon seit langem für völlig blödsinnig aber auf mich hört ja keiner 👺

...tja schöne neue Welt; auf der anderen Seite sind diese Unternehmen auch selbst Schuld sich eine solche Unternehmensform auszusuchen in der andere die Hände aufhalten...

....Bosch z.B. hat wohl einen guten Grund warum Sie bis heute keine AG sind....

...sehe es aber genauso wie Du, ich halte da garnix von. Wie heißt es so schön: "Wenn irgendwo wenige Personen mit wenig Arbeit versammt viel verdienen, verdienen andernorts viele Personen mit viel Arbeit verdammt wenig"

 

vor 8 Stunden schrieb TKI:

Aktuell erwarte ich keine Quantensprünge mehr bei der Kameratechnik, Detailverbesserungen schon. Der Markt wird sich auf Profis, ernsthaftere Hobbyisten, evtl. Künstler zurechtrücken. Die Preise für Kameratechnik und Optiken werden vermutlich wieder steigen, da wieder weniger Stückzahlen produziert werden. 

 

...ich denke auch, dass bei den Kameras keine großen Hopser mehr gemacht werden; sehe es ähnlich wie bei den Computerprozessoren als es Anfing über 100 Mhz zu gehen und aufs mal alle 2-3 Monate ein neuer Rekord erreicht worden ist bis plötzlich die 1 Ghz erreicht wurden; tjoa und die letzten Jahre kam halt Kern um Kern dazu aber wirkliche Quantensprünge wie Sie gefühlt am Anfang waren gab es auch keine mehr.

 

 

Meiner Meinung nach ist der Kameramarkt aktuell gesättigt, wenn nicht gar übersättigt. Der Knackpunkt den ich oft beobachten konnte ist einfach jener, dass mit dem Aufkommen der Digitalkameratechnik auf einmal jeder meinte Er braucht eine möglichst große DSLR (am besten noch mit weißen Rohren) obwohl für seine Anwendung auch eine gute Kompaktkamera ausreichend gewesen wäre.

Irgendwann kommen diese Leute dann an den Punkt an dem Sie sich entweder wirklich tiefer in die Materie eingraben oder eben (wie m.M.n. ein Großteil) sich darüber aufregen, dass die teuere DSLR  gar keine ach so tollen Bilder macht und dann das Teil Zuhause einstaubt ...

...sieht man ja nicht all zu selten - die dickste Kamera am Start und schön im Automatikmodus rumknipsen (am besten ist wenn dann gleich noch der Blitz ausklappt *lol*

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vor 5 Stunden schrieb rodinal:

Die Firmware-Programmierer der einzelnen Kamerafirmen verhalten sich wie Priesterkasten unterschiedlicher Religionen, die auf dem Turmbau zu Babel herumirren und nichts besseres zu tun haben, als ihr Fachwissen in eine jeweils eigene Sprache und Schrift zu verpacken und vor ihren Gläubigen und der "Konkurrenz" möglichst zu verbergen. Die Smartphone-Welt hat sich dagegen längst auf die Unix-Sprache geeinigt, und damit wird Wissen zum Allgemeingut.

Das glaube ich nicht, es ist m.E. sogar fast das Gegenteil richtig.

Das Wissen und die zugrundeliegenden Algorithmen sind allgemein verfügbar, da ein Großteil der Forschung nach wie vor öffentlich erfolgt und publiziert wird. Das hat mit der „Unix Sprache“ – was meinst Du damit überhaupt? – nichts zu tun.

Spannend wird es bei der effizienten Implementierung in Hard- und Software. Die klassischen japanischen Kamerahersteller kooperieren dabei sehr viel stärker untereinander, als das von außen scheint.

Die Kamera-Entwicklung wird von Apple, Samsung & Co genau so extrem unter Verschluss gehalten, da gibt es praktisch keine relevante OpenSource! Die Kamera-Entwicklung ist der Hauptgrund für die Neuanschaffung von Smartphones und ein wichtiger Konkurrenzfaktor, da wird nichts freiwillig geteilt. 

Möglicherweise wird früher oder später auch mal ein Kamerahersteller die Flucht nach vorn ergreifen, und sein System öffnen – fände ich toll, aber ich glaube nicht, dass es viel ändert.

Der Unterschied liegt m.E. in zwei anderen Aspekten:

  1. Die Hardwarearchitektur von Smartphones ist mittlerweile um ein vielfaches leistungsfähiger, es steht effektiv mehr Rechenleistung zur Verfügung. Der Grund ist vor allem der, dass es einfach billiger wird, wenn man ein paar zig Millionen von etwas baut. Da bekommt man dann für's gleiche Geld einfach sehr viel mehr.
  2. Die Zahl der Leute, die daran arbeiten, ist um ein x-faches größer. X Kennen wir nicht, aber alleine Apple hatte 2015 rund 800 Entwickler nur für die Kamera, und da sind die Zulieferer nicht dabei. Die machen nur die Kamera, und zum großen Teil Software. Die sind in Bezug auf Computational Photography seit Jahren der führende Kamerahersteller.

 

bearbeitet von Kabe
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vor 5 Stunden schrieb rodinal:

Damit stehen Handys heute auf einem höheren intellektuellen Level als Kameras

Naja, ich würde sagen, die Handyprogrammierer sind sich nicht zu schade, invasive Bildbearbeitung zu betreiben, wo die Kameraprogrammierer sich noch nicht so wirklich drantrauen – auch weil sie wissen, dass es beim Handy vor allem darauf ankommt, dass die Bilder auf dem Handybildschirm oder bestenfalls im Browserfenster gut aussehen müssen. Außerdem haben die Handyprogrammierer mitunter mehr Rechenleistung zur Verfügung, da einschlägige Handy-SoCs inzwischen vier bis acht Prozessorkerne haben und das thermische und Energiebudget anders aussieht als bei einer Kamera. Ansonsten können auch Handys die Gesetze der Physik nicht umgehen, und die favorisieren nun mal größere Sensoren und dickere Objektive.

Der Ärger bei Kameras ist allenfalls, dass man als Kamera-Anwender für ähnliche Bildverarbeitung auf den PC ausweichen muss (wenn es denn dringend sein soll). Das Handy gibt seinem Benutzer die Möglichkeit, eigene Apps zu installieren, die “Intelligenz” mitbringen und Features erlauben, an die der Handyhersteller nicht gedacht hat und auch nicht denken muss. So gibt es halt alle paar Wochen oder Monate einen Update der Kamera-App mit neuen Features, oder man installiert Instagram oder eine andere App, die mit “kreativen Filtern” kommt usw. und ebenfalls relativ oft aktualisiert wird. Kameras dagegen sind in der Regel geschlossene Systeme, an denen der Benutzer nicht rütteln kann – oder wenn, dann nur unter Garantieverlust usw. Firmware-Updates gibt es vielleicht ein paar, aber nicht unbegrenzt lange (Olympus ist da noch vergleichsweise vorbildlich, obwohl z.B. Fuji und Sony noch konsequenter zu sein scheinen) und es kommen auch nicht unbedingt bahnbrechende neue Features dazu. Für die Kamerahersteller gibt es plausible Gründe, das so zu machen, genauso wie es plausible Gründe gäbe, mehr Offenheit zuzulassen.

Ich würde nicht so weit gehen, den Handys einen “höheren intellektuellen Level” zuzusprechen. Die Prioritäten liegen einfach nur verschieden.

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Stimmt schon was Du sagt.....aber schau Dir mal das P30 von Huawei an..... Meiner Meinung nach nutzen die Kamerahersteller nicht ihr Potential. Sie hängen den alten Zöpfen nach und sind von der Denke her "retro". Es gäbe soviel Potential und mich bedrückt es zuzusehen wie da eine ganze Industrie den Bach runter geht. Nehm mal das Beispiel PEN-F  Die PEN F wird wohl eingestellt. Olympus macht halt nun weiter bei Ihren Standardlinien mit Stadardtechnik....und hat dadurch den Pixelkrieg meiner Meinung nach schon verloren. So ist ne Kamera  halt dann nix mehr Besonderes. Was Olympus Stärke ist ist da Micro Four third System  echt genial. Man könnte da noch soviel rausholen wenn man etwas umdenkt oder auch von den Handkes ein paar Sachen abschaut.....Und wen Huawei 40Mega aus nem Minichip rausholt dann hat APSC schon noch Möglichkeiten oder ?

Angenommen man könnte eine Kamera bauen die so klein ist wie ein Stecknadelkopf mit 100Megapixel Auflösung.  Wie würden die Kamerahersteller reagieren ? Wie die Handyhersteller ?  

 

bearbeitet von Erhard Karger
Rechtschreibfehler
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vor 10 Stunden schrieb rodinal:

Die Smartphone-Welt hat sich dagegen längst auf die Unix-Sprache geeinigt,

Was soll bitte eine Unix-Sprache sein?

Unix, Linux und deren Derivate sind nichts anders als Betriebsysteme die eben auf unterschiedlicher Hardware von A wie Apple bis Z wie Zentrifuge eingesetzt werden können.
So eben auch bei Smartphones, wobei sich am Beispiel Android nur die Basis selbst definiert, durch eben die Lizensierung durch Google (AOSP Varianten hier ausgenommen).
Alles, was die Smartphones nach außen "einzigartig" aussehen lässt, wird mittels unterschiedlicher Programmiersprachen durch die Unternehmen selber geschrieben und implementiert. Und auch da kocht jeder sein Süppchen, ich glaube nicht das der KI-Algorithmus eines Huawai Gerätes mal so eben mit Samsung geshared wird.

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vor 54 Minuten schrieb Erhard Karger:

aber schau Dir mal das P30 von Huawei an...

Macht schöne Fotos, keine Frage solange man die Bilder per WhatsApp teilen möchte, im Web veröffentlicht oder als Foto in einem Zeitungsartikel veröffentlichen will.
Möchte man mehr und diesen Anspruch haben hier die meisten, greift man zur Kamera. Den wenn ich zumindest mir die Fotos meines P30pro im Vollbild auf meinem Monitor ansehe bin ich immer froh, dass ich neben dem Smartphone auch eine richtige Kamera besitze. Sicher, ich könnte mit dem P30 auch in RAW fotografieren, hier ist die Nacharbeit aber noch höher, man sieht halt immer wie groß der Minisensor ist und welche Informationen rein oder rausgerechnet werden. 

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Bei der Bedienung der Kamera kann Olympus sehr viel von den Smartphones lernen. 
Multitouch wäre sehr schön. Es nerven auch so Themen wie das sperrige Löschen von Bildern (das auf meiner IXUS980 um Klassen besser gelöst ist). 

Dann finde ich die WiFi Integration nicht so schön. Ich möchte so eine Kamera in ein Netz Einbuchen können und meine Bilder von dort aus auf ein NAS oder einen Rechner schieben können. 

Eine Mailmöglichkeit für Bilder wäre auch prima. 

Nur ein paar wenige Beispiele - Smartphones sind da einfach komfortabler. 

Jan

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vor 10 Minuten schrieb janni:

Smartphones sind da einfach komfortabler.

Smartphones haben den Vorteil, offene Systeme zu sein – jedenfalls im Vergleich zu Kameras. Wenn das Menüsystem von Olympus mühsam und konterintuitiv ist, dann müssen wir Olympus-Anwender die Zähne zusammenbeißen und uns irgendwie damit arrangieren (und hoffen, dass Olympus uns eines Tages erhört, wenn wir konstruktive Verbesserungsvorschläge machen). Wenn der Startbildschirm eines Handys doof ist, dann installiert man sich eine Startbildschirm-App, die einem besser gefällt (es gibt Dutzende), oder schreibt notfalls selber eine. Punktsieg für die Handys.

Warum benutzen Kamerahersteller nicht einfach Android (bzw. die frei verfügbaren Teile davon) für ihre Kameras? Das hat diverse technische und philosophische Gründe und hat sich die paar Male, wo es probiert worden ist, auch nicht als geniale Idee herausgestellt. Klar, es wäre nett, wenn Olympus-Kameras sich einem vorhandenen WLAN anschließen könnten, aber das macht sie auch prinzipiell verwundbar gegenüber Crackern und DDOS-Angriffen, und es wäre ein Satz von Konfigurationseinstellungen mehr, die ein ohnehin überladenes Menü noch weiter komplizieren würden. Dann vielleicht doch lieber ein Handy als “Firewall” (via OI.Share oder wie das diese Woche heißt), zumal man in einer Handy-App schneller und flexibler auf veränderte Anforderungen seitens des Internets reagieren kann als in Kamera-Firmware (und etwas wie Android schon jede Menge Basisfunktionalität mitbringt, auf die man aufbauen kann, statt sie auf der Kamera selber implementieren zu müssen).

Was in meinen Augen mehr helfen würde, wäre ein stabiles und öffentlich dokumentiertes API, das möglichst viele Kamerafunktionen über WLAN und LAN-über-USB steuerbar macht und Zugriff auf das Sucherbild (als Video-Stream) und allfällige fertige Aufnahmen ermöglicht. Das würde mehr Innovation auf der Seite von Apps und PC-Software ermöglichen und die Attraktivität der Kameras auf diese Weise erhöhen. Vieles davon gibt es ja schon und wird in den Olympus-eigenen Apps verwendet; es geht also weniger um eine echte technische Innovation als um den Schritt, das Vorhandene zu dokumentieren und die Zusage zu machen, dass sich nichts daran ändern wird oder wenn, dann nur unter bestimmten Voraussetzungen.

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vor 7 Minuten schrieb OhWeh:

Ich bin heilfroh, dass meine Kameras keine Android-Apps können, die hintenrum alle Daten sonstwohin versenden, ohne dass man es weiß oder genehmigt hat.

Das ist kein Android-Problem, sondern ein Problem von Kameras, die eine permanente Verbindung zum Internet haben. Schließlich weißt Du auch nicht, ob in so einem Fall nicht Deine Kamera-Firmware selber schon hintenrum alle Daten sonstwohin (bzw. wahrscheinlich an den Kamera-Hersteller und alle Firmen, die dort die entsprechende Dienstleistung eingekauft haben) versendet. Im Zeitalter der DSGVO ist das vielleicht nicht mehr so einfach, wie es mal war, aber ausgeschlossen ist es auch nicht – wovon die Eigentümer von “Smart-TVs” das eine oder andere Liedchen singen können …

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