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Ignoriert

Gegenwärtige Pilzseltenheiten


Botaniker

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Beim gestrigen Spaziergang durch ein idyllische Bachtal bei Dresden fanden wir einen Leberpilz (an Eschenstamm) und 2 Klapperschwämme (an Eichenwurzel). Diese Pilze sind selten und man findet sie deshalb nur wenige Male im Leben. Freihandaufnahmen mit der EM1 II, Obj. 12-100, Stackingfunktion 10 Aufnahmen, Schrittweite 3

Leberpilz.JPG

Klapperschwamm.JPG

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Super.
Ich verlinke mal, dann muss ich nicht den ganzen Text neu schreiben...

http://gartenphilosophie.org/blog-post/dieser-pilz--der-grosse-unbekannte.html

Die Bildqualität bitte ich zu entschuldigen. Handybilder runterrechnen, um eine Seite flott abrufen zu können, ist eine Katastrophe....

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vor 5 Minuten schrieb Trubadour:

Moin. Hast du Eichen, Hainbuchen oder Rotbuchen grob in der Nähe des Pilzfundes?

Ja, alles das.
Gepflanzte Buchenhecken auf dem Grundstück, Eichen auch am anderen Ende des Grundstücks, der Fundort allerdings direkt am Eichenweidepfahl.

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Also zuerst einmal hat dein Pilz einen starken Trockenschaden oder eine Wuchsstörung. ich vermute ersteres. Der Pilzhut hat sich mehr als trichterförmig hochgewölbt und dadurch liegen die Lamellen, die sonst unter dem Hut sind jetzt außen am Pilz und die eigentliche Hutoberseite ist jetzt die Innenwand des Trichters

Aber dank deiner genauen Untersuchung gab es Hinweise, die zur möglichen Art führen, hier: eher brüchig

Es ist ziemlich sicher ein Milchling, auch wenn du von austretender Milch an Verletzungsstellen nichts schreibst. Auch das spricht für mich für enorme Trockenheit des Pilzfruchtkörpers. 

Dann die violetten Flecken (eigentlich durch die Milch) an den Lamellen. Das führt bei meinem Anfangsverdacht zur 

•  Section  Uvidi (Konr.)  Bon 
Milk staining  the  flesh  lilac  or  violet; cap  usually  viscid, sometimes  bearded  at  the 
margin. 

 

Dann Huthaut (Cap) braun (liegt ja jetzt im Trichterinneren). Dass L. ist hier jeweils das Kürzel für Lactarius (Milchling)

• •  Subsection  Uvidini Konr. 
Cap with  violaceous to  brownish or greyish colours. 
Five  species:  L.  uvidus,  L.  luridus,  L.  violascens,  L.  pseudouvidus,  L.  brunneo-
violaceus. 

Von dieser Auswahl hat Lactarius violascens die Tendenz im Stiel schnell hohl zu werden und eben dadurch den von dir beschriebenen Wasserabfluß ermöglicht zu haben. 

Diese Art ist ein Mykorrhiza(Pilzsymbiose)-Partner von den oben angefragten Baumarten. Es ist also sehr wahrscheinlich, den Pilz in der Nähe im Oktober/November wiederzufinden, sofern die Symbiosepartner nicht zu sehr mit dem Klimawandel kämpfen müssen.

 

 

 

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vor 19 Stunden schrieb Gartenphilosophin:

HAH!!!!
Bist Du Fachmann?

Darf ich Dir ein Bild zeigen? Ein Pilz, den bisher keiner identifizieren konnte?
Den muss ich zwar in den Tiefen meines PC suchen, es interessiert mich nur so sehr.
 

Hallo, die Einordnung als Milchling dürfte hinhauen.

bearbeitet von Botaniker
Korrektur
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SUPER!!!!

Vielen Dank!
Als ich ihn aufschnitt, war von einem Milchaustritt nichts zu sehen.
Das Loch, das er in der Mitte des Trichters zeigt spricht nicht gegen eine Aufwölbung des Hutes?

2017 war das nasseste Jahr, das ich jemals erlebt habe. Es hat bei uns fast durchgehend durchgeregnet. Trockenheit kann das nicht gewesen sein.

Ich gehe mal nach Milchlingen schauen, noch mal vielen Dank!

bearbeitet von Gartenphilosophin
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Wenn Trockenheit ausfällt, muß es einen anderen Grund gegeben haben,  welcher den Pilz zu solcher "Schutzhaltung" trieb. Vielleicht wurde durch irgendetwas (Wühlmaus, Maulwurf, Anstubsen, etc.) die Verbindung zum Mycel unterbrochen? Wie ja schon geschrieben, so richtig normal sieht er ja nicht aus. Allerdings kenne ich in der Größe nur Milchlinge mit diesen Lamellenreaktionen.

Hätte ich ihn in der Hand gehabt, hätte ich ihn sehr wahrscheinlich über die Sporen und andere Mikromerkmale festnageln können. Ach ja, iss bloß keine Pilze von deinen erwähnten Pilz-Fachleuten...

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@Botaniker

Da es ja dein Thread ist und wir drüber geredet hatten (ich will halt deinen Thread nicht kapern), hier ein Beispiel eines Sees mit Zu- und Abfluss durch einen richtigen Fluß:

 
Barnebosjön
Högsby S, Schweden
Google Maps :
57.023895, 16.155963
1830788852_Barnebosjn.thumb.jpg.5a1c189dd2a9355f0a788bf67bca9737.jpg
Normalerweise ist das Wasserstand im Bereich der dunkler grauen Steine. Wie lange das schon anders ist, sieht man daran, dass sich das Grün schon in die Bereiche des normalerweise Ewignassen ausbreitet.
bearbeitet von Trubadour
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