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Handheld-High-Res-Funktion: wird sie regelmäßig genutzt?


MO RITZ

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Hallo zusammen! Die jüngsten Rumors zur EM5iii lassen ja erwarten, dass der Handheld-High-Res-Shot ab der Mittelklasse Einzug in künftige OM-Ds erhält. 

Ich habe keine EM1X, konnte die Funktion aber bei deren Premiere in Hamburg testen und war (bei begrenzter Motivauswahl) durchaus beeindruckt bzgl. der Bildqualität. Unter anderem habe ich damals auch mit höheren ISO-Werten experimentiert - die High-Res-Funktion hat das Rauschen auch bei ISO 6400 fast eliminiert. Natürlich wird man bei der Fotografie statischer Motive dank des herausragenden IBIS aber so hohe ISO-Werte sowieso so gut wie nie brauchen. Insbesondere im Hinblick auf Landschaftsfotografie habe ich den Handheld-High-Res-Modus aber für ein Killer-Future gehalten, dass mich fast zum Kauf einer EM1X veranlasst hätte (obwohl ich eigentlich mit meiner guten alten EM1, der PEN-F und der EM10ii alles habe, was ich momentan an Bodys brauche).

Nun interessiert mich, wie intensiv die stolzen Besitzer*innen des aktuellen Flaggschiffmodels die Handheld-High-Res Funktion nutzen - regelmäßig, eher selten oder so gut wie nie? In der Galerie sind ja nur sporadisch Fotos eingestellt, die mit der Funktion aufgenommen wurden.

Auf praktische Erfahrungen mit der Funktion bin ich gespannt (bitte wirklich nur praktische Erfahrungen, keine theoretischen Erörterungen ;-)).

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Ich finde diese Funktion wird überbewertet und hat mehr Werbewirkung als Nutzen für den Besitzer einer Olympus Kamera. 

Warum? Ja weil es so gut wie nie nötig ist eine hochauflösende Aufnahme zu machen. Denn der Nutzen daraus ergibt sich immer nur in der 1:1 Ansicht und dabei geht der Rest des motives verloren. 

Es ist nett, dass das geht, aber mir fällt kein einziger Grund ein, bei dem man das brauchen würde. 

Torsten 

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Der wichtigste Grund, warum ich den Freihand-HiRes-Modus eher nicht soo oft benutze, ist: weil ich vor Ort nicht daran denke. Das fällt mir immer wieder erst dann ein, wenn ich abends am Rechner die Ausbeute des Tages sichte. "... mensch, da hätts'de doch ... wieso hast du nicht ..." Aber so langsam gewöhne ich mich an die neue Funktion und benutze sie zunehmend öfter. Nicht wirklich häufig (bin nicht so der Landschaftsfotograf), aber doch immer wieder – wenn das Motiv detailreich ist und nicht wegläuft ... und ich dran denke. Mit der Live-ND-Funktion ist's übrigens ganz ähnlich.

Das nervigste am HiRes-Modus ist: Einmal Auslöser gedrückt = Kamera für ... äh, rund fünfzehn Sekunden blockiert (oder so, hab's nicht gestoppt). Ich wage mir kaum vorzustellen, wie lange das mit 'ner E-M5 III dauern wird, wenn die weniger Rechenleistung zur Verfügung hat.

Man erhält bis zu drei Dateien pro Freihand-HiRes-Aufnahme: ein 50-MP-JPEG, ein 50-MP-ORF (beide 8160 × 6120 Pixel) und ein normales 20-MP-ORF (5184 × 3888 Pixel) – letzteres mit der Dateinamen-Endung .ORI, damit es keine Dateinamen-Kollision auf der Speicherkarte gibt. Um sie zu nutzen, muß man sie einfach nur in .ORF umbenennen. Aber Vorsicht: Das Aufnahme-Format kann ... nein, muß man für alle drei Modi – normal, HiRes, ProCapture – einzeln einstellen! Wer das versäumt und nur das normale Format auf "Raw+JPEG" einstellt, wird sich möglicherweise wundern, wenn's im HiRes-Modus ab Werk trotzdem nur JPEGS gibt.

Der Zugewinn an Detailauflösung ist eher enttäuschend – bei normal hellem Tageslicht jedenfalls. Ja, es sind, abhängig von der Objektivleistung, schon ein wenig mehr Details erkennbar – aber bei weitem nicht so viele, wie man vom Übergang von 20 auf 50 MP erwarten würde. Der Hauptvorteil ist das geringere Rauschen, die fehlenden Farb-Moirées und die verbesserte Durchzeichnung der Schatten. Möglich, daß der Zugewinn bei hohen ISO-Werten im Schummerlicht deutlicher ausfallen würde, das habe ich bisher noch gar nicht ausprobiert (müßte ich vielleicht einmal tun).

bearbeitet von Omzu Iko
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Ich benutze HHHR relativ regelmässig, wenn ich Gebäude o.ä. aufnehme. Da ja die Pixel des Sensors nicht keiner werden hat man natürlich nur einen begrenzten Auflösungsgewinn, aber er ist da. Besonders beeindruckend an den Bildern ist, wie sauber sie sind. Durch die Mehrfachaufnahmen hat man weniger Rauschen (und das sieht man bei allen Empfindlichkeiten), keine Farbfehler, Moiree etc. Es ist wie eine Aufnahme einer Kamera, die einen starken AA-Filter hat. Die hat man ja eingebaut, um die Bildqualität unter der Opferung von etwas Auflösung zu verbessern. Mit dem HHHR-Modus bekommt man nun das bei leichtem Auflösungsgewinn.

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vor 1 Minute schrieb Omzu Iko:

Mit der Pixelgröße hat das – wie üblich – nichts zu tun ... schon einmal gleich gar nicht im Freihand-Modus.

Natürlich spielt die eine Rolle, weil man mit Supersampling die Auflösung zwar etwas erhöhen kann, aber bei jeder einzelnen Aufnahme durch die unverändert großen Pixel den gleichen Effekt wie ein AA Filter erziehlt, der Überlapp ist halt sehr groß. Aber wenn du meinst das diskutieren zu wollen, dann mach doch bitte einen Thread auf, sonst machen wir den Moderatoren zu viel Arbeit.

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vor 15 Minuten schrieb Peter Herth:

... der Überlapp ist halt sehr groß.

Wie groß die Überlappung benachbarter Pixel ist, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle. Im übrigen kommt's im Freihand-Modus zu allen möglichen Pixelabständen – daß sie sich ernsthaft überlappen, dürfte eher die Ausnahme sein.

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Es wäre schön, wenn das Thema die praktische Anwendung des HighRes Shot bliebe 🙂 Mein HighRes Shot von heute Nachmittag ging natürlich nur mit Stativ (M5.2). Die Frage ist also, ginge so eine Situation gut mit der Handheld Funktion?

VG und allzeit gut Licht!

Stefan

HighRes klein.jpg

bearbeitet von jagabua
Beispielbild angehängt
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vor 44 Minuten schrieb jagabua:

... ginge so eine Situation gut mit der Freihand-Funktion?

Wohl eher nicht – denn offenbar hast du recht lang belichtet. Zwar ist die Freihand-HiRes-Funktion auf ein gewisses, geringes Freihand-Zittern angewiesen. Doch wenn's gar zu arg wackelt, klappt's nicht (und das HiRes-Symbol blinkt warnend im Sucher). Für Langzeit-Belichtungen gilt selbstverständlich auch im HiRes-Modus, daß sie ein Stativ erfordern.

Und natürlich ist die Effizienz, also der Zugewinn an Bildqualität im Vergleich zur Normalaufnahme, bei Stativ-HiRes grundsätzlich und prinzipbedingt höher als bei Freihand-HiRes. Also, selbst wenn's freihand geht, wird's nicht ganz so gut wie mit Stativ-HiRes ... aber (hoffentlich) immerhin noch etwas besser als im Normal-Modus.

bearbeitet von Omzu Iko
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vor 4 Stunden schrieb ViewPix:

...Denn der Nutzen daraus ergibt sich immer nur in der 1:1 Ansicht und dabei geht der Rest des motives verloren...

Der Nutzen dieser Funktion liegt - fernab des Pixelpiepens - bei großen Ausdrucken oder, wie bereits erwähnt, der Reduzierung des Rauschens bei hohen ISO-Werten bzw. der Produktfotografie.

Ich selbst nutze den HHHR-Modus sehr selten, da ich ihn für meine Anwendungen nicht benötige. 

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Ich würde mich auch sehr freuen, wenn nicht immer alle Themen vertheoretisiert würden 👍

BTT: Hat man wirklich einen sichtbaren Gewinn? Alle Bilder werden ja auf typische Größen skaliert, egal ob Web, oder Print. Und grosse Prints betrachtet man von weiter weg... 

Gruß Torsten 

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Ich habe mal, auch nur ganz selten, die HHHR-Mode genutzt. Für mein Fotobereich (Sport, Natur, Birding) ist dieser Modus für mich unbrauchbar. Wenn man mein, mit Landschaft könnte man mehr Details zaubern, sollte man bedenken, dass durch die Luftunruhe die Feinheiten im Bild verloren gehen.

Gruß Pit

 

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vor 12 Stunden schrieb ViewPix:

Hat man wirklich einen sichtbaren Gewinn?

ja, bei der Architekturfotografie als "Ersatz" eines Shiftobjektivs, das es ja bekanntermassen für unser System nicht gibt. Letzlich verlagere ich die Keystonefunktion der Kamera in die nachträgliche Bildbearbeitung allerdings mit wesentlich mehr Auflösungsreserven.

Ein Besispiel (die Bilder wurden auf Forumsgröße skaliert):
Original, HighRes vom Stativ (E-M1II):

P6049086_1.jpg

Und hier der das bearbeitete Ergebnis:

p6049086_sw_1.jpg

bearbeitet von ManfredP
Bilder geordnet
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vor 18 Stunden schrieb ViewPix:

Und grosse Prints betrachtet man von weiter weg...

Früher war das so. Wenn ich mir aber heute ansehe, wie sich Leute Dinge ansehen, hat sich Dank UHD Fernsehen und Retina Displays offensichtlich deutlich was geändert. Ganz gleich, wie nahe man an ein aktuelles Smartphone-Display heran geht - es sind keine Pixel zu sehen. Bei aktuellen PC Monitoren mit 5 oder 6k Auflösung das Gleiche - Keine Pixel mehr. Und offensichtlich passt sich das Nutzerverhalten diesen Möglichkeiten / Auflösungen an. Wenn die ersten 100 Megapixel Fotos in den Galerien hängen und auf 2x3 Meter Ausdrucken zu sehen sind, steht der Betrachter im 1 m Abstand davor und kann das kleinste Fältchen sehen. Und wenn er eine Woche später vor einem 20 MP Bild steht, wird er es gruselig finden.  Man wird ihn dann auch nicht davon überzeugen können, doch bitte 3 Meter weiter weg zu gehen; oder die Brille abzusetzen. Hohe Auflösungen machen schon Sinn... Jeden Tag ein wenig mehr. Wirst sehen...

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Am 28.9.2019 um 14:49 schrieb ViewPix:

Ich finde diese Funktion wird überbewertet und hat mehr Werbewirkung als Nutzen für den Besitzer einer Olympus Kamera. 

Warum? Ja weil es so gut wie nie nötig ist eine hochauflösende Aufnahme zu machen. Denn der Nutzen daraus ergibt sich immer nur in der 1:1 Ansicht und dabei geht der Rest des motives verloren. 

Es ist nett, dass das geht, aber mir fällt kein einziger Grund ein, bei dem man das brauchen würde. 

Torsten 

Das sehe ich weitgehend ganz genau so! Denn bei der Präsentation sieht man die Unterschiede eh nicht, dafür würden auch 8Mpix immer reichen, mit kleinen Reserven für leichte Ausschnittskorrekturen, ca 12Mpix. (Stichwort Betrachtungsabstand-Auflösungsvermögen des menschl. Auges) Es sei denn, man nimmt starke Ausschnittsvergrößerungen vor. Selbst die 16 oder 20 Mpix reichen mir immer, da sie schon deutliche Reserven zur Ausschnittsvergrößerung aufweisen.

Ich habe mal mit meiner EM1-II Vergleiche vom Stativ: manuelle exakte Fokussierung, f5.6 von Landschaften an einem vollkommen windstillen Tag aufgenommen (Aufnahmen von Parklandschaften mit Gras eignet sich sehr gut,  um die Feinauflösung zu beurteilen) Ergebnis: Die besseren Zuikos haben deutliche Auflösungsreserven, bei der 100%- Ansicht auf dem Bildschirm sieht man klare Unterschiede. Bei den preiswerteren Objektiven aber kaum ein Gewinn sichtbar. Aber in der Praxis bei einem hochwertigen Ausdruck auf A3 ist selbst mit der Nase vor den Ausdrucken, mit den besten Objektiven kein Unterschied mehr erkennbar, weil 20MPix schon mehr als ausreichend sind, kann auch gar nicht, wegen des menschl Auges (Ich besitze einen prof. A3 Drucker: Epson SC P600) Also was solls? Bei einem Beamervortrag sind die Unterschiede noch geringer, da selbst die besten Beamer schlechter auflösen, als sehr gute Drucker.

RAndrae schrieb bei einem 3m Ausdruck, 1 m vor den Bildern, mag sein das man dann Unterschiede sieht, aber das ist doch echter Schwachsinn, ich will doch das ganze Bild auf mich wirken lassen und nicht Fältchen zählen, wer das braucht- bitte, ich nicht. Wir haben in der GDT letztes Jahr eine Wanderausstellung bestückt, ich war einer der Intitiatoren, zuständig für die Bildauswahl im Team mit anderen. Alle Bilder in einem hochwertigen (teuren) Fine- Art Druck auf bestem Papier in 60x90, selbst direkt davor sieht niemand mit welcher Kamera aufgenommen wurde, egal ob EM-5 oder D850, aber die Qualität der Objektive, ist in manchen Lichtsituationen, z.B. Gegenlicht sehr wohl zu sehen, auch ob jemand ein Stativ benutzt hat und wie sorgfältig er/sie arbeitet. Kameras werden in Punkto Bildqualität nach meiner Erfahrung völlig überbewertet.

Aber wie ich auch in einem Beitrag hier las, soll die Handheld- HighRes- Funtion bei der EM1-X die Auflösung nur rel moderat verbessern, aber das Rauschen bei hohen Empfindlichkeiten deutlich, das wäre für mich durchaus ein wirklicher Mehrwert! Obwohl ich mit meinen MFT- Kameras mit DXO Photolab2 (teure Version) und der sensationell  guten (aber auch langsamen) RAW- Rauschreduzierung auch bei hohen Empfindlichkeiten sehr zufrieden bin, meist benötige ich aber auch dieses gar nicht.

Gruß Thorsten

bearbeitet von Libelle103
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Für mich ist HiRes ein Marketing Gag. Mag sein, dass es bei Studiofotografie / Still-Life sinnvoll ist, aber was will man im realen Leben mit 50 MPix? Ok, der Anti-Rausch-Effekt könnte was bringen. Aber dafür könnte die Kamera auch einfach mehrere Aufnahmen in ein RAW übereinander legen, ohne den Sensor zu verschieben.

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Mir viele nur ein einziger Anwendungszweck ein, nämlich Aufnahmen eines sehr kleinen Planes von geheimen Informationen, so wie man es aus James Bond Filmen kennt. Diese könnte man dann ganz schön groß, herausvergrößert, also gecropped heraus bringen. Aber ansonsten, reines Marketing. 

Torsten

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