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Die PEN, OM-D & E-System Community
Ignoriert

Probleme mit der Schärfe beim Objektiv 75-300


Dieter C.

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Hallo, ich bin blutiger Anfänger und seit April im Besitz der E-M10 MarkII mit dem Objektiv 14-150 und sehr zufrieden damit. Da ich gerne Wildvögel fotogrfaiere (im Norden Münsters liegt ein bedeutendes Vogelschutzgebiet), habe ich mich dazu entschieden, das 75-300 mm Objektiv zu erwerben, um die Tiere noch besser abbilden zu können. Allerdings bekomme ich ich keine scharfen Fotos, selbst wenn die Vögel nur 10 m entfernt sind. ISO runter und Blende nicht ganz auf habe ich schon probiert, mit mäßigem Erfolg, da die Verschlusszeit zu lang wird.  In diesem Forum habe so klasse Bilder mit dem Objektiv gesehen, da muss das Problem doch hinter der der Kamera sein, oder?

Das Foto im Anhang:  F 10, 1/40, ISO 1000, 300 mm, Messung mittenbetont. Der Fokus lag direkt auf dem Vogel. Das Objekt ist maximal acht Meter entfernt.

1.jpg

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Kürzere Verschlusszeiten um Verwacklungsunschärfe zu reduzieren, ISO runter, besseres Licht. Das Vögelchen ist in dem Fall wahrscheinlich auch leicht bewegungsunscharf. 

bearbeitet von Gast
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Hatte diese Linse und macht bei gutem Licht auch gute Bilder. Aber bei 300 mm und 1/40 setzt ein statische Modell voraus, selbst wenn es bei Dir alles perfekt war (ruhige Hand, kein Wackler durch knipsen), kann der Vogel leicht bewegt haben und da sind 1/40 zu langsam.

Bei 300 mm mind die Verschlusszeit auf 1/500 und mehr. Ich habe tendenziell bei kürzen Verschlusszeiten mit hohen ISO bessere Bilder gemacht als mit längeren Verschlusszeiten und geringer ISO.

Habe die Linse abgegeben, weil meine Handmotorik (knipsen, also leichtes verziehen der Cam) nicht in Griff bekommen habe.

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Ich hab zwar das Objektiv nicht würde als erstes auch sagen 1/40 ist etwas wenig, Kleiber sind eher quirlig. Wenn kein Stativ vorhanden suche ich mir eine Unterlage/Anhaltspunkt wo ich mich abstützen kann. Versuch einfach für dich einige Einstellungen aus.  Würde mich erst mal nicht auf die niedrige ISO berufen. ISO Automatik, Verschlusszeiten bei den kleinen Vögeln erhöhen zb  mit 500 beginnen +/-, dasselbe mit der Blendeneinstellung , Fokuseinstellungen und dann die Bilder vergleichen. LG Roland

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Vielen Dank für Eure Hinweise :-)

Zusammenfassend heißt es dann für dieses Objektiv: Licht, Licht und noch mehr Licht, quasi ein Schönwetterobjektiv . . .

Ich habe Eure Tipps heute bei meist bewölktem Himmel so gut es ging angewendet.

1. Der Sperling   F 8, 1/250, ISO 1250, Einpunktmessung und ca 5 m Abstand

2. Blaumeise      F7,1, 1/160, ISO 1600, EInpunktmessung und ebenfalls ca 5 m Entfernung.

3.jpg

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Hat sich schon mal gelohnt, weiter so. Für mein empfinden sitzt der Fokus bei beiden Bilder eher im Fußbereich der Vögel, Spatz- Füße abwärts Richtung Blätter. Meise-auch Fußbereich Flügelspitzen. Hast du AF Einzelfeld Normal verwendet oder mehr Felder ? Für solche Situationen nehme ich dieses AF Feld. LG Roland

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vor 16 Minuten schrieb Ausmeinersicht:

Hat sich schon mal gelohnt, weiter so. Für mein empfinden sitzt der Fokus bei beiden Bilder eher im Fußbereich der Vögel, Spatz- Füße abwärts Richtung Blätter. Meise-auch Fußbereich Flügelspitzen. Hast du AF Einzelfeld Normal verwendet oder mehr Felder ? Für solche Situationen nehme ich dieses AF Feld. LG Roland

Ich habe AF Einzelfeld genutzt und das kleinstmögliche Auswahlrechteck. Der Fokos könnte natürlich verrutscht sein, normalerweise geht er bei mir auf die Mitte des Körpers.

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vor 19 Minuten schrieb Dieter C.:

Ich habe AF Einzelfeld genutzt und das kleinstmögliche Auswahlrechteck. Der Fokos könnte natürlich verrutscht sein, normalerweise geht er bei mir auf die Mitte des Körpers.

Das kleinste Feld ( bezieht sich auf meine EM1 MK2  ) nehme ich nur, wenn ich was zwischen Gestrüpp, Gittern usw. herauspicken möchte oder auch bei Gegenlichtaufnahmen. Bei deinen 2 Bildern würde ich Einzelfeld Normal nehmen und eher auf den Kopf/Augenbereich  zielen.

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vor 18 Minuten schrieb Ausmeinersicht:

Das kleinste Feld ( bezieht sich auf meine EM1 MK2  ) nehme ich nur, wenn ich was zwischen Gestrüpp, Gittern usw. herauspicken möchte oder auch bei Gegenlichtaufnahmen. Bei deinen 2 Bildern würde ich Einzelfeld Normal nehmen und eher auf den Kopf/Augenbereich  zielen.

Danke für den Tipp, ich werde es morgen bei hoffentlich guten Lichtverhältnissen ausprobieren!

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Nicht vergessen, es ist ein Premium-Objektiv ! Wenn du davon PRO-Qualität erwartest, wirst du enttäuscht werden.

Ich habe es schon lange, und fast so lange liegt es im Regal. Bekannterweise lässt die Leistung oberhalb 200mm stark nach.
Bis 200mm bringt es aber schon gute bis sehr gute Qualität. Vielleicht hast du solche Bilder gesehen.
Dieses Objektiv hatte ich hauptsächlich als Supertele gekauft, aber genau dort ist es am schwächsten.

Auch die bekannte Verschlusszeit-Regel 1/Brennweite(KB) reicht frei Hand nur selten aus.
Ein Schnappschussobjektiv bei mässigem Licht mit 300mm ist es definitiv nicht !

Licht - Licht - Stabilisation - Licht - Stabilisation und nochmals Licht und 1-2 Blenden abblenden dann kann es klappen.

Ich will dir die Freude an dieser Optik nicht trüben, aber diese Punkte musst du sehr stark beachten.
Versuche es mal mit 200mm und einem Ausschnitt, vielleicht hilft dir das einen Weg zu finden.

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Die Anforderungen sind für solche Aufnahmen hart. Ich kenne das Objektiv selbst nicht, denke aber, das die Hinweise zur schnellen Verschlusszeit wichtig sind. Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Kleine Vögelchen mit längeren Verschlusszeiten als 1/250 sek werden auch mit 100mm Brennweite häufig nichts. ISO1600 geht auf jeden Fall mit den kleinen E-M10 Kameras, da bleibt die Federstruktur noch im Bild erhalten.

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Blende 10, Blende 8 - alles zu viel für dieses Objektiv. Nutze es bei der Anfangsblende und die Ergebnisse werden besser auch weil du bessere Verschlusszeiten oder niedrige ISO bekommst. Wunder darfst du keine erwarten.

 

bearbeitet von JUBFOTO
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Ich denke, es gibt bei der Fotografie von Singvögeln recht viel zu beachten und dementsprechend kann man auch viel falsch machen. Das Meiste wurde ja schon genannt:

1. Schnelle Verschlusszeit. Ich halte 1/250 für schon zu lang, gerade wenn es um Meisen, Kleiber oder ähnlich hektische Vögel geht. Ein Spatz sitzt manchmal auch ein paar Sekunden ruhig, eine Amsel auch, aber Meisen sind eigentlich immer in Bewegung. Ich versuche, da Zeiten um 1/1000 zu nehmen.

2. Autofokus: Wenn S-AF, dann immer sofort den Auslöser ganz durchdrücken. Wenn man erst halb durchdrückt und damit den Fokus fixiert, bewegt sich der Vogel oft noch aus der Schärfeebene. Oder auch man selbst schwankt ein wenig, wenn man freihand fotografiert. Bei S-AF ist das Einer-Feld das Feld der Wahl und man sollte auch wirklich auf den Kopf fokussieren.

3. Blende: Das 75-300 ist am langen Ende ja nicht mehr wirklich lichtstark, so dass man eigentlich nur drei mögliche Blendeneinstellungen  hat. 6.3, 7.1 oder 8.0. Die sollte man mal an statischen Motiven durchprobieren und schauen, wselche die besten Ergebnisse produziert. Meist wird es wohl 7.1 sein.

4. Stabilität: Auch wenn die Olympus Kameras einen ordentlichen Stabi haben, kann ein Stativ oder auch ein Einbeinstativ viel helfen. Ansonsten einfach irgendwo aufstützen oder anlehnen. Denn Freihand im Stehen zu fotografieren ist nicht ganz einfach. Man schwankt doch ziemlich - und zwar nicht nur seitlich, sondern auch nach vorne und hinten - und verreißt auch ab und zu Aufnahmen.

5. Nähe: Ganz wichtig ist es, möglichst wenig croppen zu müssen, um eine gute Bildqualität zu erhalten. Bei Singvögeln braucht man da schon recht zutrauliche Exemplare und vor allem viel Geduld. Eine gewisse Tarnung hilft auch (ist aber oft nicht möglich). Sonst sind Futterplätze der Fotoort der Wahl. Man muss ja nicht direkt Vögel im Futterhäuschen fotografieren, ein fotogen drapierter  Ansitzzweig wirkt da schon viel natürlicher.

6. Licht: Ja, das 75-300 ist ein Schönwetterobjektiv. Aber überhaupt wirken Singvögelfotos bei gutem Licht viel besser, da die Farbikeit der Vögel dann schöner wirkt. Selbst direktes Sonnenlicht klappt da gut, was bei Wildtierfotografie sonst oft eher nicht der Fall ist. Und der Nebeneffekt ist dabei natürlich, dass die ISO-Werte dreistellig bleiben.

Gruß

Hans

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vor 13 Minuten schrieb Hacon:

Denn Freihand im Stehen zu fotografieren ist nicht ganz einfach. Man schwankt doch ziemlich - und zwar nicht nur seitlich, sondern auch nach vorne und hinten - und verreißt auch ab und zu Aufnahmen.

Auch wichtig: elektronischen Verschluss verwenden. Gerade bei leichten Objektiv wie das 75-300

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vor 19 Minuten schrieb pit-photography:

Auch wichtig: elektronischen Verschluss verwenden. Gerade bei leichten Objektiv wie das 75-300

Hm, nicht unbedingt. Wegen Verzerrungen der sich bewegenden Vögel. Ist wohl weniger ein Problem bei den M1ern, aber eines bei der M10. Ich habe genug Bilder mit doppelter Kopfgröße🥴.

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vor 5 Minuten schrieb hoss:

Hm, nicht unbedingt. Wegen Verzerrungen der sich bewegenden Vögel. Ist wohl weniger ein Problem bei den M1ern, aber eines bei der M10. Ich habe genug Bilder mit doppelter Kopfgröße🥴.

Bei den OMD's mit neueren Chip wie in der E-M1 II ist das nicht mehr so extrem (Vorteil für E-M5 III 😉 ). Aber du hast Recht, bei den älteren ist der Rolling-Shutter ausgeprägter.

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vor 50 Minuten schrieb pit-photography:

Bei den OMD's mit neueren Chip wie in der E-M1 II ist das nicht mehr so extrem (Vorteil für E-M5 III 😉 ). Aber du hast Recht, bei den älteren ist der Rolling-Shutter ausgeprägter.

Ja, bei mir mit der E-M10 III werden die Aufnahmen mit elektronischem Verschluss nicht immer besser. Eine noch wirksame Verwacklung durch eigene Bewegung beim Auslösen verschlimmbessert mit elektronischem Verschluss zusammen noch den Verwacklungseffekt wie ich feststellen konnte. Zumindest hatte ich mehr davon erhofft. Das ist vermutlich der Grund, warum bei der E-M10 III die Fa. Olympus diese Funktion zusammengestrichen und nur noch als "Lautlos Modus" implementiert hat. Ich erwische mich immer dabei, den elektronischen Verschluss mit Tele-Linsen noch zu verwenden - mit mäßig besseren Ergebnissen auf bewegte Objekte. Ist bei den großen OM-Ds bestimmt besser.

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vor einer Stunde schrieb hoss:

Ja, bei mir mit der E-M10 III werden die Aufnahmen mit elektronischem Verschluss nicht immer besser. Eine noch wirksame Verwacklung durch eigene Bewegung beim Auslösen verschlimmbessert mit elektronischem Verschluss zusammen noch den Verwacklungseffekt wie ich feststellen konnte. Zumindest hatte ich mehr davon erhofft. Das ist vermutlich der Grund, warum bei der E-M10 III die Fa. Olympus diese Funktion zusammengestrichen und nur noch als "Lautlos Modus" implementiert hat. Ich erwische mich immer dabei, den elektronischen Verschluss mit Tele-Linsen noch zu verwenden - mit mäßig besseren Ergebnissen auf bewegte Objekte. Ist bei den großen OM-Ds bestimmt besser.

Wobei auch bei den E-M1 Kameras der elektronische Verschluss als "Lautlos Modus" geführt wird.

Gruß

Hans

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