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Vaterfreuden

Bokeh, Freistellung, Schärfentiefe, Schmelz etc.

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

 

angeregt durch die zahlreichen Posts in diesem Thread dachte ich mir, es wäre evtl. interessant die Diskussion zum Thema Bokeh, Freistellung, Schärfentiefe, Schmelz etc. hier weiter zu führen. 

Wer versteht was wie - was ist richtig, was falsch, gibt es überhaupt ein richtig? 

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Und warum willst du hier über (mindestens) drei verschiedene Begriffe zugleich diskutieren, wo sie doch ohnehin schon andauernd und überall durcheinandergeworfen und miteinander verwechselt werden?

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Wurde das nicht schon hundert Mal diskutiert? Aber dann nochmal:

  • Schärfentiefe: Es gibt genau eine Ebene die scharf abgebildet wird. Davor und dahinter erstreckt sich ein Bereich, der anhand eines gewählten Parameters als akzeptabel scharf bezeichnet wird, die Ausdehnung ist die Schärfentiefe
  • Freistellung: Das Abheben eines Motives vom Hintergrund. Wichtig ist, dass eine kleine Schärfentiefe und hohe Freistellung nicht unbedingt miteinander einher gehen und zwischen diesen Begriffen abgegrenzt werden muss
  • Bokeh: Die Art, wie unscharfe Bereiche abgebildet werden. Eine in der Regel sehr subjektive Bewertung
  • Schmelz: frei erfundene Bezeichnung für etwas, das der Nutzer nicht genau identifizieren kann. Feenstaub würde in einer Diskussion nicht gut ankommen, also spricht man von Schmelz

In der Theorie lassen sich Freistellung und Schärfentiefe leicht berechnen und verschiedene Objektive vergleichen. In der Praxis ist es dann nicht mehr ganz so einfach.

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Herrlich, der Thread kann nach nur zwei Antworten zugemacht werden. Danke an die beiden Reagierenden - und das meine ich ohne jegliche Ironie!

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Beim Bokeh wird die Diskussion oft kontrovers. für die einen ist es die Qualität der Unschärfe (nicht zu verwechseln mit der Stärke der Unschärfe), welche zum großen Teil durch die Art und Weise wie die Zerstreuungskreise dargestellt werden beeinflusst wird.

Schwierig wird es nun, wenn jemand argumentiert, dass man das Bokeh durch die Wahl eines geeigneten Hintergrunds beeinflussen kann.

Ich würde es daher begrüßen, dass man sich daher vorab einigt was man meint, das Bildergebnis einer Aufnahme (als die Bildgestaltung) oder den Vergleich zweier Objektive (also deren Eigenart) unter identischen Bedingungen.

Ist aber alles nur meine persönliche Definition - kann jeder haben wie er will.

Beste Grüße

Frank

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vor 10 Minuten schrieb marathoni:

Herrlich, der Thread kann nach nur zwei Antworten zugemacht werden. 

Man könnte jetzt auch Beispielfotos, verschiedener Objektive und verschiedener Sensorformate, zeigen und die theoretischen Erläuterungen an Beispielen diskutieren.

Auch wenn die Beurteilung des Bokehs eine recht subjektive Sache ist, so kann man schon sehen, ob z.B. Lichter rund, als Katzenauge, oder als Stoppschild abgebildet werden. Auch lässt sich der grundlegende Unterschied eines unruhigen und harschen Bokehs, von einem ruhigen und cremigen Bokeh unterscheiden.

Bildbesprechungen und Sehübungen sind in einem Fotoforum immer wieder interessant und lehrreich.  

 

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vor 12 Minuten schrieb Gaspar:

Man könnte jetzt auch Beispielfotos, verschiedener Objektive und verschiedener Sensorformate, zeigen und die theoretischen Erläuterungen an Beispielen diskutieren.

 

 

Das würde ich sogar extremst spannend finden

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vor 31 Minuten schrieb marathoni:

Herrlich, der Thread kann nach nur zwei Antworten zugemacht werden. Danke an die beiden Reagierenden - und das meine ich ohne jegliche Ironie!

Ich verstehe nicht den häufig anzutreffenden Wunsch, Threads zuzumachen. Vielleicht wurde der Ausgangspost schon beantwortet, vielleicht ergibt sich aber auch noch eine interessante Diskussion, die deutlich detaillierter auf das Thema eingeht, als die kurzen Antworten. Warum soll man so etwas verhindern? Wer glaubt, in dem Thread keine interessanten Beiträge mehr erwarten zu können, kann den doch hinfort ignorieren.

Und ja, ich denke über die ersten Antworten hinaus gibt es noch sehr viel zu diesem Thema zu sagen, und vor allem wie von @Gaspar vorgeschlagen auch mit Bildern zu hinterlegen.

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Sind immer die gleichen Meiningsdiktatoren die entscheiden wollen wie das hier zu laufen hat. Insofern einfach ignorieren. Man gewöhnt sich dran. 

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Man möge auch an den Unterschied zwischen einem Forum und einem Wiki denken. 🙂

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vor einer Stunde schrieb marathoni:

Herrlich, der Thread kann nach nur zwei Antworten zugemacht werden. Danke an die beiden Reagierenden - und das meine ich ohne jegliche Ironie!

@marathoni ein Forum ist dazu da, Dinge zu diskutieren. Ich verstehe nicht, warum ständig irgendwelche Threads schließen willst. 

Wenn es für dich geklärt ist, dann brauchst du ja nicht zwingend diesen Thread zu lesen. Es zwingt dich keiner dazu. 

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vor 1 Stunde schrieb schwarzpunkt:

Schmelz: frei erfundene Bezeichnung für etwas, das der Nutzer nicht genau identifizieren kann. Feenstaub würde in einer Diskussion nicht gut ankommen, also spricht man von Schmelz

Es mit eine frei erfundene Bezeichnung sein, aber für mich ist es die Darstellung des ÜBergangs vom scharfen in den unscharfen Bereich.

Genau diese Zone trägt teils stark zu einem ansprechenden „weichen“ Bild bei, sofern man weiche Übergänge haben möchte.

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Mein erstes Foto mit dem Nocti 2015. Es hat sofort geklingelt.

440483841_2014Klingel-2.jpg.d63b86cec6db447225d295ab82e57b57.jpg

bearbeitet von imago somnium
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vor einer Stunde schrieb Frank W.:

Schwierig wird es nun, wenn jemand argumentiert, daß man das Bokeh durch die Wahl eines geeigneten Hintergrunds beeinflussen kann.

Aber selbstverständlich kann man das. Was bitte soll daran schwierig sein?

Bokeh ist schließlich, genau wie z. B. Schärfe und Tiefenschärfe, eine Eigenschaft des Bildes und hängt von vielen Faktoren ab. Einer dieser Faktoren ist die Unschärfewiedergabe des Objektives, welche ihrerseits wiederum von einer Vielzahl von Faktoren abhängt und der Einfachheit halber ebenfalls als Bokeh (des Objektives) bezeichnet wird – als Abkürzung für "die das Bokeh des Bildes beeinflussenden Objektiveigenschaften".

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Auch wenn unterschiedliche Objektive sicher unterschiedliche Unschärfeverläufe haben, hängt es vor allem von der konkreten Aufnahmesituation ab, ob ein unruhiger oder cremiger Hintergrund entsteht. Gerade naktes Astwerk noch zu nahe am Vordergrund ist "großartig" für einen unruhigen Hintergrund. Das gleiche Motiv mit einem anderen oder weiter entferntem Hintergrund ergibt ein ganz anderes Bild.

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vor 2 Stunden schrieb Frank W.:

Schwierig wird es nun, wenn jemand argumentiert, dass man das Bokeh durch die Wahl eines geeigneten Hintergrunds beeinflussen kann.

Dann schau dir mal den Unterschied des „Bokeh“ einer Portraitaufnahme vor einer grauen Betonwand im Streulicht, oder vor einer grünen Wiese mit den letzten Tautropfen im Gegenlicht, oder vor einem Herbstwald  bei durchbrechender Sonne nach einem Regenguss an und das noch mit jeweils unterschiedlichen Abständen zwischen Modell und Hintergrund.

bearbeitet von wteichler
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vor einer Stunde schrieb Vaterfreuden:

Es mit eine frei erfundene Bezeichnung sein, aber für mich ist es die Darstellung des ÜBergangs vom scharfen in den unscharfen Bereich.

Dann sollten wir dem Baukasten für Forendiskussionen neben Schmelz noch andere Dinge hinzufügen:
3D Pop, Zeiss Pop, Leica Glow, Mittelformat Look

Gerade dann, wenn diese Begriffe nicht definiert werden, sind sie in Foren besonders beliebt, weil man es so hinstellen könnte, als wäre doch sowieso klar was es sei und jeder der es nicht weiß ist ein Depp. 

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Gast

Ich will dann noch das Swirly-Bokeh in den Raum werfen, gelingt besonders mit Helios Objektiven oder Fake-Bokeh, gelingt mit neueren Smartphones.

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vor einer Stunde schrieb wteichler:

Dann schau dir mal den Unterschied des „Bokeh“ ...

Genau,  das wäre dann die Variante, welche durch die Bildgestaltung beeinflusst wird.

Dann sind wir uns ja einig, dass man Bokeh nicht ausschließlich über eine technische Spezifikation ( z.B. Zerstreuungskreise) definieren sollte. Allerdings wird Bokeh dann auch eher etwas Subjektives, denn wenn man von der Bildwirkung auf den Betrachter ausgeht, ist es kaum mehr definierbar. Als Betrachter spielt es für mich ja keine Rolle, ob die "Harmonie" im Bildhintergrund durch Zerstreuung, Schärfentiefe, Freistellung, "Schmelz" hervorgerufen wird oder das was man rein "subjektiv" als angenehmes Bokeh empfindet nicht jenseits aller technischen Definition einfach ein handwerklich gelungenes Zusammenspiel der im Eröffnungsbeitrag genannten Faktoren ist. Schon von daher finde ich den Thread interessant.

Viele Grüße

Frank

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vor 44 Minuten schrieb Spassknipser:

Ich will dann noch das Swirly-Bokeh in den Raum werfen, gelingt besonders mit Helios Objektiven oder Fake-Bokeh, gelingt mit neueren Smartphones.

Nicht zu vergessen das "featherd bokeh" der Pro Linsen 😉

Sylt-2.jpg

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vor 45 Minuten schrieb Frank W.:

Dann sind wir uns ja einig, daß man Bokeh nicht ausschließlich über eine technische Spezifikation ( z. B. Zerstreuungskreise) definieren sollte. Allerdings wird Bokeh dann auch eher etwas subjektives ...

Du stellst Selbstverständlichkeiten so dar, als seien es ganz neue Erkenntnisse.

Bokeh "wird" nicht "auch eher", sondern ist etwas subjektives, was noch nie über irgendwelche technischen Spezifikationen "definiert" wurde oder werden könnte.

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vor 14 Minuten schrieb Omzu Iko:

Du stellst Selbstverständlichkeiten so dar, als seien es ganz neue Erkenntnisse.

Bokeh "wird" nicht "auch eher", sondern ist etwas subjektives, was noch nie über irgendwelche technischen Spezifikationen "definiert" wurde oder werden könnte.

Naja, subjektiv mag das Empfinden sein. Aber wenn man identische Bilder mit der unterschiedlichen Linsen macht und dann Unterschiede in der Art und Weise der Abbildung der unscharfen Bereiche bzw. Des Übergangs dorthin beobachten kann, dann ist das nicht unbedingt mehr subjektiv sondern objektiv wahrnehmbar. 

Was einem dann besser gefällt oder nicht, das ist dann subjektiv. 

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vor 1 Minute schrieb Vaterfreuden:

Was einem dann besser gefällt oder nicht, das ist dann ... 

... Bokeh.

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Passend zur Adventszeit: Abenteuer im Gartencenter
Oly 25mm, Pro bei Blende 1.8
Nächster Technikschritt: Du machst mit dem Smartphone ein Foto und der passende Hintergrund wird online aus dem Netz hinzugefügt.
Brauchst nur eingeben: Kugel, -Swirl, - Seifenblasen, - Feathered,- oder Schmelzbokeh. Voila.

Selfie-2.thumb.jpg.1d554b64736cfd277c51ae8dfc22478c.jpg

bearbeitet von imago somnium
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vor 5 Stunden schrieb schwarzpunkt:

Bokeh: Die Art, wie unscharfe Bereiche abgebildet werden. Eine in der Regel sehr subjektive Bewertung

Und hier finde ich, sollte differenziert werden: 

Bokeh: die Art wie unscharfe BEreiche abgebildet werden - so sehe ich das auch. 

Eine in der Regel sehr subjektive Bewertung - ja stimme ebenfalls zu. 

Allerdings ist ersteres eine technische Eigenschaft der Linse und letzteres eine persönliche Meinung und darf meiner Meinung nach nicht verwechselt werden - auch wenn es oft in Zusammenhang gebraucht wird. 

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Gast
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