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Ich bin ja ganz neu hier, habe aber noch nichts zu meinem lieblings Bildverwaltungs und Bearbeitungsprogramm gefunden. Sollte der Bericht unangemessen, unpassend oder zu unprofessionell sein bitte ich das zu verzeihen.

Gerne würde ich es sehen, wenn man diesen Thread auch für Erfahrungsaustausch über das Programm nutzen würde, also nur keine Hemmungen und schreibt eure Fragen und Erfahrungen.

 

 

Alien Skin Exposure – eine Alternative.

Im Dezember 2018 machte ich mich intensiv auf die Suche nach einem Programm für meine Bilderverwaltung und Entwicklung der Fotos. Klar so was wie Lightroom eben.

Lightroom habe ich einige Jahre genutzt und finde es für meine Ansprüche fast perfekt.
Mein Ansprüche sind jedoch recht bescheiden. Ich habe zur Zeit 30.000 Bilder in der Datenbank – die sind über einen Zeitraum von etwa 10 Jahren entstanden.
Also kein professioneller Anspruch, eher ambitionierter Gelegenheitsfotograf.

Warum kein Lightroom? Zum einen stört mich das Abomodell – bzw der zu große Umfang des Abos. Aber das wäre nicht das alleinige KO Kriterium, ob ich nun jedes Jahr 90 Euro (Update Exposure) oder 150 Euro (Adobe Foto Abo) ausgebe macht den Braten sicher auch nicht mehr fett. Was mich letztlich störte war die Bindung an Adobe – da Lightroom ja bekanntermaßen ausschließlich mit einer Datenbank arbeitet komme ich auch nur mit Lightroom an meine entwickelten ran. Das störte mich, und so suchte ich nach Alternativen. Selbstverständlich kann ich auch nur mit Exposure die mittels Exposure bearbeiteten Bilder öffnen…

Um es vorwegzunehmen, letztendlich könnte man auch bei Lightroom bleiben, denn die Problematik der Datenbak lässt sich nur abmildern und nicht ganz vermeiden. Es sei denn man nimmt viele Komforteinbußen in kauf.

 

Also, warum bin ich dann doch bei Exposure geblieben?

Es gefällt mir einfach, und es bietet tatsächlich ein paar Vorteile.

 

Ich beziehe mich bei allen Aussagen auf der Version X4 – seit Dezember 2019 gibt es die neuere X5. Für mich war ein Update jedoch noch nicht notwendig.

 

Was ist Exposure?

RAW Entwickler

Bildbearbeitung mit Ebenen

Bildverwaltung

Arbeiten mit „Presets“ also vorgefertigten Filterpaketen. Diese Filter lassen sich anpassen und auch eigene Filter erstellen.

 

So sieht die Arbeitsumgebung aus:

x4-1.thumb.png.e1b463302536dd96133e2dfc1b67d611.png

In der Mitte die Übersicht der Bilder, links eine kleine Vorschau, Histogramm, Verzeichnisbaum und unter „Vorgaben“ die Filterpakete. Die Filter sind in Kategorien sortiert und es können Favoriten angelegt werden.
Rechts dann die ganzen Regler zum Entwickeln – vieles kennt man so auch von anderen Programmen.

 

Die Vorschaubilder sind natürlich in der Größe einstellbar. Man kann auch zwei Bilder gleichzeitig groß anzeigen lassen.


Die Bildersammlung kann in der unteren Leiste auch sortiert werden. Standard ist die Sortierung nach Aufnahmezeit. Dort kann unter anderem jedoch auch nach Brennweite, Kamera, Änderungszeit, ISO usw. sortiert werden.

 

Im Suchfeld kann ganz einfach nach Schlagworten aus den Metadaten gesucht werden

 

 

 

Die Bearbeitungsleiste rechts:

x4-2.png.96552b1749f3f3775bdcb1987e3eec4f.png

Alles da was man so braucht. Interessant ist, das man Einstellungen und Filter einzelnen Ebenen zuordnen kann. Diese Ebenen sind in der Intensität anpassbar, und können natürlich ein und ausgeschaltet werden.

 

Korrekturpinsel und Verlaufsfilter findet man beim Klick auf den kleinen Pinsel.
Bild zuschneiden links daneben

 

Bei den „Grundeinstellungen“ findet man übrigens auch die Farbpipette für den Weißabgleich

 

Eine Besonderheit von Exposure sind die Funktionen Überlagerung, Fokus, Körnung und Bokeh.

Hier lassen sich Rahmen, und Bildeffekte zufügen. Die Variationen sind sehr vielfältig.

 

Die Objektivkorrekturen funktionieren nach voreingestellten Parametern. Viel kann ich dazu leider nicht sagen. Da ich von Pentax komme werden leider meine Objektive nicht richtig erkannt, ein allgemeines Pentaxproblem. Exposure liefert hier zwar schon besser ab als andere, aber noch nicht optimal. Für MFT sollte es besser aussehen. Jedenfalls habe ich diese Funktion bis jetzt kaum beachtet.

 

Unter Transformieren findet man die Werkzeuge zum geraderichten von perspektivischen Verzerrungen. Das funktioniert, habe ich aber anderswo schon intuitiver als leichter zu bedienen gesehen.

 

Wie arbeitet Exposure?

Exposure greift auf die Bilddateien einer Festplatte zu. Diese werden bei der Installation eingelesen. Exposure fertigt dann scheinbar eine interne Datenbank mit den Metadaten der Bilder an – denn nur so ist ja eine Suche nach diesen Daten später möglich.
Die Bilddateien bleiben jedoch unverändert auf der Festplatte in den jeweiligen Verzeichnissen wo Exposure diese gefunden hat.

 

Öffnet man ein Bild zur Bearbeitung dann legt Exposure in dem entsprechenden Unterordner ein neues Verzeichnis „Alien Skin“ an. Dort wird dann mit dem Bildnamen und der Dateiendung „.exposurex4“ eine neue Datei angelegt. In dieser Datei sichert Exposure alle Bearbeitungsschritte des Fotos. So bleibt das Original immer unverändert.
Jedoch kann man das Entwickelte Foto auch nur in Exposure betrachten.

 

Das bedeutet man kann im normalen Windows Dateiexplorer jederzeit alle Fotos finden, möchte man jedoch die bearbeiteten Fotos sehen muß man die Fotos mit Exposure öffnen. Für mich, von Lightroom kommend ist das keine Umstellung. Andere Bentutzer müssen sich evtl. erst mal daran gewöhnen das man Bilder am besten immer mit Exposure sucht und öffnet.
Alternativ könnte man auch alle bereits Entwickelten Fotos in ein anderes Verzeichnis exportieren, so hat man dann jederzeit auch ohne Exposure Zugriff z.B. auf die Familienfotos.

 

Was mache ich mit meinen Lightroombildern?

Natürlich kann kein Programm die Entwicklungsschritte von Lightroom 1:1 nachbilden.
 

Exposure kann die Metadaten und Keywords übernehmen, nicht jedoch die Enwicklungseinstellungen. Daher empfiehlt es sich alle entwickelten Fotos aus Lightroom zu exportieren und dann diese nach Exposure zu überführen. Ich habe dafür das DNG Format gewählt, da dies universell verwendbar ist. Dieses Vorgehen hat sehr gut funktioniert – eine Anleitung findet man auf der Homepage von Alien Skin. Exposure arbeite im übrigen auch als Plugin in Lightroom und bietet zum Export der Lightroombilder auch Unterstützung an

 

Ich habe jetzt alle Fotos in einem Programm greifbar, die Keywords wurden übernommen und auch die Bewertungen und sonstigen Metadaten sind noch alle da. Allerdings nur wenn man vorher in Lightroom die Metadaten auch in den Bilddateien gespeichert hatte (siehe Anleitung bei Alien Skin)

 

 

Der Workflow

sehr logisch und einfach, ohne große Verzögerungen. Das Programm reagiert im Detail natürlich anders als Lightroom, das Entrauschen klappt zB. in Lightroom etwas besser – aber alles kein Beinbruch.
Hatte ich in meiner Testzeit mit ON1 (andere Software, anderer Bericht….) mit Programmabstürzen zu tun, habe ich das bei Exposure noch nicht erlebt.

Die Filter (unter „Vorgaben“) sind sehr gut, die Filmsimulationen gefallen mir wirklich. Seit ich Exposure nutze vermisse ich das alte SilverEfx nicht.

 

Man kann auch von mehreren Rechnern auf die Bilder zugreifen, wenn diese z.B. auf einer Netzwerkfestplatte liegen. Denn die Bearbeitungsschritte werden ja in dem Verzeichnis der Bilder gespeichert. So wie ich es verstanden habe legt Exposure aber auf jedem Rechner eine eigene Datenbank für die Suchfunktion an. Auf jeden Fall gilt die Lizenz für zwei Rechner, bei mir mein normaler Arbeits PC und ein Windows Tablet (so was wie ein Surface)
Ich habe das Arbeiten auf zwei Rechnern jedoch nicht intensiv praktiziert, kann also keine abschließende Bewertung dazu abgeben.

 

Updates und Kompatibilität

Alien Skin verbessert laufend die Software, es werden mehrmals im Jahr neue Kameras und Objektive eingepflegt. Auch grundsätzliche Fehlerbehebungen und Leistungsverbesserungen werden durchgeführt.
Den Support habe ich als schnell und kompetent kennen gelernt.

Hier der Link zu den unterstützen Objektiven: https://exposure.software/exposure/supported-lenses/

Hier der Link zu den unterstützen Kameras: https://exposure.software/exposure/raw-support/

 

Was ich vermisst habe:

die Version X4 bietet noch keine automatischen Presets für die RAW-Entwicklung. Die aktuelle X5 bietet jedoch die Möglichkeit für bestimmte Kameras oder Objektive bestimmte Entwicklungseinstellungen automatisch auszuführen. Lightroom kann das seit Jahren.

X4 kann noch kein Purple-Fingring in den Bildern entfernen – X5 hat da ein Tool für.

Exposure kann keine Videos anzeigen. Immerhin werden die Videos beim Import von der Kamera mit übertragen und abgespeichert. In der Bilderansicht werden diese jedoch nicht angezeigt.

 

Soweit mein Alien Skin Exposure Überblick.

 

Und nein, ich bekomme kein Geld für diese „Werbung“ 🙂

 

Zum Schluss noch einfache, schnelle Beispielbilder:

Original:

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Einfache SW-Entwicklung mittels dem Preset "Daguerreotype - High Contrast":

146562754_P3040010Copy1-1.thumb.jpg.9db3df4806daa63ca894569d667875c6.jpg

 

Und dann nochmal einen Rahmen und einen Lichteinfall von rechts drüber gelegt:

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Danke für dein Bericht. Die meisten dürften dieses Programm vielleicht nur vom "hören" kennen. War jahrelang mit Adobe unterwegs, zeitweilig mit ON1 und arbeite heute schwerpunktmäßig DXO 3 und Exposure X5. Jedes Prog hat seine Stärke und Schwächen. Gemäß mein Anspruch ist Exposure X5 für mich ausreichend. Die Ebenentechnik ist mMn dort sehr gut gelöst. Schärfen und Entrauschen sollte besser werden. Panorama und HDR fehlt dort, ist aber nicht mein Schwerpunkt. Workflow ist gut gelöst.

bearbeitet von SYSNeuling

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