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fotonoid

Event-Photografie vor dem Bankrott

Empfohlene Beiträge

Eins vorweg.

Man merkt das es hier fast niemanden gibt der etwas über die extreme Auswirkung des CORONA-VIRUS auf den professionellen Sektor der Fotografie schreibt, ausser einem USER der ein Photo vom DAX schickt.

In ein paar Monaten wird der Bereich der professionellen Fotografen nicht mehr so sein wie vorher. Es gibt keine Aufträge mehr, alles ist wie leergefegt. Wer keine Rücklagen hat oder sich vielseitig aufgestellt hat wird extreme Zeiten erleben.

Es gibt hier keinerlei Zeichen von Solidarität oder Gedanken über dieses Thema.

Meine Kollegen aus anderen Branchen

  • Musiker
  • Make-up
  • Tontechnicker
  • Lichttechniker
  • Securities
  • Bühnentechniker
  • Produzenten
  • Djs
  • Eventagenturen
  • Konzertveranstalter
  • Clubinhaber
  • Gastronomie allgemein
  • und viele viele mehr

stehen fast alle vor dem Aus.

Die Beiträge hier zeigen mir wie gering der Bezug zur professionellen Fotografie ist. Auch fehlende Empathie. Cashbacks, Angebote aus Holland, seitenlange Diskussionen über USB Charging etc.. Oder wie es mit Olympus als Marke weiter geht. Wenn ich richtig gelesen habe hat sich hier noch kein professioneller Kollege über die Auswirkung auf unsere Branche geäussert.

Das soll kein Jammern sein, sondern lediglich eine Feststellung die ich als sehr traurig empfinde. 

Vielleicht gelingt es ja hier ein Diskussion zu starten, wie in diesen Zeiten kreative Kooperationen gestartet werden können die neue Wege aufzeigen um mit dieser existentiellen Krise umzugehen. Vielleicht interessiert ja ein oder zwei Personen 🙂

 

Grüße Markus

 

Nachtrag: Ich habe diesen Link gerade erst entdeckt. Aber lesen kann man ja den Beirag trotzdem.

 

 

bearbeitet von fotonoid

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Hallo Markus,

ich gebe dir natürlich im Prinzip Recht, aber es ist auch erklärbar.

Diskussionen zu diesem Thema werden unabdingbar politisch, dies ist verständlicherweise in diesem Forum nicht erwünscht. Der wirtschaftliche Supergau kommt sicher früher als erwartet... aber persönlich bin ich diesbezüglich eh sehr pessimistisch.

Wie in einem anderen Thread erläutert verdiene ich den größeren Teil meines Lebensunterhalt mit Fotografie, noch... Frankreich hat ja vor 2 Tagen alles dicht gemacht. Ich denke wir sind, was die Verbreitung des Virus angeht, Deutschland ein paar Tage oder Wochen voraus. Viele Leute werden sich der Lage erst jetzt bewusst.

Die franz. Regierung hat verschiede Maßnahmen angekündigt um Firmen und Selbstständige zu unterstützen. Bleibt zu hoffen dass die Umsetzung schnell genug und auch für Kleinbetriebe erfolgt. 

Grüße aus dem Westen,
Jochen

 

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vor 7 Minuten schrieb brezeljo:

Hallo Markus,

ich gebe dir natürlich im Prinzip Recht, aber es ist auch erklärbar.

Diskussionen zu diesem Thema werden unabdingbar politisch, dies ist verständlicherweise in diesem Forum nicht erwünscht. Der wirtschaftliche Supergau kommt sicher früher als erwartet... aber persönlich bin ich diesbezüglich eh sehr pessimistisch.

Wie in einem anderen Thread erläutert verdiene ich den größeren Teil meines Lebensunterhalt mit Fotografie, noch... Frankreich hat ja vor 2 Tagen alles dicht gemacht. Ich denke wir sind, was die Verbreitung des Virus angeht, Deutschland ein paar Tage oder Wochen voraus. Viele Leute werden sich der Lage erst jetzt bewusst.

Die franz. Regierung hat verschiede Maßnahmen angekündigt um Firmen und Selbstständige zu unterstützen. Bleibt zu hoffen dass die Umsetzung schnell genug und auch für Kleinbetriebe erfolgt. 

Grüße aus dem Westen,
Jochen

 

Man muss ja nicht politisch werden. Es geht ja in erster Linie um den Gedankenaustausch, um das realisieren.

Politik interessiert mich in dem Zusammenhang überhaupt nicht. Das lockt dann eh wieder nur die üblichen Quassler an die dann wieder vom Thema abkommen.

bearbeitet von fotonoid

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vor 9 Minuten schrieb fotonoid:

Politik interessiert mich in dem Zusammenhang überhaupt nicht. Das lockt dann eh wieder nur die üblichen Quassler an die dann wieder vom Thema abkommen.

👍

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Ja, das ist für alle Selbständigen und für sehr viele Branchen unglaublich problematisch. Man kann nur hoffen, dass es ausreichend Rücklagen oder eine Arbeitslosenversicherung gibt (davon hat einer der Rurpottfotografen im aktuellen Podcast erzählt), so dass die kritischen vermutlich 2 Monate überbrückt werden können. 

 

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vor 1 Stunde schrieb fotonoid:

Es gibt hier keinerlei Zeichen von Solidarität oder Gedanken über dieses Thema.

Dann müsste das ganze, trotz allem, politisch betrachtet werden. Neben der von Dir aufgezeigten Liste trifft es ja nicht nur Freiberufler oder Unternehmen aus der Eventbranche. Wir sind ja so ziemlich alle betroffen, denn auch wenn es das verkürzte Kurzarbeitergeld gibt, dann steht Mann/Frau oder beide gemeinsam im schlimmsten Fall plötzlich mit nur 60% seines Einkommens dar. Und ob Haushalt, Firma oder Einzelunternehmer, da ist einiges im Monat zu finanzieren. Von daher halte ich persönlich es nicht für zielführend hier im Forum irgendwelche Empathie- oder Solidaritätsthreads zu starten sondern die gewonnene Zeit zu nutzen um sich mit der Kamera (ja, wir sind in einem Fotoforum) und der Technik auseinander zu setzen, wozu eben die von Dir als empathielos  charakterisierten Fragen gehören.

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vor 1 Stunde schrieb fotonoid:

Eins vorweg.

Man merkt das es hier fast niemanden gibt der etwas über die extreme Auswirkung des CORONA-VIRUS auf den professionellen Sektor der Fotografie schreibt, ausser einem USER der ein Photo vom DAX schickt.

In ein paar Monaten wird der Bereich der professionellen Fotografen nicht mehr so sein wie vorher. Es gibt keine Aufträge mehr, alles ist wie leergefegt. Wer keine Rücklagen hat oder sich vielseitig aufgestellt hat wird extreme Zeiten erleben.

Es gibt hier keinerlei Zeichen von Solidarität oder Gedanken über dieses Thema.

 

Die von Dir geforderte Solidarität hat es auch nicht bei der Privatisierung der Unternehmen im Osten vor 30 Jahren und auch nicht bei der darauf folgenden Privatisierung von Post, Postbank, Telekommunikation und Bahn gegeben. Auch gab es kaum Solidarität für die Angestellten in den Krankendiensten bei der Umstrukturierung des Gesundheitssystems der letzten Jahre. Auch bezahlbare Wohnungen abgebaut wegen Gewinnmaximierung, wenig Solidarität mit den einkommensschwachen Bürgern.
Im Gegenteil, mehr Turbo bei der Gewinnmaximierung war angesagt. Hatte man nicht noch vor einigen Tagen empfohlen, in Aktien zu investieren?

Nu fällt das Kind in den Brunnen.

Ansonsten bin ich mir ziemlich sicher, das alle hier im Forum aktiven Fotografen und Knipser solidarisch mit ihren bekannten Betroffenen sind. Wir sind alle Menschen, egal woher und wohin wir gehen. Mit mehr oder weniger Fehlern.

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@hoss hat recht.

Mir als Freiberuflerin sind alle Kurse weggebrochen, mein Buch ist genau in der falschen Zeit erschienen und das macht Probleme.
Zum Glück kann ich überbrücken. Freiberufliche FreundeInnen haben da ganz andere Schwierigkeiten. Die unterstütze ich, wo ich kann.
Hier können wir ein bisschen gute Stimmung machen, sodass der/die verzweifelte Freiberufler ein bisschen aufgebaut werden kann.
 

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Meine Empathie und soweit mir möglich auch Solidarität gilt ausnahmslos allen Betroffenen in dieser Krise. Egal ob es sich um gesundheitliche oder wirtschaftliche Situationen handelt. Als jemand der in einem Betrieb beschäftigt ist, der zu den Herstellern von PSA (Persönlicher Schutzausrüstung) zählt gehöre ich aber wahrscheinlich auch zu den Leuten, die in solch einer Situation noch eher als andere Prioritäten setzen. Mir geht es darum etwas dazu beizutragen, dass möglichst viele von uns ohne größere gesundheitliche Komplikationen  diese Situation überstehen.

Existenzielle Sorgen sind berechtigt und die kann zumindest ich keinem nehmen. Es ist auch normal, dass nun jede Organisation, Gruppe, Verein nach Unterstützung ruft und auf ihre Situation größtenteils berechtigt aufmerksam macht. Ja, es gilt auch diese Situation im Blick zu haben, will man nicht nach der Krise vor einem totalen Scherbenhaufen stehen. 

Jeder Einzelne ist wichtig, ob er seinen Dienst am Menschen leistet, Waren produziert oder die Kunst und Kultur bereichert. Aber ich denke es ist gerade nicht empathielos , wenn man einige Rufe auch mal für eine gewisse Zeit ausblendet und sich ausschließlich den Menschen und Dingen zuwendet, welche jetzt besonders unsere Hilfe notwendig haben. Es ist ein Irrglaube darauf zu bauen, dass der Staat dafür sorgen kann, dass das wirtschaftlich für jeden ohne Folgen bleibt. Es geht darum Menschen mit unserem sozialen Netz aufzufangen, das kann unsere Gesellschaft leisten. 

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Am Ende wird es darauf ankommen, ob die Empathie und Solidarität noch da ist, wenn die Unterstützungsmaßnahmen, welche die geschäftliche Existenz z.B. von Event-Fotografen aufrecht erhalten sollen, von der Gesellschaft (wir alle, Unternehmen, ...) mit finanziert werden müssen (Steuern, Solidaritätsabgaben, usw.). Da bin ich gespannt.

Insofern, ja, die Selsbtständigen haben auch meine "geschriebene" Solidarität, die aber im Moment nur moralisch aufbauen kann.

ich verreise meist mit einer kleinen Reiseveranstalterin. Die hat nahezu alle Reisen für dieses Jahr absagen müssen. Das geht alles von den Rücklagen für das Alter ab. Sie ist verpflichtet den Reiseteilnehmern die Vorauszahlungen für die Reise zurückzuerstatten. Werde ich das annehmen?

Das örtliche Sinfonieorchester wird die nächsten Konzerte absagen müssen. Ich habe nun die Option, eine Karte für andere Konzerte zu erhalten (sofern es die gibt), die Vorauszahlung für das Konzertabonnement zurückzuerhalten oder auf die Rückzahlung quasi als Spende zu verzichten. Was mache ich?

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vor 49 Minuten schrieb fotonoid:

Man muss ja nicht politisch werden. Es geht ja in erster Linie um den Gedankenaustausch, um das realisieren.

Wird man meiner Ansicht nach aber unweigerlich. Ich meine ja damit nicht unbedingt aktuelle politische Entscheidungen, sondern Politik im weitesten Sinn. Zumindest finde ich keinen Ansatz ohne über ein anderes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem nachzudenken. 

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Auf der einen Seite muss man sagen, es ist doch vollkommen normal, dass jeder* im ersten Moment an sich und die eigene Zukunft, die Familie und gegebenenfalls an die eigenen Kollegen denkt, an die Gesundheit und im zweiten Schritt natürlich auch an das wirtschaftliche Überleben. Deswegen ist es auch unsinnig sich beispielsweise darüber aufzuregen, dass der Fußballmanager in solchen Zeiten an seinen Verein denkt (und auch an die Mitarbeitern, denen er verpflichtet ist), während hier vor Ort die Obdachlosenhilfe überlegt wie man den eigenen Hilfsbetrieb aufrecht erhalten kann. Nur weil es etwas schlimmeres gibt, wird das eigene Problem nicht weniger schlimm, umgekehrt führt das aber auch dazu, dass aktuell fast jeder Probleme hat. Hier von mangelnder Solidarität zu sprechen, weil in einem solchen Forum, in dem die überwiegende Zahl der Mitglieder keine Profis sind, nicht groß und präsent über das Schicksal der professionellen Photographen diskutiert wird ist in meinen Augen schon deshalb falsch, weil die schlichte Nichtäußerung in diesem Rahmen eben keine Aussage ist. Genauso wie Vorschläge für "kreative Kooperationen" in einem derartigen Forum auch nicht zu erwarten sind, warum auch? Die Frage ist doch, wie sich solch eine Solidarität in diesen Zeiten, in denen viele betroffen sind, auf unpersönlichem Wege und vom einzelnen ausgehend überhaupt zeigen kann? 

Auf der anderen Seite finde ich es auch falsch mangelnde Empathie zu unterstellen, wenn hier nach Möglichkeiten gesucht wird, sich ein Stück weit von diesen uns allen mal mehr, mal weniger betreffenden Problemen abzulenken. Das ist nichts schlimmes, im Gegenteil. Und es ergibt auch keinen Sinn auf der einen Seite über die wegbrechenden wirtschaftlichen Grundlagen zu klagen, und auf der anderen Seite Diskussionen über Konsum für deplatziert zu halten. 

Jeder hat in diesen Zeiten seine eigenen Ängste und Befürchtungen, jeder reagiert auch auf die unbestimmte Zukunft anders. Ich will hier niemandem einen Vorwurf machen, der selbst nicht weiß wie es weiter gehen soll, der sich um seine Branche sorgen macht. Und genau darum geht es ja im Eingangsbeitrag. Gleichermaßen sollte aber auch niemand jemand anderem deswegen Vorwürfe machen, nur weil derjenige sich andere Gedanken macht, andere Prioritäten setzt oder versucht, für sich selbst einen Weg aus der Krise zu finden. Solidarität und Empathie sind keine Einbahnstraße.

*ausgenommen die wenigen wirklichen und ehrlichen Altruisten

bearbeitet von Helios
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vor 31 Minuten schrieb brezeljo:

Wird man meiner Ansicht nach aber unweigerlich. Ich meine ja damit nicht unbedingt aktuelle politische Entscheidungen, sondern Politik im weitesten Sinn. Zumindest finde ich keinen Ansatz ohne über ein anderes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem nachzudenken. 

Solange keine sinnlose Streiterei vom Zaun gebrochen wird, du weisst ja... bei diesen Themen entgleisen manche ganz schnell, dann ist das wieder das übliche Rumgekotze.

Aber ich freue mich über die Gedanken und die Rückmeldungen hier. Das Danke kommt von Herzen.

bearbeitet von fotonoid

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vor 4 Stunden schrieb fotonoid:

Eins vorweg.

Man merkt das es hier fast niemanden gibt der etwas über die extreme Auswirkung des CORONA-VIRUS auf den professionellen Sektor der Fotografie schreibt, ausser einem USER der ein Photo vom DAX schickt.

 

 

 

Ich denke, das liegt daran, dass hier im Forum nur eine Handvoll professioneller Fotografen unterwegs sind. Die meisten hier betreiben die Fotografie als Steckenpferd zum Vergnügen. Dann gibt es ein paar, so wie mich z.B., die zwar ein (Klein)Gewerbe angemeldet haben und ein paar Aufträge im Jahr abarbeiten, aber nicht davon leben müssen, weil sie einen anderen Beruf zum Lebensunterhalt ausüben. Hier im Forum versuchen Menschen ein kleines bisschen Normalität zu bewahren, die im wirklichen Leben sich gerade massiv verändert. Und das ist, glaube ich, sehr menschlich und für den Einzelnen nützlich um nicht ganz die Orientierung zu verlieren. Man mag das als Smalltalk, Realitätsferne, Desinteresse oder was auch immer auslegen. All das glaube ich nicht. Ich glaube vielmehr, dass die Vermeidung dieses für alle immens wichtige und lebensveränernde Thema hier im Forum der Psychohygiene eines jeden Einzelnen dient. Es ist gut für uns Menschen in einer von Corona-Viren-News beherrschten Welt einen Ort zu haben, an dem sich nichts verändert und alles bleibt wie man es gewöhnt ist.

Allen im Fotografen- und Eventbereich tätigen kann ich nur den Tipp geben, sich zusammenzutun, auszutauschen und nach neuen , kreativen Möglichkeiten zu suchen. In Berufsbildungsereich in HH, den ich ganz gut überschauen kann, sind seit ca. einer Woche Möglichkeiten erarbeitet worden um Jugendliche die nicht in die geschlossenen Schulen dürfen, individuell mit Unterrichtsmaterial zu versorgen. Es werden z.B. digitale Platformen errichtet und genutzt, was unter normalen Umständen sehr viel zögerlicher umgesetzt worden wäre. All das kommt zustande, weil Menschen zusammenstehen und miteinander kommunizieren. Aber in den dazu passenden Bezügen. Und das empfehle ich auch allen Alleinselbstständigen, die ja massiv von den Umständen abhängig sind: Tut euch zusammen, redet und lasst Ideen Raum finden die bisher vllt. als abwegig galten. Denn darin gebe ich Dir Markus uneingeschränkt recht: Nach der Krise (und das ist nach meiner Einschätzung erst weit nach dem Sommer allmählich der Fall) wird im Eventbereich nichts mehr so sein wie wir es bis vor Kurzem kannten.

 

Gruß aus HH

Achim

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vor 2 Stunden schrieb brezeljo:

Zumindest finde ich keinen Ansatz ohne über ein anderes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem nachzudenken. 

Ich gehe davon aus, dass sehr wohl viele darüber nachdenken.

Weiterhin dürfte es wohl so sein, dass fundamentale Änderung von Gesellschaft- und Wirtschaftssystem weitaus größere Krisen und Zusammenbrüche nach sich ziehen würden als es die Corona Krise vermag und dass bei diesen Änderungen in noch viel größerem Maße auch falsche, zu späte Entscheidungen getroffen würden, dass wider besseren Wissens gehandelt wird und uns inmitten dieser Umbrüche weitere Krisen treffen würden, die handzuhaben noch schwieriger wäre.

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Für mich stellt sich die Frage, ob es nicht auch alternative Handlungsweisen geben würde. 

Mir fiele z.B. ein, eine Quarantäne für ältere Menschen >50 oder über 60 Jahren zu verhängen und die jungen Menschen, die nicht so anfällig sind, das wirtschaftliche Leben fortführen zu lassen. 

Jan

P.S.: Je nach Altergrenze würde auch mich eine Quarantäne treffen können...

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Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich nicht von der Fotografie lebe. Denn auch meine Events (Fotos von Makeup und Styling Events für Chemo Therapie Patienten)  sind bis auf weiteres abgesagt.
Meine beiden Freunde mit Studio, bei denen ich sonst immer fotografiert habe, mussten alle Studio-Events, Workshops, ... absagen und fragen sich, wie sie ohne Einkommen für mehrere Monate die Studiomiete finanzieren sollen.

Es wird also nicht nur die Event Fotografen treffen sondern auch die niedergelassenen Fotografen mit Studio.

Gleiches gilt für die Visagistinnen, die bei unserer Charity jeden Sonntag ohne Bezahlung gearbeitet haben. Denen sind auch so ziemlich alle Jobs weggebrochen.

Eigentlich ist es egal, wo man hinschaut, es gibt überall Existenzängste. Deshalb fände ich klare Aussagen in Punkto Miete, Kreditzahlungen, zinsfreie Steuerstundungen, kostenlosen Strom, Wasser und Telefon/Netz wären egal was das kostet ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Denn wenn die schlimmsten Existenzängste wegfallen, sind die Leute auch eher bereit, daheim zu bleiben. 
Frankreich und Österreich gehen da meiner Meinung nach mit gutem Beispiel voran.

 

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vor 23 Minuten schrieb janni:

Für mich stellt sich die Frage, ob es nicht auch alternative Handlungsweisen geben würde. 

Mir fiele z.B. ein, eine Quarantäne für ältere Menschen >50 oder über 60 Jahren zu verhängen und die jungen Menschen, die nicht so anfällig sind, das wirtschaftliche Leben fortführen zu lassen. 

Jan

P.S.: Je nach Altergrenze würde auch mich eine Quarantäne treffen können...

Die sind doch schon in Quarantäne, kein Skeip, kein Fratzenbuch, kein Onleinbänking, kein Nettflichs ... nur abgeschirmtes Paradies im eigenen Garten. Gut für Makros.

Nun, eine Überlegung wäre das wert. Nützt aber nichts, da eben die Aktiven - und das ist nicht negativ gemeint - gerade das Virus so stark verbreiten. Der Verbreitungsweg des Virus muss unterbrochen werden. Und das geht nur mit Quarantänemaßnahmen für alle Beteiligten.

M. M. nach sind in diesem Forum etwa 98% Hobbyfotografen unterwegs. Empathie haben doch hier alle für Berufsfotografen, kenne ich doch einige sogar persönlich.

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Ich gehöre auch zu den betroffenen Einzelunternehmern ... die nächsten 14 Tage kann ich noch überschauen; danach ist vieles unklar. 

In der Zwischenzeit werde ich beobachten, was hinter den auf den Weg gebrachten Möglichkeiten auch zur Unterstützung der Freiberufler/Soloisten tatsächlich steckt, bzw. wie sich diese unter 'Realbedingungen' darstellen - be prepared:  spätestens für die nach dieser ersten Phase wohl wiederum veränderten Rahmenbedingungen (und danach und danach), denn: das Ganze geht weiter ... das Virus ist da und verschwindet nicht einfach wieder.  ;-(  

Mir persönlich macht insbesondere Olaf Scholz' Hinweis auf die letzte 'Schutzlinie' Grundsicherung Sorge ... 

Bei Recherchen bin auf die folgende aktuell zur Problemlage gestarteten Plattform gestoßen; keine Ahnung, ob das in eine sinnvolle Richtung geht, aber es fängt hier eine Selbstorganisation der betroffenen Zielgruppe an, mit dem Ziel, eine zentrale Anlaufstelle (von möglicherweise mehreren) aufzubauen (- parallel gäbe es die Seiten der einschlägigen Ministerien ...). 

LG, Gerald

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Da gibts ja noch viele, viele mehr, die man vor der großen Showbühne niemals sieht: die Rowdies, die Maske, die Bühnenarbeiter, die, die die LED-Spots auf die Künstler lenken, die Drehbuchschreiber, Einlaßdienst, Sicherheitsdienst, Sicherheitsingenieur, auch der Technische Leiter, der Schweißer in der Werkstatt, der Bühnenmaler, die Schneiderinnen, die Soufleuse, die Regieassitentinnen, der Abendspielleiter und wer mir sonst so alles über den Weg läuft und die ganzen Presseleute, die nicht festangestellt sind, wie Pressesprecher, Fotografen und ich als Theaterfotograf/Kunst/Eventberichterstatter i.R., die mich geradeso am Leben erhält, ohne im Moment Rücklagen antasten zu müssen. Mir gehts soweit gut, ich hatte vor 7 Jahren mit dem Krebs gelernt: weniger ist viel mehr! 

Aber eben dieses Leben geht irgendwie weiter: hatte gestern mit Enkelchen den ersten Photoworkshop, natürlich mit Olympuskamera! fünf Stunden draußen in der Natur mit Sonne. Man(n) und Frau muß was draus machen!

Wie meine sichtlose Ausstellung "Kurioser Lichtblick", von der ich täglich ein Bild online stelle und erläutere, damit es irgendwie unter die Leute kommt. Heute ist die #14 dran mit dem Titel "42" nach Douglas Adams´s "Per Anhalter durch die Galaxis", ein reine Studioproduktion mit Glaskugel, Prismen und Laserlicht.

Gerade kommt im Radio, daß Altmeier für die Personengruppe auch was auflegen will, was heute diskutiert werden soll....

Und jetzt wird der PC gepflegt und aufgerüstet für gleich nach der Kronenpanik um Sechs!

Bleibt schön gesund und nutzt die Zeit zum zeitlosen Photographieren, ist ja genug übrig im Moment...

245 - Forty-Two - _1043171 - 4655 x 3492.jpg

bearbeitet von aperture 8

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Ich frage mich seit einigen Tagen, wie es bei den vielen Selbständigen denn mit deren Absicherung im Krankheitsfall oder der Berufsunfähigkeit aussieht. Wie viele ständen da nicht vor einem ähnlichen Problem wie jetzt? Nicht jeder kann oder will sich ja die Maximalabsicherung in der Krankenversicherung leisten.

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vor 1 Stunde schrieb pit-photography:

10 Milliarden (nur) angekündigte Soforthilfen bedeutet:
5 Mio. Selbständige (Kleinunternehmer) wären für 2 Monate mit je 1.000€ unterstützt.
Miete, Krankenkasse, Rente, Mietnebenkosten, Telefon, Gas, Wasser Müllgebühren usw.  laufen unerbittlich weiter.
Weitere Zahlungen auf Basis von Darlehen. Danach für alle Prüfungen, ob die Zahlungen berechtigt gewesen sind.
Antragsformulare sind nicht vorhanden, Bearbeitung und Prüfung (welche Unterlagen?) und Auszahlungen können u. U. lange dauern.
Meine Erfahrungen: Mache den Staat nicht zu Deinem Kompagnon. Prüfer haben später die Aufgabe möglichst viel Geld wieder zurück zu holen. Die Regelungen werden entsprechend schwammig formuliert werde. Die Auslegung erfolgt erfahrungsgemäß einseitig.
Negativ Beispiel: siehe Regelung arbeitnehmerähnlicher Selbständige von 1998 bis heute.

bearbeitet von imago somnium

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