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Dieses Bild wurde im Studio mit einer kleinen Blitzanlage (eine Softbox von rechts oben, ein Durchlichtschirm von links) mit einem „analogen” Zuiko OM 28 mm f/3.5 mit Blende 5.6 in Retrostellung  aufgenommen. Es handelt sich um einen Hibiskus-Samen, dessen harter, dunkler Teil im Original ca. 3 mm im Durchmesser misst. Schon vor der Aufnahme ließ sich am Monitor ein heller Fleck im Zentrum des Bildes erkennen. Die Frontlinse und die rückseitige Linse sind sauber. Ich habe mit verschiedenem Lichteinfall experimentiert: keine Besserung.

retrostellung_fleck_203240395.jpg.8459340a9b88b8ebddc6e820e3f45a1d.jpg

Ich habe kaum Erfahrung mit Makroaufnahmen mittels Objektiv in Retrostellung. Was kann das sein? Ist das ein bekanntes Problem? Natürlich kann ich das in der Ausarbeitung retuschieren, aber es würde mich doch interessieren, woher der helle Fleck kommt.

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Ich kenne das Phänomen bislang nur aus dem Infrarotbereich, dort Hotspot genannt.

Scheint ein Zusammenspiel aus Reflektionen zu sein.

Tritt teilweise nur bei etwas geschlossener Blende auf.

Hast Du schon verschiedene Blenden ausprobiert?

Es gibt beim IR sogar extra Webseiten mit ellenlangen Auflistungen zur Kompatibilität von Objektiven.

Gruß,

Uli

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vor 7 Minuten schrieb polycom:

Ich kenne das Phänomen bislang nur aus dem Infrarotbereich, dort Hotspot genannt.

Da kenne ich es auch.

Ich habe nur Aufnahmen mit Blende f/5.6 gemacht, aber der Fleck war bei allen Blenden zu sehen.

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Ich würde auch auf Reflexionen tippen.
Bei Fernrohren um  es einzugrenzen drehen wir die Optik oder Kamera.... dann sieht man ist es die Optik oder in der Kamera. Vielleicht geht das bei Deinem Retroanschluß?
Ich hatte damals nur das 80er? Macro (am Balgen bezw. Automacrotubus) glaub ich, die Macroköpfe waren damals jedenfalls super für die Abbildung, wenngleich nach heutigen Maßstäben sehr weich.

Siegfried

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Ah ok.

Schade, hätte ja evtl. helfen können.

Die Hotspots mittels EBV zu beseitigen ist ein Akt, das habe ich wenige Male gemacht.

Als ich die Retrovariante eingesetzt habe, hieß es noch je weitwinkeliger umso besser.

Vielleicht mal ein anderes Objektiv verwenden...

Ich drück die Daumen!

Gruß,

Uli

 

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Die Ursache für diesen Blendenfleck ist die spiegelnde Sensoroberfläche in Kombination mit unzureichender Reflexunterdrückung im Objektiv ... möglicherweise noch unterstützt von einer ungünstigen Geometrie der Linsenoberflächen. Der Fleck wird typischerweise umso kleiner, dafür schärfer begrenzt und heller, je weiter die Blende geschlossen ist. Im Nah- und Makrobereich ist's meist ausgeprägter als im Fernbereich. Mit Retrostellung hat das nichts zu tun. Im Infrarotbereich tritt das Problem häufiger auf, weil die Reflexunterdrückung von Vergütungen auf den sichtbaren Bereich optimiert und im Infraroten kaum wirksam ist.

Das einzige, was man dagegen tun kann (außer den Fleck in der Nachbearbeitung retuschieren), ist – ein anderes Objektiv probieren. Vorzugsweise eines, das ganz anders konstruiert und durchgängig mehrschichtvergütet ist. Den oben gezeigten Abbildungsmaßstab von ungefähr 2,5:1 müßtest du in Retrostellung am Balgen z. B. mit einem 50er auch noch erreichen können. Probiere einfach einmal alle dir zur Verfügung stehenden und in Frage kommenden Objektive durch ...

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Danke an alle Antwortenden!

vor 14 Minuten schrieb polycom:

Die Hotspots mittels EBV zu beseitigen ist ein Akt, das habe ich wenige Male gemacht.

Kommt aufs Motiv an. Oft geht es sehr einfach, wenn man ein Gefühl für den Übergang entwickelt. Beim Bild oben lohnt es sich nicht, das ist nur als Testbild zu gebrauchen.

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vor 2 Stunden schrieb Omzu Iko:

Die Ursache für diesen Blendenfleck ist die spiegelnde Sensoroberfläche in Kombination mit unzureichender Reflexunterdrückung im Objektiv ...

Da tut sich doch noch eine Frage auf:
Ich habe mit der E-5 fotografiert, also mit Spiegel. Das Okular war geschlossen. So weit ich weiß, ist der Spiegel halbdurchlässig; ist das der Grund dafür, dass ich den Fleck schon am Display sehen konnte?

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vor 52 Minuten schrieb Subhash:

Ich habe mit der E-5 fotografiert, also mit Spiegel. Das Okular war geschlossen. So weit ich weiß, ist der Spiegel halbdurchlässig; ist das der Grund dafür, daß ich den Fleck schon am Display sehen konnte?

Nein.

Der Grund ist wohl eher der, daß du das Bild am Display betrachtest hast – also bei hochgeklapptem Spiegel und offenem Verschluß im Live-View-Modus.

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vor 3 Minuten schrieb Omzu Iko:

… also bei hochgeklapptem Spiegel und offenem Verschluß …

Natürlich!
Da war ich ganz daneben.

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Wie hast Du das Objektiv in Retrostellung adaptiert? Mit welchen "Zwischenringen" und/oder Adaptern? Ich kenne dieses Phänomen, der Hotspot beruht auf inneren Reflexionen an Flächen wie z.B.  (zu) engen Tubenwänden oder ähnlichen. Das kannst Du minimieren, in dem Du möglichst alles an Licht "abschneidest" was nicht auf den Sensor fallen soll. Also vorne eine möglichst effektive Gegenlichtblende verwenden, besser wäre ein Kompendium mit verstellbaren Masken, aber wer hat das schon.

Oder versuchen, das Streulicht innerhalb der Anordnung abzuschirmen: Eine rechteckige Maske aus schwarzem Karton zwischen der Frontlinse des 28ers und dem Sensor. OK, das ist eine Bastelei, aber der Grundsatz lautet, alles Licht, was nicht zur Bildentstehung beiträgt, soll erst gar nicht in die Optik, und wenn doch, dann muß es im Inneren "irgendwo" absorbiert werden.

Gruß

Uli

 

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vor 2 Minuten schrieb king kong:

Schau mal durch den Sucher!

Ich fürchte, das ist bei diesem Aufbau nicht möglich. Ich werde es aber ein anderes Mal testen.

bearbeitet von Subhash

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vor 6 Stunden schrieb king kong:

Schau mal durch den Sucher!
Kein Fleck: Ursache ist Reflexion zwischen  Objektiv und Sensor.

Wie hoch ist die Reflexion einer mehrfach antireflexbeschichteten Linsenoberfläche (die Frontlinse des 3.5/28er Zuiko ist annähernd plan) in Richtung Sensormitte?

Gruß

Uli

bearbeitet von ulipl
Korrektur

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vor 2 Stunden schrieb ulipl:

Wie hoch ist die Reflexion

So gescheit bin ich leider nicht, dass ich das berechnen könnte. Hängt von der Krümmung der Linse ab und von der Entfernung zum Sensor.

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vor 17 Stunden schrieb king kong:

So gescheit bin ich leider nicht, dass ich das berechnen könnte. Hängt von der Krümmung der Linse ab und von der Entfernung zum Sensor.

Nein, jetzt ganz im Ernst: Wenn eine ganz "normale" Glasfläche in diesem Objektiv einen derartigen Hotspot aufgrund einer *Reflexion* verursachen würde, dann wäre das ganze Objektiv zu Aufnahmezwecken nicht zu gebrauchen. Glaubt mir's, der Hotspot entsteht durch streifende Reflexion an Flächenelementen parallel zur optischen Achse und nicht durch Reflexe innerhalb des Linsensystems (zwischen den Glasflächen untereinander). Letztere gibt es zwar auch, weil auch die beste Antireflexbeschichtung keine 100% Transmission erreicht, aber diese Reflexionen sind um Größenordnungen kleiner.

Gruß

Uli

 

 

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Die spiegelnde Glasfläche ist wegen der Retrostellung die Frontlinse des Objektivs. Die spiegelt sich im Normalfall nur gaaanz selten am Sensor.

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