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WPN

noch SCHÄRFER oder Normal?

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Seid Gegrüßt 😌

Nur ne Frage? 

Kommt es Euch auch so vor, das die meisten/viele Bilder vor schärfe nur so.., 🙈hmm

noch ein bisschen und mann kann sich schneiden.?

Wie seht ihr das mit der Schärfe ? 

(Selber Brillenträger) 🤓

bearbeitet von WPN

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Ja. Finde ich auch immer befremdlicher.

Und das sind nicht etwa immer nur mißglückte Erstlingswerke, deren Schöpfer einfach nur noch nicht genug Übung im Umgang mit den Reglern ihres Rohdatenkonverters haben, um es besser machen zu können. Im Gegenteil – das wird häufig mit voller Absicht so überdreht. Weil sie's schön finden. :classic_wacko:

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vor einer Stunde schrieb Omzu Iko:

Ja. Finde ich auch immer befremdlicher.

Und das sind nicht etwa immer nur mißglückte Erstlingswerke, deren Schöpfer einfach nur noch nicht genug Übung im Umgang mit den Reglern ihres Rohdatenkonverters haben, um es besser machen zu können. Im Gegenteil – das wird häufig mit voller Absicht so überdreht. Weil sie's schön finden. :classic_wacko:

Oder bearbeitet.. 

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vor 3 Stunden schrieb WPN:

Wie seht ihr das mit der Schärfe ? 

Irgendwie dazwischen (auch Brillenträger) :-)

 

Spiegeltele-3.jpg

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vor 3 Stunden schrieb WPN:

Wie seht ihr das mit der Schärfe ? 

Bin selber Brillenträger (Kurzsichtigkeit).
Gegenfrage: Was ist für dich die richtige Schärfe?

Diese Art der Diskussion führt genau dorthin wie mit der Frage:

  • Was ist Kunst
  • Welche Farbintensität ist die richtige
  • Wie soll ein Bild gestaltet sein

Solche Diskussionen führen zu nichts, zu keiner Lösung. Die Geschmäcker sind einfach zu verschieden. Der eine möchte die Schärfe dezenter, der andere knackiger.

 

 

bearbeitet von pit-photography
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Ich sehe hier ein individuelles Problem:

Die individuelle Sehschärfe legt den für einen persönlich gewohnte Bildeindruck aus der Natur fest - setzt also quasi die Referenz nach welcher Fotos beurteilt werden.

Viele Bilder - speziell solche, die ungeschärft aus der Kamera kommen - hinterlassen bei mir nicht den Schärfeeindruck, den das reale Objekt erzeugt hatte. Ich kann verstehen, wenn jemand dann versucht, durch "hinaufziehen" der Regler, den Schärfeeindruck wiederzubekommen, den er in der Realität hatte.

Der normale Visus des Menschen liegt - individuell unterschiedlich - bei 0,6 bis 1,6. Ich könnte nachvollziehen, wenn jemand, der einen Visus von 1,6 hat, seine Bilder auf diesen Schärfeeindruck hochzieht, diese für jemanden, der mit seinem Visus von 0,8 nur die Hälfte der feinsten Details in der Natur auflösen kann überschärft wirken.
Andererseits kann man natürlich argumentieren, daß der individuelle Visus ja auch bei der Betrachtung am Bildschirm begrenzend wirkt... möglicherweise führt dieser Gedankenansatz von daher also ins Leere.

Weiße Ränder an den Kanten sind aber letztlich immer ein NoGo.

Nicht vergessen sollte man dann noch, daß schon in der Schwarzweißentwicklung (früher. also so mit Silber....) durch den Prozess eine Kantenschärfung stattfindet. Ein Digitalbild gar nicht nachzuschärfen "weil das früher ja auch niemand gemacht hat", ist von daher also ebenso ein Fehler.

bearbeitet von elwoody
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vor 3 Stunden schrieb pit-photography:

Bin selber Brillenträger (Kurzsichtigkeit).
Gegenfrage: Was ist für dich die richtige Schärfe?

Diese Art der Diskussion führt genau dorthin wie mit der Frage:

  • Was ist Kunst
  • Welche Farbintensität ist die richtige
  • Wie soll ein Bild gestaltet sein

Solche Diskussionen führen zu nichts, zu keiner Lösung. Die Geschmäcker sind einfach zu verschieden. Der eine möchte die Schärfe dezenter, der andere knackiger.

 

 

Hey Pit..

🤔 Nur Small Talk.. 

Ich bin mit dir nicht einverstanden,

denn jede Diskussion führt zu irgend einem Ergebnis,.. 

Kommt drauf an was du damit machst. 

siehe oben. 

 

MfG, mit freundlichen Grüßen

Die Welt liegt uns zu Füßen, denn wir stehen drauf

Wir gehen drauf für ein Leben voller Schall und Rauch

Bevor wir fallen, fallen wir lieber auf. 

👍 Stuttgart 

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Die Fragestellung finde ich interessant. Nach meinem Geschmack sind durchaus häufiger hier im Forum gezeigte Fotos sehr scharf, bzw. schon "überschärft" und entsprechend nachbearbeitet. Aber über Geschmack will und kann ich gar nicht streiten - das mag jeder so machen wie er möchte und aus welchen Gründen auch immer.

Ich bevorzuge bei Farbaufnahmen eine gewisse "analoge" Bildanmutung die bei mir mit eher moderater Schärfe und Kontrasten einhergeht. Die bereits kamerainterne Verarbeitung der Olympus-RAWs bei einigen Objektiven ist mir manchmal schon mehr als genug - so scharf kann das doch nicht wirklich sein 😉 Aber das ist Meckern auf hohem Niveau und außerdem hat Olympus ja auch Objektive mit einem gewissen Schmelz im Programm, wie z.B. das 45/1,2. Und wenn ich dann nicht noch bei der Bearbeitung des Fotos nachschärfe oder am Kontrast drehe passt es auch bei meinen anderen Objektiven meist sehr gut.

Bei manchen Farbaufnahmen passt eine hohe Schärfe sicher besser als bei anderen - z.B. Architektur v.s. Portait.

Bei s/w-Aufnahmen finde ich hohe Kontraste und Schärfe dagegen sehr gut, auch wenn ich auch da mal abweiche und eher "flaue" Aufnahmen für eine bestimmte Bildwirkung mache.

Technisch mag es spannend sein, mit Nachschärfen und/oder Kontrasterhöhung möglichst "viel und effektvoll" aus einem Bild herauszuholen. Warum nicht, auch wenn es mein Weg nicht ist. Ich höre zuhause inzwischen Musik mit "neutralen" Lautsprechern und nicht (mehr) mit Volldampfhornlautsprechern. Meine Augen und Ohren sind inzwischen empfindlich 😄

Ab und an habe ich daher darüber nachgedacht, doch bestimmte Altgläser an meine Oly anzuflanschen, die "weicher" sind. Mal gucken.

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Ja, das stimmt. Subjektiv empfunden nimmt die Schärfe in den Aufnahmen zu, leider nicht immer zum Vorteil der Fotos. Ich stelle immer wieder fest, dass die Bilder schärfer sind als ich mit Brille sehen kann. Ich mache viel Makros, da ist mir Schärfe wichtig. In anderen Bereichen nicht, finde sie eher störend. Dieses Video zum Thema Schärfe bringt es m.E. auf den Punkt.

 

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vor 5 Stunden schrieb pit-photography:

Solche Diskussionen führen zu nichts, zu keiner Lösung. Die Geschmäcker sind einfach zu verschieden. Der eine möchte die Schärfe dezenter, der andere knackiger.

Sehe ich ganz genauso. Ist wie beim Essen, dem einen ist es noch zu lasch gewürzt wenn dem anderen schon der Rachen brennt und die Augen tränen.

Ich mag Schärfe, und ich mag Farbe. Gerne auch mal etwas mehr. Wie beim Essen übrigens 🙂

bearbeitet von Karsten

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vor 57 Minuten schrieb Analog im Kopf:

Die Fragestellung finde ich interessant. Nach meinem Geschmack sind durchaus häufiger hier im Forum gezeigte Fotos sehr scharf, bzw. schon "überschärft" und entsprechend nachbearbeitet. Aber über Geschmack will und kann ich gar nicht streiten - das mag jeder so machen wie er möchte und aus welchen Gründen auch immer.

Ich bevorzuge bei Farbaufnahmen eine gewisse "analoge" Bildanmutung die bei mir mit eher moderater Schärfe und Kontrasten einhergeht. Die bereits kamerainterne Verarbeitung der Olympus-RAWs bei einigen Objektiven ist mir manchmal schon mehr als genug - so scharf kann das doch nicht wirklich sein 😉 Aber das ist Meckern auf hohem Niveau und außerdem hat Olympus ja auch Objektive mit einem gewissen Schmelz im Programm, wie z.B. das 45/1,2. Und wenn ich dann nicht noch bei der Bearbeitung des Fotos nachschärfe oder am Kontrast drehe passt es auch bei meinen anderen Objektiven meist sehr gut.

Bei manchen Farbaufnahmen passt eine hohe Schärfe sicher besser als bei anderen - z.B. Architektur v.s. Portait.

Bei s/w-Aufnahmen finde ich hohe Kontraste und Schärfe dagegen sehr gut, auch wenn ich auch da mal abweiche und eher "flaue" Aufnahmen für eine bestimmte Bildwirkung mache.

Technisch mag es spannend sein, mit Nachschärfen und/oder Kontrasterhöhung möglichst "viel und effektvoll" aus einem Bild herauszuholen. Warum nicht, auch wenn es mein Weg nicht ist. Ich höre zuhause inzwischen Musik mit "neutralen" Lautsprechern und nicht (mehr) mit Volldampfhornlautsprechern. Meine Augen und Ohren sind inzwischen empfindlich 😄

Ab und an habe ich daher darüber nachgedacht, doch bestimmte Altgläser an meine Oly anzuflanschen, die "weicher" sind. Mal gucken.

Volldampfhornlautsprechern🤣

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Ein Minibeispiel aus dem normalen Leben...Irgendein Elektronikgeschäft...Ich möchte mir einen Fernseher kaufen. Finde einen ganz toll...ein brillantes superscharfes Bild. Nenne wir es mal 4K. Ich drehe mich um....ups, sieht ja alles so normal aus. Für die Fotografie als Kunst ist die Schärfe ein Mittel zum Ziel...Aber langsam...

LG Dobby

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Ich mag knackige Schärfe. „Analoge“ Anmutung ist nur eine andere Sehgewohnheit aus Zeiten, die wir hinter uns gelassen haben. Digitale Fotografie erlaubt einfach mehr und andere Dinge. Also nutze ich sie. Ich wäre froh gewesen, wenn zu analogen Zeiten die Dias und die Laborabzüge auch nur annähernd die Schärfe in der Ausgabe gehabt hätten, wie ich sie heute realisieren kann.

Damit meine ich nicht gnadenloses Überschärfen, sondern eine knackige Schärfe, die andere wohl als „digital“ empfinden. Mit „digital“ habe ich in der Digitalfotografie keine Probleme, so wie ich in den Analogzeiten mit „analog“ kein Problem zu haben meinte, nur wusste ich damals noch nicht, dass es einfach besser geht.

bearbeitet von tgutgu

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Was mir aufgefallen ist, ist die starke Abhängigkeit vom Monitor bei der Bildbearbeitung. "Schlechte" bzw. flaue Monitore wirken sich ungünstig auf das Nachschärfen auf, weil ich dann eher versucht bin, stärker als notwendig nachzuschärfen. Auf dem eigenen Gerät sieht es noch gut aus, auf anderen Monitoren dann schnell überschärft.

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Was passiert eigentlich beim (Nach-) Schärfen?

Eigentlich kann man mehr Schärfe nur erreichen, indem man an einer im Bild dargestellten Kante dort die Anzahl der Pixel erhöht. Da wir digital fotografieren, macht nur Verdoppelung Sinn. Also: aus 1 Pixel machen wir 4 und erhöhen so die Schärfe (genauer: die Auflösung) an diesem Bildort.

Das geht aber nicht! Also machen wir was anderes: wir erhöhen den Kontrast an dieser Kante. Das führt übertrieben zu den hellen Überstrahlungen an dieser Kante und beweist meine Behauptung.

Ein Monitor zeigt unser arbeiten. Damit der das optimal macht, muss ich ihn richtig benutzen: er sollte das Bild in 100% Anzeige zeigen. Nur dann kann ich einzelne Pixel sehen. Bei 50% Bildgrösse muss der Monitor 4 reale Pixel als 1 anzeigen, also rumrechnen und Mittelwerte zeigen.

Schärfe ist aber auch relativ: bei der Türklinke oben links gibt es genau einen scharfen Bereich. Der Rest ist unscharf. Das Auge sucht aber den scharfen Teilbereich aus, weil unser Auge gelernt hat, dass besonders im scharfgestellten Bereich maximale Information erkennbar ist. In diesem Bild spielt es daher überhaupt keine Rolle, welche absolute Maximal-Schärfe dort enthalten ist. Es reicht die relativ schärfste Stelle, die irgendwo an der runden Rossette zu finden ist.

Dort spielen auch unterschiedliche Sehschärfen oder Kurzsichtigkeit keine besonders herausragende Rolle . Jeder findet seine schärfste Stelle und ist zufrieden damit, da er mangels besserer Sehschärfe ja gar keinen Vergleich kennt.

Mein Fazit: nachschärfen - natürlich ja, aber nicht übertreiben, sondern die Sehgewohnheit des Auges als natürliche Bearbeitungsgrenze akzeptieren, kennen und beachten. Im Notfall ist ein unscharfes Bild auch gut, wenn der Bildinhalt viel mitteilt. Schliesslich ist Unschärfe auch ein Gestaltungsmittel.

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vor 2 Stunden schrieb mccs:

Was passiert eigentlich beim (Nach-) Schärfen?

Eigentlich kann man mehr Schärfe nur erreichen, indem man an einer im Bild dargestellten Kante dort die Anzahl der Pixel erhöht. Da wir digital fotografieren, macht nur Verdoppelung Sinn. Also: aus 1 Pixel machen wir 4 und erhöhen so die Schärfe (genauer: die Auflösung) an diesem Bildort.

Das geht aber nicht! Also machen wir was anderes: wir erhöhen den Kontrast an dieser Kante. Das führt übertrieben zu den hellen Überstrahlungen an dieser Kante und beweist meine Behauptung.

Ein Monitor zeigt unser arbeiten. Damit der das optimal macht, muss ich ihn richtig benutzen: er sollte das Bild in 100% Anzeige zeigen. Nur dann kann ich einzelne Pixel sehen. Bei 50% Bildgrösse muss der Monitor 4 reale Pixel als 1 anzeigen, also rumrechnen und Mittelwerte zeigen.

Schärfe ist aber auch relativ: bei der Türklinke oben links gibt es genau einen scharfen Bereich. Der Rest ist unscharf. Das Auge sucht aber den scharfen Teilbereich aus, weil unser Auge gelernt hat, dass besonders im scharfgestellten Bereich maximale Information erkennbar ist. In diesem Bild spielt es daher überhaupt keine Rolle, welche absolute Maximal-Schärfe dort enthalten ist. Es reicht die relativ schärfste Stelle, die irgendwo an der runden Rossette zu finden ist.

Dort spielen auch unterschiedliche Sehschärfen oder Kurzsichtigkeit keine besonders herausragende Rolle . Jeder findet seine schärfste Stelle und ist zufrieden damit, da er mangels besserer Sehschärfe ja gar keinen Vergleich kennt.

Mein Fazit: nachschärfen - natürlich ja, aber nicht übertreiben, sondern die Sehgewohnheit des Auges als natürliche Bearbeitungsgrenze akzeptieren, kennen und beachten. Im Notfall ist ein unscharfes Bild auch gut, wenn der Bildinhalt viel mitteilt. Schliesslich ist Unschärfe auch ein Gestaltungsmittel.

 

Hmmm.... welches ist Deine Behauptung, Die Du im dritten Absatz beweisen möchtest? *grübel*

Zu der Sache mit dem scharfen Bereich des Auges: Diese Betrachtung trifft letztlich nur bei einem Auge zu, welches sich nicht bewegt. Wenn ich mit dem Auge irgendwo hinsehe, dann gibt es immer nur exakt einen scharfen Bereich, daß ist der im Zentrum. Bereits wenige Grad daneben haben wir nur noch die halbe Winkelauflösung, je weiter wir an den Rand unseres Sehfeldes gehen, desto mehr läßt die Schärfe nach.

Betrachte ich nun mit dem Auge den schärfsten Punkt in einem Bild mit durch Offenblende erzeugten scharfen Abbildungsbereichen, dann sehe ich korrekterweise diesen Punkt scharf, den Rest aber schon nicht mehr. Diesen Rest würde ich aber wegen der Zentrierung der Schärfe unserers Sehfeldes auch schon nicht mehr scharf sehen (korrekter Betrachtungsabstand vorausgesetzt).

Richte ich nun aber meinen Fokus nicht auf den schärfsten Punkt im Bild, sondern auf einen der unscharfen Bereiche, dann habe ich eine Abbildung, die in keinster Weise einem Bild aus der freien Natur entspricht: im Bereich unseres schärfsten (möglichen) Sehens habe ich eine zum Teil extreme Unschärfe, in Nachbarbereichen am Bildrand in denen unser Auge normalerweise eine gegenüber dem Zentrum geringere Schärfe hat, habe ich jetzt aber u.U. sogar eine höhere Schärfe als im Zentrum.

Es geht hierbei also gar nicht darum, ein "realistisches" Abbild zu erzeugen. Vielmehr geht es vermutlich darum, unseren Bick zu führen, so daß wir die Bildmitte unseres Sehfeldes mit dem schärfsten Punkt im Bild in Übereinstimmung bringen. Das raubt uns aber der Möglichkeit, in solch einem Bild unseren Blick "umherwandern" zu lassen. Wir sind gefangen auf den Blick, den uns der Fotograf vermitteln wollte.

Jetzt nochmal zur Schärfe und der Überschärfung und warum unterschiedliche Sehschärfen möglicherweise doch eine herausragende Rolle spielen: Wir präsentieren viele Bilder in ganz anderen Maßstäben als wir sie von der Natur gewohnt sind. Ich habe mir gerade beim Schreiben dieser Zeilen nochmals einige Naturbilder auf 500px zur Gemüte geführt und bewusst versucht das Empfinden mit den Bäumen beim Blick aus dem Fenster zu vergleichen. Durchweg komme ich zu dem Schluß, daß ich in der Natur mehr Details erkennen kann. Die Kanten an Nadeln, Laub oder feinen Ästen wirken in Fotos auf mich eigentlich immer verwaschen gegenüber dem, wie ich die Realität empfinde, auch bei meinen eigenen Aufnahmen. Ob das wirklich an der Schärfe liegt kann ich nichmal genau sagen, evtl. ist es auch nur fehlender Mikrokontrast oder sonstwas.

Andererseits kenne ich - das Alter schlägt auch bei mir langsam zu - durchaus auch Tage, an denen ich nicht mehr meine volle Sehleistung habe. An diesen Tagen entspricht dann interessanterweise das, was ich draussen sehe viel mehr dem, was ich auf dem Bildschirm erkenne. Diese Erfahrung war es auch, die mich zu der Annahme bringt, daß es doch einen Zusammenhang zur individuellen Sehschärfe geben könnte.

 

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vor 4 Stunden schrieb mccs:

Im Notfall ist ein unscharfes Bild auch gut, wenn der Bildinhalt viel mitteilt. Schliesslich ist Unschärfe auch ein Gestaltungsmittel.

Ein unscharfes Bild ist schon auf der technischen Ebene Mist. Es entspricht dem natürlichen Seheindruck, dass immer etwas scharf(gestellt) ist. Unschärfe ist nur im Verhältnis zu einem scharf abgebildeten Hauptmotiv ein Gestaltungsmittel - sonst ist sie ein technischer Mangel (von abstrakten Bildkompositionen, die nichts scharfes zeigen mal abgesehen, aber ich denke nicht, dass diese hier Thema sind).

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vor 32 Minuten schrieb tgutgu:

Ein unscharfes Bild ist schon auf der technischen Ebene Mist

Das schon würde ich streichen. Ein unscharfes Bild ist teilweise besser als keines. Wenn man den Wolf der ein Schaf reisst eher zufällig "erwischt" ist das Bild evtl. unscharf oder nicht "knackig", kann aber sehr wohl dem Nachweis dienen und den Fotografen an die Situation erinnern. Ähnlich verhält es sich eben mit allen Gegebenheiten, wo der Zufall und eine nicht korrekt eingestellte Kamera zusammenkommen. 

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Technisch Mist ist es trotzdem. Damit ist der ggf. vorhandene dokumentarische Wert ja nicht ausgeschlossen.

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Am 12.4.2020 um 22:18 schrieb Analog im Kopf:

Nach meinem Geschmack sind durchaus häufiger hier im Forum gezeigte Fotos sehr scharf, bzw. schon "überschärft" und entsprechend nachbearbeitet

Hättest Du da mal ein paar Beispiele? Mir ist das noch nicht aufgefallen.

Ich selbst habe 2-3 Linsen, die schärfer abbilden als der Rest. Das lasse ich dann auch so 😉

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vor 22 Stunden schrieb elwoody:

Hmmm.... welches ist Deine Behauptung, Die Du im dritten Absatz beweisen möchtest? *grübel*

 

Das war so gemeint: beim überschärfen erhält man an Kontrastkanten meist weisse Linien an Kanten, die stören und das Bild verfälschen. Oder: plötzlich auftauchende weisse Linien beweisen übertriebenes schärfen. Das geschieht deshalb, weil der Kontrast an dieser Stelle übertrieben erhöht wurde (oder: ursprünglich graue Pixel wurden weiss).

Der Beweis soll also sein: weisse Kanten beim Überschärfen beweisen, das Schärfen eigentlich nur Kontrasterhöhung ist.

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Die meisten Kameras arbeiten mit irgendeinem Rot-Grün-Blau Pixelmuster. Meist wird das Bayer-Muster verwendet. Das natürliche Bild kann infolgedessen nur durch in vielen Jahren entwickelte Interpolation der Bildpunkte zu realen Farbwerten erfolgen. Um ein scharfes Bild zu erzeugen ist immer eine Anhebung der Kontraste an Kanten erforderlich, was in dem Sinne auch keine Verfälschung des Bildes ist. Das ist Voraussetzung, dass überhaupt ein „natürlicher“ Seheindruck entsteht, den ich mit meinen Augen trotz Brille nach wie vor erhalte, nämlich wirklich knackscharf.

Der Vorteil der digitalen Bildbearbeitung ist, dass ich die Schärfung je nach Bild und vor allem Bildausgabe mit zahlreichen Parametern steuern kann und die unterschiedlichen Bildbearbeitungsprogramme haben da ggf. jeweils eigene Algorithmen. Die Schärfung für den Bildschirm erfordert andere Schärfung als die Ausgabe auf einem Fine Art Tintenstrahldrucker und hängt auch von der verwendeten Papiersorte ab. Nicht umsonst wird zwischen Eingangsschärfe (Input Sharpening) und Ausgabeschärfe (Output Sharpening) unterschieden. Input Sharpening ist erforderlich, um aus einer RAW Datei überhaupt ein ansehnliches Bild zu machen. In der Kamera macht die JPEG Engine über die Schärfeeinstellung letztlich das gleiche, aber weniger gut kontrollierbar.

Im Vergleich zu dem von Printlabor oft erhaltenen „Pixelmatsch“ empfinde ich heute selbst leicht überschärfte Bilder angenehmer. Oft werden auch Bilder in viel zu niedriger Auflösung gepostet oder verlinkt, so dass allein deswegen die Betrachtung solcher Bilder weniger Vergnügen bereitet (jedenfalls mir) als die hier gezeigten Bilder, die eine knackige Schärfe aufweisen.

Früher mussten wir weitgehend akzeptieren, was uns die Analogtechnik bereitstellte. Heute haben wir im digitalen Labor viel mehr und auf einfachere Weise Gestaltungsmöglichkeiten. *Das* natürliche Bild gibt es mMn. nicht.

bearbeitet von tgutgu

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vor 1 Stunde schrieb mccs:

Der Beweis soll also sein: weiße Kanten beim Überschärfen beweisen, daß Schärfen eigentlich nur Kontrasterhöhung ist.

Kannst du auch beweisen, daß das Bild heller wird, wenn man eine größere Blende wählt? :classic_biggrin:

Weiße Kanten beweisen, daß das Bild überschärft wurde.

.

vor 8 Minuten schrieb tgutgu:

... so daß allein deswegen die Betrachtung solcher Bilder weniger Vergnügen bereitet [...] als die hier gezeigten Bilder, die eine knackige Schärfe aufweisen.

Wie gefällt dir denn folgendes Bild? :classic_wink:

.

PA049428.JPG.065415a1865ada4eac9c28e932325401.JPG

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vor 2 Stunden schrieb mccs:

Das war so gemeint: beim überschärfen erhält man an Kontrastkanten meist weisse Linien an Kanten, die stören und das Bild verfälschen. Oder: plötzlich auftauchende weisse Linien beweisen übertriebenes schärfen. Das geschieht deshalb, weil der Kontrast an dieser Stelle übertrieben erhöht wurde (oder: ursprünglich graue Pixel wurden weiss).

ich stelle mir gerade die Frage, wo die Grenze zu ziehen ist. Mit zunehmender Schärfung wird letztlich der Kontrast an einer Kante immer weiter erhöht. Ist es erst bei einem 255er Weißwert überschärft? Oder bei 5% Anhebung? 50% Anhebung?

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Z.T. wird ja auch der Radius, d.h. die "Dicke" der Kantenschärfung erhöht, nicht nur der Kontrast.

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