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RAW behalten oder löschen?


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Hallo zusammen,

ich frage mich eben ob es wirklich sinnvoll ist alle RAW + JPG aufzuheben.

Aktuell habe ich einen wilden Mix aus JPGs und RAWs, nun frage ich mich, ist das wirklich sinnvoll? Sollte ich nur meine Lieblingsbilder als RAW behalten und alles andere löschen?

Hintergrund ist, dass der Speicherplatz meines NAS doch langsam zur Neige geht 😄  und die Bilder aus der Olympus zu 98% doch wirklich gut sind, das bisschen was ich mal ändere lässt sich auch im JPG ändern.

 

Wie macht ihr das? Hebt ihr alles auf oder hebt Ihr vielleicht nur die RAWs auf?  Mit welchem Programm sichtet und löscht ihr eure Bilder?

 

 

bearbeitet von Dominik
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Früher habe ich stets im Format Raw+JPEG gearbeitet – und beides archiviert. Heute arbeite ich nur noch im Rohdatenformat und lasse die JPEGS weg; sie sind überflüssig.

Die Bearbeitung einer Rohdatei mit einem Rohdatenkonverter steckt parametrisch in den Metadaten, ohne daß die eigentlich Bilddaten verändert werden. Die Metadaten wiederum befinden sich bei DNG-Dateien im XMP-Format "unter Putz" (also in die DNG-Datei integriert), bei proprietären Rohdateien (bei Olympus: .ORF) liegen sie in Filialdokumenten neben den Rohdateien, zum Beispiel im XMP-Format. XMP ist ein ursprünglich von Adobe entwickelter und heute offener ISO-Standard für Metadaten, der aber leider nicht von allen Softwareherstellern genutzt wird. Adobe nutzt ihn mit Bridge, Camera Raw und Lightroom. Bei einigen anderen Herstellern werden eigene Metadatenformate genutzt, etwa DOP bei DxO PhotoLab oder COF, COP, COS bei Phase One Capture One.

Doch ich schweife ab. Die Bearbeitung einer Rohdatei steckt jedenfalls in parametrischer Form (also als Folge von Kommandos an den Rohdatenkonverter) in diesen Metadaten. Darin können auch mehrere verschiedene Bearbeitungen ein und derselben Rohdatei gespeichert werden. Erst beim Export in ein RGB-Format, also z. B. JPEG oder TIFF, werden die Kommandos auf eine Kopie der Bilddaten angewandt und so eine nutzbare Bilddatei erzeugt, etwa zum Betrachten am Monitor oder zum Ausdrucken. Nach der Nutzung kann die exportierte Datei weggeworfen werden, denn man kann sie bei Bedarf jederzeit erneut aus den Rohdaten exportieren. Die Rohdatei aber wirft man niemals weg!

Und wenn der Speicherplatz zur Neige geht, dann kauft man eben eine weitere Festplatte.

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vor 13 Stunden schrieb Dominik:

ich frage mich eben ob es wirklich sinnvoll ist alle RAW + JPG aufzuheben.

Hm, das RAW ist das weitgehend unbearbeitete Original. Das  wegzugeben, nur weil man das JPG bearbeitet hat, finde ich "mutig". Ich behalte immer die RAWs der Bilder, die ich grundsätzlich behalten will. Die Bearbeitung ändert sich gerne mal im Laufe der Zeit. Ich habe schon Bilder nach Jahren neu bearbeitet, weil sich mein Geschmack geändert hat, oder ich andere Bearbeitungen ausprobieren wollte. Wenn ich dann nur noch eine JPG-Version hätte, würde ich mich sicher ärgern.

Ich lösche lieber die RAWs, die ich seit langer Zeit nicht angefasst habe, scharf oder nicht. Aber nur weil mir eine Bearbeitung gut gefällt, und ich ev, nicht nochmal da ran will, das RAW löschen - never!

HG

Martin

bearbeitet von Martin Groth
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JPGs bei Stacks, weil sie schon massiv Platz sparen, sonst nur RAW. Das aufbewahren, weil einfach die Entwicklung immer mal wieder mächtige Schritte macht, und dann beißt man sich in den Hinteren, wenn's weg ist. Wenn das NAS zu klein wird, radikaler aussortieren. Zu 98% sind die Bilder bei sehr, sehr wenigen Leuten gut (und selbst die schmeißen mehr weg).

Mein Traum ist immer noch unter 1000 Bildern pro Jahr zu bleiben (schaffe ich auch nicht).

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Speicherplatz ist doch heute, ob online oder als separate Hardware doch so günstig, dass man nicht mehr aufs Gigabyte schauen muss. Von daher behalte ich mir die RAW Dateien, die entwickelten Fotos finden dann ihren Weg zum Drucker, ins Album oder sonstwo hin und werden anschließend gelöscht. Sollte ich diese nochmals gebrauchen, kann ich diese aus den RAWs erneut erstellen.

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Die Raw würde ich nie löschen. Vor allem bei den heutigen Festplattenpreisen.

Vielleicht hast du eher das gleiche Problem dass ich lange hatte?: ich löschte zu inkonsequent schlechte und mittelmässige Bilder, bis ich zehntausende von Bildern hatte und meine Datenbank ächzte. In einer Winterabendaktion (viele Abende...😄) habe ich alle schlechten Bilder gelöscht und dafür die guten in jeweils Raw und fertig entwickeltem JPG behalten. Das hat ordentlich Platz gegeben (mehr als 60% gelöscht). Man muss nur mal konsequent sein und sich bei jedem Bild fragen: Ist es besonders? Habe ich ev. eine bessere Version davon? Werde ich das Bild jemals brauchen?

Seither mache ich das immer beim importieren der Bilder und der Fluss ist zu einem Bächlein geworden. Dafür muss ich mich nicht mehr durch eine Flut von mittelmässigen Bildern kämpfen um das „Eine“ Bild zu finden.😉

bearbeitet von Severino
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vor 42 Minuten schrieb Severino:

Werde ich das Bild jemals brauchen?

Das Problem ist nur, daß die Antwort auf diese Frage in zehn oder zwanzig Jahren ganz anders lauten kann als heute – und das kannst du heute noch gar nicht wissen.

Wenn ich die Kamera versehentlich ausgelöst und ein verwischtes Bild meiner Füße oder ein unterbelichtetes Bild des Inneren meiner Fototasche aufgenommen habe, dann lösche ich das. Ansonsten wird gar nichts gelöscht. Bilder, die ich heute für "gut" halte, bekommen ein Sternchen, dann finde ich sie später rasch wieder. Bilder, die ich heute für "schlecht" halte, bekommen keins.

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Bisher reicht meine Festplattenkapazität noch aus, aber die Grenze ist schon in Sicht. Ich fotografiere grundsätzlich im RAW-Format, mit der Pen-F zusätzlich noch JPG. Nachdem ich meine Bilder begutachtet und aussortiert habe, bleiben die RAW und Pen-JPG auf der Platte. Ich bearbeite aber praktisch nur die RAW, da ich versuche, das mir Mögliche aus der Olympus "rauszuholen". Ich bin Hobbyfotograf und habe auch Spaß an der (moderaten) Ausarbeitung der RAW. Wenn du das nicht so gerne machst und mit den (sicher sehr guten) JPG zufrieden bist, kannst du dich natürlich vom RAW-Ballast trennen. Damit verbaust du dir aber die Option, das Optimum aus den Bildern herauszuarbeiten.

Für mich interessante Bilder, die technisch nicht so gut geworden sind, hebe ich ebenfalls immer auf. Ich setze darauf, dass spätere bessere Progrmme Fehler wieder "ausbügeln" können, wie z.B. Topaz Sharpen AI.

Kurz und knapp: RAW und bestimmte JPG hebe ich dauerhaft auf. Meine Festplattenkapazität werde ich an die Bildermenge anpassen und nicht umgekehrt.

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vor 6 Minuten schrieb Omzu Iko:

Das Problem ist nur, daß die Antwort auf diese Frage in zehn oder zwanzig Jahren ganz anders lauten kann als heute – und das kannst du heute noch gar nicht wissen.

Ich fotografiere schon über 30 Jahre und langsam weiss ich was ich „brauche“. Bis jetzt habe ich auf jeden Fall noch nie ein gelöschtes Bild vermisst und ich gehe schon bald seit 10 Jahren so vor.

Aber jeder wie er mag.😉

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Ich wechsle einmal in Jahr pro Kamera die SD-Karte aus und archiviere alle ORF-Dateien auf einer alten. So entsteht sukzessiv ein Archiv in den physischen Ausmaßen von ca. 0.5x3x7cm für 10 Jahre. Dafür gibt es von Hama schöne Boxen. Kostenpunkt: einmalig max. 15 € pro Jahr. Warum also löschen? In diesem Jahr war dank einer Aktion bei Saturn die 64 GB-Karte sogar günstiger als die 32 GB.

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Immer die RAWs/ ORFs behalten!

Ich habe schon oft uralte RAWs der E-510, E-30 mit heutigen Stand von Software und Erfahrung neu "entwickelt", weil eine Anfrage kam.

Es macht dann richtig Spaß, das neuste/letzte aus den Bildern rauszukitzeln, wie Struktur und Dunst entfernen mit dem Korrekturpinsel, Radial- oder Verlaufsfilter und dann gleich noch die Doppelleichen endgültig zu löschen. 

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Kommt darauf an. Ich lösche inzwischen deutlich mehr als früher. 

Ich mache z.B. viele Bilder beim Hockey- und Floorballsport. Die Jungs und Mädels freuen sich immer darüber, aber bekanntlich ist nach dem Spiel vor dem Spiel. Diese Reportagen sind im Prinzip wie Tageszeitung, die werden überflogen und wandern dann in die Altpapiertonne. Die RAWs hebe ich nicht auf.

Ich habe in den letzten Wochen einen Modellflieger gebastelt und gestern ca 50 Stacks davon gemacht. Nach dem Entwickeln bleiben 20 JPGs aus Helicon Focus. Die 4000 RAWs und 4000 JPGs wandern gleich in die Tonne. 

Ich habe in der Vergangenheit kaum mal ein altes Foto neu entwickelt, sondern lieber neue Bilder gemacht. Entsprechend versuche ich mein Archiv klein zu halten. 

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Ich versuche, von Anfang an mehr zu löschen und lege dann nach ca. 4 Wochen und 1 Jahr noch eine weitere Löschrunde ein.

Die Bilder die dann auf der Platte bleiben dürfen, sind es auch wert behalten zu werden. Wenn ich dann was lösche, dann am ehesten das Kamera JPG, wenn ich selbst eine bessere Ausarbeitung habe, sei es durch blosses Regler schieben am ORF oder ein gephotoshoptes TIF.

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Ich finde es nimmt halt so langsam überhand.

Habe mir mit meiner ersten Digicam 2001 ein Archive begonnen was grob so unterteilt ist:

Familie

-Geburtstage

--20200120___Tom

--20180120___Regine

...

Natur

-Vögel

-Wald

 

Urlaube

-20200101___Irland

-20170202___Italien

Usw.

 

Wo ich früher 500 Bilder in einem Ordner hatte, habe ich jetzt 2000 und mehr. Alles einmal im JPG und einmal in RAW.

Finde es nimmt langsam überhand. Habe mittlerweile ca. 200000 Bilder davon sind die meisten aus den letzten 5 Jahren obwohl ich schon 25 Jahre fotografiere.

Mein analoges Archive beläuft sich auf wenige Hundert DIA. 

 

Ich denke, ich werde Pro Ordner meine 20 besten Bilder als RAW behalten und der Rest kommt weg.

 

Mich würde interessieren, wie baut Ihr eure Archivstruktur auf?

Viele machen das wohl nur noch nach Datum, ich frage mich da allerdings immer, wie finden die dann Ihre Bilder wieder?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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vor 14 Stunden schrieb Dominik:

Wie macht ihr das? Hebt ihr alles auf oder hebt Ihr vielleicht nur die RAWs auf?  Mit welchem Programm sichtet und löscht ihr eure Bilder?

Für 08/15 Knipsbilder habe ich oft nur JPEG genommen. Danach mal eine Mischung aus RAW/JPG.
Jetzt eher nur RAW.
Die unscharfen (in Camera) Focusstacking Bilder lösche ich und behalte mir vielleicht ein paar Gute und das Endergebnis.
Wenn ich jetzt durch alte Archive gehe lösche ich die seher schlechten nochmals raus, aber nicht extra.
Ich bin froh über jeden Datenbestand wo ich jetzt schon weiß - unnütz - kann weg. Ist aber leider oft zu wenig.
Bei den vielen Flugbildern oder Reisen, sind viele der Bilder zwar nicht gut, aber sie dienen mir um das ganze vom Ablauf her nachvollziehen zu können.

Bei Astrofotografie der hellen Objekte (Sonne/Mond/Planeten) behalte ich nur noch selten die nötigen vielen GB großen Session und nur den Stack.
Zumindest derzeit ist mit den heutigen Stacking das AS! bietet wohl für mich genug.
Zum Glück habe ich aber alten Daten noch in RAW ..... um sie neu prozessieren zu können.
Bei allen anderen Bilder in der Astrofotografie braucht man sowieso nur RAW und die muß man behalten (es sei denn sie sind sowieso schlecht). Nur so kann man sie hinterher wohl wesentlich besser wieder bearbeiten oder mit neueren mischen.

Es ist aber auch so, dass die Ordnergrößen der Bilder vor 10-20 Jahren heute auch vernachlässigbar sind, weil die Dateigrößen damals ja nicht wirklich groß waren.

...wer von seinen Bildern keine externen Sicherungen hat  wird die große Bereinigung irgendwann unfreiwillig erleben 😉


Siegfried

bearbeitet von iamsiggi
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1997 habe ich mir den ersten Filmscanner angeschafft und nutze seitdem eine Bildverwaltung. Zunächst war das Canto Cumulus, inzwischen ist es ein eigenes System. Dem ist es egal, ob 100000 Bilder in einem Ordner liegen, ob etwas verschoben oder umbenannt wurde, und es greift auch transparent auf andere Rechner, auf die Cloud oder die frisch angesteckte  Sicherungsplatte zu. Selbstverständlich kontrolliert es das Archiv gelegentlich, ob alle Bilder noch heil sind - Schwund ist leider unvermeidlich, und ohne redundante Sicherung (Teil der Bildverwaltung) geht gar nichts.

Seitdem es Raws gibt, verwaltet das System auch diese und die Sidecars diverser Konverter (z.Zt. C1, DT, DxO und RT). So kann man Bearbeitungsvarianten schnell vergleichen. Ich habe mich von Anfang an bemüht, die Bilder zu verschlagworten. Bei einem Drittel hat das auch geklappt, und beim Rest helfen seit dem Digitalzeitalter die Exifs weiter. Der Termin von Weihnachten steht z.B. fest, und wenn ich blühende Rapsfelder suche, filtere ich erstmal Bilder aus der ersten Maihälfte heraus. 

Und um etwas zum Ausgangsthema zu sagen: Archiviert werden nur Jpegs mit einer Bewertung besser als Null. Der Rest kann weg. Die Raws bleiben aber, und die Vorschaubilder in der Datenbank bleiben auch. So kann man das Bild jederzeit mit einem beliebigen Konverter rekonstruieren.

bearbeitet von rodinal
ergänzt
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vor 13 Stunden schrieb Martin Groth:

Hm, das RAW ist das weitgehend unbearbeitete Original. Das  wegzugeben, nur weil man das JPG bearbeitet hat, finde ich "mutig". Ich behalte immer die RAWs der Bilder, die ich grundsätzlich behalten will. Die Bearbeitung ändert sich gerne mal im Laufe der Zeit. Ich habe schon Bilder nach Jahren neu bearbeitet, weil sich mein Geschmack geändert hat, oder ich andere Bearbeitungen ausprobieren wollte. Wenn ich dann nur noch eine JPG-Version hätte, würde ich mich sicher ärgern.

Ich lösche lieber die RAWs, die ich seit langer Zeit nicht angefasst habe, scharf oder nicht. Aber nur weil mir eine Bearbeitung gut gefällt, und ich ev, nicht nochmal da ran will, das RAW löschen - never!

HG

Martin

Mache ich auch so. Das RAW als Grundlage für eine eventuelle Neubearbeitung – sogar nach Jahren – ist einfach zu schade um weggeworfen zu werden. Ausser wenn man das Bild an sich nicht mehr haben will.

Gruss, Hans

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RAW Daten sind für mich wie damals die Negative, aus denen ich die je nach Verwendung das Bild mit der entsprechenden Bearbeitung anfertige. Zu meinen fotografischen Anfängen hab ich alles aufbehalten, das hat sich aber deutlich geändert. Meistens bei Regentagen gehe ich einen Teil der Ordner wieder mal durch, bei einer Zeitlich zum Aufnahme Datum versetzten sichten wandern so manche Bilder in Tonne die beim Hochladen doch noch mit Emotionen behaftet waren ( Unschärfe, Fokus daneben usw. ) Das hat mir mittlerweile wieder sehr viel an Speicherplatz beschert,  teilweise die Bilder in den Ordnern um 2/3 weniger wurden. LG Roland

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vor 2 Stunden schrieb Dominik:

... ein Archiv begonnen. das grob so unterteilt ist:

Familie
— Geburtstage
— — 20200120___Tom
— — 20180120___Regine
...
Natur
— Vögel
— Wald

Urlaube
— 20200101___Irland
— 20170202___Italien

usw

Ach!? Und wo kommt ein Foto von einem Vogel im Walde hin, das du im Urlaub aufgenommen hast?

Archivstrukturen dieser Art kranken daran, daß sie nicht orthogonal sind – es ist nicht für jedes Bild eindeutig, wo in dieser Struktur sein natürlicher Platz ist. Für viele Bilder gibt's mehrere Orte, wo es hinpassen würde. Bei ein paar hundert oder vielleicht auch wenigen tausend Bildern mag es trotzdem noch funktionieren. Aber auf die Dauer wird es zwangsläufig zu heillosem Durcheinander führen. Für große Archive sind solche nach Bildinhalt kategorisierten Systeme nicht tragfähig.

.

vor 2 Stunden schrieb Dominik:

Viele machen das wohl nur noch nach Datum. Ich frage mich da allerdings immer, wie finden die dann Ihre Bilder wieder?

Die chronologische Ordnung ist die einzige, die immer für jede Aufnahme einen eindeutigen Speicherort vorgibt – egal, wie viele es werden mögen. Die Information, die in deinem System einem Bilde mittels des Speicherortes zugeordnet wird, fügt man einfach als Stichwort hinzu. Und ein Bild, das zu mehreren Kategorien zugleich gehört, bekommt eben mehrere Stichwörter – z. B. "Vogel", "Wald" und "Urlaub". Nach jedem einzelnen oder beliebigen Kombinationen davon kann man dann suchen und filtern.

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vor 19 Minuten schrieb Omzu Iko:

Die chronologische Ordnung ist die einzige, die immer für jede Aufnahme einen eindeutigen Speicherort vorgibt – egal, wie viele es werden mögen. Die Information, die in deinem System einem Bilde mittels des Speicherortes zugeordnet wird, fügt man einfach als Stichwort hinzu. Und ein Bild, das zu mehreren Kategorien zugleich gehört, bekommt eben mehrere Stichwörter – z. B. "Vogel", "Wald" und "Urlaub". Nach jedem einzelnen oder beliebigen Kombinationen davon kann man dann suchen und filtern.

 

Welche Software verwendest du dafür?

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Auf deine Ursprungsfrage hin, musst Du selbst Prioritäten setzen. Welche Bilder oder Ereignissen sind für Dich wichtig oder von Bedeutung. Das was für Dich wichtig ist,

würde ich immer beide Formate und gegebenenfalls TIFF aufbewahren. Man weisst auch nicht welche Formate in den nächsten Jahren noch lesbar sind und ob nach Dir später

andere Deine Bilder anschauen. Im Moment klassifiziere ich meine Bilder nach mein Ego, da ich mir zzt. schlecht vorstellen kann, dass z.B. meine Kinder oder Enkelkinder später alle meine Bilder mal anschauen werden ?! Im Moment habe ich ca. 220.000 digitale Bilder, was für mich als Hobbyknippser auch einfach zu viel ist.

Früher habe ich immer beide Formate behalten, heute gehe ich konsequenter durch - "Murks" kommen weg, weniger wichtiger Bilder nur in jpeg und wichtige und gute Bilder mit beiden Formaten und die bearbeiteten Bilder.

Auch habe ich angefangen systematisch abzuarbeiten - spätestens im Rentenalter wenn man erlebt - . z.B. meine Gartenbilder, seit 15 Jahren fotografiere ich immer wieder Pfingstrosen - jedes Jahr so an die 100-200 Bilder - es waren mal über 1500 bzw. 3000 Bilder - heute habe ich nur die "best off", da sind zzt. ca. 100 Bilder.

Jeder hat so sein System.

 

LG

Alex

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Die Orthogonalität lässt sich in Lightroom sehr leicht durch Sammlungen erreichen, die auch geschachtelt werden können. Also Speicherung im Dateisystem nach Datum und thematische Gliederung in Sammlungen. Ein Bild kann in mehreren Sammlungen enthalten sein - natürlich immer nur als Referenz.

Allerdings mache ich es so auch nicht, weil mir die thematische Ordnung der Verzeichnisse irgendwie natürlich vorkommt. Es ist halt aufwändiger und erfordert Disziplin, seine Bilder konsequent mit Stichwörtern zu versehen und ggf. in die Sammlungen hineinzusortieren, wo sie hingehören.

Insofern muss sich jeder selbst das Ordnungsprinzip finden, das eine gute Balance zwischen Aufwand und Auffindbarkeit ist.

RAWs lösche ich nur, wenn das Bild technisch und inhaltlich nichts taugt. Speicherplatz ist heute preiswert und kaum noch ein Argument, Bildern wegzuwerfen. Es ist eher der Übersicht geschuldet, sich von Ausschuss und weniger guten Bildern zu trennen. Daher ist mein erster Arbeitsschritt in Lightroom, nach der Beseitigung des Ausschusses mittels der „Flaggen“, die Bilder mittels Sternemarkierung bzgl. Qualität  zu kennzeichnen. Alles was mehr als drei Sterne bekommt, bleibt in der Wahl für die Bearbeitung, entsprechend filtere ich die Bibliotheksansicht. Fünfsterne Bilder haben Vorrang vor Viersterne etc.

Am Ende schaue ich mir noch die ein- und zwei Sternefotos an. Meistens werden sie gelöscht, wenn ich mit den höher bewerteten Bildern genug Material habe.

Befürchtungen, dass irgendwelche Formate (insbesondere RAW) mal nicht mehr lesbar sind, habe ich nicht. In den 20 Jahren seit dem Digitalaufschwung ist da nichts passiert. Da vergammeln Dias eher noch schneller. Wenn tatsächlich ein RAW Format nicht mehr verarbeitet wird, passiert das nicht plötzlich. Es bliebe immer noch Zeit, die Bilder in lesbare, gerenderten Formate (JPEG, TIFF) umzuwandeln.

bearbeitet von tgutgu
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