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Mitmachthread - Ökolandwirtschaft


OhWeh

Empfohlene Beiträge

1 Die Milchkühe waren auf der Tagweide, wurden fürs Melken "heimgetrieben" (sie gehen von allein, die Wege kennen sie. Man muss eigentlich nur auf ungeduldige Autofahrer aufpassen) und bekommen nach dem Melken frisch gemähtes Kleegras (also keinen Wiesenschnitt, sondern vom Acker, auf dem Klee-/Gras-Gemisch angebaut wird) - eingrasen nennt man das.

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2 Ein paar der 600 Eierhühner laufen gerne zwischen Kuh- und Schweineboxen herum.

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3 Gegen 20 Uhr zurück auf der Nachtweide. Hier bleiben sie, bis sie am nächsten Morgen wieder zum Melken abgeholt werden.

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4 Im Vordergrund ein Murnau-Werdenfelser im HG neben der Hausrasse auch zwei original Braunvieh (Nicht zu verwechseln mit Swiss Brown) Alles robuste kleinrahmige und gebirgsgängige Rassen, klassische Zweinutzungsrinder (Fleisch und Milch) die dritte Nutzung (Arbeitstier) wird nicht mehr gebraucht.

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bearbeitet von OhWeh
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  • 2 weeks later...

Im Ökolandbau gibt es genau so Schädlinge wie im konventionellen. Die Marmorierte Baumwanze, Halyomorpha halys, hat in den letzten Jahren Österreich, Schweiz, und über den Bodensee Süddeutschland erreicht und dieses Jahr unseren Garten. Hier frisch geschlüpfte Nymphen auf der Unterseite eines Bohnenblatts. Ein Schädling der aus Asien eingeschleppt wurde, und gerne Rosengewächse anzapft, also z.B. Äpfel, etc.

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Man beachte die "Dosenöffner" mit denen die Nymphen ihre Eier aufschneiden und dann dieses Werkzeug abwerfen, nachdem die Eikappe geöffnet ist.

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So frisch geschlüpft zapfen sie das Blatt an, an dem sich die Eier befinden. Nach ich es zum Fotografieren abmachte, verhungerten sie mit den Rüsseln im welken Blatt. Erst am nächsten Tag verlassen sie das Geburtsblatt und verbreiten sich.

bearbeitet von OhWeh
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  • 4 weeks later...
vor einer Stunde schrieb OhWeh:

1 Eine verbuschte und verschilfte Moorwiese. Ein Festessen für Jungvieh. In ein paar Jahren ist es durch die Beweidung wieder eine artenreiche Weide. Das erspart viel Arbeit wie Bäume rausschneiden etc.

Und solch einer "freie" Tierhaltung gibt es tatsächlich noch?! Sehr sehenswerte Aufnahmen!

HG Jürgen

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Danke Jürgen!

Diese Tierhaltung gibt es bei "unserem" Biobauernhof, siehe Schweine- und Rinderbilder oben. Jungvieh, also noch nicht Milch gebende Kühe bleiben fast das ganze Jahr draußen, werden aber täglich vom Bauernehepaar besucht, damit sie zahm bleiben. Die insgesamt 10 Mädels hier sind alle zum ersten Mal trächtig, gehen also bald in die Mich-Rind-Herde über. Dann gehen sie mit der  Milchviehherde auf "normale" aber sehr artenreiche Weiden, siehe oben. Falls jemand den Film "Die Wiese" von Jan Haft kennt - da wurden u.a. auch Wiesen/Weiden von unseren Bauern als Drehort verwendet.

bearbeitet von OhWeh
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  • 2 weeks later...
  • 3 weeks later...

Die ÖVF (Ökologische Vorrangfläche)  ist Teil konventioneller Landwirtschaft? Die vorgeschriebenen 5% Greening?
Und hier ausgeführt als für den Laien schön aussehende Blühfläche, die aber für Artenvielfalt nichts bringt, da nur kurz (saisonal) ausländische Arten angepflanzt werden.

Aber nett anzuschauen, da freut sich der unbedarfte Spaziergänger, dass der Landwirt "so viel für die Natur tut".

 

 

 

bearbeitet von OhWeh
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Ja, dieser Blührand. Eine Nektarweide und mehr nicht. Viele einheimische Insekten benötigen spätestens für ihre Raupen oder Larven spezielle einheimische Pflanzenarten, die natürlich nicht in diesen Blühstreifen vorkommen. Da helfen nur naturbelassene Flächen oder welche mit extensiver Landnutzung. Und da können sich die Landwirte bestimmt von Biologen oder ähnlichen Naturwissenschaftlern beraten lassen, um gegen das Insektensterben zumindest hier nicht nur eine Alibifläche zur Verfügung zu stellen. Vielleicht über den B.U.N.D oder NABU. Ich hoffe jedenfalls, dass da solches Wissen zur Verfügung gestellt und vermittelt wird.

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Bei den Konventionellen dient der Blührand fast nur der Imagepflege, da sie z.Zt. in den Medien nicht gut wegkommen wg Gülle, Wasserverschmutzung usw.
Zudem sind die mit Blumen eingesäten Flächen viel zu klein und immer nur dort zu finden, wo Spaziergänger oder Radfahrer vorbeikommen 🙄.

In meinem Bild oben handelt es sich um echten Biolandbau, wo die Insekten schon immer aus Überzeugung gefördert wurden.

bearbeitet von m-hermann
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Wie man es macht, ist es nicht recht.

Ich brauche nicht beraten zu werden, das haben die genannten Organisationen schon

beim Gesetzgeber gemacht, der mir dann genau vorschreibt, welche Arten ich zu nehmen habe.

Dass die vorgeschriebenen Mischungen nicht optimal sind, ist mir durchaus bewußt.

 

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bearbeitet von Ernst-W.
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Wieso stellst Du diese Bilder überhaupt im Thread Ökolandwirtschaft ein? Du zeigst konventionelle Landwirtschaft! Ich wäre Dir dankbar, wenn Du Dich hier in diesem von mir eröffneten Thread auf Ökolandwirtschaft beschränkst.

Deine Aussagen über NABU und BUND sind falsch. Die Mischungen für einjährige Blühstreifen, Zwischenfrucht, etc. - nun zeigst Du viel Phazelie aus Amerika - kommen durch den Einfluss des Bauernverbands. Sie sind unter Artenschutzgesichtspunkt sinnlos - das hat z.B. der LBV immer wieder gesagt und geschrieben.

NABU und Co. wollen autochthones Saatgut und  Flächen für mehrere Jahre, am liebsten aber Ökolandbau. Der LBV kooperiert z.B. speziell (aber nicht nur) mit Naturland. Siehe z.B. hier: https://www.lbv.de/naturschutz/standpunkte/landwirtschaft/bluehstreifen-im-ackerland/

@Trubadour Der LBV (NABU-Partner in Bayern) tut dies. Wir, meine Frau und ich, z.B. ehrenamtlich. Die Bauern sind, so scheint es, zufrieden. Wir auch. Warum? Die Bauern bekommen für sinnvolle Maßnahmen mehr Förderung nach VNP (Vetragsnaturschutzprogramm). Wir sehen den Erfolg beim Naturschutz. (Feldvögel wie Wachteln, KIebitze, Feldlerchen, Ackerwildkräuter, etc.). Wir packen aber auch mit an, wenn eine Fläche Handarbeit erfordert. Wir kennen einander und vertrauen einander. Das ist das Tolle: Naturschutz und Landwirtschaft arbeiten gemeinsam! Gegen Bauernsterben und gegen Artensterben.

bearbeitet von OhWeh
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@OhWeh: Erst mal vielen Dank für die Klarstellungen und natürlich erst recht auch für dein (euer) Engagement! Hier im Ruhrgebiet dürfte ähnliches wohl schwieriger sein.

@Ernst-W.: Aus deinen Worten spricht ein wenig eine Ignoranz unserer momentanen Situation. Wir werden das Insektensterben so nicht aufhalten. Wenn wir nichts Sinnvolles für die Natur in die Wege leiten wird das alles böse enden. Was euch da vorgeschrieben wird kann ich nicht nachvollziehen. Wenn es bei den Blühstreifen aber nur ums Geld geht, hast du alles richtig gemacht. Wenn es dir auch um die Natur geht, verstehe ich deine Sätze nicht. Du kannst doch von deinem Land einfach etwas für den Naturschutz abzwacken. Die Größe deiner Flächen hast du ja schon gezeigt. Natürlich gibt es dann für die abgezwackten Flächen keine EU-Gelder mehr, aber vielleicht gibt es ja auch andere Töpfe, die man anzapfen kann? Einen hat OhWeh ja schon genannt.

Zudem wird, glaube ich, in der EU angedacht, die Förderungen unabhängiger von der Fläche zu machen. Ein Umdenken würde also womöglich so oder so sinnvoll sein.

 

bearbeitet von Trubadour
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Nun ja, wenn 5 jährige C3.2 HALM Flächen nicht, wie von Frau Hinz propagiert, ökologisch sind , ok.

Mit dem letzten Bild wollte ich nur eine von erfahrungsresistenten "Experten" angelegte Bio-blühfläche zeigen.

Aber wenn meine Bilder in deinen Mitmachthreat nicht erwünscht sind, dann bitte doch den Administrator

diese zu entfernen.

Gruß  Ernst

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