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Andreas J

Offizielle Einigung: Übertragung Olympus Imaging-Geschäft

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OK, nehmen wir mal an, Olympus hat einen supertollen Global-Shutter-Sensor bis kurz vor die Marktreife gebracht. Und sie haben auch jemand gefunden,  der ohne produziert. Dann entscheiden sie sich, die Kamerasparte zu verkaufen? Gut, sie tun das. Sie beteiligen sich sogar an der neuen Firma, die diesen Sensor zum Erfolg führen will. Mit 5%! Wow!!!

Gruß 

Hans 

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vor 1 Stunde schrieb dslrawe:

Ist leider das wahrscheinlichste - wie R. Wagner zu Prognosen kommt wie 'dass JIP richtig Gas geben will ...... Sensoren, die die Konkurrenz alt aussehen lassen.....' verwundert mich.  Grosse Sprünge in der Sensorentwicklung gabs nicht die letzten Jahre, wo solls dann herkommen ? Und wann ?  Na, den 2. Weltkrieg sollten auch Wunderwaffen wenden, die gabs dann glücklicherweise nicht.

 

 

Da hast du mich ev. etwas falsch verstanden: mit kritisch meinte ich nicht pessimistisch.😉

Und das klare Bekenntnis zur Weiterführung des Service ist ja mal schon ein gutes Zeichen.

Ich wollte eigentlich nur neutral darauf hinweisen, dass wir nach der heutigen Pressemitteilung nicht viel mehr wissen als vorher.

Was ich aber kritisch sehe, ist wenn jetzt nochmal mehrere Monate vergehen, bis die neue Firma mal Lebenszeichen von sich gibt.

 

 

Ansonsten stirbt die Hoffnung zuletzt 😉

bearbeitet von Severino

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Zunächst bin ich nur gespannt, ob das O 4/8-25mm dieses Jahr noch herauskommt und ob es tatsächlich noch ein neues Kameramodell geben wird. JIP wird sich an den kommenden Produkten messen müssen, an deren Qualität, Konkurrenzfähigkeit und Preis-Leistungsverhältnis. Worte sind erstmal egal, insbesondere wenn sie zu den vorgenannten Dingen nichts beitragen.

Schöne Absichtserklärungen helfen dem Kunden fast nichts. Ebensowenig wie die dürren Dankesworte von Olympus.

bearbeitet von tgutgu

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Ein bisschen Wehmut darf dabei sein. Hoffen wir aber, dass die Entwicklung dieser Produkte kontinuierlich nach möglichst gleichen -- und da wo nicht:  noch besseren -- Gesichtspunkten fortgesetzt wird. Schön fände ich es auch, wenn der Name "Olympus" dauerhaft erhalten bliebe.

Auf einem Aussichtsturm im Rehdener Geestmoor bin ich heute zwei Männern begegnet. Jeder hatte zwei Canon-KB-Gehäuse mit je einem weißen Zoom um den Hals hängen. Anstatt Fotos zu machen sprachen sie über ihre Ausrüstung und verschwanden nach 5 Minuten unter Hervorbringung ächzender Töne und lautstarker Beschwerden über die zu schmale Treppe wieder, ohne auch nur ein einziges Foto zu machen, und brausten mit Ihrem Volvo XC90 (max. Zuladung: 576 kg) davon. Da ist mir klar geworden, wofür man solche Autos braucht.

Mit meiner locker am Handgelenk schlackernden OMD und dem 75-300mm erntete ich zwar herablassend spöttische Blicke, habe aber, wenn auch nicht die erhofften Kraniche aus nächster Nähe, andere Motive gefunden. Das, dachte ich in dem Moment, hat doch Zukunft! Zumindest für mich.

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Wenn etwas zurückgehalten wurde, hatte das aber auch zumeist berechtigte Gründe. So wollte man der E-M1 I eigentlich nicht den lautlos en Verschluss spendieren, weil 1/30s "Verzerrung" halt nicht dem Qualitätsanspruch entsprach. Viele konnten mit dem Rolling-Shutter-Effekt jedoch leben. 

Ich möchte allerdings nicht künftig für irgend einen unausgegorenen Mist High-End-Preise bezahlen. Der Global-Shutter mag Entwickler und Technik-Freaks bereits begeistern. Ob man den aber schon auf einen Stand gebracht hat, der zu einem noch vertretbaren Preis dem Anspruch des Großteils der Kunden auch gerecht wird wage ich zu bezweifeln.

Ich halte es für eine Nebelkerze, dass Olympus bedeutende Entwicklungen im eigenen Hause behindert oder zurückgehalten hat. Die Unternehmensführung ist ja nicht blöde. Auch würde das ja bedeuten, dass man in den Schubladen der Entwicklung einen deutlichen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz hätte, welche nun eher keinen Grund hat was zurückzuhalten und dort sind die Entwickler ja auch keine Deppen. 

JIP will die neue Firma weiter auf Effizienz trimmen. Woran aus Kundensicht die Zufriedenheit litt waren jedoch die Einsparungen bei der dritten Kamerageneration. Wenn man dann noch in den heute ebenfalls veröffentlichten QAs liest, dass sich an Portfolio, Roadmap und Service eigentlich gar nichts ändern soll, dann kann das eigentlich nur zwei Hintergründe haben. Entweder die bisherigen Verantwortlichen waren komplett unfähig, was ich wohl eher nicht glaube oder man will uns weiterhin verscheissern, was ja leider seit einiger Zeit  bei Olympus zum Umgang mit Kunden gehört. 

JIP hat eine große Aufgabe, das Vertrauen der Bestandskunden zurückzugewinnen, denn die sind die eigentlichen Markenbotschafter in ihrem persönlichen Umfeld und nicht ein paar durchgeknallte Influencer, die von ihrem Job als Fotograf anscheinend nicht leben können. Wenn ich meinem Kumpel meine Erfahrungen mit Olympus in der letzten Zeit schildere, kann der Influencer die Oly-Produkte noch so sehr in seinen Filmchen schütteln, das bringt dann nichts mehr.

Die Beteuerungen und Versprechen von Olympus, welche in 3 Monaten den Löffel abgeben, sind nett aber unverbindlich. JIP hingegen kann mir viel versprechen, das hilft aber nur für den unabsehbaren Zeitraum, für den sie das Unternehmen nicht weiterverkaufen. Sie sitzen noch auf Vajo rum, weil das so keiner mehr gebrauchen kann. Das wird als Erfolg vermarktet, andere Referenzen haben sie anscheinend nicht vorzuweisen. Man kann eigentlich nur hoffen, dass sich für das Oly-Segment bald ein tatsächlich interessierter Käufer findet. 

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Es war vor vier Jahren, als ich mich von meiner gesamten Fotoausrüstung im Vollformat entledigt und auf eine E-M1.2 mit einer ansehnlichen Palette von Objektiven gewechselt hatte. Bis heute bin ich glücklich über diesen Schritt. Es ist höchst beeindruckend, was sich mit diesem System und ein paar Hochleistungsobjektiven (auch bei sehr wenig Licht und im direkten Vergleich zum Vollformat) erreichen  lässt.

So nehme ich die Nachrichten, welche ich über Olympus Imaging vernommen habe, mit Wehmut entgegen.

Jammer ist angesagt, und Szenarien von Schwarz bis Dunkelschwarz werden an die Wand gemalt.

Wir alle wissen, dass Leica Camera vor Jahren am Abgrund stand; heute hat sich die Firma zu einem robusten und hochwertigen Unternehmen gewandelt, welches sich erneut einen festen Platz in der Fotowelt erarbeitet hat. Vielleicht ist dies auch für Olympus Imaging möglich?

Sollte mittelfristig für Olympus Imaging eine Fusion oder Uebernahme erfolgen, so kann dies auch eine Chance zum Erfolg sein: Sony hat mit der Uebernahme von Minolta den Platzhirschen das Fürchten beigebracht . . .

Felix

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vor 22 Minuten schrieb Coco:

Wir alle wissen, dass Leica Camera vor Jahren am Abgrund stand; heute hat sich die Firma zu einem robusten und hochwertigen Unternehmen gewandelt, welches sich erneut einen festen Platz in der Fotowelt erarbeitet hat. Vielleicht ist dies auch für Olympus Imaging möglich?

Sollte mittelfristig für Olympus Imaging eine Fusion oder Uebernahme erfolgen, so kann dies auch eine Chance zum Erfolg sein: Sony hat mit der Uebernahme von Minolta den Platzhirschen das Fürchten beigebracht . . .

Felix

Ob Leica wirklich so fest steht, das wissen wir nicht. Das hat man schon von ganz anderen Firmen geglaubt. Ich werfee mal das Wort Continental in den Raum oder Quelle Versand..

Olympus ist nicht Leica, und das ist eines der Hauptprobleme. Das Markenimage nämlich.

Als Minolta übernommen wurde, war eine völlig andere Zeit. Aufbruch statt Abbruch. Und Sony hat sich sehr lange schwer getan.

Und by the way, mit wem soll Olympus Imaging fusionieren, wenn es diese Firma in 3 Monaten nicht mehr gibt? Es gibt auch keinen Grund, weil die Technologie für die anderen Hersteller uninteressant ist.

bearbeitet von Geschütteltnichtgerührt

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vor 2 Minuten schrieb Geschütteltnichtgerührt:

Interessant ist die Frage, was JIP überhaupt bezahlt hat... Ich nehme mal an: Nichts.

Wohl eher eine Zuzahlung mit Übernahmegarantie der Verluste der neuen Firma für soundsoviel Jahre. Die ganze Nummer ist bisher reines Getrommel für die Börse. Olympus ist nun im Aufwind, da es keine Verlustsparten mehr gibt und Verpfllchtungen aus den 5% werden unauffällig über diverse Konten verwurstelt. Ist die Zuschussära dann vorbei,...

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vor 15 Stunden schrieb marathoni:

War die OMG nicht die analoge OM20 für den US-Markt?..

Und ja - mehrere der als nicht geklärt aufgeführten Fragen wurden bereits mehrfach von diversen offiziellen Stellen bestätigt. 

Nein.

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vor 37 Minuten schrieb Geschütteltnichtgerührt:

Ob Leica wirklich so fest steht, das wissen wir nicht. Das hat man schon von ganz anderen Firmen geglaubt. Ich werfee mal das Wort Continental in den Raum oder Quelle Versand..

Olympus ist nicht Leica, und das ist eines der Hauptprobleme. Das Markenimage nämlich.

Als Minolta übernommen wurde, war eine völlig andere Zeit. Aufbruch statt Abbruch. Und Sony hat sich sehr lange schwer getan.

Und by the way, mit wem soll Olympus Imaging fusionieren, wenn es diese Firma in 3 Monaten nicht mehr gibt? Es gibt auch keinen Grund, weil die Technologie für die anderen Hersteller uninteressant ist.

Naja, soweit ich es Leica Nutzer weis ist Leica die profitabelste Kamerafirma.

Aber sonst stimmt es schon. Oly ist nicht Leica, höchstens Leica für Arme😉

für mich ist viel mehr interessanter das 150-400 samt Preis, das große EM1X Software Update und wenn wir endlich einen neun Sensor bekommen mit 30MP oder so...

B

 

 

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vor 2 Minuten schrieb Borbarad:

Naja, soweit ich es Leica Nutzer weis ist Leica die profitabelste Kamerafirma.

Die Frage ist, ob Leica wegen der Kameras profitabel ist (glaube ich eher nicht) oder wegen der Zielfernrohre, Ferngläser, Nachtsichtgeräte und anderer optischer Geräte (glaube ich eher schon).

Viele Grüße 
Christian 

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Ich seh das Ganze nicht so schwarz.

Die Japan AG im Kamerabereich zerfällt. Keinem in dem Markt geht es gut. Der Mega-Trend in der Photografie – Computational Photography – haben sie komplett verpennt, und den Markt zum größten Teil an Apple, Google & Co abgegeben, die die kleinsten Sensoren im Markt haben. Noch nie wurde mehr fotografiert, Kameras sind der Grund #1, warum Leute neue Smartphones kaufen, die dann auch gerne mal 1000€ kosten dürfen.

Ein Kulturwechsel kann man nach einer Ausgleiderung nun mal leichter machen, als wenn man Teil eines Konzerns bleibt. Die müssen agiler und kundengetriebener werden, und da sehe ich das als allererstes mal als Chance. Ich denke, dass das auch der ein oder andere in der internationalen Organisation so sieht, die sich an der japanischen Zentrale schon ziemlich die Zähne ausgebissen haben.

Wird es besser, weil es anders wird? Das weiß wohl niemand. Aber ich denke schon, dass es anders werden muss, damit es besser werden kann.

BTW: Super-Wetter, und unsere Kameras funktionieren noch! Machen wir Bilder!

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vor 2 Minuten schrieb christian_m:

Die Frage ist, ob Leica wegen der Kameras profitabel ist (glaube ich eher nicht) oder wegen der Zielfernrohre, Ferngläser, Nachtsichtgeräte und anderer optischer Geräte (glaube ich eher schon).

Viele Grüße 
Christian 

Naja, zumindest können sie sich die ganzen Leica Brand Stores auf der Welt leisten... aber es gab wirklich mal nen statistics zu de Kameras wo man sah das es Schwarz Zahlen sind.

B

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vor 18 Stunden schrieb rowi:

Sofern RW hier noch zitiert werden darf.

Kurze Anmerkung: Natürlich darf Reinhard Wagner hier verlinkt, zitiert und kommentiert werden.

Solange dies sachlich und respektvoll passiert – was für alle Beiträge gilt.

Ein User hat das mal wieder nicht hinbekommen und ist daher für zwei Wochen gesperrt.

Andreas

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Ich finde es positiv, dass, wie es aussieht, die gesamte Imaging-Mannschaft mit R&D und Produktion in der neuen Firma aufgeht. Somit übernimmt nicht JIP die "Reste", sondern ist quasi Manager der neuen Firma. Ich gehe auch davon aus, dass Olympus Kunde wird, um die optischen Einheiten ihrer Medizinprodukte zu bekommen.

Sony hat vor einigen Tagen diverse Sensoren mit Global Shutter vorgestellt, somit sollte die Entwicklung entsprechend weit gekommen sein.

https://www.mirrorlessrumors.com/two-new-sony-sensors-31mp-aps-c-and-impressive-127mp-medium-format-sensor/

Und zum Thema Leica: Das Wohl und Wehe hängt von Andreas Kaufmann ab. Ist also quasi das "Hobby" einer einzelnen Person.

https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Kaufmann_(Unternehmer)

Ich wünsche mir einen Andreas Kaufmann für Olympus.

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vor 17 Minuten schrieb rowi:

Und zum Thema Leica: Das Wohl und Wehe hängt von Andreas Kaufmann ab. Ist also quasi das "Hobby" einer einzelnen Person.

Als jemand, der seit 24 Jahren mit Leica eng zusammen arbeitet, kann ich das so nicht stehen lassen.

Dr. Andreas Kaufmann bzw. er mit seiner Familienstiftung hat die Leica Camera AG vor Schlimmerem wie Konkurs und/oder Zerschlagung gerettet und mit einem guten Master-Plan wieder in die Gewinnzone zurück geführt.

Leica ist aber nicht das Hobby von Dr. Kaufmann, auch wenn er sich mit großem persönlich Engagement weiter in der Firma einsetzt. 

Die Leica Camera AG war in den letzten Jahren profitabel und Finanzinvestoren wie Blackstone (halten aktuell 44% glaube ich) sind nicht dafür bekannt, Hobbies für Firmenbesitzer zu finanzieren.

Andreas

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vor 17 Minuten schrieb rowi:

Ich gehe auch davon aus, dass Olympus Kunde wird, um die optischen Einheiten ihrer Medizinprodukte zu bekommen.

Das ist genau der Knackpunkt den ich nicht nachvollziehen kann. Olympus soll sich, nun auf das Kerngeschäft geschrumpft, in eine solche Abhängigkeit begeben? Die bildgebenden Verfahren von Mikroskopie und Endoskopie in einer ausgelagerten Firma, wo man dann nur noch über einen Anteil von 5% verfügt?

Zudem kann man Produktionsanlagen und Patente veräußern - aber Mitarbeiter? Olympus hat beim neuen Unternehmen keinen Einfluss auf Personalentscheidungen, kann den Mitarbeitern keine Anreize bieten, wenn die denn den Wechsel in das neue Unternehmen überhaupt dauerhaft mitmachen.

Reinhard schrieb in seinem Blog, dass der Innovationsstau dadurch entstand, dass man Entwickler von der Fotosparte zu Mikroskopie und Endoskopie abberufen hat. Die sollen jetzt tatsächlich ins neue Unternehmen wechseln? Welches Unternehmen verzichtet freiwillig auf seine kreativen Köpfe?

Wenn beide Sparten von der Entwicklung her kürzlich noch so eng vernetzt waren, verstehe ich nicht wie man das nun innerhalb weniger Monate auftrennen kann.

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vor 9 Minuten schrieb Frank W.:

...

Reinhard schrieb in seinem Blog, dass der Innovationsstau dadurch entstand, dass man Entwickler von der Fotosparte zu Mikroskopie und Endoskopie abberufen hat. Die sollen jetzt tatsächlich ins neue Unternehmen wechseln? Welches Unternehmen verzichtet freiwillig auf seine kreativen Köpfe?

Wenn beide Sparten von der Entwicklung her kürzlich noch so eng vernetzt waren, verstehe ich nicht wie man das nun innerhalb weniger Monate auftrennen kann.

Es geht um Entwicklung neuer Produkte. Da kann man mit nur einem Team nicht an zwei unterschiedlichen Produktlinien gleichzeitig arbeiten. Es geht um Kompetenzbündelung, sowohl für die Fotosparte als auch für Mikroskopie und Endoskopie. So lässt sich ein Unternehmen besser steuern. Federn lassen werden alle Bereiche, so oder so.

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vor 11 Minuten schrieb Frank W.:

Das ist genau der Knackpunkt den ich nicht nachvollziehen kann. Olympus soll sich, nun auf das Kerngeschäft geschrumpft, in eine solche Abhängigkeit begeben? Die bildgebenden Verfahren von Mikroskopie und Endoskopie in einer ausgelagerten Firma, wo man dann nur noch über einen Anteil von 5% verfügt?

Zudem kann man Produktionsanlagen und Patente veräußern - aber Mitarbeiter? Olympus hat beim neuen Unternehmen keinen Einfluss auf Personalentscheidungen, kann den Mitarbeitern keine Anreize bieten, wenn die denn den Wechsel in das neue Unternehmen überhaupt dauerhaft mitmachen.

Reinhard schrieb in seinem Blog, dass der Innovationsstau dadurch entstand, dass man Entwickler von der Fotosparte zu Mikroskopie und Endoskopie abberufen hat. Die sollen jetzt tatsächlich ins neue Unternehmen wechseln? Welches Unternehmen verzichtet freiwillig auf seine kreativen Köpfe?

Wenn beide Sparten von der Entwicklung her kürzlich noch so eng vernetzt waren, verstehe ich nicht wie man das nun innerhalb weniger Monate auftrennen kann.

Erstens ist es doch in Technologieunternehmen durchaus üblich, dass immer mal wieder der Eigentümer wechselt. Frag mal die EDV-Leute, die früher bei Siemens Nixdorf waren. Die haben ca. 5mal den Arbeitgeber gewechselt, sind aber immer in der gleichen Firma geblieben. Natürlich - und das ist der zweite Punkt - kann man die Mitarbeiter nicht zwingen, den Wechsel mitzumachen. Aber in einem schrumpfenden Kameramarkt können sie ja eigentlich froh sein, von der neuen Firma übernommen zu werden, oder? Und drittens, wissen wir, in welcher Sparte die Mitarbeiter, die von der Fotosparte zur Mikroskopie und Endoskopie abgezogen wurden nun arbeiten? Wer weiß denn schon, wie lange die Entflechtung der beiden Sparten vorangetrieben wird.

Gruß

Hans

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vor 3 Minuten schrieb Hacon:

Wer weiß denn schon, wie lange die Entflechtung der beiden Sparten vorangetrieben wird.

Ja, genau das ist doch der Punkt. 

Wir sollen glauben, dass die Top-Leute aus der Entwicklung mit ihrem Wissen in eine etwas bessere Auffanggesellschaft wechseln und dort weiter herumwerkeln bis JIP den Laden dann gewinnbringend vielleicht noch an einen Konkurrenten von Olympus verkauft? Ist sicher ein gutes Investment für andere Hersteller von Mikroskopen und Endoskopen.

Was anderes ist es, wenn eine Firma komplett den Eigentümer wechselt. Nixdorf oder Siemens haben sich in Deinem Beispiel doch nicht in Abhängigkeiten begeben. Für mich sieht das eher nach einer Beruhigungspille aus, die man den Kunden verabreicht. 

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vor 3 Minuten schrieb Frank W.:

Was anderes ist es, wenn eine Firma komplett den Eigentümer wechselt. Nixdorf oder Siemens haben sich in Deinem Beispiel doch nicht in Abhängigkeiten begeben. Für mich sieht das eher nach einer Beruhigungspille aus, die man den Kunden verabreicht. 

Ich weiß nicht, was du jetzt mit "Abhängigkeiten" meinst, aber Siemens hat einst Nixdorf übernommen, dann das Ganze als Siemens Nixdorf weitergeführt, dann in den Siemens Konzern eingegliedert. Dann wurden Teilbereiche ausgegliedert und in die Siemens Business Service überführt. Wieder Teile wanderten dan zu Siemens Fujitsu. Aus dieser Firma zog sich dann Siemens später zurück. Das war aber alles nur das Große und gGanze. Immer wieder wurden auch kleinere Teile ausgegliedert und vertickt.

Ich denke, wenn man sich diese Geschichte ansieht, dann sind alle alle möglichen Varianten des Olympus Outcarvings vorgekommen. Und sicher waren auch nicht alle schön für den einen oder anderen Mitarbeiter. Und ob das alles kurz- mittel oder langfristig sinnvoll ist - und für wen - steht auf einem anderen Blatt. Aber: That's the way it goes!

Und wer weiß denn, ob die Geschichte "Kreative Ingenieure gegen uneinsichtige Chefetage" wirklich so ausieht. Auch in den technischen Abteilungen sitzen immer wieder Leute, die das "Haben wir immer so gemacht" predigen.  Ich finde in dem Zusammenhang übrigens sehr interessant, dass gerade der Chef der Kamerasparte zum Chef des neuen Unternehmens auserkoren wurde. Offenbar ist man der Meinung, dass er einen guten Job gemacht hat, trotz aller Verluste. Ehrlich gesagt klingt gerade diese Entscheidung erschreckend wenig nach Aufbruch. Aber wer weiß?

Gruß

Hans

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Sie haben das Umgesetzt was sie Angekündigt haben den Verkauf der Imaging-Sparte , mehr ist bis jetzt nicht Passiert und alles andere sind wilde Spekulationen. Bis Jahresende wird sich noch Kommuniziert werden wie es mit der Kamerasparte weiter geht. Es bleibt weiter Spannend ... und Leica sollte man nicht mit Olympus vergleichen.

Gruß

Heinz

bearbeitet von 68er Fujifreund

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vor 6 Stunden schrieb Coco:

Wir alle wissen, dass Leica Camera vor Jahren am Abgrund stand; heute hat sich die Firma zu einem robusten und hochwertigen Unternehmen gewandelt, welches sich erneut einen festen Platz in der Fotowelt erarbeitet hat. Vielleicht ist dies auch für Olympus Imaging möglich?

Leica ist mit dem Konzept kleine Stückzahlen bei sehr hohen Preisen relativ erfolgreich - übrigens überwiegend mit größeren Sensoren. Sollte JIP *diese* Strategie verfolgen, wäre das für mich der definitive Ausstiegspunkt, da das Preis-Leistungsverhältnis ein Festhalten an Olympus mFT nicht mehr rechtfertigen würde.

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vor 5 Stunden schrieb Kabe:

Der Mega-Trend in der Photografie – Computational Photography –

Vor allem haben es die Werbeleute geschafft "Computational Photography" als fotografisches Genre zu verkaufen, was es eigentlich nicht ist.

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