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Olympus OM Zuiko 90 mm f2


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Seit einiger Zeit recherchiere ich über das bekannte Zuiko 90mm f2.

Diesem Objektiv wird nachgesagt, dass es das jemals best gebaute Makro-Objektiv sei. In Bezug auf hochwertige Optik und Bildqualität (Schärfe) wird es auch mit einem Carl Zeiss ZE Makro-Planar T* 100mm 2.0 vergleichen.

Lohnt es sich ein Kauf auch, wenn man damit grösstenteils Videos drehen möchte? Adaptiert auf eine Panasonic GH5 . Was bringt mir eine solch hervorragende Optik, wenn die Bildqualität durch einen kleinen Sensor und 4-k-Video-Auflösung wiedergegeben wird? Wird da nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen? Gibt es Gründe, welche für oder gegen den Einsatz eines solchen Objektivs für Videos sprechen?

Hat jemand dieses Objektiv in Gebrauch? Und falls ja, werden auch Zwischenringe eingesetzt, um einen Abbildungs-Masstab von 1:1 und darüber hinaus zu erreichen?

Im Voraus vielen Dank für Tipps und eure Erfahrungen.

Martin

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vor 21 Stunden schrieb Martin1131:

Lohnt es sich ein Kauf auch, wenn man damit grösstenteils Videos drehen möchte?

Du weißt aber schon, dass du einen Adapter benötigst um das Objektiv anzuschließen und das dieses dann nur mit manuellen Fokus funktioniert?

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Ich habe es mir für Fotos gekauft und den Kauf nicht bereut. Das Objektiv liefert auch heute noch schärfemäßig Spitzenleistungen ab und hat ein butterweiches wunderschönes Bokeh. Da sehen auch manche neueren digitalen Objektive alt aus. Manuelle Scharfstellung ist mit Lupenfunktion und/oder Fokus-Peaking problemlos möglich. Videos habe ich damit noch nicht gemacht.

P5160005-2.thumb.jpg.11e03f1dae2f597733dbe6eff9e21efa.jpg

OM-D E-M1 II, 1/125 sek, f/2.8, ISO 200

P5210013.thumb.jpg.79fac403ac6354ba120418a2b0dd7cd6.jpg

OM-D E-M1 II, 1/100 sek, f/2.8, ISO 500

P5310002.thumb.jpg.951f429b91bb490f7cc636d2f65b8997.jpg

OM-D E-M1X, 1/200 sek, f/2.8, ISO 200

P6300036.thumb.jpg.8675c4cb7d334cbc6fd4c04374522de5.jpg

OM-D E-M1 II, 1/160 sek, f/4.0, ISO 200

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Das 90/2,0 habe ich leider nicht, ich finde die aufgerufenen Marktpreise für dieses Spitzenobjektiv viel zu hoch.

Wichtig ist ja meist auch die Frage, ob das Altglas mit "unseren" Sensoren auch gute Leistungen bringt. Dies scheint hier absolut gegeben zu sein.

Wenn du die Anfangsblende von 2,0 benötigst, auch im Nahbereich filmen möchtest und eine hervorragende Qualität bez. optischer und mechanischer Qualität haben möchtest, gibt es aus meiner Sicht herstellerübergreifend in diesem Brennweitenbereich (fast) keine Alternative. Das OM Zuiko Auto-T 100/2,0 fällt mir noch ein - allerdings auch schweineteuer am Markt und trotz vergleichsweise geringer Naheinstellgrenze ist das kein Makroobjektiv.

Ich habe das OM Zuiko Auto-Macro 50/2,0 und im Nahbereich bei Blende 2,0 ist selbst dieses kleinere Objektiv bestimmt nicht immer einfach zu handhaben. Da ich schon länger mit manuellen Objektiven auch im Nahbereich fotografiere, komme ich damit klar. Könnte ich damit filmen? Ja, aber sicher nicht mit offener Blende im Makrobereich. Die dann geringe Schärfentiefe würde mich wohl verzweifeln lassen 😉

Ich würde fürs Filmen ehrlich gesagt nicht an den klassischen Objektiven "kleben", sondern kann die Voigtländer µFT-Objektive empfehlen. Aber trotz sehr geringer Naheinstelllgrenze kommen diese nur in die Nähe des Makrobereichs, sind also keine Makroobjektive. Ansonsten sind das ganz wunderbare Objektive gerade auch fürs Filmen - scharf und wunderbares Bokeh und die geschmeidige Blendenverstellung ist auch gleich eingebaut. Ich habe das 25/0,95 Mark 2 und kann es nur empfehlen. Es gibt auch ein 60/0,95 und dann ist aber hinsichtlich Brennweite bisher Schluss.

Ob das genannte Carl Zeiss Makroobjektiv gut mit dem µFT-Sensor funktioniert, weiß ich nicht. Ein Versuch lohnt sich bestimmt.

Die OM-Zuikos haben im Orginalzustand eine sehr deutlich klickende und rastende Blendeneinstellung. Wenn du die Blende beim Filmen verstellen möchtest, wäre dies ggf. zu berücksichtigen. Das OM-Labor (Gordon Friedrich) kann die Blende übrigens gleitend einstellen - dies habe ich für einige meiner Altgläser von ihm machen lassen. Geschmeidige Sache 😉

bearbeitet von Analog im Kopf
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Ich hatte/habe schon viele Makroobjektive, müssen ueber 20 sein, von Zeiss (Contax), Nikon, Pentax, Sigma, Tamron und habe mir vor ein paar Jahren das 2.0/90 gegoennt, alt und teuer, aber was soll ich sagen, wirklich das Beste all meiner Makroobjektive und jeden Euro wert. Ich habe vor Jahren 800€ bezahlt, nicht billig, aber besser als jedes andere Makro das ich jemals besaß. Noch besser als mein Nikkor 4/200 AF-D, das 2.8/60 Zeiss, oder das 2. Beste all meiner bisherigen Makroobjektive, das legendäre Pentax 4/200 Macro (dafür werden heute 2000€ verlangt, gebraucht und 30 Jahre alt)

Zurück zum 2.0/90. Ich verwende es an MFT und an KB, mache aber nur Fotos. Es ist selbst bei Offenblende bis zum Rand knackscharf, mit einer springenden Schärfe und unvergleichlich schoenem butterweichen Bokeh. Was es ausmacht ist die herausragende Schärfe in Verbindung mit dem butterweichen Bokeh. Ich habe mal einen High Res Vergleich, meiner jetzigen Makroobjektive angestellt, bei Offenblende, mit starker Beruecksichtigung der Randschaerfe. Reihenfolge: 1. Das 2.0/90; 2. Das 2.0/50FT Zuiko, und schon etwas abgeschlagen das 2.8/60 MFT und das 2.8/90 Tamron dann erst der ganze Rest. Das 2.0/90 Zuiko soll zusammen mit dem 2.0/100 von Zeiss und dem 2.5/135 ApoLanthar von Voigtlaeder die besten Makroobjektive sein, die je gebaut wurden, aber die anderen sind gebraucht noch teurer. Allerdings haben moderne Objektive aufgrund der besseren Verguetungstechnologien einen etwas höheren Farbkontrast, das ist aber überhaupt kein Problem, denn das lässt sich in der EBV problemlos anheben, jedenfalls bei Fotos.

Aber falls du die Lichtstaerke nicht unbedingt brauchst und damit die springende Schärfe bei f2.0 kann ich dir auch das 2.8/90 von Tamron empfehlen, das hat auch ein schönes Bokeh, besser als das 105er von Sigma und ist auch sehr scharf und fuer die Qualitaet erstaunlich guenstig. Fuer mich das Makro mit dem klar besten Preis/Leistungs- Verhältnis.

Nachtrag: Die Voigtlaender Noktone kann ich dir auch wärmstens empfehlen, die haben auch eine Super Nahgrenze und ein butterweiches wunderschönes Bokeh. Sind aber erst ab f2.8 knackscharf bis zum Rand. Ich besitze 3 davon und gebe die nicht mehr her, zusammen mit dem 2.0/90 gehörten die zu meinen optisch besten Objektiven und erzeugen so nebenbei die schönsten Blendensterne schon bei mittleren Blenden, die sind auf jeden Fall ein Blick wert. Aber keine Makroobjektive.

bearbeitet von Libelle103
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Hallo Thorsten,

Wie schlägt sich das Tamron 2.8/90 zum Sigma 2.8/150 in Bezug auf Schärfe? Hast Du das 150er Sigma schon einmal getestet?
Das 2.5/135 ApoLanthar muss ebenfalls ein Traum sein (leider extrem teuer). Das butterweiche Scharfstellen ein Traum.
Mein bisher liebstes Makro war ein Tokina AT-X 90 mm 2.5 Macro gewesen (auch Bokina genannt). Heute bereue ich es, als ich es vor 2 Jahren verkauft habe. Das Tamron und einige der Voiglaender Noktone schaue ich mir gerne näher an. Vielen Dank für Deine Tipps.
Über Pentax-Objektive weiss ich leider nichts. Schöne Ergebnisse habe ich vom Takumar 100mm/f4 gesehen....(Preis/Leistung).
Viele Grüsse, Martin
 

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@Martin1131.

Das 2.8/150 besitze ich, mit FT Anschluss. Es hat so seine Vor- und Nachteile im Vergleich zum 2.8/90 Tamron.

Vorteile: 

+ Längere Brennweite und damit grösserer Arbeitsabstand und kleinerer Blickwinkel für ruhigeren Hintergrund.

+ Wunderschoenes Bokeh mit tollen grossflächigen Flares, aber ganz anders als beim 2.0/90. Das 2.0/90 ist weicher und neigt kaum zu Flares. Ist Geschmacksache und hängt vom Motiv ab, was einem besser gefaellt. Diese grossflächigen Flares mindern aber stark den Kontrast im Gegenlicht, sehen aber in machen Situationen toll aus.

+ Stativschelle

Nachteile zum Tamron:

- Schaerfe bei f2.8 im Nahbereich etwas schlechter, aber noch gut

- Schaerfe im Fernbereich erst ab f5.6 gut, darunter nahe Unendlich regelrecht unscharf bei Offenblende. Es ist also nur im Nahbereich gut.

- Schlechter Kontrast im Gegenlicht, das Tamron ist im Nahbereich erheblich besser, aber im Fernbereich neigt es auch zu Ueberstrahlungen.

- Deutlich grösser und schwerer.

Tja, hat alles so seine Vor- und Nachteile, deshalb habe ich auch mehrere. Aber das 2.8/105FT von Sigma hab ich auch, Vorteil, es ist über einen Adapter ein Systemobjektiv, hat aber ansonsten im Vergleich zum 90er Tamron nur Nachteile und ist optisch und mechanisch erheblich schlechter ( Schaerfe bei Offenblende, Gegenlichtverhalten, Bokeh, Robustheit.)

Ausserdem ist das 150er in der FT Version mechanisch wenig robust. Der Scharfstellring verfärbt sich mit der Zeit, wie beim 105er Sigma und einem Freund ist das Gehaeuse gerissen, ohne das es angeschlagen ist, einfach beim Tragen ueber der Schulter am Gehäuse. 

 

bearbeitet von Libelle103
Rechtschreibung
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Ja, Objektive bilden selbst bei gleicher Brennweite und Blende unterschiedlich ab. Das fällt abgeblendet bei viel Licht meist gar nicht auf. Die können sich aber in bestimmten Situationen stark unterscheiden. Nur ein paar wenige Stichpunkte die mir in machen Situationen wichtig sind, nicht immer: Randschaerfe bei Offenblende,  Bokeh, Kontrast und Geisterbilder im Gegenlicht, Aussehen der Flares, usw. Und nicht immer sind teure besser, bei der Randschaerfe aber meist schon.

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