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Kugelkopf Arca-Swiss monoball p1+


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Moin,

 

nachdem ich mit dem RRS Kugelkopf BH-40 aufgrund des wackeligen Verstellhebels nicht ganz zufrieden war, musste ich nach einer Alternative suchen. Wichtig war mir u. a. Stabilität, Hochformatmöglichkeit, Friktionseinstellung, Bedienbarkeit und die Qualität insgesamt.

Zufällig kam gerade zu dieser Zeit der Arca-Swiss monoball p1+ auf den Markt. Ja, der RRS BH-40 hat mir gefallen und wäre bei mir geblieben, wenn er wirklich "Really Right Stuff" gewesen wäre. Der Arca-Swiss ist das aber tatsächlich.

Das Wetter hat mich vom intensiven Ausprobieren heute abgehalten, das hole ich in der nächsten Zeit noch nach. Und gebe auch eine Einschätzung, hinsichtlich Stabilität und "Absacken" des Bildausschnitts beim Festklemmen des Kopfes.

 

Erster Eindruck: Die Verarbeitung, Bedienbarkeit und Qualität ist wirklich spitze. Mein Stativ wiegt rund 2,6 kg, da passt der Kopf mit knapp 600 g für mich perfekt dazu. Ich habe die "Classic"-Ausführung mit der Verstellschraube für die Klemmung der Platten ausgewählt. Da passen die RRS-Platten für die Pen-F und M1.2 (1.3) perfekt drauf. Die Platten von Arca-Swiss gefallen mir dagegen nicht ganz so gut, da es keine speziell für die Pen-F und M1.2 gefertigen Platten gibt.

Die Verstellung des Kopfes mittels umlaufendem Ring finde ich sehr praktisch. So kann man die Bedienung sehr flexibel konfigurieren: Hochformatausschnitt und Panoramahebel links oder rechts anordnen (der Panahebel ist aber immer genau gegenüber dem Hochformatausschnitt) und auch die Klemmung der Platte nach vorne oder hinten ausrichten. Immer kommt man gleichmäßig gut an die Kopfverstellung mittels des geriffelten Ringes und es ist kein weiterer Hebel im Weg oder immer auf der falschen Seite. Alleine dies ist für mich schon ein Bedienungsplus gegenüber Köpfen mit Verstellhebel.

Bisher bin ich sehr sehr zufrieden mit dem monoball und glaube, dass er mich auch im richtigen "Betrieb" nicht enttäuschen wird, sondern eher positiv überraschen wird. Wer nach einem Kugelkopf in dieser Richtung (Gewicht, Preis, Qualität) sucht, dem kann ich diesen Kopf klar empfehlen.

 

Beste Grüße

Ingo

arcaswiss monoball p1+ classic 001.jpg

arcaswiss monoball p1+ classic 002.jpg

bearbeitet von Analog im Kopf
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Danke für die Vorstellung. Schaut doch edrst einmal prima aus. Drei Fragen zum Verständnis des Kopfs habe ich:

1. Ist die Lage des Panoramahebels zur Hochformatkerbe fix, d.h. wenn ich die Hochformatkerbe links haben will, liegt der Panoramahebel rechts ?

2. Lässt sich die Friktionseinstellung noch gut mit Handschuhen bedienen?

3. Gibt es in der Anleitung einen Hinweis darauf, dass ein versehentliches Festdrehen der Friktion den Kopf dauerhaft blockieren kann? Bitte nicht falsch verstehen, ich habe keine Ahnung, ob das passieren kann. Aber bei den älteren normalen Arca-Köpfen gab es mal dieses Problem und beim P1+ kann ich mir vorstellen, dass sich die Friktion mal versehentlich verstellt.

Und dann würde mich noch interessieren, wie du in der Praxis mit der Schnellwechselklemme klarkommst. Die gilt ja - weil für zwei Klemmweiten gebaut - im Allgemeinen als eher fummelig. Ist das wirklich so?

Gruß

Hans

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Hallo Hans,

ich gehe mal in Kurzform auf deine Fragen ein, bin grad "auf dem Sprung".

1. Ja

2. Mit dünneren Handschuhen wirds sehr wahrscheinlich klappen, aber mit Winterhandschuhen sicher nicht. Ist ein recht kleines Rädchen, welches aber ziemlich leichtgängig ist.

3. Ja, jedenfalls verstehe ich die Anleitung so. Ich sehe aber nur einen Hinweis, dass der große Kopfverstellring nicht mit Gewalt über den Anschlag gedreht werden darf. Dann könnte der Kopf blockieren, aber dies kann man wieder rückgängig machen. Ist auch beschrieben. Für mich ist das "Nicht-Überdrehen" selbstverständlich und man müsste wohl Bärentatzen haben, um den Anschlag zu überwinden 😉

Schnellwechselplatte: Ich nutze ja nur die obere Klemmung (mit den RRS-Platten) und das funktioniert mit der "Classic"- Schraubverstellung für mich perfekt. Die Klemmung öffnet sich auch nur so weit, wie es für die obere Platte erforderlich ist - und natürlich etwas darüber hinaus. Da hakelt nix und ich komme auch nicht versehentlich in die kleinere Klemmung.

Die untere "monoball Fix" nutze ich nicht, da mag es - vielleicht! - etwas fummelig werden. Aber eigentlich nehme ich an, dass auch die untere Klemmung ohne Fummelei funktioniert, denn die Klemmung öffnet sich nach oben ja ziemlich weit. Aber ist nur Vermutung, keine Erfahrung.

LG

Ingo

bearbeitet von Analog im Kopf
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vor 4 Stunden schrieb Hacon:

Danke für die Vorstellung. Schaut doch edrst einmal prima aus. Drei Fragen zum Verständnis des Kopfs habe ich:

1. Ist die Lage des Panoramahebels zur Hochformatkerbe fix, d.h. wenn ich die Hochformatkerbe links haben will, liegt der Panoramahebel rechts ?

2. Lässt sich die Friktionseinstellung noch gut mit Handschuhen bedienen?

3. Gibt es in der Anleitung einen Hinweis darauf, dass ein versehentliches Festdrehen der Friktion den Kopf dauerhaft blockieren kann? Bitte nicht falsch verstehen, ich habe keine Ahnung, ob das passieren kann. Aber bei den älteren normalen Arca-Köpfen gab es mal dieses Problem und beim P1+ kann ich mir vorstellen, dass sich die Friktion mal versehentlich verstellt.

Und dann würde mich noch interessieren, wie du in der Praxis mit der Schnellwechselklemme klarkommst. Die gilt ja - weil für zwei Klemmweiten gebaut - im Allgemeinen als eher fummelig. Ist das wirklich so?

Gruß

Hans

Danke für deine Rückmeldung. Den Punkt mit dem Panoramahebel habe ich aufgenommen und im Beitrag eingebaut.

Grüße

Ingo

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vor 11 Stunden schrieb Hacon:

Gut, dass ich mehr als ausreichend mit Stativköpfen ausgestattet bin. Sonst könnte ich schwach werden.

Geht mir ähnlich. Danke, Ingo, für die ausführliche Info!

Der Preis würde bei mir aber erstmal die Bremse treten. So viel habe ich noch nie für einen Kopf ausgegeben. Aber wenn die Qualität stimmt!

Grüße

Martin

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Gerne 🙂

Wie geschrieben, ist das mein erster Eindruck und ich muss mit dem Stativ+Kopf noch "raus", um aus der Praxis berichten zu können - besonders mit dem Oly 300/4,0.

Der Kopf kostet echt viel Geld, aber ich glaube, er wird diesen Preis wert sein und für mich ein Kopf "fürs Leben". Es ist in rund 40 Jahren mein zweiter Kopf nach einem ca. 30 Jahre alten Linhof (den habe ich sogar noch für kleine Aufgaben), da relativiert sich für mich der Preis und tut nur einmal doll an der Kasse weh und macht dann sehr lange Spaß.

Wer gerne mit Köpfen spielt sollte vielleicht wirklich einen Bogen um den Arca-Swiss machen, denn das Teil ist allein haptisch und optisch schon ein Genuss 😉

Beste Grüße

Ingo

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Für "raus" war das Wetter immer noch zu unangenehm und schmuddelig. Also mache ich die ersten Tests "drinnen" mit dem Olympus 300/4,0 an der M1.2 (oder besser ungekehrt) mit dem Berlebach Jubiläumsstativ und dem Arac-Swiss monoball p1+ mit der "Classic"-Wechselplatte.

Das Stativ war ca. 3/4 ausgezogen, die Mittelsäule nur ca. 10 cm ausgezogen und das 300er mit dem Tripod-Adapter auf dem Kopf befestigt. Die Kamera hing also hinten dran und es wirkte schon sehr stabil das Gesamtpaket. Ferner stellte ich eine angenehme Friktion ein, die eine geschmeidige Kopfbewegung zuließ, aber dennoch etwas "unterstützt". Der Bildstabilisator war aktiv. Ich weiß, da streiten sich die Geister, aber ich lasse den Stabi an und habe bisher noch keinen negativen Effekt bemerkt.

Anschließend stellte ich manuell auf eine Fenstersprosse scharf ohne den Kopf zu arretieren, hielt dabei die Kamera rechts in der Hand (am Auslöser) und mit der linken Hand bediente ich den Kugelkopf. Dann Auslösung, siehe Bild 1.

Danach habe ich die Klemmung nach und nach geschlossen und bei ca. halber Klemmung und vollständiger Klemmung wieder ein Foto mittels des Kameraauslösers gemacht. Ich zeige nur das Bild mit der vollständigen Arretierung (Bild 2), es unterscheidet sich nicht vom Foto mit der "halben" Klemmung.

Ich habe das Stativ bewusst schon recht weit ausgefahren (bis auf die Mittelsäule) und auch den Kameraauslöser benutzt - das macht man ja bei Stativaufnahmen ja eigentlich nicht - um einen Eindruck in Richtung des Grenzbereichs der Kombination zu bekommen. Das steht alles bombenfest und fühlt sich auch so an. Einen Versatz beim Arretieren des Kopfes kann ich bei diesem ersten schnellen Test nicht feststellen. Das ist sicher kein "absoluter" Test, aber gibt mir schon einen Eindruck über die Qualität des Kopfes und der Kombination mit dem Stativ.

Grüße

Ingo

Bild 1 und 2 laut Text. Im Hintergrund bewegt der Wind das Gras, der Kopf ist stabil.

1 klemmvorgang beginn mit friktion.jpg

2 klemmung abgeschlossen.jpg

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Vielen Dank für die beriden Beispielbilder. Ich komme da allerdings zu einer ganz anderen Schlussfolgerung. Du hast recht, dass es zwischen dem ersten und zweiten Bild keinen vertikalen Versatz gibt, der Abstand der Fenstersprosse zum unteren Bildrand ist identisch. Es gibt jedoch einen sehr deutlichen horizontalen Versatz. Fenstersprosse und Gräser - die sich wohl bewegt haben - geben darüber keinen Aufschluss. Aber wenn du die 4 kleinen hellen Punkte auf der Fensterscheibe direkt oberhalb der Fenstersprosse ansiehst, dann unterscheidet sich deren Abstand zum seitlichen Bildrand doch deutlich.

Offenbar verschwenkt man beim Feststellen des Kopfs - zumindest wenn man nicht aufpasst - Kamera und Objektiv ein wenig. Und zwar mehr, als ich bei einem Top-Kopf erwarten würde. Vielleicht kannst du das nochmal überpüfen, denn ein einzelner Vergleich ist da sicher nicht ausreichend für eine Beurteilung.

Gruß

Hans

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Herzlichen Glückwunsch dazu und herzlichen Dank für den Erfahrungsbericht!

Die Kombi Berlebach Sonderedition, P1, Eddycam-Handgurt und Pen-F sieht schon sehr geil edel aus!
Wenn ich einen neuen Kopf brauchen sollte, kommt der auf jeden Fall mit auf die "Angrabbel-Liste"

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vor 6 Stunden schrieb Hacon:

Vielen Dank für die beriden Beispielbilder. Ich komme da allerdings zu einer ganz anderen Schlussfolgerung. Du hast recht, dass es zwischen dem ersten und zweiten Bild keinen vertikalen Versatz gibt, der Abstand der Fenstersprosse zum unteren Bildrand ist identisch. Es gibt jedoch einen sehr deutlichen horizontalen Versatz. Fenstersprosse und Gräser - die sich wohl bewegt haben - geben darüber keinen Aufschluss. Aber wenn du die 4 kleinen hellen Punkte auf der Fensterscheibe direkt oberhalb der Fenstersprosse ansiehst, dann unterscheidet sich deren Abstand zum seitlichen Bildrand doch deutlich.

Offenbar verschwenkt man beim Feststellen des Kopfs - zumindest wenn man nicht aufpasst - Kamera und Objektiv ein wenig. Und zwar mehr, als ich bei einem Top-Kopf erwarten würde. Vielleicht kannst du das nochmal überpüfen, denn ein einzelner Vergleich ist da sicher nicht ausreichend für eine Beurteilung.

Gruß

Hans

Guter Punkt, danke!

Meinen ersten kurzen Test wollte ich auch mit einem Fensterkreuz machen, aber passte zu dem Zeitpunkt nicht. Das hole ich noch nach und bin selbst gespannt.

Das unbeabsichtigte Verschwenken bei Feststellen könnte möglicherweise mit einer entsprechenden Friktion noch optimiert werden, so dies ein Thema werden sollte. Meine Einstellung war eher moderat bei guter Schwenkbarkeit des relativ schweren Objektivs mit der Kamera.

Grüße

Ingo

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vor 47 Minuten schrieb talonmies:

Herzlichen Glückwunsch dazu und herzlichen Dank für den Erfahrungsbericht!

Die Kombi Berlebach Sonderedition, P1, Eddycam-Handgurt und Pen-F sieht schon sehr geil edel aus!
Wenn ich einen neuen Kopf brauchen sollte, kommt der auf jeden Fall mit auf die "Angrabbel-Liste"

Vielen Dank 🙂

Mein persönlicher Erfahrungsbericht hat ja erst begonnen und so richtig interessant wirds für mich unter "realen und echten" Bedingungen. Ich mache also noch weiter und der nächste Punkt wird die unbeabsichtigte seitliche Verschwenkung beim Feststellen sein.

Die Kombination gefällt mir auch sehr gut, aber es stand tatsächlich die Funktionalität im Vordergrund. Z. B. ist das Jubi-Stativ nach meiner Recherche das aktuell einzige Berlebach mit den Flügelschrauben zur Verstellung der Beine, die ich gerne so haben wollte. Funktionalität und Gewicht waren ebenfalls im gesuchten Rahmen. Und dann gibts sogar noch einen passenden Lampenschirm von Berlebach, der sich mit dem Stativ perfekt in mein Zimmer intergriert. Ich "brauchte" auch noch eine Stehlampe und nun habe ich Stativ und Lampe in einem funktionalem und tollem Teil. Ich mache mir nix vor, mein Stativ steht mehr als Lampe im Raum als draußen im Feld. Jedenfalls bin ich sehr froh, mein finales und endgültiges Stativ gefunden zu haben. Und ich glaube der Kopf passt da auch super zu.

LG

Ingo

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vor 25 Minuten schrieb Analog im Kopf:

Das unbeabsichtigte Verschwenken bei Feststellen könnte möglicherweise mit einer entsprechenden Friktion noch optimiert werden, so dies ein Thema werden sollte. Meine Einstellung war eher moderat bei guter Schwenkbarkeit des relativ schweren Objektivs mit der Kamera.

Irgendwie verschwenkt ja jeder Kugelkopf beim Festziehen etwas. Im normalen Betrieb stört das ja auch meist nicht wirklich. Nur bei Makros finde ich das nervig. Bisher den geringsten Feststellverzug hatte ich mit dem Novoflex Classicball CB 5 und dem leider nicht mehr produzierten FOBA Superball M-2. Alle anderen Köpfe, die ich hatte (und das sind eine Menge) verziehen doch ein wenig. Wobei ich es immer unkritischer finde, wenn ein Kopf horizontal verzieht, denn da kann man meist ein wenig mit der Panoramadrehung nachjustieren. Dasa ist z.B. ein großer Vorteil bei den Gitzoköpfen GH 1780 - 3780.

Gruß

Hans

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  • 2 weeks later...

Ich habe seit Jahren den Classic Ball 3 und bin auch sehr zufrieden mit dem. Mir gefällt gut dass ich kürzlich mit Hilfe des Novoflex Service am Telefon selbst die Friktion in 0 Stellung UND den Leerweg des Spannhebels wieder auf Auslieferungszustand einjustieren konnte. Das ganze innerhalb von Minuten mit sehr freundlichem Kontakt, Einschicken und kostenlose Justierung im Werk wäre auch möglich gewesen. Da lohnt es sich einfach ein gutes Produkt aus Deutschland zu kaufen. Zudem nutze ich den Classic Ball auch gerne mit meinem Spektiv beim Vögel beobachten.

Novoflex_Classic_Ball.jpg

bearbeitet von Gast
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Moin,

ich bin noch da und liefere auch noch etwas mehr Infos zu meiner Erfahrung mit dem Arca-Swiss Kopf ab 😉 Aber fotografieren soll mir Spaß machen und bei dem Schietwetter will ich nicht mit Stativ raus. Die (seitliche) Verschwenkung habe ich mir in den kommenden Tagen aber fest vorgenommen, also bitte habt noch etwas Geduld.

Noch wichtiger ist für mich der "Normalbetrieb" ohne an irgendwelche kleinen Tests zu denken, sondern einfach mit Stativ und dem Kugelkopf - natürlich mit Oly oben drauf - zu fotografieren. Wenn ich ohne nachzudenken ganz intuitiv mit dem Kugelkopf "arbeiten" kann, dann ist es für mich Der Richtige 😉

Grüße

Ingo

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Da das Wetter immer noch nicht zum Fotografieren mit Stativ einlädt, hier zumindest der angekündigte kleine Test unter den schon genannten Bedingungen. Aber bez. seitlichen Versatz beim Feststellen des Kopfes habe ich nun das Fensterkreuz in die Mitte genommen.

Je nach Friktionseinstellung und Handhabung/Übung habe ich einen geringen bis sehr geringen (praktisch keinen) Versatz festgestellt. Hier 2 Bilder mit sehr geringem Versatz. Wenn ich zwischen den beiden Bildern hin-und herklicke, sehe ich einen ganz kleinen Unterschied. Ich denke, dass sich der kleine Versatz nicht beim Feststellen ergibt, sondern ganz am Anfang, wenn man die Friktion zwar eingestellt, aber noch nicht mit dem Feststellen begonnen hat. An diesem Punkt stabilisiert zwar die Friktion, aber die Ausrichtung der Kamera+Objektiv wird ja noch vom Fotografen "gehalten". Das Verhalten meines alten Linhofs, der beim Festklemmen bereits im Sucher einen deutlichen senkrechten Versatz zeigt, kann ich hier überhaupt nicht erkennen.

Ich bin sicher, dass eine an das Objektiv+Kamera angepasste Friktion und etwas Übung sehr sehr gute Ergebnisse bringt.

Der Kopf ist aus meiner Sicht für noch "größere" Aufgaben als das 300/4,0 mit M1.2 geeignet.

Bild 1: Friktion gut ans 300/4 + Kamera angepasst mit noch angenehmer Verschwenkung

Bild 2: Kopf mittels Klemmung arretiert

a1.jpg

a2.jpg

bearbeitet von Analog im Kopf
Rechtschreibung
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Das sieht doch sehr gut aus. Denn das bedeutet ja, dass du das Problem - wenn es denn überhaupt eins ist - bei sorgfältiger Handhabung gut in den Griff bekommst. Ich vermute aufgrund meiner allerdings schon ein paar Jahre zurückliegenden Erfahrung mit dem P0, dass die Ursache für einen leichten Versatz weniger in einem echten Feststellverzug zu suchen ist, sondern mehr in dem Umstand, dass man bei diesem Kopftyp Verstellungen an dem Teil der Ausrüstung vornimmt, der noch beweglich gelagert ist. Bei einem "normalem" Kugelkopf schraubt man ja an dem Teil rum, das fix auf dem Stativ ist.

Gruß

Hans

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vor 12 Stunden schrieb Hacon:

Ich vermute aufgrund meiner allerdings schon ein paar Jahre zurückliegenden Erfahrung mit dem P0, dass die Ursache für einen leichten Versatz weniger in einem echten Feststellverzug zu suchen ist, sondern mehr in dem Umstand, dass man bei diesem Kopftyp Verstellungen an dem Teil der Ausrüstung vornimmt, der noch beweglich gelagert ist. Bei einem "normalem" Kugelkopf schraubt man ja an dem Teil rum, das fix auf dem Stativ ist.

Genau, so ist auch mein Eindruck, den ich bei den ersten kleinen Tests gewonnen habe. Sobald ich leicht "angeklemmt" habe, bewegt sich praktisch nichts mehr bis zum kompletten Feststellen des Ringes. Dieser gewisse mögliche Nachteil bezüglich der Beweglichkeit der Gesamtheit des Kugelkopfes ist aber auch ein Vorteil. Man hat die Kamera+Objektiv in einer Hand zum Stabilisieren und der Bildausschnittseinstellung und in der anderen Hand den praktisch kompletten Kugelkopf zum Unterstützen der Führung. Den umlaufenden Feststellring bedient man dann intuitiv. So jedenfalls meine erste Erfahrung.

Für mich entscheidend ist die an die Ausrüstung angepasste Friktionseinstellung, sei es mit der entsprechenden kleinen Einstellschraube oder per leichtem Zudrehen des umlaufenden Feststellrings. Mit einer schweren Ausrüstung und ohne Friktionseinstellung besteht sicher die "Gefahr" dass sich der gewünschte Bildausschnitt vor dem Festklemmen verstellt.

Davon abgesehen, dass ich die Fenster mal wieder putzen muss - was auch ein Testergebnis ist 😉 - finde ich die Bedienung, Qualität und Haptik des Arca-Swiss einfach klasse. Auch wenn ich mit meiner Erfahrung von insgesamt zwei ! Kugelköpfen in vielen Jahren natürlich kein Stativkopf"experte" bin, empfehle ich diesen Kopf, wenn er von den Daten infrage kommt.

Grüße

Ingo

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