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wolkenfan

Was lernt unsere Jugend heute noch ???

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Einige von euch haben in der Galerie meine Fotos vom Reiher gesehen und geliked. Als ich mit meiner Kirsten (hier bekannt und aktiv unter Minnie) den Reiher fotografiert habe kam ein junges Pärchen an uns vorbei. Die junge Dame (vielleicht 20, höchstens 25 Jahre, er im gleichen Alter) zeigte auf die Reiher und sagte zu ihrem Partner: "Guck mal der Storch da, irre wie still der hält und sich fotografieren lässt." Er sagt zu seiner Partnerin: "Nein, dass ist kein Storch, der ist größer. Hier handelt es sich um einen Kranich."

Im Supermarkt erlebe ich es auch an der Kasse, dass die jungen Mitarbeiter an der Kasse einen Kohlrabi nicht vom Sellerie oder einen Lauch vom Poree unterscheiden. Was lernen die jungen Leute heute eigentlich in der Schule.

Wenn ich so etwas höre, bekomme ich Angst um meine Rente später (falls ich in zehn Jahren noch Rente bekomme).

Wie geht es euch damit.

bearbeitet von wolkenfan
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Sie lernen, wie man dauerhaft und ohne Schmerzen den Kopf beugt, um permanent auf das Smartphone zu starren.

Andererseits: Ich würde von Einzelfällen nicht auf eine ganze Generation schließen. Als 60er Jahrgang bin ich mir ziemlich sicher, dass auch damals sehr viele junge Leute einen Reiher nicht identifizieren konnten und Bäume nicht anhand Silhouette und Blattform.

Die schulischen Schwerpunkte hatten auch damals die Natur weitestgehend ausgeblendet. Pflicht waren Deutsch und Mathe. Naturkunde im engeren Sinne gab es gar nicht und Biologie viel häufig aus. In Erdkunde ging es um Wirtschaftsdaten, physische Verhältnisse und das Auswendiglernen von Hauptstädten. Auch Oma und Opa hätten sich möglicherweise schwer mit Natur getan, wenn sie in der Stadt aufgewachsen waren. Dafür kannte man sich mit diversen Sorten von Sahnetorten perfekt aus.

bearbeitet von tgutgu
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vor 13 Minuten schrieb wolkenfan:

Wie geht es euch damit.

Die sterben einfach wegen Blödheit eher weg und stören so dein Rentenprojekt überhaupt nicht mehr...

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vor 4 Stunden schrieb wolkenfan:

...... oder einen Lauch vom Poree unterscheiden. Was lernen die jungen Leute heute eigentlich in der Schule.

 

Äh-Ähm, wer solche Fragen stellt, sollte aber schon wissen, dass "Lauch" und "Porree"  im Topf dasselbe Gemüse sind 😏

Und was das auskennen angeht: ich gehöre zur Babyboomer-Generation, wo es noch üblich war, dass Jungs kaum im Haushalt/beim Kochen geholfen haben: schick davon mal einen in den Supermarkt zum Gemüsekaufen!

Mal davon abgesehen, dass wir alle über viel mehr "Nichtwissen" als "Wissen" verfügen- wiese sollte ausgerechnet die Schule dafür zuständig sein, den Unterscheid zwischen Blumenkohl und Romasco zu erklären- wo sind die Eltern und die ganzen Anverwandten und Bekannte?  Gemeinsam gekocht und gegessen wird ja wohl eher im Freundes-und Familienkreis.

Und damit das ganze fotografischen Bezug bekommt: starte doch einen Foto-Rätsel Thread: wer erkennt das Lebensmittel?

Christine

bearbeitet von C-oly
Rechtschreibkorrektur

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@tgutgu

Da bin ich aber froh, dass meine Generation - ich komme aus dem Weserbergland - noch anders aufgezogen wurde. In Biologie hätten wir alle ein Hermelin vom Iltis, einen Bussard vom Milan, einen Reiher vom Storch oder eine Buche von einer Linde unterscheiden können. Darauf hat unsere Biologielehrerin einfach Wert gelegt.

In Erdkunde hatte ich auf der Höheren Handelsschule einen Erdkundelehrer, der Wert darauf legte, dass die Jugendlichen Zugfahrpläne lesen konnten. Am Schuljahresanfang kam er mit einem Klassensatz Kursbücher der Deutschen Bundesbahn um die Ecke. Jeder bekam ein Kursbuch und dann wurde geübt. Nach vier Wochen wurde eine Arbeit darüber geschrieben. Drei Aufgaben, wie komme ich von A und B unter Berücksichtigung von Feiertaggen, etc.

Gut, ein Kursbuch benötigt heute kein Jugendlicher mehr, dafür gibt es das Internet.😀

 

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@christine

Du hast natürlich recht. Bei uns unterscheiden wir im Lauch/Porree auch den Teil in der Erde, nämlich die Frühlingszwiebel. Da habe ich mich oben verschrieben. Beim Lauch/Porree isst man den Teil über der Erde und bei der Frühlingszwiebel auch den Wurzelteil. Habe ich mich vertippt.😏

Hätte also heißen müssen: Unterschied zwischen Lauch/Porree und Frühlingszwiebel.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass es traurig um unsere Jugend mit Wissen in der Natur aussieht. Handy, Laptop, etc. sind da wichtiger.

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vor 22 Minuten schrieb wolkenfan:

Einige von euch haben in der Galerie meine Fotos vom Reiher gesehen und geliked. Als ich mit meiner Kirsten (hier bekannt und aktiv unter Minnie) den Reiher fotografiert habe kam ein junges Pärchen an uns vorbei. Die junge Dame (vielleicht 20, höchstens 25 Jahre, er im gleichen Alter) zeigte auf die Reiher und sagte zu ihrem Partner: "Guck mal der Storch da, irre wie still der hält und sich fotografieren lässt." Er sagt zu seiner Partnerin: "Nein, dass ist kein Storch, der ist größer. Hier handelt es sich um einen Kranich."

Auch wenn es eigentlich OT ist: Ich finde das in allen Altersgruppen, gepaart mit dem Anspruch an mich, sofort zu erklären, was ich wo und warum fotografiere (Panoramafreiheit vorausgesetzt).

Kleine Auswahl: Was interessiert Sie/Dich hier (wildlife)? Was ist das (es war ein Kormoran, ein Reiher, eine Eisvogel)? Wo ist das (Es war ein Eisvogel, eine Nilgans, ein Nutria, ein Graureiher, ein Vogel im Flug)? Wie sieht das aus (Eisvogel, Bienenfresser, Nutria vs. Biber)? Warum fotografieren Sie das (gibt's doch alles im Internet zu sehen - würden Sie auch mein Haus fotografieren gegen Bezahlung - man hält mich für einen dienstleistenden Profi und versteht nicht, daß ich kein Geld will)? Zeigen Sie mal ein Bild!

Oft kommt danach: Der ungebetene Gast zückt ein Handy, stellt sich neben mich und macht auf Verdacht ein Photo ...

Am unangenehmsten bis jetzt bei einer Langzeitaufnahme vom Feuerwerk in einer Silvesternacht am Rhein: aus der umgebenden Menschenmenge wirft man unbemerkt und überraschend einen Böller vor meine Füße unters Stativ und neben die Fototasche, während gleichzeitig andere Personen telefonierend vor die laufende Kamera gehen, um ihre Neujahrsgrüße an die Angehörigen zu übermitteln. Es entstanden trotzdem tolle Fotos - eins davon hatte ich hier auch gezeigt (vor der Umstellung des Forums).

Das Thema ist einer der Gründe, warum ich hier "penetrant" Bilder von Vögeln (im Flug, bei der Jagd, im Sozialverhalten etc.) oder von Hunden (Ridge Backs, Vizslas etc.) zeige, weil trotz  unserer Informationsgesellschaft, das Wissen um unsere lokale Umwelt dürftig ist - vielleicht sind die Leute ja auch lieber in Afrika, Asien, Australien, USA etc. auf der Suche nach der Natur und eindrucksvollen Fotos ... Ansprüche habe ich - wie gesagt - häufig beobachten dürfen.

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vor einer Stunde schrieb aperture 8:

Die sterben einfach wegen Blödheit eher weg und stören so dein Rentenprojekt überhaupt nicht mehr...

Wäre doch schade, fallen sie doch dann als Beitragszahler wg. Solidargemeinschaft = die Jungen zahlen jetzt für die Alten.
Mit der Rente ist es ja nicht wie mit einem Sparbuch, was man/frau eingezahlt hat, bekommt man zurück. 
Die Reserve der Rentenkasse beläuft sich auf max. 2 Monate ohne Einnahmen wohlgemerkt.

bearbeitet von Rapidix

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Das Nichtwissen ist vielleicht weniger dramatisch als Nichtinteresse und Ignoranz. Auch im fortgeschrittenen Alter lernen wir noch dazu und müssen uns dessen nicht schämen, es vorher nicht gewußt zu haben. Viele Menschen entdecken die Vogelwelt und anderes erst spät für sich. Bestreiten wir aber die Notwendigkeit, Neues aufzunehmen und die Kenntnisse zu erweitern, dann sieht es wirklich düster aus.

Im letzten Herbst stand ich an der Nordsee, um den Sonnenuntergang zu fotografieren. Neben mir tauchte ein Pärchen auf, nur wenig jünger als ich mit meinen 57 Jahren. Folgender Dialog fand statt:
Sie: "Als wir im Sommer hier waren, ging die Sonne viel weiter rechts unter. Warum ist das so?"
Er: "Keine Ahnung! Vor vierzig Jahren hätte ich dir das noch erklären können. Ist aber auch egal."

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vor einer Stunde schrieb wolkenfan:

Wie geht es euch damit.

Ich steh zu meinem Nichtwissen. 😉
Und von dem was ich nicht weiß, können noch 3 Andere sitzen bleiben, mein Lieblingsspruch.
Wahrscheinlich liegt der Focus der anderen Personen (Jüngere und auch Ältere) auf anderen Gebieten. Wir haben z.B. gefühlte 60 Millionen Schiedsrichter im Fußball, man/frau kennt alle Spieler seines Lieblingsvereins. Ach ja, man kennt auch alle Automarken und weiß, was der Nachbar dafür ausgegeben hat.
Und das Grün auf den Acker ist doch alles Wiese oder 😎
Gruß Wolfgang

,

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vor 52 Minuten schrieb Rapidix:

Wir haben z.B. gefühlte 60 Millionen Schiedsrichter im Fußball,

... oder 60 Millionen "Bundestrainer", nach dem Deutschland in der Vorrunde ausschied:
"... der Jogi muss wech!"

Zum Thema:
Auch wenn man gern schmunzeln will, es ist leider eine sehr traurige Entwicklung.
Selbst junge Eltern vermitteln das Wissen kaum an die Kinder im Vorschulalter da sie ja davon ausgehen, in der Schule wird für's Leben gelernt.

Auch eine traurige Entwicklung:
Das zu lernen, wie man gegenüber Menschen, die man auch nicht persönlich kennt, trotzt Meinungsverschiedenheit respektvoll miteinander umgeht. In den sozialen Medien (leider auch hier) ist der Umgangston ziemlich rau geworden und das lernen die jüngere Generation davon. Auch Häme und Lästereien wird langsam zum "normalen Umgangston", passiert hier leider auch.

 

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Das Thema ist doch schon sowas von durch ... 
siehe .... Sokrates und so...
Lernen und Lerninhalte ändern sich rasend schnell, muss man jetzt selbst nicht mögen, ist aber so.

BG OlyKs

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Einen Kranich kenne ich nur vom Leitwerk eines Flugzeugs der Lufthansa.
Man sollte bei der ganzen Diskussion nicht vergessen, das heute anderes Wissen erforderlich ist, als vor 50 Jahren.

Viele Grüße 
Christian 

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vor 1 Stunde schrieb wolkenfan:

Da bin ich aber froh, dass meine Generation - ich komme aus dem Weserbergland - noch anders aufgezogen wurde. In Biologie hätten wir alle ein Hermelin vom Iltis, einen Bussard vom Milan, einen Reiher vom Storch oder eine Buche von einer Linde unterscheiden können. Darauf hat unsere Biologielehrerin einfach Wert gelegt.

Da haben wir das Problem: Es hängt vom Engagement des Lehrers ab. Ich wüsste aber nicht, dass die "echte Naturkunde" draußen vor Ort auf irgendeinem Lehrplan stünde.

(Ist ja auch sooo gefährlich da darußen ...)

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vor 3 Stunden schrieb wolkenfan:

Wenn ich so etwas höre, bekomme ich Angst um meine Rente später (falls ich in zehn Jahren noch Rente bekomme).

Wenn das beides nun Ornithologen gewesen wären, könnte ich deine Bedenken nachvollziehen - aber welche Relevanz besitzt das Wissen um Reiher, Storch und Kranich für die meisten Berufe? Oder auch für das Leben im Allgemeinen? Ich erinnere mich gut an die große Diskussion, als Schwanitz vor zwanzig Jahren sein Bildungs-Buch heraus gebracht hat - was da aus praktischer Sicht für ein Unsinn drin stand, darüber könnte man ein eigenes Buch schreiben. Allgemeinwissen ist schön und gut, mir persönlich ist das auch sehr wichtig, aber es ist eben auch immer eine Frage der Perspektive. Der Botaniker regt sich darüber auf, dass die jungen Leute heute keine Pflanzen mehr erkennen, die Köche laufen sturm, weil heute niemand mehr kochen lernt (obwohl das ja auch wieder vorbei ist, Kochen ist ja nun wieder richtig modern), der Mechaniker meckert über alle, die keinen Reifenwechsel mehr hinbekommen (und über die Autos, die weder Wagenheber noch Reserverad besitzen), usw. Kurzum, jeder "Experte" weiß genau, dass die Welt zu Grunde geht, weil Ottonormalbürger sich mit nichts mehr auskennt. Und doch geht das Leben erstaunlich gut weiter.

Ob der Reiher wohl Storch von Kranich unterscheiden kann?

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@Helios

Ich glaube schon, dass wir da eine Bildungslücke haben. Ich verstehe aber auch nicht, warum Bildung Ländersache ist und ein Abiturient aus Bayern besser auf das Leben und den Beruf vorbereitet ist/wird, als ein Abiturient aus einem anderen Bundesland. 🥺

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vor einer Stunde schrieb pit-photography:

...

Zum Thema:
Auch wenn man gern schmunzeln will, es ist leider eine sehr traurige Entwicklung.
Selbst junge Eltern vermitteln das Wissen kaum an die Kinder im Vorschulalter da sie ja davon ausgehen, in der Schule wird für's Leben gelernt.

Auch eine traurige Entwicklung:
Das zu lernen, wie man gegenüber Menschen, die man auch nicht persönlich kennt, trotzt Meinungsverschiedenheit respektvoll miteinander umgeht. In den sozialen Medien (leider auch hier) ist der Umgangston ziemlich rau geworden und das lernen die jüngere Generation davon. Auch Häme und Lästereien wird langsam zum "normalen Umgangston", passiert hier leider auch.

 

Zu den Eltern: Problem ist unter anderem auch, dass die Erlernkurve schon dort abgeflacht ist. Beispiel: Rechnung im Restaurant, Bar, Kneipe oder an der Kasse....Kopfrechnen ist nicht mehr so im Trend. Je mehr elektronische Helferlein dazu kommen, desto breiter, aber nicht unbedingt tiefer, wird das empfundene Wissen.

Der Umgangston, denke ich, hängt auch von der unmittelbaren Folgenlosigkeit ab. Früher gab's für manche Sachen erst einen Blick, dann 'ne Ansprache und dann ggf. eine Fratzenklatsche. Meistens war bei der Ansprache Schluß...

bearbeitet von Netze

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vor 19 Minuten schrieb Helios:

Ob der Reiher wohl Storch von Kranich unterscheiden kann?

Bussard und Storch auf jeden Fall und ich würde die Reiher da auch nicht unterschätzen.

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Ich denke auch wie tgutgu, das man das nicht Verallgemeinern kann. Ich bin in meiner Grundschulzeit Ende der 60er Anfang der 70er noch mit unserem Naturkundelehrer raus in die Natur gegangen, sozusagen Biologie im Wald und auf der Wiese. Das ist heute viel zu selten.

Auch denke ich, dass das Interesse der meisten  Jugendlichen an der Natur abgenommen hat. In unserm oertlichen  Naturschutzverein bin ich mit 59 einer der jüngsten. 

Aber in der örtlichen NABU Gruppe gibt es auch eine Kindergruppe. So etwas ist sehr wichtig. Es gibt heute nur sehr viel mehr Beschaeftigungen als früher. Wir waren in unserer Jugend, ich bin auf dem Land gross geworden, den ganzen Tag draußen, wenn wir nicht Fussball gespielt haben, oder mit dem Raedern unterwegs waren, haben wir Floesse gebaut, Froesche gefangen, schwarz geangelt, Kraniche beobachtet und im Wald Buden gebaut und und und, es gab aber auch keine Computer, Handys oder Fernsehen 3 Programme und uninteressant.

Meine Tochter habe ich von klein auf mit in die Natur geschleppt. Wir haben oft an Teichen und Baechen  gekeschert, da konnte die kaum laufen und und.. Später in Bächen einsam in der Natur schwimmen und der Papa hat Libellen kartiert. Wir waren staendig draussen in der Natur und habe alles erklärt und auf dem Boden Insekten und Spinnen gesucht, ich denke das ist wichtig. Heute mit ueber 20 hat sie zwar andere Interessen, kennt sich aber gut aus, beobachtet Voegel und nimmt in  Zoohandlungen grosse Vogelspinnen in die Hand, weil die so schön und kuschelig sind, sind die wirklich. Die wundert sich oft wie wenig ihre Mitschüler in der Natur Bescheid wissen.

Ich denke es liegt an den Eltern und auch an der Schule, die Lehrer müssten entlastet werden und die Klassen müssten kleiner werden. Und Biologieunterricht wieder draussen im Gelaende und nicht aus Büchern pauken, jedenfalls nicht nur..

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Ich habe mit meinem Sohn als er 17 Jahre war - ist jetzt auch schon wieder 13 Jahre her - eine Radtour von Bad Oeynhausen nach Bremen - Weserradweg - und zurück gemacht. Ich habe mich erschrocken, wie wenig er von der Natur wusste. Wir haben unterwegs ein Rebhuhn gesehen. Er wusste nicht, um was für ein Tier es sich handelt. Jetzt mit 30 Jahren ist er aufgeklärter, da er seit gut 5-6 Jahren aktiv Langstreckenlaufen betreibt und viel im Wald, Feld und Wiese unterwegs ist und dadurch die Natur um sich herum ganz anders wahr nimmt. Er läuft ohne Musik über Kopfhörer, sondern ist mit seinen Sinnen ganz in der Natur. 🙂Genau wie sein Vater (ich habe vor rund 6-7 Jahren mit dem Langstreckenlaufen aufgehört). 

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Ich bin in einer Großstadt aufgewachsen, das Elternhaus steht aber direkt am Stadtwald (Altbau). Von unserm Kinderzimmer im dritten Stock blickten wir direkt in die Baumkronen. Einmal schlug der Blitz ein und ein großer Baum kam auf uns zu. Im Wald haben wir uns überall herumgetrieben.

Heute sieht man dort keine Kinder mehr, allenfalls noch kleinere mit Elternbehütung auf einem der sauber gepflegten Spielplätze mit state-of-the-Art Klettergerüsten nebst obligatorischem Sandkasten. Der Stadtwald wird als „gefährlich“ erachtet. Für die Kinder. Man weiß ja nicht, wer sich da alles rumtreibt.

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Je mehr ich lerne, desto beeindruckter bin ich von dem vielen Wissen, das sich überall befindet.
Als ein Gehirn kann ich die Dinge lässig beherrschen, die meinen Alltag dominieren.
Ich kenne meine Kinder, kann Lauch von Porree unterscheiden undbin auch sonst recht gut allgemein gebildet (nehme ich an).

Vieles habe ich NICHT in der Schule gelernt, was ich mir aber über die Jahre gerettet habe, ist die Freude, mein Wissen zu mehren.

Da gehört seit drei Jahren das Erkennen der Silberreiher dazu. Die gab es vorher nicht so zahlreich zu sehen, wie seit eben einigen Jahren.

Einige Fachkundler erkennen aber auch all die kleinen Singvögel meines Gartens, die Wildbienen, Wanzen, Fliegen, etc.

Mir entgehen so viele Kenntnisse, die anderen selbstverständlich sind, dass ich mich freue, bereitwillig Auskunft zu bekommen, wenn ich nach etwas frage, was ich nicht weiss.

Was ich meinen Kindern mitgeben wollte, ist die Freude, wie ein Eichhörnchen Wissen zu sammeln, ich binaber SICHER, dass sie bisher in der Vogelabteilung nicht ankommen werden, ausser im Unterbereich Storch und Spatz.

Es ist nicht eine Frage des Alters, sondern eine Frage der Neugier; das sind wir alle unterschiedlich und in verschiedenen Regionen unterwegs.

Mein Ältester hat nun sogar das Kochen angefangen, ein Umstand, von dem ich geschworen hätte, dass das nie eintreten wird.
Vorher wusste er auch wenig von Küche, mittlerweile schon mehr.

Prügeln wir nicht immer auf der Unwissenheit der Jugend herum, sie lernen andere Schwerpunkte als wir.
Seit Generationen ist das so und wird wohl auch so bleiben.

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Nur weil die Jugendliche jeden zweiten Satz mit "Keine Ahnung..." beginnen (und oft auch beenden), sollte man noch nicht denken, sie hätten tatsächlich keine.

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„Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen“

(Aristoteles, 384-322 v. Chr.)

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