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Die PEN, OM-D & E-System Community

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vor 1 Stunde schrieb Brimsel:

Meine Frage:

wird es in absehbarer Zeit ein Software Update, das Bird Dedection ermöglicht, auch für die OMD M1, Mark 3 geben?

Nach den bisherigen Aussagen der Offiziellen zumindest nicht in der Form, wie es bei der E-M1X geschieht. Dafür soll die Rechenpower der Mark III nicht ausreichen. Allerdings kann man solch eine Funktion ja auch ohne AI implementieren, das zeigen die verschiedenen anderen Hersteller. Ob das passiert? Keine Ahnung.

Gruß

Hans

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vor 1 Minute schrieb Hacon:

Nach den bisherigen Aussagen der Offiziellen zumindest nicht in der Form, wie es bei der E-M1X geschieht. Dafür soll die Rechenpower der Mark III nicht ausreichen. Allerdings kann man solch eine Funktion ja auch ohne AI implementieren, das zeigen die verschiedenen anderen Hersteller. Ob das passiert? Keine Ahnung.

Gruß

Hans

Bei Sony braucht man auch eine 2. CPU, siehe Sony A1.

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Es wurde ziemlich eindeutig gesagt, dass wir unsere Erwartungshaltung herunterschrauben sollen, dass wenn eine Funktion für ein Modell eingeführt wird, dies auch für andere Reihen oder Vorgänger nachgereicht wird. Das zusätzlich zu der Info, dass die Hardware dafür nicht ausreicht.

Ich denke die Zeit der großen Upgrades wie bei der E-M1 l ist Geschichte und man orientiert sich daran, was die Konkurrenz bietet (Häufigkeit und Umfang von Aktualisierungen). Schließlich will man ja ein Gehäuse pro Jahr bringen und dafür auch Kaufinteresse generieren.

Was zugesichert wurde, sind kontinuierliche Updates, also funktionale Unterstützungen von neuen Objektiven für einen gewissen Zeitraum (Bei der E-M1 I wurden ja erst mit dem letzten Update Einschnitte sichtbar)

 

bearbeitet von Frank W.
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Die Konkurrenz bietet meiner Beobachtung nach deutlich mehr Updates. Wichtiger erscheint mir noch mehr, dass sie bzgl. Hardware (Prozessor) potenter sind und damit auch mehr Spielraum für Updates haben.

bearbeitet von tgutgu
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vor 26 Minuten schrieb tgutgu:

Die Konkurrenz bietet meiner Beobachtung nach deutlich mehr Updates. Wichtiger erscheint mir noch mehr, dass sie bzgl. Hardware (Prozessor) potenter sind und damit auch mehr Spielraum für Updates haben.

Welche Leistung haben denn die Prozessoren der Konkurrenz und welche Leistung haben die von E-M1 III und E-M1X? Du hast da sicher genaue Werte, oder?

Gruß 

Hans

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Am 18.2.2021 um 17:23 schrieb Hacon:

Nach den bisherigen Aussagen der Offiziellen zumindest nicht in der Form, wie es bei der E-M1X geschieht. Dafür soll die Rechenpower der Mark III nicht ausreichen. Allerdings kann man solch eine Funktion ja auch ohne AI implementieren, das zeigen die verschiedenen anderen Hersteller. Ob das passiert? Keine Ahnung.

Gruß

Hans

Welche anderen Hersteller haben denn eine spezifische Objekterkennung (Vogel, Flugzeug, Motorrad, Zug etc.) OHNE diese auf angeblicher AI zu stützen?

 

Viele Grüße
Volker

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vor 24 Minuten schrieb m1testit:

Welche anderen Hersteller haben denn eine spezifische Objekterkennung (Vogel, Flugzeug, Motorrad, Zug etc.) OHNE diese auf angeblicher AI zu stützen?

 

Viele Grüße
Volker

Ich weiß nicht, ob der Tier-AF der Panasonic G9 auch auf AI basiert, aber der kommt jedenfalls mit einem Prozessor aus. Und sogar mit einem nicht ganz aktuellen.

Gruß

Hans 

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vor 45 Minuten schrieb m1testit:

Welche anderen Hersteller haben denn eine spezifische Objekterkennung (Vogel, Flugzeug, Motorrad, Zug etc.) OHNE diese auf angeblicher AI zu stützen?

Beide Methoden sind überhaupt nicht vergleichbar. 

Olympus bietet eine „Objekterkennung“, diese hat in erster Linie gar nichts mit dem Fokussieren zu tun, sondern ist eher eine sehr starke C-AF-Sperre. Es wird ein Motiv (in drei Qualitätsstufen) erkannt und das Tracking wird durch andere Einflüsse nicht mehr gestört. Zudem kann noch der Fokus an der richtigen Stelle des Objektes selbst gehalten werden. Das Ganze dann ausschließlich im Tracking-Modus

Die Konkurrenz setzt meines Wissens auf einen erweiterten Augen-AF. Den bietet Olympus ja ebenfalls in allen Kameras an, bisher aber nur für Menschen.

Für viele Endanwender mag das keinen Unterschied machen, obwohl das natürlich auch einer komplett unterschiedlichen Anwendungsweise entspricht. Wenn man aber einen erweiterten Augen-AF von Olympus wünscht, dann müssen wir auch darauf achten, beide Methoden auseinanderzuhalten. Sonst bekommen wir da nur Wischiwaschi-Antworten zur jeweils anderen Methode.

 

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Hallo Hans,

wie Du selbst schreibst, handelt es sich bei der G9 um eine TIER-Erkennung, nicht um eine VOGEL-Erkennung!
Bei letzterer soll lt. Olympus ja in der Prioritätsreihenfolge, AUGE, KOPF und KÖRPER fokussiert werden.
 

Also: VÖGEL als Tierart und überdies Körperteile derselbigen in einer bestimmten Prioritätsreihenfolge zu analysieren, ist schon eine ganz gute Herausforderung an die Hardware.

Die Sony A9 arbeitet dagegen auch wieder anders: Es wird das zu erkennende Muster durch den auslösenden Fotografen festgelegt, in welchem dann wiederum die A9 versucht, ein Tierauge zu erkennen. Da wird der Kamera schon einiges an Arbeit durch die PreSelektion des Fotografen abgenommen.


Viele Grüße
Volker

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vor 19 Minuten schrieb Frank W.:

Beide Methoden sind überhaupt nicht vergleichbar. 

Welche beiden Methoden?

vor 19 Minuten schrieb Frank W.:

Olympus bietet eine „Objekterkennung“, diese hat in erster Linie gar nichts mit dem Fokussieren zu tun, sondern ist eher eine sehr starke C-AF-Sperre.

Schön wäre es, hätte aber auch wenig mit Motiverkennung zu tun!

vor 19 Minuten schrieb Frank W.:

Es wird ein Motiv (in drei Qualitätsstufen) erkannt und das Tracking wird durch andere Einflüsse nicht mehr gestört. Zudem kann noch der Fokus an der richtigen Stelle des Objektes selbst gehalten werden. Das Ganze dann ausschließlich im Tracking-Modus

Diese Einschätzungen teile ich nicht!

Im Gegenteil: Ich habe Tests durchgeführt, die veranschaulichen, dass der C-AF + TR (BIRDS) nicht einmal "andere Einflüsse" benötigt, um unter optimalen Voraussetzungen (augestopfter Vogel!) in einer Serie von Aufnahmen zwischen Auge und dessen Umfeld (Kopfbereich um das Auge herum) abwechselnd zu fokussieren. Hier ist folglich noch "Luft nach oben" für die nächsten FW-Updates. 😉

Insofern wird - gemessen an der Reihenfolge Auge, Kopf und Körper, die Olympus angibt - leider zumindest bei aktivierter Vogelerkennung NICHT das Auge des in der Testanordnung still sitzenden ausgestopften Vogels fortlaufend scharf gehalten. Lt. Olympus spielt die Unbeweglichkeit des Motivs beim C-AF der E-M1X übrigens keine Rolle mehr, was bei den früheren E-M1-Modellen der Fall war.

vor 19 Minuten schrieb Frank W.:

Die Konkurrenz setzt meines Wissens auf einen erweiterten Augen-AF.

vgl. oben: Nicht alle Mitbewerber!

vor 19 Minuten schrieb Frank W.:

Wenn man aber einen erweiterten Augen-AF von Olympus wünscht, dann müssen wir auch darauf achten, beide Methoden auseinanderzuhalten.

Meines Erachtens muss man diesbezüglich nichts auseinanderhalten!

Lt. Olympus soll die Vogelerkennung einen Vogel erkennen und dann zunächst versuchen, dessen Augen zu fokussieren. Wenn dies nicht klappt, Kopf und analog halt eben den Körper, wenn der Kopf nicht fokussiert werden kann.

Wenn dies mit geringer Ausschussquote genauso funktionierte, wäre sicher jeder, der primär Vögel fotografiert, zufrieden. 🙂

Das Problem, das ich zur Zeit noch sehe, ist eben der Ausschuss!
In fast allen Fällen "fährt" man bei sich bewegenden Vögeln sicherer, wenn man nur C-AF einsetzt und diesen korrekt über die gewünschte Motiv-Fläche mitführt, was halt leider nicht immer so einfach ist.

Viele Grüße
Volker

bearbeitet von m1testit
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vor 1 Minute schrieb m1testit:

Welche beiden Methoden?

Olympus: Objekterkennung für Tracking

Alle Hersteller: Gesicht-/ Augenerkennung zum Teil erweitert auf Tiere. Bei OIympus z.B ausschließlich in S-AF und C-AF.

Daher meine Empfehlung genau zu definieren, worunter man künftig eine „Tier(augen)erkennung finden möchte.

vor 11 Minuten schrieb m1testit:

Schön wäre es!

Also ich habe im Tracking bei eingeschalteter Motiverkennung keine Abrisse durch fremde Objekte. Beim reinen Tracking funkt mir wegen fehlender C-AF-Sperre (nur in reinem C-AF wirksam) vieles dazwischen. 
 

vor 18 Minuten schrieb m1testit:

Diese Einschätzungen teile ich nicht!

Das stimmt, da ist noch viel Luft nach oben. Zudem für den Fotografen, wie Du treffend am Beispiel beschreibst, kaum nachvollziehbar ist, warum sich die Kamera gerade so verhält.

vor 25 Minuten schrieb m1testit:

In fast allen Fällen "fährt" man bei sich bewegenden Vögeln sicherer, wenn man nur C-AF einsetzt und diesen korrekt über die gewünschte Motiv-Fläche mitführt, was halt leider nicht immer so einfach ist.

Mitführen ist halt auch nicht Tracken. Auch hier stimme ich Dir voll und ganz zu, dass Du dabei bessere Ergebnisse erzielen wirst. Der Ruf nach der Vogelerkennung war halt fragwürdig, denn wer trackt hier schon? Ich hätte die Motiverkennung für Vögel auch lieber wie die Gesichts-/Augenerkennung im S-AF/C-AF zur Verfügung gehabt.

Ja, Olympus gibt an, dass die Motiverkennung auch bei unbewegten Objekten funktioniert. Ich denke auch, dass das noch nicht perfekt ist und die Kamera wie gehabt, die eigene Bewegung fehlinterpretieren kann und anfängt den Fokus vermeintlich nachzuführen.

Beste Grüße 

Frank

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vor 1 Stunde schrieb Frank W.:

Also ich habe im Tracking bei eingeschalteter Motiverkennung keine Abrisse durch fremde Objekte

Das mag sein, nur nützt es bspw. wenig, wenn die Vogelerkennung bei deutlich sichtbarem Auge eines Vogels nur den Körper des Vogels ohne Abrisse durch fremde Objekte verfolgt oder bei einer Serienbildaufnahme unter diesen Bedingungen permanent andere Bereiche des Kopfes scharfstellt und nicht am gut sichtbaren Auge dranbleibt. 😉

vor 1 Stunde schrieb Frank W.:

Mitführen ist halt auch nicht Tracken. Auch hier stimme ich Dir voll und ganz zu, dass Du dabei bessere Ergebnisse erzielen wirst. Der Ruf nach der Vogelerkennung war halt fragwürdig, denn wer trackt hier schon? Ich hätte die Motiverkennung für Vögel auch lieber wie die Gesichts-/Augenerkennung im S-AF/C-AF zur Verfügung gehabt.

Ich hatte halt die Hoffnung, dass Bird Detection vor allem i. V. mit BIF-Aufnahmen das Leben erleichtert, vor allem auch bei Aufnahmen mit kontrastreichen Wasseroberflächen, die bekanntlich den E-M1-Modellen immer wieder Probleme bereiten.

Aber leider ist meine Erfahrung bislang, dass selbst unter wirklich sehr guten Bedingungen (bspw. Serienaufnahmen von einem langsam schwimmenden Kormoran vor weit entferntem Hintergrund) mit C-AF + TR (Bird Detection) erstaunlich viele, leicht unscharfe Fotos (Kopfbereich des Vogels) entstehen. Den Vorteil der freieren, leichteren Bildgestaltung schon bei der Aufnahme, weil man sich voll auf den Ausschnitt konzentrieren kann, bezahlt man nach meinem Dafürhalten aktuell mit doch relativ vielen unscharfen Fotos (Kopf, Auge), wenngleich bei einer Serienaufnahme i. d.R. auch ein paar Aufnahmen dabei sind, auf denen das Auge oder der Kopf scharf abgebildet sind.

Viele Grüße

Volker

bearbeitet von m1testit
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vor 15 Stunden schrieb Hacon:

Ich weiß nicht, ob der Tier-AF der Panasonic G9 auch auf AI basiert, aber der kommt jedenfalls mit einem Prozessor aus. Und sogar mit einem nicht ganz aktuellen.

Gruß

Hans 

Kann ich nur bestätigen. Ich betreibe zwar Naturfotografie, bin aber nicht so der Tierfotograf, von Insekten und Amphibien mal abgesehen. Aber die Tiererkennung bei meiner G9 funktioniert mit unserer Katze verblüffend gut, selbst wenn sie teilweise verdeckt ist, sich einrollt, oder, oder. Ein wirklich sehr großer Vorteil in der Praxis. Ein GDT- Freund (Gesellschaft Deutscher Tierfotografen) fotografiert ansonsten mit Olympus und hat sich nur wegen der sehr guten Tiererkennung, die er bei mir ausprobierte, zusätzlich zu seinen EM1-X Gehäusen eine G9 zugelegt

Dabei ist die G9, 3 Jahre älter und aktuell deutlich günstiger als die EM1-3, die das nicht kann. Da frage ich mich schon, warum Olympus das nicht hinbekommt. Ich weiß zwar nicht wie schnell die jeweiligen Prozessoren und wie groß der Speicherplatz für die Algorithen bei den jeweiligen Kameras ist, aber ich kann mir aufgrund des Preises und des deutlich älteren Erscheinungsdatums der G9, nicht vorstellen, das die G9 hardwaremäßig leistungsfähiger ist, oder doch?

Ich vermute das die Panasonic G9 und auch meine neue S5 deutlich bessere Softwarealgorithmen besitzen, die gar nicht so viel Rechen- und Speicherkapazität benötigen, also deutlich besseres Software- Engineering. Das wird natürlich geheim gehalten, ist ja deren erarbeitetes Know how. Olympus hat sich halt zu spät um solche Dinge gekümmert und dann aufgrund der Verlustsituation aus Kostengründen mit angezogener Hamdbremse entwickelt. Denn es ist ja nicht so, das man ein paar fähige Softwareenwickler daransetzt und die in rel kurzer Zeit einen Top- Verfolgungsalgorithmus schreiben, der auch noch zur vorhandenen Hardware passt, das muß schon Hand in Hand entwickelt werden.

Das ist meine Interpretation der Lage.  Auch das die sehr teure und angeblich mit 2 leistungsfähigen Prozessoren bestückte EM1-X zwar inzwischen Bird- Detection beherrscht, aber kein Animal- Detection, lässt mich das vorher gesagte vermuten.

 

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Nun, die Bird Detection funktioniert auch für andere Tiere gut…

Was die Qualität der Neuralen Netze und ihrer Trainingsdaten angeht, habe ich Hoffnung, dass OMDS da bessere Kontakte mitbringt.

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vor 9 Stunden schrieb Libelle103:

Kann ich nur bestätigen. Ich betreibe zwar Naturfotografie, bin aber nicht so der Tierfotograf, von Insekten und Amphibien mal abgesehen. Aber die Tiererkennung bei meiner G9 funktioniert mit unserer Katze verblüffend gut, selbst wenn sie teilweise verdeckt ist, sich einrollt, oder, oder. Ein wirklich sehr großer Vorteil in der Praxis.

Ich habe auch die G9 und stelle Dir daher die Frage: Auf was stellt der Tiererkennungs-AF. der G9 in diesen Fällen scharf?

Oben hatte ich schon darauf aufmerksam gemacht, dass es ein gewaltiger Unterschied ist, ob ich eine Tiererkennung oder eine Vogelerkennung realisiere.
Was macht denn Deine G9, wenn Du eine Szene festhalten willst, in der eine Vogelspinne und ein Vogel agieren, Du aber eigentlich das Anliegen verfolgst, den Vogel abzulichten?

Das vorstehende Szenario geht entweder aus wie das "Hornberger-Schießen" oder Du musst als Fotograf manuell priorisieren, was man bei aktivierter Vogelerkennung ja i. d. R. gerade NICHT will.

Hinzu kommt, dass es eben auch weitaus schwieriger für einen Kamerahersteller ist, die mehrfach genannte Prioritätsreihenfolge (Auge, Kopf und Körper) i. V. mit einer Vogelerkennung zu verwirklichen, die zudem - zumindest theoretisch - auch dann noch funktionieren soll, wenn das Tier seine Haltung vor laufender Kamera so ändert, dass Auge, Kopf und Körper sich perspektivisch immer wieder ändern.

Kurzum: Ich bin ebenfalls sehr angetan von dem Tiererkennung der G9, aber so zu tun, als ob diese sozusagen auf einer hardwaremäßig schwächeren Basis die angepeilte Funktionalität der speziellen Vogelerkennung von Olympus übertrumpfe, halte ich nun wahrlich aus den o. a. Gründen nicht für fair und auch nicht für begründet. Auch diejenigen, die in erster Linie mit der G9 unterwegs sind, finden immer wieder Situtationen vor, die einem schon ein leichtes Schmunzeln entlocken können:

Zitat

... ich habe auch schon merkwürdige Tiere erwischt, dicker abgewinkelter Stamm=Seehund, verbogene Äste=Schlange und Sonstiges wo ich gegrübelt habe welches Tier das sein könnte.

Zitat

Die Tiererkennung selbst finde ich ja sehr gut gelöst, allerdings ist ein Schwachpunkt, dass der AF manchmal Strukturen für Tiere hält, welche keine sind. Gerade bei Sonnenschein will die Kamera immer auf die abstehenden Ästchen des fünf Meter dahinter befindlichen Nadelbaumes fokussieren. Und selbst mit der AF-Near-Taste ließ sie sich nicht dazu überreden, auf den Vogel im Vordergrund zurückzufinden. 

Quelle: https://www.systemkamera-forum.de/topic/120058-panasonic-lumix-g9/page/171/

vor 9 Stunden schrieb Libelle103:

Dabei ist die G9, 3 Jahre älter und aktuell deutlich günstiger als die EM1-3, die das nicht kann. Da frage ich mich schon, warum Olympus das nicht hinbekommt. Ich weiß zwar nicht wie schnell die jeweiligen Prozessoren und wie groß der Speicherplatz für die Algorithen bei den jeweiligen Kameras ist, aber ich kann mir aufgrund des Preises und des deutlich älteren Erscheinungsdatums der G9, nicht vorstellen, das die G9 hardwaremäßig leistungsfähiger ist, oder doch?

Das Erscheinungsdatum einer Kamera bzw. deren genutzte Hardwarekomponenten alleine reichen nicht zwingend aus, um deren Leistungsfähigkeit von vornherein höher einzustufen als die einer Kamera, die erst später erschienen ist. Hierbei spielt es durchaus auch eine Rolle, wie gut potentielle Möglichkeiten softwaremäßig ausgenutzt werden, welches OS verwendet wird usw. Es ist ja auch nicht so, dass jede neue Hardware im PC-Bereich automatisch alles schneller abwickelt, wenn gleichzeitig ein neueres Betriebssystem verwendet wird, das gleichzeitig weitaus höhere Anforderungen an die neue Hardware stellt. Es hat schon einen Grund, dass auf älterer Hardware häufig Unix-Derivate eingesetzt werden. 😉

 

vor 9 Stunden schrieb Libelle103:

Ich vermute das die Panasonic G9 und auch meine neue S5 deutlich bessere Softwarealgorithmen besitzen, die gar nicht so viel Rechen- und Speicherkapazität benötigen, also deutlich besseres Software- Engineering.

In der Tat verfolgt Panasonic bei der G9 den Ansatz, nicht permanent die Hardwarebasis zu "verbessern", sondern eine vorhandene Plattform softwaretechnisch bestmöglich durch Firmwareupdates auszureizen. Im PC-Bereich weiß jeder ATI-Grafikkarten-Fan, was geschickte Programmierer alles aus einem ATI-GPU-Treiber herauskitzeln können.

Im übrigen funktioniert die Vogelerkennung der E-M1X m. E. relativ gut. Selbst den Körper eines Buntspechts, der an einem Baumstamm hängt und dessen Kopf bewusst außerhalb des Bildausschnittes gehalten wird, erkennt die E-M1X. Das eigentliche Problem ist meiner Meinung nach aktuell noch für die neue Firmware, innerhalb des erkannten Objekts die Priorisierungsreihenfolge für die Fokussierung einzuhalten, sofern die Bedingungen hierfür offenkundig gegeben sind. Also eben das Auge scharf zu halten und nicht zu einem anderen Bereich des Kopfes zu springen, obwohl das Auge gut sichtbar ist.
Wenn ich den Vogel relativ formatfüllend erfasse und einen geringen Tiefenschärfebereich habe, macht sich natürlich sofort eine Fokussierung auf bspw. die Ohrdecken oder den Scheitel anstatt auf die Augen negativ bemerkbar.

Die weiter oben zu lesen Ausführungen bzgl. einer Priorisierung der Bildmitte usw. haben mit der eigentlichen Vogelerkennung m. E. nichts zu tun.
Sie ergeben sich zwangsläufig dadurch, dass bei jeden aktivierten Motivtyp (Vogel, Flugzeug usw.) ein "Fallback" in die normale Trackingfunktion erfolgt.

Letztlich erscheint mir der Ansatz, dem Fotografen zu überlassen, welches Motiv er verfolgen will, indem er mit einem AF-Feld/Cluster ein Muster dieses Motivs definiert mit anschließendem Suchen der Kamera in diesem Muster nach Auge(n) der sinnvollste. Vorteil ist, dass der Kamera die Motiverkennung abgenommen wird und sie sich stärker auf die Suche nach den Augen "konzentrieren", also ihre Rechenpower dafür einsetzen kann. So macht das halt bspw. die A9.

Viele Grüße
Volker

 

bearbeitet von m1testit
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vor 13 Minuten schrieb Kabe:

Nun, die Bird Detection funktioniert auch für andere Tiere gut…

Fallback! 😄

Und ich will außerdem in o. a. Szenario nicht die Spinne, sondern den Vogel - die Angst in dessen Augen - scharf haben. 😉

Ich werde heute oder morgen einmal testen, ob am Ende die Vogelerkennung der E-M1X mit in Japan vorkommenden Vogelarten besser zurechtkommt.
Vielleicht wurde das neuronale Netz nicht ausreichend mit europ. Arten gefüttert. 😁

Gruß
Volker

bearbeitet von m1testit
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Leider habe ich nur wenig Gelegenheit für Vogelfotografie und daher wenig Expertise. Mir ist aufgefallen, das die Vogelerkennung beim ersten Bild am besten sitzt, dann geht es hin und her. Ich erkläre mir das so, das der Autofokus ständig versucht, einen Ticken  "noch schärfer" zu fokussieren, da er nicht weiss, das die optimale Fokussierung erreicht ist. Vielleicht ein Grund, warum das parallel in einem anderen Chip läuft. Um wirklich nur bessere Fokuspunkte weiterzugeben. Dann wäre da der Optimierungsbedarf.

Weil mich das furchtbar nervt, habe ich in letzter Zeit die Fokussierung nicht mehr auf dem Auflöseknopf, sondern auf der AEL-Taste. Bei statischen Motiven kann ich dann falls nötig von Hand nachschärfen oder einfach nach belieben auslösen, weil die Schärfe sitzt und bleibt.

Statistisch ist das sicher selten, Motiv, Fotograf, Hand, irgendetwas ist eigentlich immer in Bewegung, daher macht die Vorgehensweise, ständig neue Schärfe zu finden schon Sinn. Produziert aber eben auch Ausschuss, solange das Verhalten aller Komponenten nicht absolut präzise vorhergesagt werden kann...

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vor 1 Minute schrieb dpa:

Mir ist aufgefallen, das die Vogelerkennung beim ersten Bild am besten sitzt, dann geht es hin und her.

Probier mal den AF-Scanner auszuschalten und nimm die AF- Empfindlichkeit runter.

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vor 29 Minuten schrieb Axel.F.:

Probier mal den AF-Scanner auszuschalten und nimm die AF- Empfindlichkeit runter.

Wenn nur EIN Vogel gut sichtbar und freistehend (auch dessen Auge(n)) vom Sucher erfasst ist und gemäß der o. a. Fokusprioreihenfolge die Kamera bereits bspw. auf dessen Augen fokusiert hat, darf ein Objekt # Vogel eigentlich nicht mehr "dazwischenfunken" können. Sowohl AF-Scanner als auch AF-Empfindlichkeit dürfen dann keine Rolle mehr spielen, anders folglich, als beim "normalen" C-AF.

Gegenwärtig hat die Vogelerkennung schlicht noch das Problem, dass sie auch unter optimalen Bedingungen (Kopf des Vogels völlig frei in gutem Licht parallel zur Sichtachse) und ohne weitere "störende" Elemente bspw. abwechselnd zwischen Auge und anderen Kopfbereichen hin- und her"pumpt". Aber vlt. bekommt man das ja noch besser in den Griff.

Viele Grüße
Volker

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Ich hatte den ersten Teil des Kamera Service schon mal an anderer Stelle "Bilder zum 100-400 mm" gepostet und bekam nach Rückfragen vom Service weitere Details beantwortet. 

Passt neben den besonderen Einstellungen des Olympus 100-400 mm an einer E-M1 III und einer G9 auch gut hier hin. Insgesamt wünsche ich mir eine Verschlankung des Kameramenüs wie bei Siri: "Hallo OM: Vogel im Dickicht" und die Kamera stellt ein. "Hallo OM: Vogel im Flug über Wasser" und die Kamera stellt ein usw. 

"Hallo OM: Mein Enkelkind fährt Laufrad".... "Hallo OM: Kindergeburtstag im Garten" "Hallo OM: Hochzeitsfeier Brautpaar" 

Sprachsteuerung mit eingebauter SimCard. Ist gut, ich höre ja schon auf zu träumen 😆

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Teil 1: 

vielen lieben Dank für Ihre Nachricht bezüglich Ihres neuen 100-400mm Objektivs. 
Es tut mir leid zu hören, dass bei Ihren Aufnahmen mit der E-M1 Mark III so viele Bilder unscharf sind. 

Das 100-400mm ist natürlich allein durch die große Brennweite und den geringeren Kontrast eine Herausforderung für den Autofokus. 
Es ist gut zu hören, dass Ihr Objektiv bei den Testaufnahmen mit Ihrer G9 zuverlässig fokussiert. 

Ich würde Ihnen empfehlen, zunächst die Einstellungen für die Bildstabilisierung zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. 

Da Ihr neues Objektiv einen eigenen Stabilisator hat, können Sie diesen über den Schalter am Objektiv auch separat ein- und ausschalten. Für die Nutzung der Stabilisierung zusammen mit Ihrem 100-400mm würde ich Ihnen die Einstellung "S-IS 1" empfehlen. 
Wenn Sie Ihre Kamera mit dem neuen Objektiv auf einem Stativ nutzen, müssten Sie beide Stabilisatoren ausschalten. 

Im Zusammenspiel mit der Stabilisierung Ihrer E-M1 Mark III ergeben sich folgende Szenarien: 

Objektiv IS an, Body IS an: Die Kamera erkennt die Bildstabilisierung des Objektivs und arbeitet mit dieser zusammen. (Kamera S-IS 1)
Objekitv IS an, Body IS aus: Nur Stabilisierung im Objektiv
Objektiv IS aus, Body IS an: Nur Stabilisierung im Body
Objektiv IS aus, Body IS aus: Keine Stabilisierung

Zusätzlich könnten Sie für Ihre Testaufnahmen die Einstellungen Ihrer E-M1 Mark III zurücksetzen. In unserer Software Olympus Workspace können Sie die Einstellungen Ihrer Kamera auch sichern, um sie später wieder aufzuspielen. 

Zur Unterstützung des Autofokus durch Ihre E-M1 Mark III würde ich Ihnen bei der Aufnahme mit Tele-Objektiven grundsätzlich empfehlen, mehrere Fokusfelder zu aktivieren. Da Ihre E-M1 Mark III neben der Kontrastmessung des Fokus über den Bildsensor auch zusätzliche Fokussensoren für die Phasenkontrastmessung hat, kann die Kamera den Fokus so in vielen Situationen noch schneller und zuverlässiger finden. 

Sollten Ihre Aufnahmen auch nach dem Zurücksetzen der Kameraeinstellungen nicht die gewünschte Schärfe aufweisen, würde ich eine Überprüfung Ihrer Kamera zusammen mit dem Objektiv in unserer Werkstatt vorschlagen. 

Bei MyOlympus können Sie die Überprüfung jederzeit als Reparatur anmelden. So können wir auch die Versandkosten zu unserer Werstatt für Sie übernehmen. 
Unter dem Link https://my.olympus-consumer.com können Sie die Reparatur im Bereich Kundenservice direkt anfordern. 
Nach dem Absenden Ihrer Anmeldung erhalten Sie die Reparaturdokumente mit einem Frachtbrief, die Sie herunterladen und ausdrucken können. Mit dem Frachtbrief können Sie Ihre Geräte ganz einfach bei der Post aufgeben. Die Kosten für den Versand trügen wir in diesem Fall für Sie.

Alternativ können Sie Ihre E-M1 Mark III und das 100-400mm Objektiv auch jederzeit eigenständig an folgende Anschrift senden:

Olympus Consumer Service
Yusen Logistics GmbH
Marseiller Str. 14-16 Halle H
47229 Duisburg

Ich möchte Sie bitten, als Inhalt des Paketes folgende Unterlagen mitzusenden:
    1) eine Kopie des Kaufbeleges
    2) eine kurze Fehlerbeschreibung
    3) Ihre Kontaktdaten (Adresse, an die Ihre Geräte zurückgesendet werden können+ E-Mail-Adresse/Telefonnummer) 

- Ich empfehle Ihnen, das Zubehör (Akku, Speicherkarte, ...) nicht mitzusenden. 
- in jedem Fall ist es ratsam, vor dem Versand die Seriennummer Ihrer E-M1 Mark III zu notieren (z.B. um den Reparaturstatus später unkompliziert abzufragen)
- der Reparaturvorgang inkl. Rücksendung dauert ca. 10-15 Arbeitstage. Aufgrund des aktuell sehr hohen Reparaturaufkommens können Reparaturen allerdings ein wenig länger dauern. 
- wenn Sie die Reparatureinsendung nicht über MyOlympus abwickeln, tragen Sie das Porto für den Versand nach Duisburg.
- die Rücksendekosten trägt OM Digital Solutions für Sie.“

 

Teil 2: 

 

"Guten Tag Herr ..., 

vielen Dank für Ihre Rückmeldung und die detaillierte Ausführung Ihrer Erfahrungen mit Ihren beiden 100-400mm Objektiven. 
Bitte verzeihen Sie meine späte Antwort. Unsere Systeme hatten mit der Umstellung wohl noch einige Probleme, sodass ich Ihre Nachricht erst jetzt lesen konnte. 

Es freut mich zu hören, dass Sie Ihr neues 100-400mm Objektiv nach so langer Wartezeit in diesem Jahr endlich in Empfang nehmen konnten. Nun wäre es natürlich umso besser, wenn die Aufnahmen mit dem neuen Objektiv ebenso leicht von der Hand gingen, wie Sie es von Ihrer Kameraausrüstung gewohnt sind. 
Mit dem Anpassen der Einstellungen - insbesondere für den Autofokus - lassen sich auch die Aufnahmen von fliegenden Zielen noch vereinfachen. Auch wenn ich Ihnen hier keine eierlegende Wollmilchsau versprechen möchte, teile ich meine Erfahrungen und Tipps gerne mit Ihnen. 

Bezüglich der Überprüfung in unserer Werkstatt sind aktuell einige Faktoren ausschlaggebend für die Reparaturzeit: neben den Einschränkungen des Transports aufgrund der Pandemie ist unsere Werkstatt aktuell auch mit besonders vielen Reparaturen beschäftigt. Ich gehe aber davon aus, dass wir die Verzögerung in unserer Werkstatt innerhalb der nächsten Wochen wieder aufholen können. 
In der Regel können Abweichungen der Fokussierung durch eine Justierung des Objektivs behoben werden. Da Ihre E-M1 Mark III mit dem 12-100mm PRO und anderen Objektiven einwandfrei arbeitet, würde ich vermuten, dass eine Anpassung an der Kamera nicht erforderlich oder ratsam wäre. 
Vor der Überprüfung durch meine Kolleginnen und Kollegen möchte ich mich aber nicht weiter mit Spekulationen bemühen - vielleicht können wir durch das Anpassen der Kameraeinstellungen bereits das gewünschte Ergebnis erzielen. 

Um meine Nachricht ein wenig übersichtlicher zu gestalten, werde ich Ihre Fragen zu den Einstellungen einfach in den folgenden Stichpunkten beantworten: 


IS & Technisches:

Die beiden kombinierten IS-Funktionen Ihrer Kameras (Sync-IS & Dual-IS) werden jeweils nur von den Kameras und Objektiven eines Herstellers unterstützt. Der Sync-IS wäre also nur mit Ihrer E-M1 Mark III und dem 12-100mm PRO möglich, der Dual-IS nur mit Ihrer G9 und dem 100-400mm von Panasonic. 
Ihr 100-400mm PRO kann, obgleich es den Sync-IS nicht unterstützt, zusammen mit dem Stabilisator Ihrer E-M1 Mark III arbeiten. Das Objektiv übernimmt hier Yaw & Pitch, die Kamera den Ausgleich von Rollbewegungen. 
Die Stabilisierung Ihrer E-M1 Mark III im Body ist mit bis zu 7 EV zwar ein wenig stärker als die Ihrer G9, bei großen Brennweiten macht sich die Stabilisierung im Objektiv aber in jedem Fall bezahlt - ganz gleich ob mit oder ohne Sync- oder Dual-IS. 

Ich würde Ihnen empfehlen, wenn möglich immer beide Stabilisatoren (Kamera & Obektiv) einzusetzen, also Kamera und Objektiv eines Herstellers, um die bestmögliche Stabilisierung zu erzielen. Bei der Kombination von Panasonic und Olympus müssten Sie sich aber auf eines der beiden Systeme verlassen. 

Ihr 100-400mm von Olympus kann alleine bereits bis zu 3 EV ausgleichen (bei 400mm Brennweite). 
Beim Einsatz des MC-40 können bis zu 2,5 EV, mit dem MC-20 bis zu 1,5 EV ausgeglichen werden. 

Zur Stabilisierung des 100-400mm von Panasonic konnte ich bei meiner Recherche nur eine Angabe zu 4,5 - 5 EV in Kombination mit dem Dual-IS finden. Eine verlässliche Quelle zur tatsächlichen Kompensation konnte ich leider nicht heranziehen. 

Markus Wäger hat einen ausführlichen Vergleich der beiden Supertele-Zoom-Linsen auf seinem Blog veröffentlicht. Da ich mir aufgrund fehlender Quellen und Erfahrung mit dem 100-400mm von Panasonic kein Urteil zu den Vor- und Nachteilen der beiden Objektive erlauben möchte, sende ich Ihnen hier zwei Links zum Blog von Herrn Wäger: 
https://www.markuswaeger.com/2020/09/20/olympus-m-zuiko-100-400mm-vs-panasonic-leica-100-400mm/
https://www.markuswaeger.com/2020/09/29/olympus-100-400-panasonic-100-400-olympus-40-150-und-olympus-300-pro-im-vergleich/


Verschlusszeit & ISO-Einstellungen:

In vielen Testberichten wird eine Verschlusszeit von 1/100 s als Richtwert für die Aufnahme mit dem 100-400mm angegeben. Da ich selbst eine wirklich ruhige Hand habe, sind mir auch schon Aufnahmen mit längeren Verschlusszeiten bei den vollen 400mm gelungen. 
Hier kann ich Ihnen also auch keinen eindeutigen Wert nennen - an den 1/100 s können Sie sich aber orientieren und die Verschlusszeit entsprechend Ihrer Aufnahmen und Ihrer Hand anzupassen. 

Die ISO-Einstellungen zum Verschluss-Tiefstwert greifen nur in den Aufnahmemodi A und P. 
Wenn Sie hier einen Wert festlegen, würde die Kamera ab diesem den ISO statt der Verschlusszeit anpassen. 
Mit der Einstellung "Auto" erhöht die Kamera nur die Verschlusszeit und passt den ISO entsprechend der Einstellungen im Schnellmenü an. 
Ich selbst lege meist eine Obergrenze für den ISO fest und lasse die Kamera im Aufnahmemodus A die Verschlusszeit frei anpassen. Gegebenenfalls steuere ich hier mit der Belichtungskorrektur oder über die schnelle Einstellung mit der ISO-Taste entgegen. 


Anti-Schock mit Verzögerung:
Bei Aufnahmen aus der Hand würde ich keine Aufnahmeverzögerung empfehlen. Diese Funktion ist besonders für Aufnahmen mit Stativ interessant, da so die Bewegungen durch das Drücken des Auslösers kompensiert werden können. 


AF-Modus:
Für die Aufnahme von bewegten Motiven würde ich den kontinuierlichen Autofokus empfehlen, da die Kamera hier den Fokus auch weiter anpasst, wenn der Auslöser bereits gedrückt ist und ich den Bildrahmen noch kurzfristig anpasse. Damit der C-AF durchgehend misst, müssten Sie dies für den AF-Scanner einstellen. 

AF-Scanner:
Da bei großen Brennweiten auch durch kleine Bewegungen eine große Änderung des Bildrahmens erfolgt, nutze ich in diesem Fall den Modus 3. 
Bitte beachten Sie, dass diese Einstellung nur für den kontinuierlichen Autofokus gilt. 
[A1. AF-Scanner - Modus3]

C-AF + TR:
Mit Ihrer E-M1 Mark III können Sie zusätzlich zum kontinuierlichen Autofokus auch das Fokus-Tracking nutzen. So würde der Fokus Ihrem Motiv folgen, sobald Sie den Auslöser halb herunterdrücken. Diese Funktion nutze ich dann, wenn das Motiv auch über einen gewissen Zeitraum hinweg verfolgt wird. Bei "Schnappschüssen" ist der kontinuierliche Autofokus ohne das Tracking meiner Erfahrung nach noch besser geeignet.
[A1. - AF-Modus ODER über das Schnellmenü beim Drücken der OK-Taste]

C-AF Empfindlichkeit:
Sie können die Empfindlichkeit, mit der der kontinuierliche Autofokus ein Motiv wählt, selbst anpassen.
Für sich schnell bewegende Motive, wie etwa einen Singvogel im Garten, würde ich Ihnen hier die Einstellung +2 empfehlen. So würde der C-AF auch auf besonders schnelle Bewegungen reagieren.
Wenn Sie hingegen Vögel fotografieren möchten, die sich nicht sehr stark bewegen, aber von anderen vorbeifliegenden Tieren oder Ästen verdeckt würden, wäre eine Einstellung im negativen Bereich hilfreich. So würde der Fokus nicht von den Objekten im Vordergrund abgelenkt.
[A1. - C-AF Empfindlichkeit - +2]

C-AF Mitte Start:
Mit dieser Funktion würde die E-M1 Mark III den Fokus zunächst innerhalb der eingestellen AF-Gruppe suchen und bei weiteren Scans die umliegenden Felder aktivieren. Dies ist besonders hilfreich, wenn sich Motive so unvorhersehbar bewegen, wie einige besonders flinke Vögel.
[A1. - C-AF Mitte Start]

C-AF Mitte Priorität:
Diese Funktion ermöglicht es, die ausgewählten AF-Felder mit Priorität gegenüber den restlichen Fokusfeldern zu behandeln. Die Mittenpriorität ist eine tolle Ergänzung zum mittigen Start des AF.
[A1. C-AF Mitte Priorität]

AF-Begrenzung:
Eine weitere nützliche Funktion ist die AF-Begrenzung. Hier können Sie die Entfernung, in der der Autofokus arbeitet, eingrenzen und auch verschiedene Voreinstellungen sichern. So würde verhindert, dass die Kamera zu nah oder zu weit weg fokussiert.
[A3. - AF-Begrenzung]


Bei Serienaufnahmen von Vögeln nutze auch ich meist die Pro Capture Funktion in der Einstellung Low. So verarbeitet die E-M1 Mark III die aufgenommenen Bilder noch schneller und ist wieder für das nächste Motiv bereit.
Für die Serienaufnahmen würde ich Ihnen folgende Einstellungen empfehlen:

Auslösepriorität C-AF:
Die Auslösepriorität lasse ich bei Tieraufnahmen meist angeschaltet. So würden die Serienaufnahmen nicht unterbrochen, wenn die Kamera den Fokus verliert.
[C1. - Auslösepriorität C-AF - An]

L-Optionen:
Für die Pro Capture Funktion behalte ich die Grundeinstellungen meist komplett bei. Mit 18 fps und 8 Bildern vor dem Auslösen habe ich so genug Vorlaufzeit, um auch meine eingeschränkte Reaktionszeit auszugleichen.
[C1. - L-Optionen - ProCap - Max. Bilder p. S.: 18fps; Bilder vor Auslösen: 8; Bildzahl-Begrenzung: 25]


Zu der Wahl der Fokusfelder mit Ihrer E-M1 Mark III möchte ich Sie noch auf eine kleine Eigenheit der Kamera aufmerksam machen: 
Ich würde Ihnen empfehlen, die Fokusfelder immer direkt über den Joystick bzw. das Steuerkreuz anzupassen, nicht über das Touch-Display der Kamera. 
Wenn Sie den Fokusrahmen über das Touch-Display anpassen, wäre dieser nicht mehr deckgleich mit der Lage der Sensoren für den Phasen-Autofokus auf dem Sensor Ihrer Kamera. So würde möglicherweise nicht die volle Geschwindigkeit und Leistung des Autofokus genutzt. 


Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner langen Nachricht einige Fragen zu Ihrer Kameraausrüstung und den Einstellungen der E-M1 Mark III beantworten konnte.

bearbeitet von Uli´s Oly
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vor 4 Stunden schrieb Uli´s Oly:

Zur Unterstützung des Autofokus durch Ihre E-M1 Mark III würde ich Ihnen bei der Aufnahme mit Tele-Objektiven grundsätzlich empfehlen, mehrere Fokusfelder zu aktivieren. Da Ihre E-M1 Mark III neben der Kontrastmessung des Fokus über den Bildsensor auch zusätzliche Fokussensoren für die Phasenkontrastmessung hat, kann die Kamera den Fokus so in vielen Situationen noch schneller und zuverlässiger finden. 

Ich sehe in der Dir gegebenen Antwort leider nichts, was im Zusammenhang mit Bird Detection eine neue, hilfreiche Info wäre.
Trotzdem vielen Dank für das Teilen der Infos!

Auch der Dir gegebene Hinweis, dass die "E-M1 Mark III neben der Kontrastmessung des Fokus über den Bildsensor auch zusätzliche Fokussensoren für die Phasenkontrastmessung" habe und die "Kamera den Fokus so in vielen Situationen noch schneller und zuverlässiger finden" könne, hilft bei C-AF nicht wirklich weiter, da dieser lt. Olympus bei C-AF ausschließlich auf PDAF basiert. Das klingt auch logisch, weil sonst die beachtliche Serienbildgeschwindigkeit im C-AF L Modus nicht realisierbar wäre.

Auch muss man ob vorstehender Aussage leider vermuten, dass deren Urheber (wirklich Olympus-Service?) nicht weiß, wovon er spricht bzw. schreibt, denn der Kontrast-AF korrigiert bei S-AF den Fokus und nicht der PDAF den Kontrast-AF.

Viele Grüße
Volker

bearbeitet von m1testit
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vor 32 Minuten schrieb m1testit:

Ich sehe in der Dir gegebenen Antwort leider nichts, was im Zusammenhang mit Bird Detection eine neue, hilfreiche Info wäre.
Trotzdem vielen Dank für das Teilen der Infos!

Auch der Dir gegebene Hinweis, dass die "E-M1 Mark III neben der Kontrastmessung des Fokus über den Bildsensor auch zusätzliche Fokussensoren für die Phasenkontrastmessung" habe und die "Kamera den Fokus so in vielen Situationen noch schneller und zuverlässiger finden" könne, hilft bei C-AF nicht wirklich weiter, da dieser lt. Olympus bei C-AF ausschließlich auf PDAF basiert. Das klingt auch logisch, weil sonst die beachtliche Serienbildgeschwindigkeit im C-AF L Modus nicht realisierbar wäre.

Auch muss man ob vorstehender Aussage leider vermuten, dass deren Urheber (wirklich Olympus-Service?) nicht weiß, wovon er spricht bzw. schreibt, denn der Kontrast-AF korrigiert bei S-AF den Fokus und nicht der PDAF den Kontrast-AF.

Viele Grüße
Volker

Hallo Volker!

Das sind Antworten des Olympus Service, Namen darf ich hier nicht nennen. Ich habe bewusst zu den Aussagen keine Kommentare  abgegeben. Auslöser war die Neuerwerbung meines Olympus 100-400 mm im Januar 2021 und eine erste Versuchsreihe bei uns in der Heimat am Ententeich, wo ich aus über 1000 Auslösungen keine 10 %  verwertbare Fotos hatte und dies dem Forum als auch dem Service geschildert habe. Auch die gleichzeitige Nutzung von C-AF Start und Prio hat mich verwundert, war man hier im Forum doch anderer Ansicht. 
Bird detection in Verbindung mit E-M1 III und Firmware-Update hat Nils Häußler ja bereits mehrmals auf Rückfrage wegen unzureichender Prozessorleistung ausgeschlossen, da habe ich keine Hoffnung auf Realisierung. 
 

bearbeitet von Uli´s Oly
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Hallo,

aber auch ohne die AI-Vogelerkennung arbeitet der C-AF Deines Modells lt. Olympus eben gerade NICHT mit Kontrast-AF.

Außerdem wusste ich bis zu der Aussage des von Dir zitierten Mitarbeiters auch nicht, dass das 100-400er ein PRO-Objektiv ist.😁

Viele Grüße
Volker

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