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Kamera und Objektive "überarbeiten" lassen, lohnt sich das?


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Hallo,

ich bin Hobbyfotografin und habe eine E-510 und eine E-30, dazu einige Objektive (50 mm Makro, 12-60 mm SWD, 50-200 mm SWD, 300 mm, Sigma Makro 150 mm, um nur die "wichtigsten" zu nennen). Ich habe das Gefühl, dass die E-30 nicht mehr sauber arbeitet und evtl. auch das eine oder andere Objektiv einen Check-up vertragen könnte. Vor 3 Jahren habe ich überlegt, mir eine neue Kamera zuzulegen, aber die Vorstellung, meine "großen" Objektive mit Adapter an einer Spiegellosen zu betreiben, gefaellt mir nicht wirklich. Ich habe mir daraufhin die Sony RX 10 zugelegt, was ganz anderes, ich weiß, aber mit dem Vorteil, dass ich nicht immer mit mehreren Objektiven hantieren muß. 

Die Sony macht tolle Fotos, ohne Frage, aber bzgl. Hintergrundunschärfe bei Makros vermisse ich doch einiges.

Darum meine Frage an die Profis hier: lohnt sich ein (sicher nicht preiswerter) Check-up meiner Kamera + Objektive oder sollte ich doch auf was anderes umsteigen?

Und wenn "umsteigen": Wo und wie verkaufe ich meine Ausstattung am besten? Habe ja seinerzeit einen Haufen Geld dafür ausgegeben und würde nicht gerne nur einen Hunderter jetzt rausbekommen. ;-)

 

Danke und Gruß

Cat

 

 

 

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Dürfte ziemlich schwierig werden, überhaupt jemanden zu finden, der das betagte Equipment noch fachgerecht warten kann. OMDS "bemüht" sich, Service bis zu zehn Jahren nach Verkaufsende zu leisten, aber im Einzelfall kann es schon weit früher zu Problemen durch nicht mehr lieferbare Ersatzteile kommen.

Die preiswertere Alternative: gebrauchtes Olympus E-System Equipment kaufen, natürlich am besten nach vorherigem ausprobieren.

Die hochwertigere Alternative: "umsteigen", aber da ist zu bedenken, dass wohl mit Ausnahme von Pentax alle Kamerahersteller ihre DSLR Systeme auslaufen lassen, und auf spiegellose Systeme umstellen.

Verkauf an Privatpersonen bringt in der Regel höhere Erlöse, Händler müssen ihre Kosten einkalkulieren und wollen ja auch dann noch etwas verdienen.

Für Sahnestücke wie das 150/2.0 oder das 300/2.8 gibt's noch deutlich mehr als einen Hunderter, aber für anderes braucht's eher einen Sammler oder Bastler...

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Danke!

 

Gilt das mit der Wartung auch für die Objektive oder nur für die Kameras?

Funktionieren die FT-Objektive denn genauso schnell und einwandfrei an einer mFT-Spiegellosen? Und was für einen Adapter brauche ich dafür - und außerdem: welche Spiegellose wäre denn zu empfehlen? Fragen über Fragen ... 😉

Gruß

Cat

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vor 57 Minuten schrieb Catwoman:

Danke!

 

Gilt das mit der Wartung auch für die Objektive oder nur für die Kameras?

Funktionieren die FT-Objektive denn genauso schnell und einwandfrei an einer mFT-Spiegellosen? Und was für einen Adapter brauche ich dafür - und außerdem: welche Spiegellose wäre denn zu empfehlen? Fragen über Fragen ... 😉

Gruß

Cat

Die Objektive sollten an einer aktuellen OM-D E-M1 schneller fokussieren, als an den alten FT-Gehäusen, die du hast. Außerdem können sie - falls sie nicht ganz korrekt fokussieren - durch die Kamera feinjustiert werden. Ich weiß nicht, ob das deine E-30 schon konnte. Als Adapter brauchst du möglichst einen MMF-3, der aber leider nicht mehr produziert wird. Es funktionieren aber auch Nachbauadapter, nur weiß man da nie, wie präzise die wirklich sind. Also am besten einen (oder gleich zwei) gut erhaltenen gebrauchten MMF-3 kaufen.

An Kameras gibt es vier für dich sinnvolle Modelle: Die E-M1 II oder III oder die E-M1 X kann ich empfehlen. Die originale E-M1 wäre gegenüber deinen Kameras zwar immer noch ein ziemlicher Fortschritt, doch hat sich seit ihrer Einführung die Kamerawelt schon ziemlich stark weiter gedreht. Vorteil bei ihr ist natürlich der sehr günstige Gebrauchtpreids. Die kleineren Om-Ds haben teilweise nicht den Phasen-AF, der für die sinnvolle Nutzung der FT-Objektive erforderlich ist.

Für das 300er und das 50-200 ist sicher die E-M1X die beste Wahl, einfach weil die Gehäusegröße am besten passt. Ich nutze allerdings das - etwas kleinere - 150-400 an einer E-M1 III und habe damit auch keine Schwierigkeiten.

Gruß

Hans

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vor 44 Minuten schrieb Catwoman:

Nochmals herzlichen Dank! Ich werde dann mal "in mich gehen", bzgl. der Ausgabe. Aber die Objektive einfach nur rumliegen lassen, macht ja auch keinen Sinn.

Du kannst ja auch mal über die "Test and Wow" Aktionen von Olympus eine E-M1 über ein Wochenende testen. dDa müsstest du also nur vorher einen Adapter kaufen, denn den wird es bei der Aktion wohl nicht geben. Auf jeden Fall kriegst du dann mal einen Eindruck, wie die neuen Kameras mit deinen Objektiven performen. Und wenn du noch ein aktuelles mit ausleihst (z.B. das 12-100), hast du auch noch einen guten Vergleich der Stabi-Leistung und des Autofokus bei den µFT-Linsen.

Gruß

Hans

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Am 22.4.2021 um 08:05 schrieb Catwoman:

Ich habe das Gefühl, dass die E-30 nicht mehr sauber arbeitet und evtl. auch das eine oder andere Objektiv einen Check-up vertragen könnte

Ruf mal hier an: https://www.kameraspezi.de

Die Werkstatt kenne ich seit 1964. Sehr freundlich und hilfsbereit (in der dritten Generation). Ob sich das Ganze für dich wirtschaftlich lohnt, musst du entscheiden.

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Mein Tip:

1) Kauf dir eine e5. Unkaputtbar und wirklich besser als die e30. Hatte beide. Damit kannst du eine gute Weile weiter leben. 
2) wenn du auf mft umsteigst: es ist in allen Belangen besser als Ft. Ausnahme: handling. 
aber: die olympus Adapter passen zwar, verschleißen aber an den schweren objektiven schnell. Die Fassung ist aus Alu!!! Dringende Empfehlung: Panasonic Adapter. Stabil, aber kein Spritzwasserschutz. 
bei den no Name Adaptern kenne ich mich nicht aus. 
 

also: den moppel e5 oder ab m1.2

gruss bernd

bearbeitet von Proust
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Am 22.4.2021 um 08:05 schrieb Catwoman:

12-60 mm SWD

Hinweis: Beim FT12-60 swd gab es verbreitet ein Knackgeräusch beim Zoomen wegen der gelösten flexiblen Leiterplatte, was man selbst beheben könnte oder vom kameraspezi machen läßt. Früher hat das auch der Olympus-Service gemacht.

Die FT´s kannst Du an allen mft´s wie oben beschrieben anflanschen. Sie sind schneller als an der e-5 oder e-30, aber nicht so schnell wie die mft-Objektive. Objektivankorrekturen sind in den mft´s möglich.

Das 50er-Makro ist zwar etwas behäbig, da noch kein Ultraschallmotor drin ist, ist aber ein optisches best-of. Und bei sehr vielen Makros hat man eh alle Zeit der Welt.

Ich würde mit preiswerten Gebrauchten (e-m1.2, e-m5.2, e-m10.2) mit mmf3-Adapter anfangen und danach erst langsam auf mft umrüsten.

 

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vor 27 Minuten schrieb aperture 8:

Ich würde mit preiswerten Gebrauchten (e-m1.2, e-m5.2, e-m10.2) mit mmf3-Adapter anfangen und danach erst langsam auf mft umrüsten.

Von den "kleinen" Gehäusen ich dringend abraten. Sowohl E-M5.2 und E-M10.2 haben ein reines Kontrast-AF-System. Das verträgt sich nicht besonders gut mit den FT-Objektiven. Technisch gesehen funktioniert es zwar, aber eher langsam und unzuverlässig. Von den kleinen hat nur die E-M5.3 auch einen Phasen-Autofokus.

Gruß

Hans

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vor 2 Minuten schrieb Hacon:

aber eher langsam und unzuverlässig

Naja, einsteinsche Relativität: ich hatte die FT´s damals ab 2011 schon an der ersten E-P3, E-M5 mit dem MMF-1 und dann mit dem MMF-3 an der E-M1 und E-m10, da die mft-Pro´s noch auf sich warten ließen und es funktionierte.

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Für die Verwendung von FT-Objektiven sind die E-M1 Modelle am besten geeignet, und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Nur die E-M1 hat PDAF, der ein schnelles Fokussieren der FT-Objektive erlaubt. Dem 12-60 SWD und den 50-200 SWD wird nachgesagt, dass sie mit dem Kontrast-AF der kleinen Modelle nur sehr widerwillig zusammen arbeiten.
  2. Die FT-Zooms und das 300er sind dicke Brummer. Mit dem größeren Gehäuse der E-M1 liegen sie einfach besser in der Hand,  mit einem Batteriegriff wird es noch etwas besser (oder gleich die E-M1X). Damit ist die E-M5 III eigentlich auch raus, zumal sie mit dem Batteriegriff eher teurer als die E-M1 II ist.
  3. Die E-M1 ist die günstigste Variante: kaum teurer als eine E-M5 und deutlich günstiger als die E-M5 II und die E-M1 II.
  4. Die E-M1 ist der E-5 in fast allen Belangen überlegen.

Von den genannten Objektiven besitze ich das 50-200 SWD. Das funktioniert an der E-M1 II ganz ausgezeichnet. Die SWD-Objektive vertragen sich mit dem Kontrast-AF der E-M10 (alle Varianten), E-M5, E-M5 II, alle Panasonic Kameras überhaupt nicht. Für die "dicken Brummer" (50-200, 300) ist auch die E-M5 III etwas zu klein, die E-M1 liegt mit dem Batteriegriff richtig gut in der Hand.

Eine E-M1 bekommt man mit Batteriegriff bereits für ca. 250€. Eine E-5 ist eher teurer. Bei einem Systemwechsel bringt das 2,8/300mm etwa 2000€, der Rest deckt die Kosten für gleichwertige Objektive in einem anderen System eher nicht.

Ich würde je nach Budget eine E-M1 oder E-M1 II und einen Adapter kaufen. Den "Check-Up" der Objektive kannst du dir sparen,  solange sie ordentlich funktioneren. Falls der AF nicht exakt sitzt, kann man den an E-5 und E-M1 selbst justieren.

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Am 22.4.2021 um 08:05 schrieb Catwoman:

Und wenn "umsteigen": Wo und wie verkaufe ich meine Ausstattung am besten? Habe ja seinerzeit einen Haufen Geld dafür ausgegeben und würde nicht gerne nur einen Hunderter jetzt rausbekommen. ;-)

Das ist leider bei Technik nicht zu vermeiden, vor allem wenn man ein System nutzt, dass es nicht mehr gibt. Und Adaptieren ist halt bei Olympus nicht mit allen Kameras wegen des AF möglich.

Da lauern dann viele auf ein Schnäppchen. Aber mehr wie ein hunderter wirds schon werden.

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Danke Euch allen für die sehr hilfreichen Tips.

Das 300er, das ich habe, ich das "Billigteil", reines Schönwetterobjektiv, das es seinerzeit für um die 400 EUR gab, nicht das 2.8/300er. 😉

Ich habe mal einen Blick auf die E-M 1.3 geworfen, die würde mich schon reizen. Ich gehe mal weiter in mich (und in mein Portemonnaie 😉).

Gruß Cat

bearbeitet von Catwoman
Ergänzung
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Nach meinen Erfahrungen entpuppt sich der Versuch, alte Technik aufzuarbeiten und anzupassen oft als teures Experiment. Ich würde komplett von FT zum modernen mft wechseln.

Gruß Birgit

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vor 8 Stunden schrieb Olygraf:

Nach meinen Erfahrungen entpuppt sich der Versuch, alte Technik aufzuarbeiten und anzupassen oft als teures Experiment. Ich würde komplett von FT zum modernen mft wechseln.

Naja, ich hab ein paar andere Erfahrungen gemacht, wenn die alte funktionierende Technik (Objektive) vorhanden ist, reicht ein Upgrade auf eine günstige, gebrauchte M1-1.

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vor einer Stunde schrieb Weit Oerp:

Naja, ich hab ein paar andere Erfahrungen gemacht, wenn die alte funktionierende Technik (Objektive) vorhanden ist, reicht ein Upgrade auf eine günstige, gebrauchte M1-1.

Einen MMF Adapter nicht vergessen, der leider nur schwer bis gar nicht mehr zu bekommen ist. 

 

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vor 10 Stunden schrieb blitz:

Einen MMF Adapter nicht vergessen, der leider nur schwer bis gar nicht mehr zu bekommen ist.

Nach meinen persönlichen Erfahrungen und wohl auch von anderen Usern im Forum scheint der FT->MFT Adapter von COMMLITE eine robuste und gut verarbeitete Alternative zu sein. Zwar nicht abgedichtet, aber das sollte in den meisten Fällen verkraftbar sein. Olympus will da ja nichts mehr verkaufen... 

Ich persönlich würde wohl in Deinem Fall zur EM5 III oder EM1 II jeweils mit Adapter tendieren, je nach Größenpräferenz. Dann können alle Objektive erstmal weiterbetrieben werden und bei Bedarf irgendwann mal ersetzt werden oder auch nicht. 

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