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Zauneidechse mit Zeckenbefall


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Im Ohr und rund um den Vorderbeinansatz sind 6 Zecken zu erkennen. Praktisch leider schwer und nicht unbedingt im Sinne der Echse, diese zu greifen und die Plagegeister zu entfernen (z.B.: Schwanz könnte abgeworfen werden). Wäre interessant zu wissen, ob das ggf. die Art Zecke ist, welche auch Menschen befällt.

ZauneidechseZeckenbefall.JPG

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Ich schätze die Zecken werden über kurz oder lang die Eidechse umbringen. So ein kleines Tier hat schon mit einer ein lebensgefährliches Problem, aber gleich 6 davon. Früher konnte man so etwas brutal aber hoch effizient mit Paralsticks beseitigen. Wenn du jemanden kennst, der Hund oder Katze besitzt und eine entsprechende Tinktur hat, sollte es auch möglich sein die zu entfernen. Aber dazu musst du sie erst einmal einfangen. Der Verlust des Schwanzes wäre ärgerlich, aber das kleinere Übel, da er nachwächst. 

Ob die Zecken auch Menschen angreifen, darauf kannst du dich verlassen. Also dort stets lange Hosen und geschlossene Schuhe tragen und anschließend die Kleidung und dich absuchen. Ggf. die Klamotten mit einem Mittel gegen die Krabbler einsprühen. Zecken sind extrem zäh und sollen bis zu 10 Jahre ohne Nahrung auskommen. 

Gruß Peter 

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vor 18 Minuten schrieb Piesl:

Ich schätze die Zecken werden über kurz oder lang die Eidechse umbringen. So ein kleines Tier hat schon mit einer ein lebensgefährliches Problem, aber gleich 6 davon.

Jede Zecke wird, wenn überhaupt, ca. 0.2-0.4ml Eidechsenblut zu sich nehmen und dann gesättigt den Wirt verlassen. In Summe also ca. 1.2-2.4ml Blut, welches das Wirtstier unbeschadet überstehen wird, denn dieses wird sich in den meisten Fällen nicht mit den für den Menschen gefährlichen Krankheitserregern infizieren. Das ist von der Natur schon recht gut durchdacht, dass die Wirte eben nicht gleichzeitig Opfer werden. Gefährlich für die Echse wird es nur, wenn sich noch deutlich mehr Zecken "ansiedeln" sollten.

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Hallo Jörn,

entgegne ich einmal mit einem klaren Jain. Die Blutsauger waren auch für mich, als ich noch intensiv Terraristik betrieben habe, stets ein gefürchteter Angstgegner. Nicht weil sie im Terrarium "verloren" gingen, sondern wegen der starken Schwächung ihrer Opfer. Leider ist die gut durchdachte Lösung in der Natur alles andere als selbstverständlich. Ein gravierendes Beispiel durchleben wir gerade, auch wenn ich persönlich die Story vom Übertritt aus Fledermäusen nie und nimmer glauben werde. Doch das ist Offtopic! Es gibt zahllose Beispiele für den Tod durch Befall. Mikroben, Pilze und andere Schmarotzer sind zahllos im Erledigen ihrer Wirte. Der Goliath unter ihnen ist die Würgefeige, die Urwaldriesen überwuchert und schließlich einfach durch aussaugen und ersticken killt nachdem sie ihren "Zweck" als Wachstumshilfe erfüllt haben.

Doch zurück zur Eidechse. Die von dir errechnete Blutmenge ist für so ein kleines Tier schon recht groß. Der NaBu gibt ein aus gewachsenes Tier mit ca 20g an. Auszug NaBu: "In Deutschland wurden maximale Kopf-Rumpf-Längen (KRL) von 96,2 mm (Weibchen aus Hessen) und 240 mm Gesamtlänge, mit einer Masse von 18,6 g (Weibchen, Männchen aus Brandenburg) ermittelt. Die meisten Zauneidechsen bleiben deutlich kleiner."

Auszug aus einem Fachbericht zur medizinischen Blutentnahme bei Reptilien: "Welche Menge problemlos gezapft werden kann hängt ab von der Größe und Gesundheit des Patienten. Die Gesamtblutmenge bei Reptilien beträgt etwa 5 % bis 8 % des Körpergewichts. Ein Reptil von 100 g enthält ± 5 ml bis 8 ml Blut. Da bei Reptilien ein Verlust von etwa 10 % der Gesamtmenge problemlos vertragen wird, kann man bei einem Körpergewicht von100 g ± 0,65 ml Blut entnehmen."

Macht nach den obigen Angaben im Bestfall bei 18,5g und 8% Blutmenge 1.48 g/ml Blut. Bis 10% problemloser Verlust = 0,148 g/ml. Deine Kalkulation 1,2-2,4 ml. Da bleibt also nicht mehr viel übrig für das Tier. Dieses war laut Botaniker von 6 erkennbar befallen.

Ich hatte hier im Wald im Herbst 2020 einen Finken gefunden, der 1e vollgesaugte Zecke am Hals hatte und fast bewegungslos da lag. Mein Versuch ihn zu bergen schlug leider fehl, da gerade in dem Moment ein Mountainbiker vorbeigepflügt kam und den Vogel zu einer Flucht aufschreckte. Leider konnte ernoch einen tiefen Bach überqueren, stürzte danach aber ins Unterholz. Schätze das war es für ihn.

Viele Grüße Peter

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vor 1 Stunde schrieb Piesl:

Nicht weil sie im Terrarium "verloren" gingen, sondern wegen der starken Schwächung ihrer Opfer.

Ich vermute, dass exotische Echsen im Terrarium deutlich anfälliger als heimische Eidechsen sind, was Zecken betrifft. Bevor wir hier weiter über Blutmengen oder lethale Befallgrößen diskutieren, bitte mal folgenden Link einer Befallanalyse durch Zecken durchlesen. Da sind die hier auf dem geposteten Bild sichtbaren Zecken Peanuts.   

bearbeitet von jsc0852
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Hallo Jörn,

sorry ich wollte hier auch nicht mehr weiter einsteigen, ist ja nicht forengerechtes Thema. Aber Danke für deinen Link, eine echt interessante Publikation.

Mein Fazit: im nächsten Leben ist Eidechse im Spessart auch gestrichen. 😁

VG Peter

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vor einer Stunde schrieb Piesl:

sorry ich wollte hier auch nicht mehr weiter einsteigen, ist ja nicht forengerechtes Thema.

Warum entschuldigst du dich? Ich finde schon das das Thema hier, alleine durch den Titel und das belegende Foto, ruhig tiefer diskutiert werden kann. Jedenfalls besser als die x-te Äquivalenzdiskussion oder wer wann was gedenkt zu kaufen, wen dann dies das oder welches vorhanden ist.

Ergänzung deines Fazits: Zecke im Spessart😜🤔?

bearbeitet von jsc0852
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vor 4 Stunden schrieb jsc0852:

Warum entschuldigst du dich? Ich finde schon das das Thema hier, alleine durch den Titel und das belegende Foto, ruhig tiefer diskutiert werden kann. Jedenfalls besser als die x-te Äquivalenzdiskussion oder wer wann was gedenkt zu kaufen, wen dann dies das oder welches vorhanden ist.

Ergänzung deines Fazits: Zecke im Spessart😜🤔?

Na ja, die haben die Zecken im Spessart gecheckt mit bis zu 100 von dem Viehzeug an den Schuppen. (wenn ich mich nicht total verzettelt habe. Musste schnell quer lesen) Ich hatte bis jetzt nur eine mal "eingefangen". Mehr muss nicht sein. 

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