Jump to content

Die PEN, OM-D & E-System Community
Ignoriert

2021 nochmal in die Masai Mara


Empfohlene Beiträge

Im September waren wir mal wieder in Kenia in der Masai Mara auf Fotosafari. Die Reise wurde vom gleichen Anbieter organisiert, wie meine ersten Reisen dorthin, über die ich bereits einen Bericht hier im Forum geschrieben hatte (https://www.oly-forum.com/topic/22110-zwei-safaris-in-der-masai-mara/). Dass ich nun erneut einen Reisebericht schreibe, hat einerseits mit den doch teilweise anderen Erfahrungen dort, vor allem aber mit der geänderten Objektivbestückung meiner Kameratasche zu tun. Denn diesmal konnte ich das 4.5/150-400 seiner artgerechten Bestimmung zuführen und hatte außerdem noch das Panasonic 2.8/200 mit dabei. Dazu natürlich noch das 2.8/40-150 und das 2.8/12-40. An Kameras hatte ich eine E-M1 III und ein E-M1 II dabei und jede Menge Speicherkarten und Akkus. Die Ausrüstung konnte ich in einem Trolley noch regelkonform als Handgepäck mitnehmen, samt Tablet und sonstigem Kram wurde es allerdings mit 12kg schon eng (Wir hatten extra mit KLM/Air France gebucht, da dort das Gewichtslimit höher war als z.B. die 8kg bei Lufthansa).

Die Reise ging vom 3. Bis zum 16. September, also ein wenig außerhalb der Hochsaison, die bis Ende August geht. Wir hatten die Hoffnung, trotzdem noch große Herden in der Mara anzutreffen und vielleicht das eine oder andere River Crossing erleben zu können. Vor drei Jahren waren wir von den Crossings sehr genervt, da es sich dabei immer mehr um eine Ansammlung von Safari-Touristen, als um eine von Gnus und Zebras handelt. Da jedoch der Tourismus in Kenia sehr von Corona beeinträchtigt ist, hofften wir diesmal auf weniger Autos.

Das Wetter sollte nach den Vorhersagen recht stabil sein, allerdings musste man nachmittags oder abends immer mal wieder mit Regen rechnen und nachmittags sollte es auch öfter diesig werden. All das traf auch voll und ganz zu, wobei der Regen sich sehr in Grenzen hielt.

 

Da sicher nicht jeder meinen ersten Reisebericht lesen will hier kurz die dort ausführlicher beschriebenen „Spielregeln“ unserer Fotoreise: Man fliegt nach Nairobi und wird von dort in die Massai Mara kutschiert (2017 und 2018 per Flieger, diesmal per Minibus). Man wohnt in einer gediegenen Lodge im Naturpark selbst und macht außer Essen (reichlich), Schlafen (wenig) und Fotografieren (sehr reichlich) eigentlich nicht viel. Morgens geht es nach einem Kaffee gegen 5:30 Uhr los, damit man zum Sonnenaufgang bereits ein interessantes Fotomotiv gefunden hat.

Wir fahren in umgebauten Toyota Landcruisern mit jeweils zwei Fotografen pro Auto. Bei den Autos sind die Fenster ausgebaut, die Fensterbrüstungen tiefer geschnitten und es gibt ein öffenbares Dach. Die überflüssigen Sitze sind ausgebaut – es bleiben die Rückbank und ein weiterer Sitz – und der Boden ist mit einer Matratze ausgelegt, damit man tief  fotografieren kann.

Die Fahrer sind für Fototouren ausgebildete Massai, die nicht nur die Tiere und die Mara wie ihre Westentasche kennen, sondern auch wissen, wie man das Auto platzieren muss, damit Licht und Hintergrund stimmen. Zudem hat unser Reiseveranstalter ein Offroad-Fahrerlaubnis, ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Nachdem das „goldene Licht“ vorbei ist gibt es dann ein Frühstück am Auto und danach schaut man weiter, was die Mara an Tieren zu bieten hat. Mittags geht’s in die Lodge und nach einem Lunch kann man sich ein wenig erholen. Um 15:30 oder 16:00 Uhr beginnt dann die Nachmittagspirschfahrt und nach Sonnenuntergang samt obligatorischem Sundowner geht es zum Dinner zurück in die Lodge.

Jetzt zum eigentlich Reisebericht, der nicht chronologisch, sondern mehr thematisch aufgebaut ist. Ich denke, das ist sinnvoller, als zu erzählen, dass wir am 3. Tag vor dem Frühstüch dies und nach dem Frühstück jenes getan haben.

bearbeitet von Hacon
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Als wir diesmal in die Mara kamen waren wir sehr überrascht, wie wenig Tiere sich diesmal zeigten. Wir hatten mit großen Gnu-Herden gerechnet, fanden die Savanne aber über große Strecken fast ausgestorben. Wir erfuhren, dass die jährlichen Brandrodungen, die für den Erhalt der Savanne erforderlich sind, diesmal zu einem ungünstigen Zeitpunkt und in zu großem Umfang durchgeführt wurden. Das sorgte dafür, dass die großen Herden die in diesem Jahr bisher die Mara Conservancy gemieden hatten, da es nicht genug frisches Gras gab. Diese Situation sorgte auch dafür, dass wir diesmal in einigen Gebieten sehr kurzes frisches grünes Gras hatten, in anderen jedoch hoch stehendes recht trockenes. Und natürlich alles dazwischen.

Neben den „leeren“ Gebieten gab es glücklicherweise aber auch einige Gebiete mit Herden von Gazellen, Zebras und Büffeln sowie recht viele Topis, die auch gerade gekalbt hatten. Und gegen Ende der Reise hatten wir auch größere Gnu-Herden. Was aber bei dieser Reise wirklich herausstach, war die Vielzahl der Raubkatzen und der Jagden, vor allem von Geparden. Wir waren in dieser Hinsicht schon bei unseren vorigen Reisen verwöhnt worden, aber diese Tour bot fast jeden Tag eine Jagd oder sonst eine actionreiche Szene. Manche davon brachte mich auch an meine Grenzen – nicht fototechnisch, sondern emotional. Fototechnisch sowieso.

_A040091-Bearbeitet.thumb.JPG.5103f189e8f5757fe993151969d9db6c.JPG

Ganz leere Landschaften machen fotografisch wenig Sinn, deshalb hier wenigstens mit zwei Elefanten

_B081764-Bearbeitet.thumb.JPG.f351580a0794e670fa7defcc69e8aa5d.JPG

Und manchmal hat man Glück, dass es bei näherer Betrachtung doch etwas Interessantes gibt ....

_A087398-Bearbeitet.thumb.JPG.f7fdc5223dd7cc86a38bf563c2919e39.JPG

... wie diesen Adler mit Schlange

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Vor allem die Geparden legten sich ordentlich ins Zeug für uns. Es gibt zwar inzwischen wohl nur noch ca. 25 erwachsene Geparden in der Mara, aber die waren wirklich aktiv. Die Popstar unter ihnen sind die „Five Boys“, eine Koalition aus fünf – inzwischen nur noch vier – männlichen Geparden, die gemeinsam jagt. Das tun sie mit einer erstaunlichen Souveränität und einer sehr hohen Erfolgsquote. Leider waren sie nahe einer der Hauptstraßen unterwegs, was dazu führte, dass sie immer von einer Unmenge an Autos verfolgt wurden. Ans Fotografieren war da nicht zu denken.

Wir konnten jedoch mehrfach eine Gepardin beim Jagen beobachten, die drei halbwüchsige Junge hatte. Sie musste täglich erfolgreich sein, um ihre Familie satt zu bekommen. Von einer Jagd habe ich ein paar mäßige Bilder machen können, bei allen anderen Versuchen war ich erfolgloser als die Raubkatze. Trotzdem ist es natürlich ein tolles Erlebnis, solch ein Highspeed-Ereignis erleben zu dürfen! Der Vorteil bei den Jagden dieser Gepardin war für uns, dass sie ihren Kids nicht nur Futter besorgen, sondern auch das Jagen beibringen wollte. Also wurde das gefangene Tier in die Obhut der Kinder übergeben, die es dann töten sollten. Dabei konnte die Beute dann noch mehrmals kurz entwischen und wurde von den drei Kleinen eingefangen, was uns dann doch noch spektakuläre Bilder bescherte.

Bedrückend dabei war es allerdings, dass man doch recht „hautnah“ dabei war und den hoffnungslosen Kampf der Beute sehr eindrücklich erleben musste. Auch war es nicht ganz so toll, wenn ein junger Gepard nicht noch mühte, den tötenden Kehlbiss hinzubekommen, während seine Geschwister schon mal damit begannen, das Tier anzuknabbern. Aber nun gut, das ist eben Wildlife – oder in diesem Fall Wilddeath.

_A097488-Bearbeitet-2.thumb.JPG.9705f72fdc26e16e9afc6cfcb988823f.JPG

_A097529-Bearbeitet.thumb.JPG.f56a16e315bb6a29faded4acd8ebc6e1.JPG

_A097539-Bearbeitet.thumb.JPG.6fa6e39fd41a0c161225c7c2a6d931a8.JPG

_A125034-Bearbeitet.thumb.JPG.10e9cecbe1370bc83d187698801a8df5.JPG

_A125092-Bearbeitet.thumb.JPG.c77d8dc6aa8de5f8b03c13aeaec73885.JPG

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Abseits der Jagden begeisterten uns die Geparden natürlich auch und lieferten viele Fotomotive. Allerdings hatten wir auch bei der etwas ruhigeren Fotografie – aber noch viel mehr bei der Action – mit dem Autofokus der Oly‘s zu kämpfen. Denn gerade hohes Gras mag der Autofokus ganz besonders. Egal ob vor oder hinter dem Tier, ein zwei Grashalme scheinen immer deutlich interessanter zu sein als so ein blöder Leopard, Gepard oder Löwe. Außer Einzelfeld-AF klappt dann nur der manuelle Fokus. Und beim Einzelfeld muss man auch sehr darauf achten, dass das Feld vollständig auf dem Tier liegt, dass man scharf abbilden möchte. Solange so ein Gepard ruhig dasteht oder würdevoll daher spaziert, ist das ja noch machbar, sprintet er jedoch mit Höchstgeschwindigkeit, ist es jedenfalls für mich eine unlösbare Aufgabe, den Fokuspunkt konstant auf dem Tier zu halten. Da wir glücklicherweise eine ganze Reihe von Jagden hatten, konnte ich auch ein 5er Feld und einen horizontalen Balken ausprobieren, beides klappt überhaupt nicht.

Bei den Jagden gibt es zwei Möglichkeiten: entweder konzentriere ich mich auf das potenzielle Opfer oder auf den Jäger. Da man sich meist im Abstand von mindestens 200 Metern zur potentiellen Beute aufstellt und der Gepard vor Jagdbeginn meist unsichtbar bleiben will – und eh noch weiter weg ist -, fokussiert man also meist auf das Beutetier. Dies sprintet dann irgendwann unvermittelt los und man verliert definitiv den Fokus. Tracking wäre toll, aber dafür gibt es viel zu viel Ablenkung durch den Hintergrund, so dass die Oly‘s es nicht hinbekommen. Also versucht man, das Tier wieder in den Sucher und auf den Fokuspunkt zu bekommen. Das wäre bei größeren Feldern (5, 9 oder gar 25) einfacher, klappt aber leider nicht, da die Kamera sich dann gerne Gebüsch oder Gras aussucht. Irgendwann erwischt dann der Gepard die Beute und die Situation wird für den AF zu unübersichtlich. Braune Gazelle, gefleckter Gepard, dazu gerne noch viel Staub, da überlegt der Prozessor wohl noch mal eine Runde, auf was er jetzt fokussieren soll. Ich denke, das ist mit keiner Kamera einfach, aber man sah dann schon, dass sich sowohl die älteren DSLRs (D850) als auch die Sony A1 damit nicht so schwer taten, wie meine E-M1 III oder die E-M1X meines Bruders.

Dafür konnten wir mit unserem großen Weißen glänzen. Nicht, dass wir die einzigen gewesen wären, die gute Optik dabei hatten. Es gab die 400er und 600er Primes, auch ein 180-400 und das 200-600 von Sony oder das 200-500 von Nikon. Die größere Reichweite des 150-400, den eingebauten Konverter und die 100%ige Offenblendtauglichkeit möchte ich jedoch nicht vermissen. Trotzdem hat man auch mit diesem Objektiv Grenzen, vor allem, was das Fotografieren zu den Tagesrandzeiten angeht. Vor Sonnenauf- oder nach Sonnenuntergang wird es für µFT doch recht schnell „zappenduster“. Das sollte man in Afrika allerdings auch nicht überbewerten. Zwar sind viele Tiere gerade zu diesen Zeiten aktiv, aber mit dem ausbleibenden Licht, gehen auch die Farben verloren und die Fotos wirken flach und leblos. Die Überflieger-Bilder wird man zu diesen Zeiten also wohl eher nicht machen. Trotzdem war ich nicht unglücklich darüber mit dem Panasonic 2.8/200 zusammen mit dem 2.8/40-150 noch ein paar Minuten länger fotografieren zu können, als es mit dem 4.5/150-400 ging.

Auf meiner letzten Safari hatte ich noch das Panasonic 4.0-6.3/100-400. Bei diesem Objektiv – und beim Olymps Pendant gilt das natürlich auch- merkt man die fehlende Lichtstärke am langen Ende natürlich noch mehr. Ob einem die eine Blende jetzt den Mehrpreis von fast 6.000€ wert ist, muss wohl jeder für sich entscheiden, aus meiner Sicht ist sie in Afrika aber zusammen mit dem eingebauten Konverter der wesentliche Unterschied zum 100-400. Die etwas bessere Abbildungsqualität blitzt zwar immer mal wieder auf, oft begrenzen jedoch andere Faktoren wie die viele Luft zwischen Kamera und Motiv, der minimal daneben sitzende Fokus oder auch Mikrobewegungen der Tiere die tatsächlich erreichbare Bildqualität. Und klar, das 150-400 bildet etwas kontrastreicher und zugleich harmonischer ab, hat eine recht geringe Flare-Anfälligkeit und das bessere Bokeh, aber spielentscheidend ist das auch nur bei wenigen Bildern.

Um nicht falsch verstanden zu werden: ich bereue keineswegs, dass ich mir das Objektiv gegönnt habe, nur dass es meine Fotografie auf die nächsthöhere Ebene gehoben hätte, trifft eben leider auch nicht zu. Und ich muss einschränkend sagen, dass mein Bewertung des Objektivs sich auf die klassische Safarifotografie bezieht. Bei Vögeln sieht die Sache anders aus. Hier sehe ich aufgrund der geringeren Motivdistanz deutlich eher die höhere Bildqualität und der zuschaltbare Konverter ist nochmal wertvoller. Außerdem kann bei diesem Sujet auch die Verwendung des 2-fach Konverters sehr hilfreich sein. Bei den Säugetieren habe ich ihn zwar auch ein paar Mal erfolgreich verwendet und war erstaunt über die immer noch wirklich hohe Bildqualität, aber da ging es immer nur um Detailaufnahmen von Tieren, die vielleicht 10-20m entfernt waren.

Das 2.8/200 hat sich gut geschlagen. Es diente , wie schon geschrieben, hauptsächlich als Ergänzung, wenn wenig Licht vorhanden war. Ein Gepardenjagd habe ich aber auch damit fotografiert. Und das war die aus meiner Sicht erfolgreiche. Er AF funktioniert also auch mit diesem Objektiv so gut er eben kann. Nach Sonnenuntergang wird er aber leider ungenauer. Offenbar leidet er dabei unter den geringeren Kontrasten. Es kann aber auch ein wenig am Zusammenspiel von Kamera und Objektiv liegen, das müsse ich jedoch noch durch weitere Versuche verifizieren.

Das dritte Objektiv war das 2.8/40-150, das an der E-M1 II hing. Es tat zuverlässig seinen Dienst und war natürlich unverzichtbar für solch eine Reise. Ich hätte mir nur ein wenig Überlappung in der Brennweite zwischen dem kurzen und dem langen Telezoom gewünscht, das wäre komfortabler gewesen. Und toll wäre es, wenn es eine lichtstärkere Option über diesen Brennweitenbereich gäbe.

  • Gefällt mir 8
  • Danke 1
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Nach diesem technischen Einschub wieder zur Reise selbst. Bei meinen ersten beiden Safaris waren sicher die Löwen die Stars der Reise. In diesem Jahr herrschte aber eine gewisse Knappheit an den ausdrucksstarken dunkelmähnigen Männchen (komischer Begriff für einen ausgewachsenen Löwen). Wir sahen jedoch einen großen Löwenmann, der unsere Gepardin eine gejagte Gazelle geklaut hatte und dann in Sicherheit brachte und einen anderen Löwenmann, der sehr fotogen im abendlichen Regen ausharrte. Und dann gab es noch einen blonden Löwen, der ein halbes Zebra durch die Savanne schleppte. Und natürlich noch ein paar weitere.

Dazu konnten wir natürlich noch reichlich Löwenbabys fotografieren und ganze Rudel bei Morgenspaziergang bei Sonnenaufgang oder auch Löwenpaarungen. Spannend war auch ein jüngerer Löwenmann, der ein Gnu gerissen hatte und dann gegen Hyänen verteidigen musste. Als er den Riss dann aufgab, lief ihn noch ein Topi-Kalb über den Weg was er dann auch kurzerhand jagte. Auch über dies Beute gab es einen Disput mit den Hyänen, das Kalb ließ sie der Löwe aber – obwohl offensichtlich pappsatt – nicht abjagen.

_B061277-Bearbeitet.JPG

_B061385-Bearbeitet.JPG

_A063176-Bearbeitet.JPG

_A063480-Bearbeitet.JPG

_A063636-Bearbeitet.JPG

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Leopardensichtungen hatte wir diesmal auch reichlich. Normalerweise versuchen die Fahrer entweder, einen Leoparden beim Morgenspaziergang – meist in den Büschen neben kleineren Bächen – zu erwischen oder man sucht am späten Vormittag nach in Wäldchen versteckten Tieren. Manchmal hast man dabei auch Glück und bekommt einen Jagdversuch mit (so geschehen 2018). Eine Jagd hatte wir diesmal nicht, nur ein wenig Anschleichen, aber dafür die erfolgreiche Jägerin, die das erlegte Warzenschweinbaby bei schönstem Licht durch die Savanne zu ihrer Tochter trug. Die hielt die sich so komisch bewegende Mutter aber wohl für eine Löwin und versteckte sich. Dazu hatte wir noch ein paar weitere Leopardensichtungen und als Krönung eine Leopardin, die ein Gnu auf einen Baum gezerrt hatte und es nun im schönsten Morgenlicht verspeiste. Irgendwann kletterte dann noch ihr Baby auf den Baum und die beiden stritten sich um die Beute. Die Mutter überließ dann das Gnu ihrem Kind und stieg vom Baum. All das überhaupt beobachten zu können ist schon ein Traum, es aber aus guter Position fotografieren zu dürfen – der Wahnsinn!

_A052737-Bearbeitet.JPG

_A075451-Bearbeitet.JPG

_A075635-Bearbeitet.JPG

_B071686-Bearbeitet.JPG

_A075502-Bearbeitet.JPG

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Doch damit nicht genug, wir hatten noch ganz neue Lieblingskatzen zu entdecken. Wir konnten zweimal Servale mit Jungen beobachten und fotografieren! Diese Tiere sind zwar nicht so selten, sind aber für gewöhnlich recht scheu und an Tag kaum zu finden. Wir hatten Glück und konnten sie ausgiebig beobachten. Fotografisch war es schon eine Herausforderung, die Tiere im hohen Gras zu erwischen. Und eine andere Herausforderung war es, als eines der Babys sich von meinem miauen anlocken ließ und auf einmal direkt vor dem Auto stand. Kamerawechsel hätte das Tier verscheucht, also musste es mit dem Weißen klappen. Die Brennweite ist zwar etwas lang (schade um die Ohren, doch Hochformat hätte auch zu viel Bewegung bedeutet), aber zum Glück hat die Nahgrenze noch funktioniert!

 

 

 

_A126372-Bearbeitet.JPG

_A126526-Bearbeitet.JPG

_A126840-Bearbeitet.JPG

_A126659-Bearbeitet.JPG

_A098919-Bearbeitet.JPG

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Von den niedlichen Momenten wieder zu den herberen. Wir hatten auch etliche Hyänen beobachten können – inkl. Paarung und Babys - und wussten eh schon, dass es bei diesen Tieren oft etwas derber wird. Am letzten Morgen sahen wir allerdings eine Hyäne, die ein junges Gnu gerissen hatte. Das Tier versuchte noch wegzukommen, jedoch war der Bauch schon so weit aufgerissen, dass es eh keine Chance gehabt hätte. Als dann allerdings die Hyäne anfing das Gnu beginnend mit den Hinterläufen aufzufressen, während es noch eine ganze Weile blökte und zappelte, war meine Toleranzschwelle dann doch überschritten. Bilder davon erspare ich euch bis auf eines, da sie doch weit über das hinausgehen, was man in solch einem Forum zeigen will. Da lobe ich mir Löwen, Leoparden oder Geparden, bei denen der erstickende Kehlbiss oder Ähnliches zur Jagdroutine gehört.

_A162907-Bearbeitet.JPG

  • Gefällt mir 2
  • Danke 5
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Was an Themen noch offen war: Ein Crossing. Wir hatten eine kleinere Flussüberquerung, bei der jedoch die Krokodile recht aktiv waren und ein dank der bescheuerten Fahrer vieler Safariautos abgebrochenes größeres Crossing. Vor diesen konnten wir jedoch über dem Ufer des Mara Rivers platziert gut beobachten, wie ein Zebrakadaver von mehreren Krokodilen und einen Flusspferd (!) verspeist wurde. Dass die eigentlich vegetarischen Hippos auch mal an Kadavern naschen ist seit ein paar Jahren bekannt, wurde jedoch noch nicht allzu oft fotografiert.

_A064334-Bearbeitet.thumb.JPG.b42b12bda1c7e6725397cfb2fd5d67fd.JPG

Angriff auf ein erwachsenes Gnu - erfolglos

_A064365-Bearbeitet.thumb.JPG.b89b36672fa9ec787d2342fa935f7703.JPG

Dann auf ein Gnu-Kalb - mit Erfolg

_A064419-Bearbeitet.thumb.JPG.a9f254623fa36985b9c8c795887dc621.JPG

Die Mutter konnte nur zusehen, nichts machen

_A064432-Bearbeitet.thumb.JPG.701aef44fc5e42fd5462bd2cb2aa75ec.JPG

Dann kam noch ein zweites Krokodil dazu und das Schicksal des Gnus war endgültig besiegelt

_A064472-Bearbeitet.thumb.JPG.935236b1a56ab815dbdf96bf2a61a094.JPG

nur noch zwei Hornspitzen ...

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

_A151091-Bearbeitet.thumb.JPG.ccf76a8c4708f7e13d9d40a3cc0b9ca8.JPG

Gnu in friedlicher Eintracht mit den Crocs beim Futtern

_A151247-Bearbeitet.thumb.JPG.6e9cc00de076763271af21519c799593.JPG

Aber die Krokodile allein sind doch effektiver

_A151344-Bearbeitet.thumb.JPG.a63c14c82e71a49a29dfaf7696bec378.JPG

_A151492-Bearbeitet.thumb.JPG.762420351fbe39d64925c16371483564.JPG

... und vom ganzen Zebraschmaus schaut nur noch ein Bein heraus! (frei nach Wilhelm Busch)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Neben all diesen Sichtungen gab es natürlich noch eine ganze Menge weniger Spektakuläres zu sehen. Elefanten, Giraffen, sogar zwei Nashörner, vor allem aber recht viele Vögel. Dazu natürlich noch ein paar schöne Landschaften und Sonnenauf- und untergänge, auch wenn ich letztere 2017 spektakulärer ablichten konnte.

_A087314-Bearbeitet-2.JPG

_A040029-Bearbeitet.JPG

_B051062-Bearbeitet.JPG

_A064025-Bearbeitet.JPG

_A063957-Bearbeitet.JPG

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.
Note: Your post will require moderator approval before it will be visible.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Only 75 emoji are allowed.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Clear editor

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

  • Gleiche Inhalte

    • Von Robin.Explore
      Die Zwergspinte gehören ganz klar zu den buntesten Vertretern ihrer Zunft in Afrika. Immer schön anzusehen, aber nur sehr schwer gut zu erwischen.
    • Von Robin.Explore
      Wilddogs wollten wir schon seit längerem so gerne mal sehen, plötzlich liefen sie keine 10m neben uns an der Campsite plötzlich aus dem hohen Gras und entlang des Weges davon.
       
      Nur kurze Zeit später haben wir sie dann zum Start unseres Drives wieder gefunden und hatten eine tolle Zeit bei dieser Sichtung. 🤩
    • Von Robin.Explore
      Durch Martins Toko inspiriert wollte ich auch mal eines dieser Exemplare zum Besten geben.
       
      Die richtige Bezeichnung ist ganz unkompliziert übrigens Yellow-billed Hornbill - Gelbschnabeltoko... oder wie wir gerne sagen ein Banananschnabel 🍌😉
    • Von Robin.Explore
      Leichte Rotspuren noch im Fell, dreckig von den ganzen Kletten am Boden, aber zu faul sich richtig zu putzen... dazu am Wasserloch dösen in der Nähe vom Wasser. Das deutet alles auf eine erfolgreiche Jagd über den Tag hin.
    • Von Robin.Explore
      In der Zentralkalahari haben wir neben unserer Campsite Nara Nara Früchte gefunden. Eine habe ich für die anwesenden Vögel aufgeschnitten und zu meiner Freude diese beiden angelockt, die wir vorher noch nie gesehen hatten.
  • Wer ist Online   0 Benutzer

    Keine registrierten Benutzer online.

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wenn Sie diese Seite nutzen, stimmen Sie den Community-Regeln zu. Wir haben Cookies gesetzt, um die Bedienung des Forums zu verbessern. Du kannst deine Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass du damit einverstanden bist. Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung