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Ignoriert

OM-1 - Lichter in HighRes (HHHR und TPHR) vs. 20MP


Empfohlene Beiträge

vor 3 Stunden schrieb Axel.F.:

Wenn ich mir das ACR-Histogramm ansehe, dann deckt sich das exakt mit dem, was mir die OM-1 während der Aufnahmen anzeigt. Das ist das, was mich bei der RAW-Entwicklung interessiert.

Besonders interessant ist, dass sich ORF und ORI nicht unterscheiden. 😉

 

Ich sehe gerade: wir haben aneinander vorbeigeredet 🙂

Ich hatte mir aus Google Drive das neuste Foto runtergeladen: P4260007 mit -1.7EV in Kamera belichtet.
Du zeigst oben in Lightroom P4260001 mit -0,7EV belichtet.

Wenn ich jetzt das HHHR P4260001.ORF in RAWDigger öffne, dann ist das perfekt belichtet.
D.h. in diesem Beispiel hat das HHHR RAW keinerlei Einbußen in den Lichtern (im Vergleich zum 20MP ORI RAW).
image.thumb.jpeg.4008399964b371cf9e1c59f4bf86bfd0.jpeg

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vor 5 Stunden schrieb Axel.F.:

Wenn ich mir das ACR-Histogramm ansehe, dann deckt sich das exakt mit dem, was mir die OM-1 während der Aufnahmen anzeigt. Das ist das, was mich bei der RAW-Entwicklung interessiert.

Besonders interessant ist, dass sich ORF und ORI nicht unterscheiden. 😉

 

ORI_ORF.JPG

ORF HHHR.JPG

ACR (und andere Adobe Histogramms) zeigen nicht die Daten der RAW Datei, sondern die RAW Daten, die schon von Adobe beim Einlesen verändert sind. Man kann anhand von ACR Histogramm weder bestimmen, ob es Clipping gibt oder nicht, noch ob man optimal belichtet hat (ETTR).

DPR, Jim Kasson: The histogram in Lr is that of a developed image in a modified version of ProPhotoRGB color space with the sRGB tone curve and PPRGB primaries. The histogram in RawDigger is that of the raw file data.

 

bearbeitet von SrMi
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vor 35 Minuten schrieb SrMi:

ACR (und andere Adobe Histogramms) zeigen nicht die Daten der RAW Datei, sondern die RAW Daten, die schon von Adobe beim Einlesen verändert sind. Man kann anhand von ACR Histogramm weder bestimmen, ob es Clipping gibt oder nicht, noch ob man optimal belichtet hat (ETTR).

Erschwerend kommt hinzu, dass ACR beim Einlesen des Raws schon eine verdeckte Verstellung des Belichtungsreglers vornimmt (BASELINE_EXPOSURE). Die liegt z.B.bei der E-M5.2 und ISO200 bei 0,5 - entsprechend heller erscheint das Bild. Diese zusätzliche Helligkeit verändert natürlich auch das Histogramm, was den unkritischen Nutzer häufig zu Fehlbelichtungen verleitet. Die wiederum tun dem Rauschen und der Schattenzeichnung gar nicht gut. 

bearbeitet von rodinal
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Also ich habe jetzt auch anfangen müssen, das Problem mit Mehrfachbelichtungen zu umgehen. Das ist doch aber Quatsch und schränkt die Funktion unnötig ein. Was will ich mit 20Mpx HDR oder ND, wenn ich ein 50 oder 80Mpx HiRes machen möchte und Motiv und Bewegungslosigkeit lassen es zu, ein normales ORF auch, aber der Rechenalgorithmus für das HiRes nicht? 

Ich finde es sehr ärgerlich,  das OMS undokumentiert beim zusammenrechnen ein ORF ausspuckt, für das andere Belichtungsbedingungen gelten als für das normale ORF. Das es so ist, bezweifelt ja nicht mal @Axel.F. . Wenn es für ihn so in Ordnung ist, oder ein "Nullsummenspiel" mit 2EV schwärzeren Schatten, dann ist das schön für ihn, lässt aber das offenkundige Problem nicht verschwinden. 

Ganz im Gegenteil, für die Lichter hätte ich gerne dieselben Reserven, wie für die Schatten! Wenn das nicht möglich ist, dann wenigstens einfach dasselbe "handwerkliche" Verhalten wie bei jedem anderen ORF. So steht es ja quasi auch in der Bedienungsanleitung. MIT HDR oder ND hat das nichts zu tun, nicht mal mit Rauschen. Noch einmal: im HiRes verschwinden Bilddaten in den Lichtern, das ist ein Fehler. Punkt aus. 

HiRes ist eine ganz normale Kamerafunktion. Ich denke keiner hätte Interesse, diese "anderen Belichtungsbedingungen" auch bei jeder anderen Kamerafunktion beachten zu müssen. Hier geht es nur um die Entdeckung, das es einen Unterschied zum 20Mpx ORF gibt. Und das es an der Zeit wäre, diesen Unterschied zu beheben. Dieser Unterschied betrifft natürlich - wie immer - nur die, die Funktion auch nutzen, den Fehler bemerken und durch diesen Fehler beim Fotografieren eingeschränkt werden, das dürfte doch klar sein?

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vor 6 Minuten schrieb dpa:

Also ich habe jetzt auch anfangen müssen, das Problem mit Mehrfachbelichtungen zu umgehen. Das ist doch aber Quatsch und schränkt die Funktion unnötig ein. Was will ich mit 20Mpx HDR oder ND, wenn ich ein 50 oder 80Mpx HiRes machen möchte und Motiv und Bewegungslosigkeit lassen es zu, ein normales ORF auch, aber der Rechenalgorithmus für das HiRes nicht? 

Ich finde es sehr ärgerlich,  das OMS undokumentiert beim zusammenrechnen ein ORF ausspuckt, für das andere Belichtungsbedingungen gelten als für das normale ORF. Das es so ist, bezweifelt ja nicht mal @Axel.F. . Wenn es für ihn so in Ordnung ist, oder ein "Nullsummenspiel" mit 2EV schwärzeren Schatten, dann ist das schön für ihn, lässt aber das offenkundige Problem nicht verschwinden. 

Ganz im Gegenteil, für die Lichter hätte ich gerne dieselben Reserven, wie für die Schatten! Wenn das nicht möglich ist, dann wenigstens einfach dasselbe "handwerkliche" Verhalten wie bei jedem anderen ORF. So steht es ja quasi auch in der Bedienungsanleitung. MIT HDR oder ND hat das nichts zu tun, nicht mal mit Rauschen. Noch einmal: im HiRes verschwinden Bilddaten in den Lichtern, das ist ein Fehler. Punkt aus. 

HiRes ist eine ganz normale Kamerafunktion. Ich denke keiner hätte Interesse, diese "anderen Belichtungsbedingungen" auch bei jeder anderen Kamerafunktion beachten zu müssen. Hier geht es nur um die Entdeckung, das es einen Unterschied zum 20Mpx ORF gibt. Und das es an der Zeit wäre, diesen Unterschied zu beheben. Dieser Unterschied betrifft natürlich - wie immer - nur die, die Funktion auch nutzen, den Fehler bemerken und durch diesen Fehler beim Fotografieren eingeschränkt werden, das dürfte doch klar sein?

Das gleiche Problem mit Lichtern haben auch die "älteren" Olympus Kameras (E-M1.3), allerdings nur bei Tripod HR. HHHR funktioniert etwas besser mit E-M1.3 als mit OM-1.

Das Problem in OM-1 HHHR ist zu verhindern, indem man kein Clipping hat. Es gibt keine Reserven bei Lichtern. Wenn Clipping geschieht, ist man auf die Software angewiesen, die verlorenen Daten zu erraten. Manchmal klappt es, manchmal nicht.

In Fällen wo Clipping sein muss, ist es am besten UniWB zu benutzen.

Bei sehr grossem Kontrast ist sowieso immer ein Bracketing empfohlen, um die beste Belichtung zu finden. Die Alternative ist etwas konservativer zu belichten.

Es wäre super wenn Olympus das Problem lösen würde. Je mehr Leute Olympus kontaktieren, desto grösser ist die Chance das es gelöst wird.

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vor 18 Stunden schrieb abgestumpft:

Ich sehe gerade: wir haben aneinander vorbeigeredet 🙂

Ich hatte mir aus Google Drive das neuste Foto runtergeladen: P4260007 mit -1.7EV in Kamera belichtet.
Du zeigst oben in Lightroom P4260001 mit -0,7EV belichtet.

Wenn ich jetzt das HHHR P4260001.ORF in RAWDigger öffne, dann ist das perfekt belichtet.
D.h. in diesem Beispiel hat das HHHR RAW keinerlei Einbußen in den Lichtern (im Vergleich zum 20MP ORI RAW).
 

Vorbeigeredet... ok, ich lasse das mal unkommentiert so stehen. 😉

Am 29.4.2022 um 05:11 schrieb Axel.F.:

Aus der gerade so clippingfrei  belichteten Aufnahme 001, lässt sich ein an beiden Enden perfekt durchgezeichnetes Ergebnis entwickeln. 

Worauf ich bisher noch nicht hingewiesen hatte. Sry.: Dadurch, dass die Überbelichtungswarnung (eingestellt auf 255!) von den JPG-Einstellungen beeinflusst wird, sollte das JPG-Profil auf eine flache, neutrale Gradationskurve eingestellt sein. Bei der OM-1 ist sie mit "Natural" bezeichnet. Details zum Clipping/Histogramm-Thema sind dort sehr gut erläutert:  https://www.dpreview.com/articles/8924544559/you-probably-don-t-know-what-iso-means-and-that-s-a-problem

Zurück zur Belichtungspraxis bei Olympus/OM-System HighRes. Clippingfrei belichten bedeutet nicht, dass in der Szene in den Lichtern kein Clipping vorhanden sein darf. Der Fotograf entscheidet bei der Aufnahme, welchen Spitzlichtern er ein Clipping erlauben möchte. Je größer der Belichtungsspielraum der Kamera, je großzügiger kann es der Fotograf handhaben.

Beispiel Sonne in der Szene: Würde man die Belichtung so weit reduzieren, dass die Sonne nicht clippt, hätte man ein fast schwarzes Foto. Jedoch ohne etwas gewonnen zu haben. Sie wäre zwar nicht mehr "weisser als weiss" aber immer noch ein strukturloser, weisser Fleck. Bei der folgenden Einzelaufnahme (kein HHHR, ich habe leider kein anderes Beispiel) wurde so belichtet, dass sich in dem clippenden Sonnenbereich, die Sonnenscheibe noch gerade so abzeichnet und gleichzeitig der Vordergrund noch nicht völlig im Scherenschnitt absäuft. Hier wäre ein HDR besser gewesen. Bei solchen Aufnahmen ist ein kalibrierter Monitor hilfreich.

Evening stork & heavy air-traffic

 

Beispiel Nachtaufnahme: Bei z. B. Straßenlaternen mit Glühlampen. Belichtung reduzieren bis die Glühfäden sauber zeichnen? Eher nicht. Hier hat bei einer Einzelaufnahme wieder der Fotograf die Regie, welchen Bereichen er clippen lassen möchte: Das ist immer ein rein persönlicher Stil. Das ist meiner:

Olympus 6.400 ISO

Alter Speicher Berlin Tegel HHHRTegel Harbor HHHR

 

Beispiel Wolken: Belichtung genau so einstellen, bis die hellste Stelle nicht clippt. Dazu hatte ich meine Belichtungsreihe zur Verfügung gestellt, so dass die Auswirkungen jeder bei sich nachvollziehen kann: https://drive.google.com/drive/folders/1b8TFsHB-xAOac3UT9hQqvS6o6Wrzd4eZ?usp=sharing

Andererseits: Bei einer grauen Kiste im dichten Nebel wäre es sinnfrei die Belichtung so weit zu erhöhen bis die Spitzichter clippen. Es gibt nämlich keine. Die Folge wäre ein völlig überbelichtetes Foto.

Zusammenfassend betrachtet gibt es keinerlei technisches Problem mit OM-1 HHHR. Die Kamera stellt einen Tonwertumfang von ca. 10-11 EV zur Verfügung. Auch bei HHHR. Was der Fotograf daraus macht, liegt bei ihm.

 

 

bearbeitet von Axel.F.
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vor 7 Stunden schrieb Axel.F.:

Beispiel Wolken: Belichtung genau so einstellen, bis die hellste Stelle nicht clippt.

Supertipp. Bei 20mpx oder bei HiRes? Da gibt es nämlich trotz Deiner zahlreichen Beiträge und Bilder (allerdings nicht bei solchen Motiven) einen Unterschied. 

Aber egal, auch ich habe das Problem schon lange an OMS gesendet und warte auf eine Antwort aus Japan. Kann natürlich dauern. Aber im Gegensatz zu Dir hat auch OMS das Problem schon verstanden. 

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vor 14 Stunden schrieb dpa:

Supertipp. Bei 20mpx oder bei HiRes? Da gibt es nämlich trotz Deiner zahlreichen Beiträge und Bilder (allerdings nicht bei solchen Motiven) einen Unterschied. 

Schön, dass du meine Beiträge zur Kenntnis genommen hast. Wenn du sie auch gelesen hättest wüsstest du, dass ich auf diese Frage bereits eingegangen bin:

Am 29.4.2022 um 09:44 schrieb Axel.F.:

Dass bei HHHR einzelne Kanäle beschnitten werden ist messtechnischer Fakt. Ich habe nie etwas anderes Behauptet. Ich versuche dir lediglich näher zu bringen, dass der in den Lichtern geringere Headroom (man muss eben genau auf den Punkt belichten), durch einen entsprechend erweiterten Spielraum in den Schatten faktisch kompensiert wird. Der Tonwertumfang und das erzielbare Endergebnis bleiben ähnlich. 

OM System hat ihmo nirgendwo behauptet, dass bei der OM-1 durch HHHR ein höherer Gesamttonwertumfang als mittels Einzelaufnahme erreicht wird. Die Änderung des Bemängelten würde dem jedoch entsprechen. Sollten Firmwareupdates in den HHHR-Lichtern eine gute Blende mehr ermöglichen, ist das natürlich willkommen. Aus meiner Sicht wäre das aber die Erweiterung eines Features und nicht die Beseitigung eines Bugs, denn der Gesamttonwertumfang ist bei HHHR nicht verringert.

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Danke für deine Erläuterungen wie genau du auch mit HHHR belichtest, Axel! Deine Bilder zeigen ja auch, dass man damit zu tollen Ergebnissen kommt.

Ähnlich wie du es beschreibst, bin ich eigentlich (ohne HHHR) auch immer vorgegangen. Die "Highlight & Shadows" Warnungen fand ich dabei immer nützlicher als das Histogramm, weil man eben genau sieht in welchen Bereichen man ein Clipping akzeptieren möchte.

Mit dem Wissen, dass man im RAW noch etwas Reserven hat, kann man dann die Highlight-Warnungen in einigen sehr hellen Bereichen (z.B. in Wolken) ignorieren, weil man die Lichter im Nachhinein wieder retten kann, wenn sie im Histogramm der RAW-Daten eben nicht clippen. Wie weit man über die Warnungen hinausbelichten kann, hängt von der Situation ab, aber irgendwann entwickelt man ein Bauchgefühl. Manchmal liegt man daneben und bei wirklich "wichtigen" Motiven macht man halt eine Reihe mit verschiedenen Einstellungen.

Wenn ich den Thread richtig verfolgt habe, gelten die gleichen Erfahrungswerte beim HHHR mit der OM-1 nicht mehr, und man hat zwei Optionen:

  • man versucht ein weiteres Bauchgefühl zu entwickeln, ab wann das "verfrühte" Clipping beim HHHR abhängig von Farbe des Motivs, Beleuchtung un WB tatsächlich eintritt, und belichtet HHHR-Bilder dementsprechend weniger lange
  • man nimmt die Highlight-Warnungen jetzt doch richtig ernst und geht davon aus, dass absolut alle Bereiche die angewarnt werden im HHHR-RAW auch wirklich clippen

Die erste Option ist für mich nicht praktikabel, weil ich das Zusammenspiel von Farbe & WB einfach nicht gut genug verstehe. Wenn die zweite Option zum selben bzw. sogar garantiert zum optimalen Ergebnis kommt, dann ist das natürlich besser und die "Highlight & Shadow" Funktion wäre im Zusammenspiel mit einem RAW-Worfklow endlich mal richtig benutzerfreundlich. 

So lange man bewusst und gezielt ein HHHR macht, kann man Clipping also auch vermeiden. Nicht ganz erreicht wird dann halt die beworbene "Reduzierung des Bildrauschen um ca. 2 Stufen" des HHHR-Modus (oder eben nur wenn man JPEG soder "vorsichtige" Belichtungen vergleicht). Wer aber den Extra-Spielraum im RAW mit der EM-1.3 gerne genutzt hat, dem tut es halt mehr weh, wenn das plötzlich nicht mehr geht.

Für mich persönlich geht einfach nur der Charme etwas flöten, den HHHR-Modus einfach "nebenbei"  auf Verdacht mitlaufen zu lassen, obwohl ich in den allermeisten Fällen mit dem ORI zufrieden bin. Ich würde weiterhin eher so belichten wollen, wie es für das ORI perfekt passt, würde mich aber freuen wenn dabei nebenbei auch immer ein vergleichbar gut ausgesteuertes HHHR-ORF rauskommen würde.

Danke auf jeden Fall für alle die das Thema so detailliert analysiert und an Olympus gemeldet haben. Hoffen wir mal, dass da keine technische Notwendigkeit hinter dem Verhalten steckt.

 

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Für mich ist das auch eigentlich ganz einfach. Grundsätzlich möchte ich eine HHHRES-Aufnahme nicht aufgrund einer offensichtlich falschen Berechnung plötzlich anders belichten müssen als ein normal aufgelöstes Foto. Klar geht das irgendwie, wenn man um den Fehler weiß, aber es bleibt trotzdem ein Fehler. Auf sowas wie UniWB habe ich einfach keine Lust.

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vor 21 Stunden schrieb feffef:

So lange man bewusst und gezielt ein HHHR macht, kann man Clipping also auch vermeiden. Nicht ganz erreicht wird dann halt die beworbene "Reduzierung des Bildrauschen um ca. 2 Stufen" des HHHR-Modus (oder eben nur wenn man JPEG soder "vorsichtige" Belichtungen vergleicht). Wer aber den Extra-Spielraum im RAW mit der EM-1.3 gerne genutzt hat, dem tut es halt mehr weh, wenn das plötzlich nicht mehr geht.

Der "Extra-Spielraum" ist weiterhin vorhanden. Er liegt nun aber nicht mehr in den Lichtern sondern in den Schatten. Die 2 Blenden weniger Rauschen sind definitiv mindestens vorhanden. 3.200 ISO:

Berlin Tegel HHHR

 

vor 21 Stunden schrieb m43user:

Für mich ist das auch eigentlich ganz einfach. Grundsätzlich möchte ich eine HHHRES-Aufnahme nicht aufgrund einer offensichtlich falschen Berechnung plötzlich anders belichten müssen als ein normal aufgelöstes Foto. 

Wie du als Fotograf deine Fotos belichtest ist deine Entscheidung. Wenn du dein Werkzeug nicht optimal einsetzen möchtest, ist es das ebenfalls. Wenn du mit einem Werkzeug nicht zurecht kommst, ist vielleicht ein anderes geeigneter.

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vor 4 Minuten schrieb Axel.F.:

Der "Extra-Spielraum" ist weiterhin vorhanden. Er liegt nun aber nicht mehr in den Lichtern sondern in den Schatten. Die 2 Blenden weniger Rauschen sind definitiv mindestens vorhanden. 3.200 ISO:

Berlin Tegel HHHR

 

Wie du als Fotograf deine Fotos belichtest ist deine Entscheidung. Wenn du dein Werkzeug nicht optimal einsetzen möchtest, ist es das ebenfalls. Wenn du mit einem Werkzeug nicht zurecht kommst, ist vielleicht ein anderes geeigneter.

Das ist für mich so, als wenn man sagen würde, das man bei einem bestimmten Fokusfeld immer hinter das Motiv zielen müßte, damit es scharf wird. Klar kann man das machen, aber e ist eben trotzdem ein Fehler, was ja offenbar bei OMS auch niemand bestreitet. Ich möchte jedenfalls bei einem "Geräte" für 2200 EUR nicht irgendwelche Workarounds machen müssen.

Dass es in Sachen Rauschen Vorteile gibt, hat bisher auch niemand bestritten.

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vor 2 Minuten schrieb m43user:

Das ist für mich so, als wenn man sagen würde, das man bei einem bestimmten Fokusfeld immer hinter das Motiv zielen müßte, damit es scharf wird.

Ganz im Gegenteil. Die OM-1 belichtet clippingfrei, wenn clippingfrei aufgenommen wird. Was du erwartest ist, dass du hinter das Motiv scharf stellen kannst und es trotzdem scharf ist.  😄

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Am 1.5.2022 um 10:13 schrieb feffef:

Mit dem Wissen, dass man im RAW noch etwas Reserven hat, kann man dann die Highlight-Warnungen in einigen sehr hellen Bereichen (z.B. in Wolken) ignorieren, weil man die Lichter im Nachhinein wieder retten kann, wenn sie im Histogramm der RAW-Daten eben nicht clippen. Wie weit man über die Warnungen hinausbelichten kann, hängt von der Situation ab, aber irgendwann entwickelt man ein Bauchgefühl. Manchmal liegt man daneben und bei wirklich "wichtigen" Motiven macht man halt eine Reihe mit verschiedenen Einstellungen.

Wenn ich den Thread richtig verfolgt habe, gelten die gleichen Erfahrungswerte beim HHHR mit der OM-1 nicht mehr,

Genau das Gleiche gilt übrigens meinem Bauchgefühl nach auch für normale Aufnahmen. Mit der OM-1 greife ich bislang seltener in die Belichtung ein, da gefühlt näher an die Highlights belichtet wird, großflächiges Ausfressen aber vermieden wird.

Müsste mal jemand mit zu viel Freizeit nachmessen, ob der Eindruck da täuscht 😀

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vor 15 Minuten schrieb elwoody:

Leider ist dem nicht so. Darum geht es ja. 

Ich glaube es hat hier keinen Sinn mehr, das Problem weiter und mit noch mehr Beispielen zu beschreiben. Schon der erste Beitrag und einige weitere haben den Unterschied zwischen 20 Mpx ORF und HiRes ORF bei gleicher Belichtung erschöpfend verdeutlicht. 

Manchen geht es seit dem darum, hier Tipps zu geben, wie man diesen Fehler per Unterbelichtung umgeht.

Oder Bildbeispiele aufzuführen, bei denen der Fehler gar nicht auftritt. 

Da bleibt mir jetzt nichts anderes, als diese (mir schon vorher bekannten) Tipps zu beherzigen, HiRes mit dieser Einschränkung (oder bei bestimmten Motiven leider gar nicht) zu benutzen und abzuwarten, ob (und wenn ja wann) die Ingenieure in Japan das Problem beseitigen.

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Am 4.5.2022 um 22:11 schrieb tgutgu:

Bleibt die Hoffnung, dass sie die Situation überhaupt als Problem ansehen.

Da bin ich gespannt.

Ich habe in den letzten Tagen weitere HHHR Extrembelichtungserfahrungen sammeln können. Selbst aus dunkelsten Baumschatten heraus direkt in die Sonne hinein fotografiert, gibt es keine Probleme daraus ein optimal belichtetes Foto zu entwickeln. Ganz im Gegenteil.

Link zum entwickelnten HHHR in Vollauflösung: https://drive.google.com/file/d/1JhD1JjBHD05XCusfWr5RPpmpiUsURg7_/view?usp=sharing

Ich habe so belichtet (-1 EV), dass die Sonnenscheibe gerade noch erkennbar ist. Alle Wolkenformationen können dabei gut strukturiert und durchgezeichnet dargestellt werden, während beim Baumstumpf im Vordergrund selbst die tiefsten Schatten noch Zeichnung haben. Das originale schwarze Loch und der o. g. Link als Vorschau.

P5060006s.jpg

HHHR direct sun_s.jpg

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Am 8.5.2022 um 09:48 schrieb Axel.F.:

Da bin ich gespannt.

Ich habe in den letzten Tagen weitere HHHR Extrembelichtungserfahrungen sammeln können. Selbst aus dunkelsten Baumschatten heraus direkt in die Sonne hinein fotografiert, gibt es keine Probleme daraus ein optimal belichtetes Foto zu entwickeln. Ganz im Gegenteil.

Link zum entwickelnten HHHR in Vollauflösung: https://drive.google.com/file/d/1JhD1JjBHD05XCusfWr5RPpmpiUsURg7_/view?usp=sharing

Ich habe so belichtet (-1 EV), dass die Sonnenscheibe gerade noch erkennbar ist. Alle Wolkenformationen können dabei gut strukturiert und durchgezeichnet dargestellt werden, während beim Baumstumpf im Vordergrund selbst die tiefsten Schatten noch Zeichnung haben. Das originale schwarze Loch und der o. g. Link als Vorschau.

Was willst Du mit diesem Foto beweisen? Dass es auch Fälle gibt, in denen die Belichtung funktioniert?

Du führst hier gerade den "alle Schwäne sind weiß"-Beweis. Allerdings für etwas, das gar nicht zur Diskussion stand.

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vor einer Stunde schrieb Axel.F.:

Unsachlichkeit ist niemals zielführend.

Gut, dann mal direkter: wieder und wieder und wieder vertrittst Du hier in diesem Thread die Ansicht, man könne das genannte Problem durch eine Anpassung der Belichtung korrigieren. Das ist falsch, wie hier schon vielfach dargelegt wurde und ändert sich auch nicht durch die Wiederholung.
Das gleiche Argument repetitiv wieder in den Raum zu werfen, aber dann die dazu gemachten Ausführungen zu ignorieren führt irgendwann zu unsachlichen Antworten, da ja erkennbar die sachlichen Antworten ignoriert werden.

Ein Beispiel zu bringen, in dem ein Foto korrekt belichtet wurde, ist in diesem Zusammehang in keiner Weise zielführend, denn es trägt überhaupt nicht zur diskutierten Problematik bei.

Offenbar hast Du nicht verstanden, daß es nicht darum geht, ob man den Dynamikumfang bestimmter Bilder erfassen kann,
sondern ob
a) die Belichtungsautomatik für HHHR-Bilder (unnötigerweise) gegenüber anderen Aufnahmen andere Einstellungen benötigt und
b) der Dynamikumfang des Sensors optimal genutzt wird.

In Deinem Beispiel ist übrigens gut das Rauschen in den aufgehellten Stellen zu erkennen. Eine Zeichnung im Baumstumpf die über Rauschen hinausgeht kann ich auf meinem kalibriertem Monitor nicht erkennen.

Wie hast Du eigentlich die Messung für diese Belichtung mit -1 EV vorgenommen?

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vor 4 Minuten schrieb elwoody:

Ein Beispiel zu bringen, in dem ein Foto korrekt belichtet wurde, ist in diesem Zusammehang in keiner Weise zielführend, denn es trägt überhaupt nicht zur diskutierten Problematik bei.

Beratungsresistente Menschen lassen sich leider durch keinerlei Fakten beeinflussen. ☹️

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vor 52 Minuten schrieb elwoody:

Ein Beispiel zu bringen, in dem ein Foto korrekt belichtet wurde, ist in diesem Zusammehang in keiner Weise zielführend, denn es trägt überhaupt nicht zur diskutierten Problematik bei.

Dumm nur, dass es bei korrekt belichteten HHHR Aufnahmen in der Praxis gar keine Problematik gibt. 

Jack Nicholson Reaction GIF

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Am 11.5.2022 um 19:08 schrieb Axel.F.:

Dumm nur, dass es bei korrekt belichteten HHHR Aufnahmen in der Praxis gar keine Problematik gibt.

Dumm nur, daß die Kamera beim HHHR eine korrekte Belichtung anzeigt wo u.U. gar keine ist - und darum geht es hier die ganze Zeit. Daher auch meine zuletzt gestellte Frage.

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