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OM-1-Erstausflug in der Areuse-Schlucht und am Creux du Van (Schweizer Jura)


faultierexpress

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Als Teil der aktiven OM-1-Lieferfrust-Bewegung, möchte ich mich nach langem Warten wieder der Fotografie widmen und von meinen Ausflügen berichten.

Als erste Bewährungsprobe für die OM-1 bot sich Fronleichnam (ein Feiertag u.a. in Baden-Württemberg) in Verbindung mit meinem freien Mittwoch an. So hatte ich zwei Tage am Stück frei und mein Plan war, eine Wanderung zu unternehmen und im Zelt irgendwo wild zu übernachten, um unter anderem Sonnenunter- und aufgang zu fotografieren.

Vor einigen Monaten sah ich eine Dokumentation über das Schweizer Juragebirge und die darin liegende Areuse-Schlucht. Da ich gerne am Wasser und in den Bergen unterwegs bin, stand das seitdem auf meiner To-Do-Liste und sollte nun in die Tat umgesetzt werden.

Ich plante eine Wanderung ab dem Wasserkraftwerk Usine électrique du Chanet in Boudry, direkt am Fluss Aureuse. Ab dort dem Flusslauf folgend bergauf durch die gleichnamige Schlucht bis zum Örtchen Noiraigue. Ab dort steiler bergauf bis zum Creux du Van - eine natürliche Felsenarena auf über 1.400 m Höhe mit alpiner Tier- und Pflanzenwelt. Zu bewältigen waren 15 km sowie 1.100 Höhenmeter (einfache Strecke). Anfangs wollte ich den Rückweg auf dem südlich gelegenen Bergkamm absolvieren. Es kam aber anders...

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In meinem großen Wanderrucksack fanden Zelt, Isomatte, Schlafsack, Trockennahrung, Wasserfilter, Gaskocher, Ersatz-T-Shirt, Jacke, Handschuhe, Erste-Hilfe-Kit, Stirnlampe sowie fast mein gesamtes Kamera-Equipment Platz. Konkret nahm ich die neue OM-1, Olympus 150/f2, Olympus 300/f4, Olympus 45/f1.2, Olympus 75/f1.8, Olympus 8-25/f4, Ersatzakkus für Kamera und Stirnlampe sowie Haida M10 Filterkit (Pol- und Graufilter) mit. Zusammen mit den drei Litern Trinkwasser brachte der Rucksack ein stattliches Gewicht auf die Waage.

Von Karlsruhe aus, buchte ich ein Carsharing-Auto und fuhr am Mittwochvormittag Richtung Schweiz. Nach guten drei Stunden kam ich am Parkplatz an und stapfte bei recht hohen Temperaturen durch die Schlucht Richtung Gipfel. Der dichte Bewuchs, die Felsen und das kalte Wasser brachten etwas Abkühlung wärend des Laufens. Nervig waren die zeitweise in großen Schwärmen auftretenden Fliegen.

Nach einigen Stunden Anstrengung erreichte ich rechtzeitig vor Sonnenuntergang den Gipfel und konnte auch bald einen guten Platz für das Nachtlager finden. Dieses musste außerhalb des Naturschutzgebietes liegen, da dort aufgrund sensibler Flora und Fauna Zelten verboten ist.

Ich beobachtete die untergehende Sonne und die Gewitterwolken, welche sich in meine Richtung aufmachten.

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Dieses Foto entstand aus 35 Einzelaufnahmen (7 Hochformataufnahmen mit 5er-Belichtungsreihe). Aufgenommen wurde es mit dem 45/f1.2 PRO. Entwickelt habe ich es mit PanoramaStudio 3 Pro sowie Lightroom.

Ab 23 Uhr lag ich im Zelt und lauschte den näher kommenden Gewittern, welche sich mit intensivem Wetterleuchten ankündigten. Auf dem Wetterradar verfolgte ich die Zugbahn, um im schlimmsten Fall unter einem festeren Unterstand zu verschwinden. Schließlich lag ich recht exponiert auf einer Anhöhe.

Um 1:30 Uhr bestätigte sich dann meine Hoffnung und beide Gewitter zogen genau rechts und links an mir vorbei. Echt Glück gehabt!

Bis zum Sonnenaufgang um 5:30 Uhr fand ich Schlaf und meine Befürchtung, dass es sich auf dem Gipfel nachts abkühlte (deswegen jacke und Handschuhe), trat nicht ein. Für meinen Geschmack war es sogar viel zu warm, sodass ich mich nicht einmal zudecken konnte und bei offenem Zelt schlief.

Am nächsten Morgen stellte ich mein Stativ gen Osten auf und wartete auf den Sonnenaufgang. Die Abstinenz von Menschen am frühen Morgen sorgte dafür, dass sich drei Steinböcke auf die Anhöhe trauten. Wenn ich bereits mehr Routine mit der OM-1 gehabt hätte, wären die Steinböcke auch scharf abgelichtet worden.

Für den Sonnenaufgang wählte ich das 8-25/f4, um auch den Vordergrund mit aufs Bild zu nehmen.

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Aufnahmedaten: 25 mm, ISO 320, f16, 1/8 Sek.

bearbeitet von faultierexpress
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Die Felsformation des "Creux du Van" ist ebenfalls gegen Osten gerichtet und so wurde das helle Gestein von sanftem Licht der Morgensonne bestrahlt.

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Aufnahmedaten: 150 mm, ISO 200, f2.8, 1/100 Sek.

bearbeitet von faultierexpress
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Auf dem Grat des Creux du Van stehend, blickte ich in die Schlucht und auch die Baumkronen erstrahlten in diesem schönen weichen Licht. Das unfotografiert an mir vorbei ziehen zu lassen, würde ich mir nicht verzeihen.

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Aufnahmedaten: 150 mm, ISO 200, f2.8, 1/160 Sek.

Einen etwas weiterer Blick in die Schlucht ist nicht weniger verträumt.

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Aufnahmedaten: 150 mm, ISO 200, f2.8, 1/500 Sek.

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Im bereits sehr warmen Sonnenlicht des Morgens erweckt ein Narzissen-Windröschen in einiger Entfernung meine Aufmerksamkeit. Perfekt fürs 150er.

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Aufnahmedaten: 150 mm, ISO 160, f2.5, 1/640 Sek.

 

Zum Abendessen wieder in Karlsruhe verabredet, startete ich bald den Weg zurück durch die Schlucht. Auf dem Weg begegnete mir eine an einem Porträt interessierte Eidechse.

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Aufnahmedaten: 150 mm, ISO 250, f2, 1/6400 Sek.

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Das wohl am häufigsten festgehaltene Motiv der Areuse-Schlucht ist diese Steinbrücke. Ich wartete eine halbe Stunde, bis am Aufnahmeort und auf der Brücke keine Menschen mehr zu sehen waren. Bis meine erste Aufnahme im Kasten war, wurden neben mir sicher 30 Handy-Aufnahmen gemacht.

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Aufnahmedaten: 45 mm, ISO 80, f8, 1/10 Sek.

Die dunkle Schlucht in Verbindung mit dem starken Sonnenlicht, welches teilweise hinunter drang, hatte ich mit großen Kontrasten zu kämpfen. Ich erstellte auch hier eine 5er-Belichtungsreihe und erstellte in Lightroom ein HDR.

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vor 1 Stunde schrieb faultierexpress:

In meinem großen Wanderrucksack fanden Zelt, Isomatte, Schlafsack, Trockennahrung, Wasserfilter, Gaskocher, Ersatz-T-Shirt, Jacke, Handschuhe, Erste-Hilfe-Kit, Stirnlampe sowie fast mein gesamtes Kamera-Equipment Platz. Konkret nahm ich die neue OM-1, Olympus 150/f2, Olympus 300/f4, Olympus 45/f1.2, Olympus 75/f1.8, Olympus 8-25/f4, Ersatzakkus für Kamera und Stirnlampe sowie Haida M10 Filterkit (Pol- und Graufilter) mit. Zusammen mit den drei Litern Trinkwasser brachte der Rucksack ein stattliches Gewicht auf die Waage.

Hast du den gewogen? Für mich tönt das nach etwa 20kg 😲

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Aufnahmedaten: 19 mm, ISO 200, f8, 1/30 Sek.

 

Sehr müde und verschwitzt, aber glücklich und zufrieden habe ich meine zweitägige Wanderung beendet und es noch rechtzeitig zum Abendessen nach Hause geschafft. Ich habe ein tolles Fleckchen Erde kennengelernt. Das Fotografieren mit der OM-1 hat ebenfalls Spaß gemacht.

Ich freue mich, wenn ihr Gefallen an meinem Bericht und meinen ersten OM-1-Fotos finden könnt.

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vor 19 Minuten schrieb WRDS:

Hast du den gewogen? Für mich tönt das nach etwa 20kg 😲

Ich habe ihn nicht gewogen, schätze aber auch, dass er 20 kg oder mehr gehabt haben muss. Das muss sich vielleicht noch etwas einpendeln, wenn ich merke, welches Equipment ich weglassen kann. Gebraucht habe ich alles, bis auf die warme Kleidung und das 75/1.8.

bearbeitet von faultierexpress
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vor 9 Stunden schrieb faultierexpress:

Ich freue mich, wenn ihr Gefallen an meinem Bericht und meinen ersten OM-1-Fotos finden könnt.

Wunderschöne Bilder und toller Bericht deiner Abenteuerwanderung. Die Aufnahmen haben mir sehr gefallen 👌🏻 

20 kg am Rücken hört sich viel an und ist es auch. Könnte ich auch stemmen, das Problem ist eher der unangenehme Schweiß am Rücken. Ich nehme an, es ist ein Rucksack, der durch Abstand vom Rücken gehalten wird und der Schweiß in Grenzen gehalten wird, so wie bei den Outdoor-Rucksäcken sind. Das FT 150/2 ist wohl das schwerste von allen Gläsern.

Danke für dein Bericht 👍🏻

VG Pit

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