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Der Borkenkäfer im Harz


dpa

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...und sein kleiner Bruder, der Kupferstecher. Seit 2001 mache ich immer mal wieder Urlaub im Harz, der Dammgraben bei Altenau gehörte zu meinen liebsten Wanderwegen in ganz Deutschland. Nach einem ersten Schock (meine Frau war sich sicher, das das nicht der Weg ist) habe ich auf meiner Zeitachse bei Google die mit GPS verorteten Bilder der M1X neu fotografiert. Es ist einfach unfassbar, was die Motorsägen hier angerichtet haben.

 

 

Dammgraben-01.jpg

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244495649_HarzerHeide.thumb.jpg.da2fd9b048de6ab1a3f61c8a3224701d.jpg

  • Die weiträumig abgeholzten Flächen binden weitaus weniger CO²
  • hier wird auch kein Sauerstoff mehr in nennenswerten Mengen hergestellt 
  • die abgeholzten, schattenlosen Flächen sind auch locker 10-20° wärmer als ein schattiger Wald, das grenzt an Asphalt
  • Keine Moose, keine Farne, komplett andere Vegetation
  • Hier brüten auch für Jahrzehnte keine Vögel oder Fledermäuse

Seit 2 Tagen beschäftige ich mich nun mit Borkenkäferbekämpfung, sich selbst überlassener Natur (da hätte man nicht abholzen dürfen) der Fichte (die in diesen wasserreichen Höhenlagen ab 700 mtr sehr wohl heimisch ist) und dem Verbiss von Jungbäumen (bei der Fichte mit 9% am geringsten).

Die paar Buchen, die man sieht, machen noch keinen Wald und sehen (Bild mit Brücke) ebenfalls schlechter als vor drei Jahren aus. Am meisten wachsen Fichten nach, ganz natürlich. Leider fallen sie schon wieder dem Borkenkäfer zum Opfer. Ich weiß einfach nicht, was ich hiervon halten soll. Für die nächsten 20 Jahre einfach nur Katastrophal. 

1889402300_DaswarFichtenwald.thumb.jpg.90aa140c46a4d32f6335c8990db097e4.jpg

bearbeitet von dpa
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In diesem Ausmaß - selbst im Ilsetal sind weiträumig alle Flächen kahl - hat das nicht nur Auswirkunghen aufs Mikroklima und die Fauna und Flora, sondern sicherlich auch auf das Klima zumindest der näheren Umgebung, wenn statt schattiger kühler Wälder nun eine "Heizplatte" ihre Wärme abstrahlt. Für den ohnehin schwächelnden Tourismus wahrscheinlich der Todesstoß, nur so am Rande...

 

Das war mal ein lauschiger wanderpfad.jpg

Oberhalb des Ilsetals.jpg

bearbeitet von dpa
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griaß di!

jo sieht sehr waldbrandgefährdet aus!

sieh es mal ohne den Menschen,

Fichten wurden vom Menschen als Wirtschaftwald angelegt, also keine ursprüngliche Natur.

Alles ist abhängig vom Wuchs des Wirtschaftwaldes für die Menschen, da kann die Natur schon mal alles durchkreuzen!

Du wirst es nicht glauben auch hier leben genug Tiere, eben solche die in diesen Habitat ihre Lebensgrundlage haben!

neue standort angepasste Sträucher und Bäume werden wieder wachsen!

.. und noch mal zum anders denken...

sieh mal wie groß die Wälder in Polen, Russland sind, da fallen solche Wüstereien auch nicht mehr ins Gewicht!

ja es Stimmt, die Lebensgrundlagen für Mensch sind dort schwer gefährdet!

ps: Auch Pflanzen und Sträucher, Gräser haben Fotosynthese und produzieren Sauerstoff und verbrauchen CO2.

lg manfred

 

 

bearbeitet von digger50
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Und jetzt mal so unter uns Fotografen: Fotogen ist da gar nix mehr.

@digger50 Ja- stimmt Alles. Aber wenn ich da live durchlaufe, habe ich nicht das Gefühl, durch großartige neue Lebensgrundlagen zu laufen. Der Boden erodiert, an den Steilhängen (z. B. Ilse, viel Fels) werden sicherlich größere Mengen Jahrtausendealte Mutterböden abgewaschen werden. 

Urwald haben wir in Deutschland praktisch nirgends. Das ist mir bewusst, und ich habe damit auch kein Problem, da ich die Wirtschaftswege und -Pfade gerne zum wandern nutze. Durch Urwald käme ich ohne Machete ja gar nicht durch. Ohne Bewirtschaftung werden Rehe auch immer wieder die Triebe der Jungpflanzen abbeißen, es wird für andere Bäume als Fichten hier außerordentlich schwer, Fuß zu fassen.

Der Graben ist übrigens Unesco-Weltkulturerbe. Wurde alles in den letzten 300 Jahren angelegt, inklusive der schnellwachsenden Fichten. Nur die Fichten stehen nicht unter Kulturerbe Status, die Wassergräben schon. 

Hätte man sie wenigstens stehen gelassen, hätten Jungbäume im Schatten der toten Bäume sicher bessere Chancen. Und die Erde in den toten Wurzeln einen besseren Halt. Ob hier in 50-100 Jahren wieder ein nennenswerter Wald steht, wage ich zu bezweifeln. Gerade hinsichtlich des Klimawandels geht hier in meinen Augen wertvolle Zeit verloren.

Aber beim Googeln zum Thema habe ich mit Schrecken erkannt, das da viele unterschiedliche Meinungen von Förstern, Professoren und Herrn Wohlleben zusammenprallen. 

 

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Und zum Thema Wirtschaftswald:

Wir verbrauchen weiterhin immer mehr Papier. Der Preis von Pellets hat sich in den letzten 12 Monaten verdoppelt. 12 Mio. Haushalte haben Holzöfen. Bau- und Möbelholz wird knapper und teurer. Wenn wir uns für unseren steigenden Bedarf im Ausland bedienen und die Möglichkeiten vor Ort so brach liegen lassen passt das irgendwie auch nicht recht zusammen.

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vor 9 Stunden schrieb dpa:

Der Graben ist übrigens Unesco-Weltkulturerbe.

Schau von Menschen gemacht, geschützt und teilweise wieder vernichtet!

vor 9 Stunden schrieb dpa:

Gerade hinsichtlich des Klimawandels

Denke mir: viele Leute kennen nicht mal den Unterschied von Klima und Wetter!

Keiner wird den Klimawandel aufhalten, wir werden damit leben müssen,

lies mal in der Klimageschichte was es schon alles gab!

Denke mir weiters wie schon oben beschrieben: Bäume werden sich anpassen, Tiefwurzler werden besser Nährstoffe und Wasser nützen!

Ps; hab auch die Bücher von Wohleben

lg manfred

vor 9 Stunden schrieb dpa:

Wir verbrauchen weiterhin immer mehr Papier.

Ewigen Wachstum kann es nicht geben, wir alle werden uns wieder an Grundbedürfnissen orientieren,

viel weniger (muß) wird genug zum Überleben sein!

bearbeitet von digger50
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vor 2 Stunden schrieb digger50:

Keiner wird den Klimawandel aufhalten, wir werden damit leben müssen,

Abbremsen schon, oder? 😉

Solche Einstellungen der vielen Menschen ist leider sehr klimaschädlich. Wir sollten besser umweltschonend leben und nicht mit den Klimakatastrophen.

vor 2 Stunden schrieb digger50:

lies mal in der Klimageschichte was es schon alles gab!

Ja, ich kenne den Spruch vieler: "Es war doch auch schon mal soooo warm!"

Wenn du aber die Klimageschichte genauer liest wirst du auch erkennen, dass die Hitze- und Trockenperioden heute im Vergleich zu damals viel zu lange sind. Im süd-westlichlichen Teil Deutschlands hat seit Wochen nicht geregnet. Wenn mal regnet, dann viel zu wenig, dass der trockene Boden das Regenwasser nicht aufnimmt und das Wasser irgendwo wegrinnt. Regnet es lang anhaltend, dann spült das alles weg (siehe Juli 2021)

Der Punkt ist, dass der Klimahaushalt längst gekippt ist, es gleicht nichts mehr richtig aus.

vor 2 Stunden schrieb digger50:

Ewigen Wachstum kann es nicht geben, wir alle werden uns wieder an Grundbedürfnissen orientieren,

sag das mal dem Wirtschaftsunternehmen 😉
Sie wollen nur eins; steigende Gewinne. Der Teufelkreis ist, dass andere Länder in der Welt danach streben eine Wirtschaftsmacht zu werden (China ist eins von den vielen Problemen). Es bildet Konkurrenzdenken der Wirtschaftsbosse.

Und der Verbraucher? Die Produkte sollen nicht so teuer werden!
Und die Unternehmen? Die Produkte sollen immer wieder von den Verbrauchern gekauft werden: schneller, besser, billiger ... aber nicht langlebiger.

Ein Teufelkreis, aus der die meisten nicht wieder herauskommen.

Was mir auch auffällt:
Menschen die mit Smartphones fotografieren nehmen die Umwelt kaum wahr. Fotografiert wird meist bei Veranstaltungen und Großevents.
Menschen die mit DSLR oder DSLM fotografieren und meist Natur, ob Landschaft oder Vögel bzw, Tiere, nehmen die traurige Entwicklung in der Natur eher wahr.
Menschen die nur reisen, an Großevents teilnehmen sehen die Entwicklung in der Natur nicht so wahr und lesen die Katastrophen nur in den Medien. Reaktion: Kenntnisnahme, nichts weiter, solange nicht ihr eigenes Hab und Gut zum Opfer fällt.

 

 

bearbeitet von pit-photography
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vor 2 Stunden schrieb pit-photography:

Abbremsen schon, oder? 😉

des glaub i net!

da sind wir alle zu klein und  die Natur ist da stärker!

Aber wir können vieles zum Thema Umweltschutz, Lebensmittelsicherheit, nachhaltige Landwirtschaft, Biodiversität machen!

lg manfred

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vor 9 Minuten schrieb digger50:

da sind wir alle zu klein und  die Natur ist da stärker!

Die Natur ist zwar schon stärker … noch, aber wenn wir so weiter machen, wird die Natur immer schwächer.

Das Problem ist, dass wir gerade dabei sind, den gesamten Klimahaushalt aus denn Tritt zu bringen. Übermäßige Landwirtschaft, Waldrodungen für landwirtschaftliche Nutzung bzw. Abbau von Bodenschätzen (der Hambacher Forst war fast zum Opfer geworden). In Zukunft könnte der Abbau von Lithium wegen E-Mobilität problematisch werden.

Es fehlt der gesamten Menschheit der Wille, dagegen anzusteuern bzw. abzumildern. Den Menschen ist zwar die gesunde Natur wichtig, aber vielen ist leider noch die Wirtschaft wichtiger.

Fazit: wir sollten nicht so weitermachen, weil das sowieso aussichtslos ist.

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vor 15 Stunden schrieb dpa:

Hier brüten auch für Jahrzehnte keine Vögel oder Fledermäuse

Nun, das "Borkenkäferproblem" hatten wir hier im Nationalpark Bayerischer Wald auch. Es braucht etwas Geduld, aber bestimmt keine Jahrzehnte bis wieder junger wilder Wald aufkommt. Als vor 30 Jahren der Lusen quasi baumfrei war, hatte ich auch größte Bedenken. Mittlerweile ist dort der Wald wieder beinahe undurchdringlich dicht. Mein Lieblingsplatz für die Hirschbrunft war noch vor etwa 10-12 Jahren ohne Bäume, jetzt findet man die Hirsche kaum noch, da so viel neuer Wald da ist. Immerhin liegt der Platz zwischen 1100-1250m. Ich kenne das Gefühl, wenn man glaubt, dass der Wald weg ist, aber es geht erstaunlich schnell, ehe der Wald vielfältig und wild wieder entsteht. 

Schön langsam stellt sich hier bei uns eben so richtige Wildnis ein. Uns so Spezialisten wie der Weißrückenspecht sind eben auf relativ viel Totholz (vor allem auch stehendes Totholz) angewiesen.

VG und allzeit gut Licht!

Stefan

Bild 1: Borkenkäferbefall

Bild 2: Hirschbrunftarena

Bild 3: die Hirsche, die schwer zu sehen sind

P9190004 (2).jpg

P9270056.jpg

P9270067.jpg

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vor 3 Stunden schrieb ej foto:

@jagabua Das sind schöne Entwicklungen ... ich befürchte aber die nächsten 30 Jahre werden leider nicht so verlaufen wie die letzten 30 Jahre.

Man sollte auch nicht vergessen dass Nadelbäume schneller wachsen als ein Laubbaum, wie man auch im Bild sehen kann welche Bäume da gewachsen sind.

bearbeitet von pit-photography
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Das schnelle nachwachsen habe ich auch im bayerischen Wald und auch hier im Harz beobachten können. Den Borkenkäfer gibt es ja nicht erst seit kurzem. Eigentlich ist die Waldwirtschaft schon seit Jahrhunderten damit vertraut. Hier gibt es eine Stelle im Ilsetal, Bremer Hütte, die 2008 geschädigt und 2018 wieder mit vielen Fichten bewachsen ist. Allerdings ragen nun, 2022, schon wieder viel braune Fichten heraus, da der Borkenkäfer freie Bahn hat. 

Ich verstehe die Philosophie/den Plan dahinter irgendwie nicht. Rund um den Dammgraben wurde quasi alles abgeholzt. Hätte man das rechtzeitig getan, hätte man dem Borkenkäfer mehr Einhalt gebieten können. Wenn er aber verbreitet ist, dann hätte man auch alle Fichten (bis auf Wegeschutz) stehen lassen können, um es dem Nachwuchs leichter zu machen und die Bodenflora - weitestgehend zu erhalten.

Einerseits wundert es mich schon, das hier überall noch reichlich Wasser fließt, es kommt auch überall aus kleinen Quellen zu Tage, selbst nach den spärlichen Niederschlägen der letzten Wochen und Monate. Der Harz ist wirklich sehr Wasserreich. Daher verstehe ich auch nicht, warum man die Fichten nicht geschützt hat, denn scheinbar wird sich die Fichte hier auch wieder behaupten, auch auf natürlichem Wege, ohne Pflanzungen, etc. Im besten Fall hat man dann in 50 Jahren wieder das, was man ohnehin hatte. Ab hundert Käfern hat auch eine gesunde Fichte kaum noch Chancen gegen den Käfer und ohne Maßnahmen sind hunderttausende unterwegs.

Das Fällen und abtransportieren in diesem großen Stil scheint mir ein waghalsiges Experiment, aber das Bild mit den Hirschen @jagabua lässt hoffen🏆. Das wandern am Dammgraben hat wohl einfach sehr deprimiert.

 

bearbeitet von dpa
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Du solltest Deine Fragen mal an die Oberharzer Nationalpark- und/oder Forstverwaltung stellen. Ich denke schon, dass sie die Verhältnisse dort kennen und auch erklären können, weshalb sie so vorgegangen sind.

bearbeitet von tgutgu
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@tgutguDie Förster selbst sind nach Aussagen von jemand, dessen Firma hier seit hundert Jahren (Buchen-)holz kauft stinksauer, weil sie zum nichtstun verdammt sind. Die öffentlichen Webseiten reden von "den Wald sich selbst überlassen", das straft aber dann das großflächige Abholzen lügen.

Naja, als Wanderparadies taugt der Harz die nächsten Jahre erstmal nicht mehr. Heute bin ich zum Bodetal gefahren, das Bodetal selbst ist hauptsächlich Michwald, in 2 Jahren dann zu hundert Prozent, die wenigen Nadelbäume hats auch erwischt. Hier die wohl letzte fichte im Bodetal:

1977068361_LetzteFichteimBodetal.thumb.jpg.f91625e55f2b1f22cd049946a9c824e3.jpg

Aber die einstündige Fahrt mitten durch den Harz hat sehr ernüchtert. 

bearbeitet von dpa
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Am 9.8.2022 um 21:02 schrieb dpa:

Und jetzt mal so unter uns Fotografen: Fotogen ist da gar nix mehr.

@digger50 Ja- stimmt Alles. Aber wenn ich da live durchlaufe, habe ich nicht das Gefühl, durch großartige neue Lebensgrundlagen zu laufen. Der Boden erodiert, an den Steilhängen (z. B. Ilse, viel Fels) werden sicherlich größere Mengen Jahrtausendealte Mutterböden abgewaschen werden. 

...

Hätte man sie wenigstens stehen gelassen, hätten Jungbäume im Schatten der toten Bäume sicher bessere Chancen. Und die Erde in den toten Wurzeln einen besseren Halt. Ob hier in 50-100 Jahren wieder ein nennenswerter Wald steht, wage ich zu bezweifeln. Gerade hinsichtlich des Klimawandels geht hier in meinen Augen wertvolle Zeit verloren.

Aber beim Googeln zum Thema habe ich mit Schrecken erkannt, das da viele unterschiedliche Meinungen von Förstern, Professoren und Herrn Wohlleben zusammenprallen. 

 

Die Grünen und der Nabu haben da kaum was zu sagen. Ich kenne die Gegend auch. Und im Osten des Harzes lassen sie mehr schattenspendende Bäume stehen. Hier im Westen hat die Touristik und der Profit Vorfahrt und wenn es nur für neue Ski-Pisten am Südhang ist. Wer aber wie ich mal die alten Wege geht die mangels kaufmännischen Interessen nicht mehr "gewartet" werden wird feststellen, das die Natur sich genau dort selbst regeneriert.

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vor 2 Stunden schrieb dpa:

... Daher verstehe ich auch nicht, warum man die Fichten nicht geschützt hat, denn scheinbar wird sich die Fichte hier auch wieder behaupten, auch auf natürlichem Wege, ohne Pflanzungen, etc. Im besten Fall hat man dann in 50 Jahren wieder das, was man ohnehin hatte. Ab hundert Käfern hat auch eine gesunde Fichte kaum noch Chancen gegen den Käfer und ohne Maßnahmen sind hunderttausende unterwegs.

Das Fällen und abtransportieren in diesem großen Stil scheint mir ein waghalsiges Experiment, aber das Bild mit den Hirschen @jagabua lässt hoffen🏆. Das wandern am Dammgraben hat wohl einfach sehr deprimiert.

 

Übrigens gehören die Fichten natürlich nicht da hin in den Harz, auch wenn sie über Jahrhunderte häufig neu angepflanzt wurden. Die letzten Fischten wurden zu großen Teilen nach dem Krieg von den Engländern abgeholzt und danach aus Gründen der Not mit dem Wissen "Fichten sind eigentlich falsch" neu angepflanzt. Zumindest ahnte man ja nicht, das es in den 80ern (Le Waldsterben) und nach 2017 so schlimm werden wird. Übrigens hatte ich eine Tour dort Mitte 2017 in der Überschwemmungsperiode. Der Wald stand z. T. 0,5m hoch im fließenden Wasser, die Zillierbachtalsperre im Nu bis Oberkante voll. So kann es auch kommen.

Das Bild zeigt im Osten des Harzes einen Bereich, wo neue Laubbäume die alten Fichten über die Jahre ersetzen. Menschen machen da bis auf Wegpflege nix. Im Hintergrund mit Blick auf Brocken sieht man die Bereiche, die in den letzten Jahren litten. Da dauert es noch eine Weile bis Grün schimmert.

bild.jpg

bearbeitet von hoss
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Zu diesem Thema gab es gestern einen sehr interessanten Film im BR

Speziell auch über den Borkenkäfer vom Bayrischem Wald dem Naturschutzgebiet Lusen.

Mit Bildern vor 20 Jahren und dann nach 20 Jahren.

Vor allem um die damals umstrittene Zusatzfläche.

Link hier zu :https://www.br.de/mediathek/video/natur-exclusiv-extra-der-halbwilde-wald-av:62d0257ef53c1600092dbed

Und siehe die Natur braucht nur ihre Zeit um  sich wieder zu erholen. 

Vor allem ohne Chemie und dem Eingreifen des Menschen.

 

bearbeitet von gaby
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