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Die OM-System Community
Ignoriert

Entwicklung von HR- und HHHR-RAW-Dateien - mit welchem Programm?


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Ich habe auf meiner letzten Reise in Montenegro mit meiner OM-1 ganz überwiegend HHHR-Landschaftsaufnahmen gemacht, wenn die Bedingungen einigermaßen gepasst haben (kein oder wenig Wind, ausreichend Licht). Dies mit dem Hintergedanken, im Zweifel ja immer noch die ORI-Datei in der normalen Auflösung zu haben, versprach mir aber im besten Falle die bekannten Vorteile der HR-Aufnahmen. Beim Entwickeln in CaptureOne 22 stellte ich allerdings enttäuscht fest, dass die ORI-Dateien in der Regel das klarere/schärfere Bild zu ergeben schienen. Dies bewertet anhand von unbeweglichen Bildelementen. Bei der testweise Entwicklung der HR-RAW in OM-Workspace wiederum schienen mir diese gegenüber den ORI im Vorteil zu sein. 

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, muss ich meinen Workflow in CaptureOne überdenken oder grundsätzlich über OM-Workspace gehen? Hat jemand einen Vergleich auch mit anderen Programmen angestellt und kann einen Hinweis geben, mit welchem die HR- bzw. HHHR-RAW ihr Potential ausspielen können?

Danke schon mal für Euren Input. Stefan

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Du sprichst in deinem Post nur von ORF und ORI - sind die HHHR JPGs denn scharf? Falls nein, kannst du den Rest meiner Antwort überspringen 😉

Ich selber nutze dieses Feature so gut wie, aber ich kenne ich kenne die Problematik, dass RAW-Konverter wie zB Lightroom Bilder produzieren, die weicher sind als das JPG OOC. Auch aus eigener praktischer Erfahrung, selbst wenn diese sehr gering ist.

Im dpreview-Forum gibt es dazu einen interessanten (Grundlagen-)Beitrag "Pixel Shift: A Primer for Beginners" (von Feb 2020).

Die beiden Kernaussagen zum Thema "Schärfen":

Zitat

To say Olympus Workspace (OW) is better at retaining detail is a gross understatement – see for yourself.
There is no amount of magic I can work in Adobe to make the pixel shift Olympus images look like they do straight out of Olympus Workspace.

Zitat

Entire threads have been devoted to optimal sharpening of pixel shift images. Everyone has their workflows and preferred methods so I can’t say what is right or wrong for you. I will advise you to start your RAW workflow by converting the ORF into TIF via Olympus Workspace first, in order to save yourself some headaches later. Pixel shift images require more aggressive sharpening than you might expect. Every photograph is different. I have a preset saved as a starting point in Lightroom: Amount: 75, Radius: 2.7, Detail: 3, Masking: 50 and will adjust accordingly from there. I have seen great results from unsharp mask in Photoshop and the AI Module from Topaz as well. This part takes some experimenting to find what works for you.

Merke: Diese Aussagen sind bezogen auf Adobe; ich kann mir vorstellen, dass es bei anderen RAW Konvertern ähnlich ist.

P.S.:
Nehme ich dann ausnahmsweise doch mal ein Highres-Bild auf (so wie dieses), mache ich es mir ganz einfach und überlasse das Schärfen Topaz,

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vor 31 Minuten schrieb ruebyi:

Magst du mir mal eine Datei zur verfügung stellen? Ich könnte DXO PL5, und On1 PhotoRAW 2023 für dich testen.

Ich meine DXO konnte die HighRes Bilder der E-M1 III öffnen.

gerne, schau mal, ob der Link funktioniert: https://drive.google.com/drive/folders/1raQVyiwht-XAVZWg4KhbDRVJlU_BXQAZ?usp=sharing

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vor einer Stunde schrieb Karsten:

Du sprichst in deinem Post nur von ORF und ORI - sind die HHHR JPGs denn scharf? Falls nein, kannst du den Rest meiner Antwort überspringen 😉

Ich selber nutze dieses Feature so gut wie, aber ich kenne ich kenne die Problematik, dass RAW-Konverter wie zB Lightroom Bilder produzieren, die weicher sind als das JPG OOC. Auch aus eigener praktischer Erfahrung, selbst wenn diese sehr gering ist.

Im dpreview-Forum gibt es dazu einen interessanten (Grundlagen-)Beitrag "Pixel Shift: A Primer for Beginners" (von Feb 2020).

Die beiden Kernaussagen zum Thema "Schärfen":

Merke: Diese Aussagen sind bezogen auf Adobe; ich kann mir vorstellen, dass es bei anderen RAW Konvertern ähnlich ist.

P.S.:
Nehme ich dann ausnahmsweise doch mal ein Highres-Bild auf (so wie dieses), mache ich es mir ganz einfach und überlasse das Schärfen Topaz,

danke sehr für den Link, der Artikel bestätigt meine Vermutung/Befürchtung; den Umweg über OM Workspace werde ich dann wohl nur für die 5-Sterne-Bilder machen...

oder ich fotografiere gleich so, dass das OOC JPG verwendbar ist

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vor 19 Minuten schrieb dece1709:

den Umweg über OM Workspace werde ich dann wohl nur für die 5-Sterne-Bilder machen...

Das macht Sinn. Entsprechend nutze ich OMWS als Präprozessor für Lightroom für das Entfishen von Treppenhaus-Aufnahmen mit dem 8/1.8. Auch hier scheint der hauseigene Konverter das Maß aller (mir bekannten) Dinge zu sein, wenn es um die BQ geht. 

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vor 23 Minuten schrieb ruebyi:

DXO Photolab 5 und On1 Photo RAW 2023 können beide die Highresolution Files öffnen!

DXO sogar das ORI mit der Originalauflösung.

Die Firma und die Software ist zwar nicht die schnellste, aber die Ergebnisse sind der Hammer...

Stimmt, Photolab 5 kann Olys HiRes öffnen und die lassen sich auch bearbeiten. Allerdings sind die Ergebnisse aber eine Katastrophe; nichts ist scharf, mit Workspace schon.

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vor einer Stunde schrieb amln:

Hier ist ein Vergleich zwischen verschiedenen Schärfungsmethoden (inkl. Photo AI und Gigapixel AI auf das 20MP ORI):

https://groups.io/g/myolympus/topic/hhhr_sharpen_ai_test/93889725

ACR mit Radius 1,8 und Stärke 114 kommt dem Kamera JPEG ziemich nahe.

…interessant, nur dass ich scharfe HiRes ORF brauche…

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vor einer Stunde schrieb amln:

ACR mit Radius 1,8 und Stärke 114 kommt dem Kamera JPEG ziemich nahe.

Das sieht wirklich erstaunlich gut aus! Die beiden AI-basierten Ergebnisse sehen ja gruselig aus. Alleine Denoise und Sharpen (jedes für sich) bieten soviele Einstell- und Abstufmöglichkeiten, dass ich mir aus meiner Erfahrung mit diesen Programmen sicher bin, dass das besser geht. Wie es dann am Ende wirkt, hängt natürlich immer vom individuellen Motiv ab. 

@dece1709Deine Bemerkung verstehe ich nicht - ist es nicht genau das, wonach du gefragt hast? Abgesehen davon, dass du mit C1 arbeitest und hier konkrete Parameter für ACR angegeben sind?

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vor 3 Stunden schrieb Karsten:

 

@dece1709Deine Bemerkung verstehe ich nicht - ist es nicht genau das, wonach du gefragt hast? Abgesehen davon, dass du mit C1 arbeitest und hier konkrete Parameter für ACR angegeben sind?

Nein, ist es nicht. Die 20 MP ORI Datei ist eine (die erste?) Aufnahme der zu HiRes verrechneten Aufnahmen. Also wie eine ganz „normale“ Aufnahme ohne HiRes. Das Problem der Unschärfe bei der RAW-Entwicklung betrifft aber die HiRes ORF Dateien mit 25, 50 oder 80 MP. Gruß Stefan 

bearbeitet von dece1709
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Am 18.10.2022 um 14:55 schrieb dece1709:

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, muss ich meinen Workflow in CaptureOne überdenken oder grundsätzlich über OM-Workspace gehen?

Mit den Standard-Voreinstellungen für die Schärfe von Capture One sehen die 50MP ORFs tatsächlich deutlich unschärfer aus, als die dazugehörigen JPEGs oder die 20MP ORI Dateien. 

Man kann/muss da ordentlich selbst nachschärfen, insbesondere kann man da beim Schärfe-Radius auf 1,5-2 Pixel hochgehen und dann je nach Motiv auch den "Amount" Regler auf 300-500 hochziehen. Am besten immer mal wieder mit dem dazugehörigen JPEG vergleichen, dann sieht man ganz gut, ab wann man es übertreibt.

Es gibt aber ein weiteres Problem mit den HHHR-Bildern in Capture One: die Objektivkorrekturen werden nicht richtig angewandt, auch das sieht man im Vergleich mit dem JPEG ganz gut. Etwas besser funktioniert dann das "Manufacturer Profile" (wenn es vorhanden ist, das ist auch etwas verwirrend, dass es diese Option mal gibt und mal nicht).

Insgesamt fand auch, dass es ein recht hoher Aufwand ist, ein HHHR RAW in Capture One so zu bearbeiten, dass es vergleichbar gut ist wie das JPEG. In den meisten fällen bin ich am Ende dabei gelandet, einfach das 20MP ORI zu verwenden. 

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Vor ein paar Jahren hatte ich verschiedene RAW-Konverter verglichen. Damals war es so, dass unter diesen RAW-Konvertern nut ACR die Objektivprofile korrekt einsetzte (d.h. man erhielt JPEGs, die exakt mit den Kamera JPEGs übereinstimmten). Ich weiß aber nicht, ob mittlerweile andere RAW-Konverter besser geworden sind.

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vor 15 Minuten schrieb amln:

d.h. man erhielt JPEGs, die exakt mit den Kamera JPEGs übereinstimmten

"exakt" impliziert auch eine identische Farbgebung. Bei allen Oly-Kameras, welche ich bislang genutzt habe (E-M5II, E-M1II/III, OM-1) trifft dies bei der Nutzung der Kamera-Profile nicht zu. 

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ORI wird ja auch offiziell von C1 nicht unterstützt:

Zitat

Some cameras provide multishot functionality by way of (e.g.) multiple exposure or pixel shifting. In most cases, the functionality will not be available in Capture One, however, a single RAW file from the “stack” may be viewable and editable in Capture One (as if it was a shot in single Capture mode).

https://support.captureone.com/hc/en-us/articles/7276208193693-Capture-One-22-15-4-1-Release-Notes (unter "Recommendations and limitations")

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vor einer Stunde schrieb Karsten:

"exakt" impliziert auch eine identische Farbgebung. Bei allen Oly-Kameras, welche ich bislang genutzt habe (E-M5II, E-M1II/III, OM-1) trifft dies bei der Nutzung der Kamera-Profile nicht zu. 

Mit "exakt" meine ich, dass die Pixel (geometrisch) übereinstimmen, d.h. die Objektivprofile werden von ACR korrekt umgesetzt. Bei anderen RAW Konvertern war es damals (als ich den Test gemacht habe) nicht der Fall.

Das ist für mich wichtig, da ich viele Panorama-Stitches (mit PTGUI) mache, und ich verwende im ersten Schritt die Kamera-JPEGs um die Panorama-Dateien zu generieren. Erst danach entscheide ich, welche Panoramas es sich lohnt weiter zu verarbeiten. Bei diesen werden dann die RAW-Dateien in JPEGs konvertiert. Wenn der RAW-Konverter es nicht schafft (geometrisch) identische JPEGs zu erzeugen, kann ich die .pts Dateien aus PTGUI nicht verwenden und müsste die Kontrollpunkte zwischen den Bildern neu generieren lassen und die .pts Dateien neu erstellen, was zu viel Aufwand ist.

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vor 15 Stunden schrieb dece1709:

…interessant, nur dass ich scharfe HiRes ORF brauche…

Wer nicht...

Die besten Ergebnisse erziele ich mit einer Entwicklung ohne jede Schärfung in LrC und einer Finalisierung mit Topaz Sharpen AI.

https://flic.kr/s/aHBqjzKVb4

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Hallo, ich hänge mich hier einfach mal rein.

Vorgestern habe ich zum ersten Mal den HR-Modus an meiner M1 Mark 2 ausprobiert und bin mächtig enttäuscht. Die Bildqualität des HR ist unter aller Kanone, finde ich.

Zum Vergleich hier mal ein Bildschirmschnappschuss aus Adobe Bridge mit eingeschalteter Lupe.

Links das normale JPG, rechts das HR, beides unbearbeitet.

Aufgenommen vom Stativ (Stabi eingeschaltet, ohne Fernauslöser) mit dem 75-300 II  bei 109 mm Brennweite, Blende 7,1, 1/200 sec, ISO 500 (hatte ich leider vergessen runterzustellen).

Liegt es an den Belichtungsparametern, an der Vorgehensweise oder wieso ist die Bildqualität so miserabel?

Wäre nett, wenn ihr mir helfen könntet. Ich würde das Foto gerne auf Großformat ausbelichten lassen.

Hier ein Link zu den Originaldateien, falls die jemand kontrollieren möchte. https://magentacloud.de/s/f4cWrsxbYirqzQA

Danke schon mal und Gruß

Rolf

image.thumb.png.a720114d8cddb2c387b64f663ae50ad2.png

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vor 1 Stunde schrieb Grek-1:

Liegt es an den Belichtungsparametern, an der Vorgehensweise oder wieso ist die Bildqualität so miserabel?

War Wind draußen? Wenn die Blätter sich bewegen, kann auch der HR-Modus an der Schärfe scheitern. Teste mal an ein Motiv, das sich nicht durch Wind bewegt.

bearbeitet von pit-photography
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vor 29 Minuten schrieb pit-photography:

War Wind draußen? Wenn die Blätter sich bewegen, kann auch der HR-Modus an der Schärfe scheitern. Teste mal an ein Motiv, das sich nicht durch Wind bewegt.

Es war fast windstill. Ich werde es aber mal mit einem statischen Motiv testen.

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vor 5 Stunden schrieb Grek-1:

Liegt es an den Belichtungsparametern, an der Vorgehensweise oder wieso ist die Bildqualität so miserabel?

Ich habe beide Dateien runtergeladen und in der Großansicht miteinander verglichen. Das Hires-Aufnahme ist überall gleichmäßig unscharf gegenüber der einfachen Aufnahme. Am Zaun kann man Doppelkonturen erkennen. Wind würde ich ausschließen. Für mich sieht es so aus, als ob irgendetwas bei der Aufnahme schiefgelaufen ist, vielleicht eine kleine, unbeabsichtigte, unmerkliche Erschütterung des Setups welche dazu führt, dass die einzelnen Pixel-Shift Bilder nicht 100% deckungsgleich sind.

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vor 7 Stunden schrieb Karsten:

Ich habe beide Dateien runtergeladen und in der Großansicht miteinander verglichen. Das Hires-Aufnahme ist überall gleichmäßig unscharf gegenüber der einfachen Aufnahme. Am Zaun kann man Doppelkonturen erkennen. Wind würde ich ausschließen. Für mich sieht es so aus, als ob irgendetwas bei der Aufnahme schiefgelaufen ist, vielleicht eine kleine, unbeabsichtigte, unmerkliche Erschütterung des Setups welche dazu führt, dass die einzelnen Pixel-Shift Bilder nicht 100% deckungsgleich sind.

Danke dir, Karsten. Vielleicht hätte ich vorher mal üben sollen.

Ich werde es demnächst mal bei völliger Windstille, ausgeschaltetem Stabi und Fernauslöser versuchen. Ist es übrigens richtig, dass es von den HR keine ORF gibt? Auf der Karte, auf der ich die RAWs speichere, war nur das JPG.

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vor 42 Minuten schrieb Grek-1:

Danke dir, Karsten. Vielleicht hätte ich vorher mal üben sollen.

Ich werde es demnächst mal bei völliger Windstille, ausgeschaltetem Stabi und Fernauslöser versuchen. Ist es übrigens richtig, dass es von den HR keine ORF gibt? Auf der Karte, auf der ich die RAWs speichere, war nur das JPG.

Frage: Wie stabil ist dein Stativ?

 

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