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Über dieses Unterforum Sternenhimmel


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Nicht immer ist alles zu sehen, nur die "Zirkumpolaren Sterne" sind bei uns das ganze Jahr über zu finden. Da aber jeder je nach Lage seines Beobachtungsortes woanders seinen "dunkelsten" Himmel hat, kann der Zeitpunkt variieren, wann wir eine spezielle Region ablichten sollten.

Klingt alles sehr einfach, wenn nicht Mond, Wolken und sonstige Umstände unsere Planung durcheinander bringen würden. Oftmals kommt es so zu "Projekten" die über Jahre laufen. 

Grob gibt es zu den Jahreszeiten jeweils einen Himmel. Jahreszeiten gemäß schwanken dann aber auch damit die Bedingungen. Im Laufe eine langen Nacht (Winter) können wir jedenfalls einen großen Teil der Sternbilder sehen - einzig der helle Bereich um die Sonne  (dann im im Sternbild Schützen - da wo das Milchstraßenzentrum ist) sehen wir dann nicht.
Umgekehrt: Im Sommer steht die Sonne oberhalb des Orion - dafür sehen wir die "Sommermilchstraße" gut -der hellste Teil.

Der Sommersternenhimmel: Die Ekliptik (da wo Sonne/Mond und Planeten vorbeiziehen und sich die Sternzeichen des Tierkreises [Zodiak] befinden) ist tief im Süden - die Milchstraße zieht sich hoch hinauf und hier finden sich viele der schönen großen Nebel. Die Arme der Milchstraße gehen dann in den Norden wo sie immer dünner wird - und beim Orion vorbeigeht - die Wintermilchstraße. Aber da steht ja gerade die Sonne - nicht weit unter dem, Horizont. Also nur kurze Nächte, weite im Norden nicht mal das! (weißen Nächte) in den Skandinavischen Gegenden.

Der Herbststernenhimmel: Die Nächste werden länger, Die Luftfeuchte ist hoch, es wird schon kühl. Kassiopeia mit Andromeda dominiert den Himmel. Da wo die Milchstraße ist, gibt es noch größere Nebel. Abseits davon blicken wir aber eher in die tiefen des Weltraumes ohne die "störende" Milchstraße mit ihren vielen Sternen und Staub.  Wir freuen uns schön auf den Orion !

Der kommt dann im Winterhimmel. Klare Nächte wie im Herbst seltener und dann oft sehr kalt und  bald feucht, aber relativ wenig feuchte insgesamt. Dafür der hellste und größte aller Nebel: Orion. Daneben noch weitere Nebel und Dunkelnebel. Es braucht schon Überwindung da hinauszugehen.

Der Frühling ist Galaxien Saison, nur recht kleine, dafür die dunkelsten Nächste und kalte trockene Luft. Wir blicken in die tiefen des Weltraums abseits der Milchstraße, die erst in der zweiten Nachthälfte sichtbar wird. Im Spätfrühling aber gegen Morgen fast ideal - weil die Ekliptik da noch höher steht als im Sommer.
Der Mond ist hoch oben an der Ekliptik zu finden - nur wenig "Luftmasse" stört die mögliche Auflösung.
Um den 14. April herum, wenn die Sonne im Sternbild der Fische steht, könnte man den "Messier Marathon" machen: Man findet in diesen Nächten alle Objekte des Messier Kataloges (110) - gute Planung und Sicht auf den Horizont sind notwendig, er beginnt mit der späten Dämmerung im Westen und endet im morgen grauen !

Mein unverzichtbares Mittel um Objekte zu finden ist die Freeware Stellarium. Am PC / MAC kann man dann in aller Ruhe das gezeigte mit seinen eigenen Bilder und Beobachtungen abgleichen. Man kann seine Gerätschaften (Sensordaten/Objektive) eingeben und so sein Bildfeld planen.

Und es gibt genau ein Buch dass sich zwar an den visuellen Beobachter richtet, aber mir unheimlich viel gebracht hat: R.Stojan "Deep Sky Reiseführer". Er zeigt die Bilder so, wie wir sie erwarten können. Wem nichts einfällt: Er findet da immer ein Objekt, dass gerade günstig steht. Und das, was  (wenn auch begnadete) Visuelle Beobachter sehen, kann man immer locker mit der Digitalkamera übertreffen!

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