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Dreiecksbeziehung



Ein Trainingsbild von mir zum Monatsthema. Mir wird durch das ausprobieren, zumindest klar wo ich an den Kameraeinstellungen Hand anlegen muss. Und lieber mehrere Einstellungen bei statischen Motiven teste. Schwarzweiss-Fotos sind schon eine vertrackte Sache, wenn man grundsätzlich so fotografiert. Andersrum ist schnell ein Foto der Farbe beraubt und man ist eventuell mit dem Ergebnis zufrieden. In der Regel ist es aber nicht so. Zumindest am Motiv konnte ich mich abarbeiten. Und sehe im Ergebnis auch wo es besser geht. Das aber eigentlich erst zu Hause am Monitor. Bei der 620 muss ich bei ausreichend Licht den Kontrast erhöhen. Und die richtige Wahl des S&W-Filters kann manchmal auch Wunder wirken. Gruß Sven


Empfohlene Kommentare

620 hin oder vertrackt her, dieses Bild ist aber schon verdammt gut, Sven! Wie du die Drei in Beziehung gesetzt hast, ist großartig, das muss man erstmal sehen! Klasse Foto!! Lieben Gruß Wolfgang

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Danke Wolfgang. Mir gefällt es ja auch aus Motivsicht. Aber das Finish fehlt mir - sowohl beim Motiv und bei der Optimierung der Einstellungen, damit das Bild einen tieferen "Touch" bekommt. Schwer zu formulieren. Aber ich denke, du weißt, was ich damit meine. Gruß Sven

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Keine Frage, die von mir schon andernorts prophezeihte Flauheit, wenn man nicht drastisch in die Kontrastgebung eingreift, ist auch hier offenkundig. Die Beziehungsebene ist klar und im Grundsatz auch richtig herausgearbeitet. Der Genuss wird allerdings geschmälert durch den Mast zwischen Litfasssäule und der abstrakten Skulptur. Hier würde entweder Bildbearbeitung ansetzen oder - wenn das wie diesen Monat - nicht en vogue ist, durch Veränderung des Standpunktes, so das der Mast durch die Skuptur verdeckt wird. Damit handelt man sich freilich ein, dass das jetzt harmonisch wirkende Dreieck der drei Figuren gestört oder sogar zerstört wird. Wahrscheinlich wird es, wenn der Schritt zur Seite überhaupt funktioniert, auf eine Veränderung des Bildformats hinauslaufen. Weitere Problemzonen sind das merkwürdige Ding unten links, das manche wohl kaufen in der Annahme, es sei ein Auto. Rechts oben außen ragt ein Rest eines Verkehrsschildes in das Bild. Dieses Phänomen wird uns diesen Monat begleiten. Bei unwiederholbaren Schüssen sind Randphänomene dabei wohl eher zu verschmerzen als bei statischen Motiven, die in aller Ruhe abgelichtet werden können. LG Albrecht

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Das mit der Standortveränderung habe ich probiert. Aber die Dreiecksbeziehung wäre verloren gegangen. Also, den Fokus auf die Bildaussage und Akzeptanz der Realität. Aber machen wir uns auch nicht zu viel Gedanken, selbst bei "normalen" Ansichten, als Zensor einzugreifen? Vielleicht sind störende Objekte gar nicht störend, sondern wichtige Bildbestandteile? Gut, je nach Aussage und Bildzweck gibt es eine klare Antwort zu ja oder nein. Ein anderer Forent hat in seinem Kommentar geschrieben, daß ihm generell zu viel weggestempelt und retuschiert wird und dadurch viele Fotos eher verlieren. Das ist aktuell nicht en vogue. Aber durchaus auch ein paar intensive Gedanken zur Fotografie wert. Das Dogma des perfekten Bildes durch Elimierung "störender" Objekte lässt auch auf die Gegenwart Rückschlüsse zu. Aber es geht auch oft etwas von der Seele des Bildes verloren. Ich selber versuche bei der Street Fotografie entspannter damit umzugehen, weil ich mehr sehe. Du hast recht, das Thema wird uns begleiten. Ich bin neugierig wie die Meinungen hierzu sein werden. Gruß Sven

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Sven, ich stimme Dir in den zentralen Punkten voll zu. Ich bin kein Freund der Bilderfälschung durch EBV. Ein Dogma würde ich daraus nicht machen wollen. Seit Beginn der Fotografie gehört der Versuch, im Enwicklungsprozess ein Bild zur vollen Entfaltung zu bringen, dazu. Dabei wird allerdings heutzutage manchmal vergessen, dass das Ergebnis, wenn es noch die Realität abbilden soll, immer noch ein Foto bleiben sollte, nicht EBV-Kunst. Letzteres ist eine anerkannte und anerkennenswerte Kunstform, aber eben (relativ) weit entfernt von dem, was ursprünglich einmal abgelichtet wurde. Und ganz volle Zustimmung gibt es zur These, dass das Streben nach Perfektion in einem Konfliktfeld zur Seelenlosigkeit steht. Ich ertappe mich nicht selten bei dem Gefühl, dass ein Bild, das technisch einwandfrei ist, auf mich langweilig und steril wirkt. Das gilt insbesondere in Wiederholungsfällen, also Bildern die vom Thema her sehr ähnlich sind. Der Klassiker sind insoweit die ebenso hilflosen wie erfolgreichen Versuche, Models makellos "schön" erscheinen lassen zu wollen. Und ich frage mich: Würde ich gern irgendeine dieser fassadiösen Hüllen ohne Individualität kennen lernen wollen? Der Erfolg solcher Produkte zeigt, dass ich einen nicht mehrheitsfähigen Geschmack habe. Aber ist der Wunsch nach mehr Seele falsch? Der Frage begegnen wir auch hier. Seele ja. Individualität ja. Aber kein Plädoyer dafür, alles hinzunehmen, nein. Man kann sich natürlich als Sozialkritik vornehmen, bewusst Elemente ins Bild zu nehmen, welche zur Bildaussage in Widerspruch zu stehen scheinen. Damit könnte man den Blick schärfen dafür, wie gedankenlos wir in unseren Städten mit ästhetischen Zusammenhängen umgehen. Augenfällig sind für jedermann sich nicht einfügende Star-Bauwerke ohne Sinn für Ensemblewirkungen, die optische Vermüllung beginnt aber weit unterhalb dieser Schwelle. Wenn man das nicht zum Ziel hat, bleibt kaum ein anderer Weg als der, der Realität einen Schein abzuringen, der nur von einem bestimmten Standort aus besteht. Das ist nicht nur legitim, sondern nach meinem Dafürhalten eben überlegte Fotografie. Was will ich erreichen? Dient das Bild diesem Ziel? Wenn nein, woran liegt es? Kann ich es vermeiden? Zurück zum Bild. Beim Mast ist es - nach meiner Grundüberzeugung - allein ein Perspektivwechsel, der ihn erlaubterweise aus dem Bild bringen könnte. Geht das nicht, weil die Harmonie der Hauptmotive unerträglich leidet, muss er im Bild bleiben. Dann bleibt nur noch die Frage, ob man die Wichtigkeit dieses Elements z.B. durch Tiefenschärfe zurückdrängen könnte (hier nicht möglich). Aber beim Audi und dem Verkehrsschildrest? Gibt genau das dem Bild Seele? Wahrscheinlich ist das etwas, was jeder für sich beantworten muss. Denn ästhetische Vorstellungen sind nichts Allgemeingültiges und schon gar nicht zeitlos. Ich spreche also nur für mich und für meine Gegenwart, wenn ich an solchen und ähnlichen Stellen schreibe: Mich stört es. Die Diskussion über die Ästhetik bringt gleichwohl immer ein Stück weiter, weil sie den Blick schult. Genau hinsehen, falls möglich, das ist mir wichtig. Beim Fotografieren, bei der Bildanalyse. Und dabei immer wieder gegen natürliche Grenze meiner eigenen Inkompetenz anrennen. Wie der Wolf gegen die Bauwerke der drei Schweinchen. Oder wie Don Quijote. Mal ist man dann in diesem Lernprozess die Taube, mal das Denkmal. Meist aber einfach nur: erfolglos. Der Idealist versucht es dennoch. LG Albrecht

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Lieber Albrecht, du hast hier einige wesentliche Konflikte ins Spiel gebracht. Einige trägt man auch mit sich selber aus. Jeder trägt sozusagen seinen Rucksack mit sich herum und das findet sich letztendlich in unseren Bildern auch wieder. Falsch und richtig - es gibt eigentlich kein Gesetz dazu in der Fotografie. Zu viele Faktoren spielen da mit rein. Obwohl. Es gibt einfach Sachen, da kann man durchaus in die Vollen gehen und den Daumen senken. Die Anmerkungen zu meinen Bild sind treffend. Ich selber stand auch vor den beschriebenen Konflikten und musste sie im Großen und Ganzen hinnehmen. Anderenfalls wäre das Ensemble zerfallen. Da lag mein Fokus. Und somit habe ich Verkehrsschild, Audi und Konsorten als redundant vor meinem fotografischenn Auge in den Hintergrund treten lassen. Die Frage ist ja auch: Sollte das Foto deswegen schlecht sein oder nicht gemacht werden, weil die Realität auch mit darauf kommt. Hier war wegen der Gegenlichtsituation wenig Spielraum. Egal wie, etwas davon oder sogar noch mehr wäre immer darauf. Und wenn man Ästethik aus einer anderen Sicht sieht, sehe ich auch die bewußte Einbeziehung solcher Bildbestandteile als möglich an. Die Entscheidung wird wohl immer wieder neu getroffen werden müssen. Ich möchte da nicht stereotyp verfahren. Oder nach "Lehrbuch". Wenn wir uns zufrieden zurück lehnen wird Unsereins auch nicht glücklich. Du schreibst es selber - "Der Idealist versucht es dennoch." Nennt man das Kreativität? Viele Grüße Sven

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