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Falke in Nachbars Baum

Falke in Nachbars Baum

Album erstellt von SilviaLicht · Aktualisiert

Der wunderschöne Falke saß in Nachbars Baum, leider sind die Fotos nicht wirklich scharf. Kann mir jemand Tipps geben?

Hacon

Mitglieder

Geschrieben

Das erste Bild, bei dem der Falke die Flügel spreizt ist ja eigentlich gut scharf. Und du hast da auch die Brennweite deines Objektivs vernünftig ausgenutzt. Die beiden anderen sind leider wirklich nicht scharf und auch zu sehr gecropt. Was wirklich sehr schade ist, denn das Motiv ist ja toll!

Was hilft:

1. Auf die richtige Brennweite achten, beim 75-300 mag die optimale Brennweite leicht unterhalb von 300mm liegen, aber ich würde da trotzdem mit 300mm fotografieren.

2. Die Belichtungszeit anpassen. 1/8.000 ist bei diesem Motiv nicht notwendig. 1/1.000 wäre hier sicher ein guter Wert. Dann kannst du noch etwas abblenden (F7.1 oder F8.0), das hilft bei der Objektivschärfe, sorgt aber auch für eine größere Tiefenschärfe. Außerdem kriegst du niedrigere ISO-Werte. Sinnvollerweise solltest du mit manuell oder mit Zeitvorwahl und Auto-ISO fotografieren (wobei es dann mit dem zielgerichteten Abblenden nicht mehr funktioniert).

3. Mit der E-M5 II würde ich den Falken mit S-AF und Einer-Feld aufnehmen. Dabei mit höchster Serienrate immer kleine Serien von 2-4 Fotos und danach den Auslöser lösen und wieder voll durchdrücken. So kann der AF auch bei einer schwankenden Baumkrone immer wieder den korrekten Fokus finden.

4. Üben, üben, üben. Nur so wird man bei solchen Motiven schnell genug in der Kamerabedienung.

Gruß

Hans

SilviaLicht

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Geschrieben

Vielen Dank, ich werde es beherzigen und hoffen das er morgen wieder mit einer Maus ankommt 😉

mccs

Mitglieder

Geschrieben

Hacon hat schon fast alles gesagt. Das mit dem üben ist so 'ne Sache. Man muss ja wissen, was man üben soll und wie das am besten geht.

Bei solchen Bildern ist RAW bzw. ORF Pflicht. Warum? Das erste (scharfe) Bild muss mit starkem Kontrast kämpfen (Himmel, Vogel/Ast). Die Belichtung in der Kamera misst dann einen Mittelwert: der Himmel wird etwas dunkler, der Vogel aber auch. Dabei hat der tolle Abstufungen im Federkleid, hier leider nur dunkel.

Arbeiten in ORF hat folgenden Vorteil: man hat die reinen Bilddaten vom Sensor. Dort ist extrem viel Wissen drin. JPG kann das nicht verarbeiten und schmeisst alles überflüssige in den Müll - für immer! JPG kann nur 8 Bit Helligeitsunterschied pro Farbe abspeichern. Eine OM-D kann aber 12 Bit pro Farbe unterscheiden (so Olympus) - das ist das 16-fache! Bei der späteren Bildbearbeitung hat man noch jede Menge Daten zum bearbeiten. Manchmal kann man nachträglich die Belichtung um 3 Blenden ändern und bekommt trotzdem ein brauchbares Ergebnis.

Iso 100 oder 200 ist auch Pflicht. Nur dann ist der kleine Sensor wirklich erstklassig. Bild Nr. 2 hat schon verrauschten Himmel (Iso 800).

Bei ca. 300mm Brennweite kann man auch mal 250-stel Sekunde Belichtung versuchen - mit Atemtechnik machbar: (normal) einatmen - ruhig ausatmen - so bleiben bis zum fotografischen Schuss. Breitbeinig stehen. Evtl. irgendwo anlehnen oder aufstützen. In der Not hilft auch eine Schnur (!): ein Ende an die Kamera binden, am anderen Ende ist im passenden Abstand eine Schlaufe. Dort kommt ein Fuss rein. Schnur spannen ist fast wie ein Stativ!!!

Irgendwann werden dann auch 60-stel Sekunde scharf. Kleine Serie schiessen ist dann das Sahnehäubchen: ein gutes Bild ist sicher dabei.

Bei mir hilft auch das einschalten des Verwackelungschutzes - also Bild erst etwa 1/4 sek. nach dem Auslösen wirklich machen. Manchmal verwackelt nämlich der Kamera-Verschluss das Bild (=ein kleines Stück Blech, dass in der Kamera sehr schnell beschleunigt wird).

Den Fokus nachführen oder tracken muss man im Menü einstellen. Dann sieht man ein kleines Viereck auf dem Display. Dort muss der Vogel rein - Auslöser halb durchdrücken - der Autofokus stellt im Viereck (den Vogel) scharf - Auslöser weiter halb gedrückt halten - die Kamera "verfolgt" den Vogel, auch wenn er wegfliegt. Wenn alles passt - Schuss.

Kann man gut mit Autos an einer entfernten, schräg verlaufenden Strasse üben. Schräg deshalb, weil sich dann die Entfernung der Auto ändert und man dann verfolgen kann, wie die Kamera trackt. Interessant wird es dann, wenn das Auto hinter einem Baum vorbeifährt. So lernt man seine Kamera kennen, wie sie agiert.

Wenn der Vogel aber z.B. in einem Strauch sitzt, kann die Kamera vor lauter Ästen den Fokus nicht finden oder gar halten. Da ist Himmel natürlich einfacher.

In diesem Bild hätte ich versucht, die Entfernung am Ast direkt unter dem Vogel zu fokussieren. Ein ruhiges Bildteil ist einfacher zu fokussieren als der sich heftig bewegende Vogel.

Es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen. 👌

Grüsse

SilviaLicht

Mitglieder

Geschrieben (bearbeitet)

Vielen Dank, das sind erstmal eine Menge Infos....ich versuche es in den nächsten Tag noch einmal und zeige euch dann die Ergebinsse 😉

Ich wünsche euch Allen eine gute Zeit, viele Schokoladeneier und tolle Motive,

Silvia

 

P4102269.jpg

P4102275.jpg

bearbeitet von SilviaLicht

SilviaLicht

Mitglieder

Geschrieben

Hallo,

ich habe die Bilder als Raw bearbeitet und dann als jpg angehangen, ist das ok so?

ISO und Blende habe ich beachtet, allerdings habe ich mit der Belichtungszeit nicht an die Vorgaben halten können. 

trulloh

Mitglieder

Geschrieben

Das sind doch schon gute Ergebnisse!

Gotti

Mitglieder

Geschrieben

Unter Umständen habe ich es überlesen - aber ich liebe diese Dinger, auf die man/frau seine Kamera montieren kann und die dann die Kamera unglaublich ruhig halten können... Stative oder Sandsäcke oder Bohnensäcke oder einfache Stöcke in der richtigen Höhe .... oder auch Hausmauern, Bäume .... Autodächer oder Fahradlenker .... einfach alles was mir hilft, dass ich meine Kamera ruhig halten kann.... bei 300mm stelle ich es mir extrem schwer vor die Kamera ruhig zu halten .... da gab es mal so einen Vergleich ... nimm einen Besen und halte ihn ganz hinten am Stiel, dann ziele damit auf eine Stelle ....  so ungefähr ist es mit einem Tele aus der Hand... trotz Stabi und solche Helferleins. 
Und ja die Tipps derer die vor mir geschrieben haben, sollten auch helfen.

 

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