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Amateure überschwemmen den Markt! :-)

epoxin
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Hatte endlich mal wieder Zeit zum fotografieren! Habe mich mal mit meinen bescheidenen Mitteln der Bewerbungsfotografie gewidmet! Sie brauchte Bilder und ich die Übung! Als kleine Anekdote zum Thema: Sie war bei einigen Fotografen in der Nähe und hat sich dort nicht wirklich wohl gefühlt. Die waren alle im Stress und haben das dem Kunden auch gezeigt. Binnen weniger Sekunden sollte man sich für ein Bild entscheiden. Bei mir hatte Sie die Auswahl und die Ruhe!

Entstanden vor einem IKEA Tupplur Rollo, mit Styroporreflektor und 2 Blitzen. Ein Hauptlicht und einen auf den Hintergrund. Was kann ich noch anders/besser machen?


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Empfohlene Kommentare

Der Ausdruck ist entspannt, offen, kontaktherstellend - das ist gut für ein Bewerbungsbild. Das Beherrschen den Kontraste und Abstufungen ist Dir sehr schön gelungen. Dies auch in allen Partien zum Hintergrund.  Farblich Ton-in-Ton ist sehr schön. Das Augenlicht ist perfekt (und braucht es zwingend, damit die Augen überhaupt leben).

Die Körperhaltung ist "etwas frech" - aber passt zum Gesamterscheinungsbild der Darstellung. Wenn ich schreibe "etwas frech", so heisst das nicht, dass es mir nicht gefällt oder für mich etwas zu forsch erscheinen würde. Ich mache mir eben Gedanken dazu, weil es ein Bewerbungsbild ist. Und bei Bewerbungsbildern ist es entscheidend, für welche Art Arbeit und Anstellung das Bild gemacht wird. Und diese Zielsetzung kenne ich nicht. So muss ich hier auf dieses Risiko kurz eingehen: für eine Bank oder ggfs Versicherung würde ich dieses Bild nicht empfehlen zu verwenden. Für eine Aussendiensttätigkeit mit "Umsatzbolzen"- als Beispiel - sähe ich diese Aufnahme schon viel eher. Der Fotograf/die Fotografin MUSS immer im Eingangsgespräch wissen und fragen "für welche Art Arbeit möchten Sie sich bewerben?". Für eine sogenannt "seriöse und distingierte" Branche (Bank, Schmuckgeschäft), wo Vorschriften zum Erscheinungsbild vorhanden sind, ist die leicht aufgeschlagene Oberkörperbekleidung mit Blick auf die Bluse "etwas zuviel". Da müsste dieses "Detail" (ben dann kein Detail) stimmen und auf perfekt liegende Kleidung geachtet werden. Und da kommt die Körperhaltung mit den verschränkten Armen der Sache arg in die Quere. Verschränkte Arme rufen solche "Verschiebungen" fast unweigerlich hervor - und nicht nur deshalb sind verschränkte, sichtbare Arme mehr als heikel. In unserem Kulturkreis werden verschränkte Arme (leider) als "die Person verschliesst sich" gedeutet. In anderen Regionen der Welt heisst dies "ich konzentriere mich und bin in mir". Verschränkte Arme geben jedoch der vor der Kamera stehenden oder aufstützenden Person Sicherheit. Diese Technik/Taktik kann gut und gern angewendet werden, um lediglich ein Kopfportrait zu machen.

Wenn Profifotografen solche Eindrücke von Eile und Zeitdruck hinterlassen, wie es die junge Dame negativ erlebt hat, so sind diese "Kollegen/Kolleginnen" psychologisch nicht qualifiziert, sich erfolgreich im Portraitgeschäft zu betätigen. Leider können auch viele Profis nicht besonders gut kalkulieren und sind viel zu tief im Preis, so dass sie sich selber unter Zeitdruck setzen, die Kundin/den Kunden viel zu schnell wieder aus dem Geschäft draussen zu haben. Es gibt eine Kundschaft für hochwertige (qualitativ stimmende Portraits mit entsprechendem Preis) - aber es kommen dafür nicht alle an Bewerbungsbildern Interessierte infrage. Aber für Leute, die eine qualifizierte bzw. Kaderstelle suchen, denen ist die Sache einen höheren Preis WERT.

Es liesse sich noch so einiges schreiben - siehe auch den Thread betreffend "Amateure überschwemmen den Markt". Kurzaussage dazu: Profis sind unter Zeit- und Ertragsdruck, Amateure haben Zeit. Profis hätten die technische Erfahrung und Routine, Amateure können technisch so gut sein wie Profis - und haben vor allem keinen Zeit- und Ertragsdruck.

Die Kundin/der Kunde MUSS sich zwingend im Portraitstudio wohl fühlen, sonst wird auch ein "gutes" Bild nicht gefallen, weil das intime Erlebnis des Fotografiertwerdens mit negativen Erlebnissen unauslöschlich verknüpft wird. Und noch etwas: die Kundin/der Kunde UND der Fotograf/die Fotografin sind im Studio - und sonst NIEMAND. Hektik wird ausgeschlossen (im wörtlichen Sinn, auch bezüglich allfälliger Vorräume wie ggfs Ladengeschäft, usw).

 

Rolf  (pensionierter Portraitfotograf)

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aufgeschlagene Oberkörperbekleidung mit Blick auf die Bluse "etwas zuviel". Da müsste dieses "Detail" (ben dann kein Detail) stimmen und auf perfekt liegende Kleidung geachtet werden. Und da kommt die Körperhaltung mit den verschränkten Armen der Sache arg in die Quere. Verschränkte Arme rufen solche "Verschiebungen" fast unweigerlich hervor - u

Hallo Rolf,

danke schon einmal für Deinen ersten Eindruck! Das oben zitierte sehe ich genauso! Habe das auch angesprochen. Leider hat sich die Jacke immer so verschoben. Und wie es so ist, sind die Bilder ohne diesen „Fehler“ vom Gesichtsausdruck nicht so toll geworden! Ich habe mich vorher auch informiert welche Körperhaltung am besten passt etc und habe mir auch einige Bilder mal angeschaut um mich grob orientieren zu können. Aber nachher die richtigen Anweisungen zu geben um das gelernte auch umzusetzen, ist dann doch nicht so einfach gewesen wie ich mir das vorgestellt hatte. Ist eben doch ein Unterschied ob man diesen Job gelernt hat oder nicht. Ein gewisses Händchen für seinen Gegenüber muss man allerdings auch haben! Danke für die Kritik und die Anregungen.

 

LG

Tobias

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Danke erstmal an Rolf für die ausführliche und detaillierte Darstellung. Viel gelernt!

Spontan, und als "portrait-technischer Fußgänger" fällt mir der Kragen auf. Das ist mir zu "unordentlich", knittrig, faltig, teilweise leicht umgeschlagen. Darauf würde ich achten. 

Sonst gefällt mir das Ergebnis sehr gut!

HG

Martin

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Eine Haltung für künftige Führungskräfte: Die verschräkten Arme dieser Kandidatin signalisiert Entschlossenheit. "Sie schaut in die Kamera und lächelt leicht, deshalb wirkt das Bild trotzdem nicht zu hart", sagt Baumgartner Personalberater.

Das Fotoformat in hochkant ist ungünstig. Obendrein würde ein Beschnitt unten die Situation entkrampfen und das Porträt aufwerten. Die kleine Unordnung am Kragen wurde ja schon angesprochen. Insgesamt ist so ein Bewerbungsfoto/Firmenfoto sehr gut vorstellbar. Meist nehmen Firmen einen neutralen Hintergrund. Bei der Abbildung einer Mann/Frauschaft würde die Teamübersicht ziemlich unruhig werden.

 

 

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Für Bewerbungsfotos lenkt die helle Kleidung ab, den das Auge wandert naturgemäss zu den hellen Stellen im Bild. Und das sollte das Gesicht sein. Die Kleidung sitzt nicht perfekt, wie gewohnt, wie angegossen. Etwas geschossenere Kleidung für ein Berwerbungsfoto ist meine Empfehlung, da der Halsbereich und tiefer viel Haut, ohne Kette, Stoff oder etwas zeigt. Im Business bitte eher nicht.

Oder ganz raus in die Stadt, die Person zeigen wie sie ist. 

Ihr entspanntes Lächeln und Ausdruck gefällt.

LG Thomas 

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Eine Haltung für künftige Führungskräfte: Die verschräkten Arme dieser Kandidatin signalisiert Entschlossenheit. "Sie schaut in die Kamera und lächelt leicht, deshalb wirkt das Bild trotzdem nicht zu hart", sagt Baumgartner Personalberater....

Schnitt unten: ja! Du hast aber für meinen Geschmack etwas zu viel geschnitten!

Sonst wurde schon alles geschrieben...

jm2c, Martin

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Hallo,

Danke noch einmal für die wertvollen Tipps! Das hier ist das finale Bild des 2. Versuchs. Ich hoffe das kann man so anbieten!?

 

LG Tobi

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