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Diascans nachbearbeiten - womit?


Gast

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Hallo zusammen,

das Hobby Fotografie startete bei mir schon im letzten Jahrtausend, also noch zu analogen Zeiten, mit Dias (fast ausnahmslos Kodachrome und Fuji Velvia). Alle Dias sind inzwischen als TIF eingescannt, also digitalisiert. Das ist schon ganz gut geworden aber dennoch und auch verglichen mit der heutigen digitalen Qualität sage ich: Da schlummern einige GB an TIF-Dateien auf ihre Nach- bzw. Aufbereitung. Die gängigen RAW-Konverter können zwar alle mit TIF, der Funktionsumfang ist dann aber eingeschränkt (als Beispiel genannt sei der Weißabgleich). Alle RAW-Konverter wollen sich eben - Nomen est Omen - viel lieber um RAW-Dateien kümmern als um TIF-Dateien. Das ist so und das stelle ich auch nicht in Frage.

Ich unterstelle aber, dass es im Forum noch einige andere gibt, die mein hier angerissenes Thema ebenfalls hatten oder noch haben. Deshalb die Frage in die Runde: Womit kümmert ihr euch um eure als TIF eingescannten Dias?

Schon mal danke und viele Grüße, Lothar


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Habe die Dias mit einem umgebauten Diaprojektor, Makroobjektiv und Kamera EM 5 in JPG abfotografiert und dann in "Fotos" am Mac nachbearbeitet.

Das gab mir ausreichend Möglichkeiten und Spielraum da die Qualität der Dias bei weitem nicht an Digitalfotos heranreicht (will sagen druckreife Ergebnisse gibt es eh nicht).

Anbei wir drei Brüder im Jahr 1957 an der Ostsee, auf Agfacolor UT 16.

Gruß Jürgen


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Ich bin auch gerade dabei einige eingescannte Dias zu bearbeiten. Das geht in Lightroom eingentlich ganz gut und vor allem recht schnell. - das ist wichitg, wenn man viele alte Dias digitalisiert hat.

Gerade auch die Anpassung des Weißsabgleichs funktioniert m.E. gut (Nutzung der voreingestellten Profile und Fine Tuning). Probleme habe ich eher mit dem Aufhellen von Schatten. Diese sind bei Dias m.U. sehr stark und die Reserven eines TIF (oder Jpeg) sind natürlich viel kleiner als bei einem Raw.

In vielen Fällen kommt man mit einem Bildbearbeitungsprogramm weiter (ich nutze Affinity Photo), aber man muss dann auch mehr Aufwand investieren. Ein Programm speziell für gescannten Fotos gibt es m.W. nicht.

Gruß

Gerd


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Probleme habe ich eher mit dem Aufhellen von Schatten. Diese sind bei Dias m.U. sehr stark und die Reserven eines TIF (oder Jpeg) sind natürlich viel kleiner als bei einem Raw.

Aus dem begrenzten Dynamikumfang eines Dias kannst Du mit einem Raw auch nicht mehr rausholen als mit einem Jpg. Beim Dia ist schwarz schwarz und bleibt auch schwarz, egal was man in der EBV dran rumdreht ;)


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Vor einiger Zeit habe ich diverse alte Fotos (Ende 70er Jahre bis Ende 90er Jahre) mit einem Diascanner digitalisiert bzw. gesichert. Die Qualität der Ergebnisse ist höchst unterschiedlich. Das liegt einerseits an der langen Lagerung, insbesondere hängt es aber auch mit den verwendeten Positivfilmen zusammen.

Als Scanprogramm habe ich Vuescan verwendet, bearbeitet werden die Fotos bei Bedarf mit Lightroom.

Als Anlage ein Foto aus Anfang/Mitte der 80er Jahre, Betriebswerk Kreuzberg/Ahr, frisch heute auf die Schnelle mit Lightroom bearbeitet. Also ich finde, die Qualität ist recht brauchbar, aber es kommt halt darauf an, was für Ansprüche man an so alte Diaaufnahmen heute stellen möchte... ;-)

Viele Grüße

Wolfgang

https://drexsmh9cmrfo.cloudfront.net/files/kreuzberg_ahr_.jpg


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Habe vor ca. 10 Jahren alle meine Dias (über 4000) über zwei Jahre mit dem Epson Perfection V800 in TIFF eingescannt. Will über das für und wieder des Epson Scanners nicht diskutieren, er war und ist für mich die richtige Lösung.

Die Nachbearbeitung erfolgte dann mit Pixelmator und Umwandlung in JPG.

Das ganze ist einfach eine Fleißaufgabe und man ist froh, wenn es rum ist. Würde mir heute wahrscheinlich einen Scandienst nehmen und dann zu Hause nachbearbeiten. Einfach die Tiffs in Fotos geworfen und dann angepasst. Festplattenkapazität spielt heute auch keine Rolle mehr. Die Scandienste wollten damals knapp 2000 €. Brauchte damals sowieso einen Scanner und der Epson kostete knapp 900 €.

Grüße

Thomas


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Erst mal danke für die ersten Rückmeldungen und von mir noch zur Ergänzung:

Ich hatte den Coolscan V ED von Nikon und SilverFast von LaserSoft Imaging im Einsatz. Damit ging schon einiges - auch im Kampf gegen Farbstiche (meine Erfahrung: kein Thema bei Kodachrome und Fuji Velvia, aber bei den von mir kurzzeitig verwendeten Agfa-Diafilmen) - und grundsätzlich kann ich mit den Ergebnissen auch leben. Aber grundsätzlich ist halt immer auch ein 'nur' grundsätzlich ...

Klar ist, darauf weist Bluescreen zurecht hin: Weil Dia, ist der Dynamikumfang begrenzter als bei RAW.

Und auch Wolfgang stellt zurecht die Frage nach den Maßstäben - aber sind wir nicht alle verwöhnt durch die heutige digitale Qualität und deren Möglichkeiten?

Was mir bei den Diascans beispielsweise (und zwar nicht immer aber doch öfters) in flächigen Bildbereichen (... Himmel ...) auffällt, ist ein mal stärker (Kodachrome) mal schwächer (Fuji Velvia) sichtbarer 'Schneegriesel'. Ok, das kann man auch als Filmkorn und künstlerische Note sehen - aber das bei Kodachrome 25 und 64 als Originalen?

Gruß Lothar


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Was mir bei den Diascans beispielsweise (und zwar nicht immer aber doch öfters) in flächigen Bildbereichen (... Himmel ...) auffällt, ist ein mal stärker (Kodachrome) mal schwächer (Fuji Velvia) sichtbarer 'Schneegriesel'.

Es handelt sich dabei vermutlich tatsächlich um Filmkorn. Besonders bei hohen Auflösungen (4000 dpi) ist das in Farbflächen wie Himmel oder Häuserfassaden sichtbar.

Mit der Filmkornglättung GEM der Nikon Scan-Software kann man das Grieseln meist sichtbar reduzieren.

Gruß

Gerd


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Ich habe alle meine alten Dias digitalisiert. Nach einigen Versuchen bin ich dabei gelandet, die Dias auf ein Leuchtpult zu legen und abzufotografieren. (Olympus und Canon Kamera). Die Kameras habe ich dabei direkt an den Rechner angeschlossen. Einzige Bedingung: ein Leuchtpult, dass wirklich gleichmäßig ausleuchtet.

Insgesamt ist das ein sehr schnelles Verfahren. Geht übrigens auch mit Negativen unter Verwendung eines Blaufilters. Hier werden die Ergebnisse aber etwas schlechter.

Die Nacharbeit habe ich in lightroom gemacht. Mag sein, dass damit nicht das Letzte aus den Bildern herausgeholt werden kann (von mir sowieso nicht, da ich zu ungeduldig bin), aber ich denke, man darf den Bildern hinterher ruhig noch ansehen, dass sie von alten Dias stammen.

Ein paar Beispiele von Dias aus dem Jahr 1976 sind im Link.

Gruß

HG

https://www.flickr.com/photos/144799303@N06/albums/72157684104781982


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Eine sehr ausführliche Schilderung, da werden Erinnerungen wach ...

Interessant, dass du - siehe 3.2.6 - deine ,Originale’ nicht in TIF gelassen hast sondern nach DNG migriert bist. DNG soll doch nicht unkritisch sein, weil nicht alle RAW-Konverter dieses Format gleich verstehen.

Gruß Lothar


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