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Realitätsverzerrung


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Ich habe ein recht komplexes Anwesen zu fotografieren und habe die Aufnahmen, bei traumhaftem Wetter, bereits im Kasten.

Bisher alles mit dem 12 - 60 oder 11 - 22 und seit kurzem auch mit dem 12 / 2.

Jetzt möchte ich noch einige spektakuläre Dämmerungs- bzw. Nachtaufnahmen mit meinem "neuen" 7-14/4 machen.

Im Moment beschäftige ich mich intensiv z.B. mit dem Einsatz von vielen Blitzgeräten, Live Composite bzw. Lightpainting.

Wenn ich meine Blitzgeräte einsetze, fokussiere ich ja lediglich bestimmte Bereiche.

Ich setze also lediglich Akzente.

Mit den fantastischen Möglichkeiten des Lightpainting wiederum, erzeuge ich eine gänzlich neue pseudo Realität.

Wenn ich das in meiner Werbung für meinen Seminarort, nämlich genau dieses Anwesen, einsetze, erzeuge ich vielleicht eine Enttäuschung bei den Teilnehmern, die den Ort dann zum ersten Mal real sehen.

Denn so fantastisch die Aufnahmen auch sein mögen, entspricht das ganze ja nicht mehr der Realität dieses Ortes.

Bzw. ist es sehr weit von ihr entfernt.

Eigentlich entsteht ein eine gänzlich neue Realität.

Sozusagen eine Synthese aus Realität und Kunst.

Wie seht ihr das und kann ich solche Aufnahmen zur Werbung für den Seminarort  einsetzen?

Herzliche Grüße
und
Ein schönes Wochenende

Hildegard

bearbeitet von Hildegard
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vor 41 Minuten schrieb Hildegard:

Wenn ich das in meiner Werbung für meinen Seminarort, nämlich genau dieses Anwesen, einsetze, erzeuge ich vielleicht eine Enttäuschung bei den Teilnehmern, die den Ort dann zum ersten Mal real sehen.

 

na ja... jetzt komme ich mit Kalendeblattsprüchen, aber: jedes Foto bildet nur einen Teil der Realität ab. Schon durch die Wahl des Ausschnitts, der Brennweite und sogar des Wetters beeinflusse ich diese gezeigte „Realität“ doch ganz erheblich. Wir kennen das doch zur Genüge von unseren Urlaubsdomizilen, die fast immer idealisiert abgebildet werden. Da fehlt die Baustelle am Nachbargebäude, die Schnellstraße vor dem Hotel, und auch das Meer scheint nur deshalb einen Steinwurf entfernt, weil das (bewußt) eingesetzte Teleobjektiv alles verdichtet hat.

Ansonsten möchte ich mich aber den Überlegungen von „Analog im Kopf“ anschließen.

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vor 3 Stunden schrieb Hildegard:

Eigentlich entsteht ein eine gänzlich neue Realität. Sozusagen eine Synthese aus Realität und Kunst. Wie seht ihr das, und kann ich solche Aufnahmen zur Werbung für den Seminarort  einsetzen?

Gute Frage. Auf jeden Fall ehrt es dich, daß du dir diese Frage überhaupt stellst ... viele andere, insbesondere praktisch weltweit alle Werbe- und Marketing-Profis, hätten da überhaupt keine Skrupel.

(Falls du es nicht bemerkt hast – um die Antwort auf die eigentliche Frage habe ich mich gedrückt. Weil ich's nämlich auch nicht weiß. Einerseits ist es heutzutage – und nicht erst seit neuestem – gang und gebe, beim Werben schamlos zu übertreiben. Andererseits kann man es mit dem Übertreiben auch übertreiben ...)

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................... für was du dich auch immer entscheiden magst, die Bildern sind Visite deiner selbst. Will sagen, vll. sagen die Bilder mehr über dich als über den Ort aus.

Und weil es ein Zeitzeichen ist, mit der Realität so seine Probleme zu haben, käme ich nicht auf den Gedanken sie zu verfälschen. Reicht es nicht ein Ort zu sein?

 

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vor 5 Stunden schrieb Dominique:

................... für was du dich auch immer entscheiden magst, die Bildern sind Visite deiner selbst.

"Es sei denn, ich habe bewusst vor zu manipulieren."

Willsagen, vll. sagen die Bilder mehr über dich als über den Ort aus.

"Ganz sicher mischen sich hier immer beide Aspekte, da jedes Photo natürlich subjektiv, ichhaft ist."

Und weil es ein Zeitzeichen ist, mit der Realität so seine Probleme zu haben, käme ich nicht auf den Gedanken sie zu verfälschen.

"In einer postfaktischen Gesellschaft ist es ja auch nahezu unmöglich zu orientieren."

Reichtes nicht ein Ort zu sein?

"Ich gebe tiefenpsychologische Workshops, bei denen es vor allem um Authentizität geht.

Deshalb muss ich mit Erwartungen, die ich wecke, sehr, sehr vorsichtig umgehen."

Ganz herzlichen Dank für diese Reflexionen und eine gute Nacht.

Herzliche Grüße

Hildegard

 

Zitat

 

 

bearbeitet von Hildegard
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Ich werde also nach den Reflexionen hier, die reine Produktfotografie in den Vordergrund stellen und meine freien Interpretationen ein Stück entfernt und kleiner daneben setzen.

Ich bin gespannt, welche Reflexionen ich dann hier bekomme.

Wobei sich viele Teilnehmer auch vorher schon den Seminarort bei Google Street View ansehen.

Vielleicht benutze ich auch ein solches Foto als erstes, und mich dem ganzen dann auf verschiedene Weise zu nähern.

Und allen ein schönes Wochenende!

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