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Geschrieben

Schade nur, dass die guten Entwickler seit geraumer Zeit entweder nicht mehr existieren oder aufgrund mangelnder Kapazitäten lange Wartezeiten haben.

Natürlich kann ich den Film auch einfach bei rossmann entwickeln lassen und eine CD bestellen...aber was dabei rauskommt ist grausam anzusehen.

Geschrieben

An den Hochschulen und in der künstlerischen Photographie war Analog nie weg, überrascht mich, dass das in Hannover offensichtlich anders war. Schon seit einiger Zeit bewegt sich da was in der Branche, Kodak kommt beispielsweise zurück, Pentax ist wieder eingestiegen, und ich höre gerade von jungen Leuten sehr viel Interesse (Sofortbild ist da auch wieder groß geworden). Ich bin darüber sehr erfreut, es kann den Preisen nur gut tun, und bietet der Photographie eine weitere Zukunftsmöglichkeit.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Stefan_Frank:

Gerade las ich diesen Artikel:

Analogfotografie boomt überall - Trend bei jungen Leuten | ndr.de https://share.google/hVaV7qysr3SaUJDk8

Interessant die gestiegene Menge der entwickelten Filme/Tag. Das hätte ich nicht gedacht

Zu dem Thema hab es vor einiger Zeit hier schon mal etwas (wurde aber geschlossen)

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb djk1o:

Schade nur, dass die guten Entwickler seit geraumer Zeit entweder nicht mehr existieren oder aufgrund mangelnder Kapazitäten lange Wartezeiten haben.

Natürlich kann ich den Film auch einfach bei rossmann entwickeln lassen und eine CD bestellen...aber was dabei rauskommt ist grausam anzusehen.

Ich verstehe deinen Satz nicht. Was sind gute Entwickler?

a) Meinst du damit die Entwicklungschemie? Da kann ich dir sagen, es gibt so viele Filmentwickler und die sind im Fachhandel in großen Mengen und reichlicher Anzahl zu bekommen.

b) Meinst du damit die Fotolabore, die Filme entwickeln? Jeder Drogeriediscounter bietet kostenlosen Versand zu einem Großlabor an, Dauer allerdings 2-4 Wochen. Du kannst aber auch selber die Filme zur Entwicklung im Fachhandel abgeben oder zu einem Labor senden. Es gibt Dutzende davon in Deutschland. Allein In Hamburg kenne ich 5 Labore, die analoge Filme entwickeln, einige davon sogar innerhalb von 1-2 Stunden. (Wenn man nicht in einer Großstadt wohnt ist das Angebot natürlich nicht vorhanden.)

Ich sehe, dass in der letzten Zeit immer mehr Fachgeschäfte mit Labor nur für analoge Fotografie aufgemacht werden und in meinem bevorzugen Geschäft in Hamburg (Khrome) ist der Laden immer voll und zu Events kommen locker 200 Leute zusammen, also ich sehe ein großes und vielfältiges Angebot an analogen Produkten.


Und klar ist was du schreibst, Drogeriediscounter liefern die unterste Qualität ab, sind halt Großlabore.
Aber auch hier muss differenziert werden:

Preise: besser geht es nicht
Lieferzeit: schlecht: 2-4 Wochen Wartezeit
Qualität der Filmentwicklung: gut, weil standardisierter Prozess
Qualität der Scanns: eher mäßig, weil sie für die Endkunden knackig sein sollen und die Auflösung meist noch auf dem Stand von vor 20 Jahren ist

Wer vor Ort kein Labor hat, nutzt halt einen Drogeriediscounter, wartet und wartet und sollten dann zu Hause selber scannen und sendet seine Filme zu einem Fachlabor.
Früher habe ich meine Diafilme auch zu Agfa oder Kodak gesendet und per Post zurück bekommen, also das war früher schon so, heute ist es immer noch so. Also kein Grund unzufrieden zu sein.

Nur die Bilder-CD ist wirklich schlecht, aber man kann halt nicht alles haben.

Geschrieben

@Grinzold
Nun, wer wer es kann, kann auch mit analogem Material erstklassige Bilder machen.

Aber es gibt Menschen die knipsen mit dem Handy, andere knipsen mit analogen Kameras und es kommt suboptimale Qualität heraus. Das ist nun mal so, leider.

Warum soll man analog fotografieren?
1) Niemand soll, digital geht einfacher und dann auch noch in sehr guter Qualität.

2) Aber die händische Arbeit, das Pütschern im Labor fühlt sich sehr authentisch an und macht Freude. Warum soll ich selber kochen, ich kann doch den Lieferdienst eines Restaurants nutzen oder TK-Produkte in der eigenen Küche erhitzten (und es gibt ja auch noch die Konservendose). Für mich ganz einfach, weil ich es kann und weil es mir Freude macht und weil es mir schmeckt.
So koche ich gerne selber und wenn ich entschleunigen will, fotografiere ich analog. Aber niemand muss es machen, aber ich kenne viele Leute, die wirklich Freude daran haben.

Deshalb ist das für mich keine Ideologie, lass die Leute analog fotografieren, wenn sie Freude daran haben.
Aber wer analog fotografiert, sollte dann auch gerne zu Hause weiter arbeiten und nicht die Filme zum Labor bringen und das komplett Programm buchen, denn gerade die Arbeit im Labor (Badezimmer reicht) macht den Unterschied.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Frank aus Holstein:

@Grinzold
Nun, wer wer es kann, kann auch mit analogem Material erstklassige Bilder machen.

Aber es gibt Menschen die knipsen mit dem Handy, ……

Ich hatte überhaupt nichts direkt zum Thema geschrieben, sondern nur noch einen weiteren Thread dazu in Erinnerung gerufen.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Frank aus Holstein:

Fotolabore

...

Und klar ist was du schreibst, Drogeriediscounter liefern die unterste Qualität ab, sind halt Großlabore.

Genau dieses - sorry, my bad.

Die behandeln leider alle Filme gleich, da versauen die aufgrund Unwissenheit mal eben den guten Ektachrome - ist doch Mist.

Ich hatte ein favorisiertes Labor und das ist lange weg und die dort gearbeitet haben waren noch kurz woanders aber durften nicht so wie vorher arbeiten (das haben wir immer so gemacht!). Und das was jetzt noch als Labor brauchbar ist, kann/will ich mir nicht leisten. Auch die Angebote sind unsinnig gewürfelt: du bekommst nicht "nur die negative bitte" - nur sinnfreie scans auf CD oder paper prints.

bearbeitet von djk1o

Geschrieben
vor 15 Minuten schrieb djk1o:

Die behandeln leider alle Filme gleich, da versauen die aufgrund Unwissenheit mal eben den guten Ektachrome - ist doch Mist.

Fehler passieren überall, auch im Fachlabor wird mal etwas verwechselt, weil da mehr Handarbeit dabei ist ist das Risiko meines Erachtens sogar höher. Ärgerlich ist sowas natürlich trotzdem. Ansonsten müssen Filme im Standardprozess gleich behandelt werden, genau darum geht es ja. Und leichte Schwankungen aufgrund unterschiedlicher Chemieabnutzung sind normal, egal ob Groß- oder Fachlabor - es sei denn man zahlt für eine komplett durchkontrollierte Entwicklung. Die kostet dann natürlich sehr viel mehr selbst als die übliche Standardentwicklung im Fachlabor.

In meinen Augen spricht nichts gegen die Großlaborentwicklung, sofern ich selbst nicht mit dem Film herumexperimentiere. Nur deren Digitalisierung meide ich.

Geschrieben

C41 - Farbprozess für Farbnegative
E6 - Farbprozess für Farbpositive (Dias)

Diese Prozesse sind standardisiert und sind für alle Filme exakt gleich. Aber es gibt Labore, die haben ihren Prozess und/oder die Chemikalien nicht im Griff, dann wird es mies, bei Großlaboren ist die Gefahr hier weniger als bei kleinen Laboren, die nur wenige Filme am Tag entwickeln. Also ich habe da bei keinen "Fachlaboren" schon richtig miese Qualität erhalten.

SW - ein herrliches Spielfeld für viele unterschiedliche Entwickler, es gibt sogar Glaubenskriege ob besser geschüttelt oder gerührt werden soll bei der Entwicklung (so wie bei Bond) und dann kommen noch die Entwicklungszeiten und die Temperatur und die Verdünnung des Entwicklers und und und ...

Ein Fotolabor, welches wirtschaftlich überleben will, kann hier nur eine Standard- Entwicklung anbieten, auch ein Fachlabor oder du zahlst richtig viel Geld oder du machst es selber. Nerds mixen sich sogar ihren eigenen Entwickler.

Also alles was Farbe ist kann gut zum (Groß-)labor zur Entwicklung.
Scannen ist da schon wieder eine Wissenschaft ...
Fachlabore bieten da eine Vielzahl von Parametern an, die man vor dem Scannen wählen muss:
Ausgabeformat: JPG oder TIFF
Art des Scanns: knackig (für sofortige Betrachtung) oder Flatscann (schön weich, nur für weitere Bearbeitung in der eigenen EBV geeignet)
Auflösung des Scanns: von 1,5 Mio Pix bis 60 Mio Pix
Auswahl des Scanners: ja, auch die verschiedenen Scannerhersteller liefern unterschiedliche Ergebnisse und gute Fachlabore geben dem Kunden die Wahl, über welchen Scanner die Negative gezogen werden sollen
oder sollen die Negative lieber abfotografiert, statt gescannt werden
Silbersalz hat sich sogar einen eigenen Scanner gebaut, den es nur dort gibt
und vielleicht noch mehr

Also du siehst, Fachlabore können mehr als Großlabore und dann wird auch die Qualität besser.


Das ist schon eine eigene Wissenschaft und das macht Freude, sich damit zu beschäftigen. Ein Bild aus einer Digikam kommt einem dann ganz schnell sehr profan vor.

Aber man muss dafür Lust haben, sonst sollte man es lieber lassen.

Geschrieben
vor 23 Stunden schrieb Frank aus Holstein:

Agfa oder Kodak

vor 20 Stunden schrieb Frank aus Holstein:

ganz schnell sehr profan

Ja , ja, man redet sich hier wieder etwas schön!

Geschrieben
Am 19.12.2025 um 11:58 schrieb Stefan_Frank:

Gerade las ich diesen Artikel:

Analogfotografie boomt überall - Trend bei jungen Leuten | ndr.de https://share.google/hVaV7qysr3SaUJDk8

Interessant die gestiegene Menge der entwickelten Filme/Tag. Das hätte ich nicht gedacht

...wenn Du Muße hast, blätter hier mal rein - einige im Forum sind auch analog aktiv.

Und irgendwie ist es auch nachhaltig, wie mir meine Olympus Flex von 1957 (6x6) und eine kürzlich für 30 € erstandene Mamiya Sekor 1000 DTL (vor 1970) mit 1.4/55mm Linse zeigen:

Alles Mechanische der Kameras funktionierte sofort und perfekt, Bel-Zeiten bei KB von 1-1/1000 sec ohne bildrelevante Differenzen, Bel-Messung nach Batterieeinlage einwandfrei (incl. Spotmessung).

In dem Alter werden unsere aktuellen Hightech-Geräte in 50-60Jahren keine Bilder mehr machen können...

Grüße aus Mainz, HermannB, der gerne analog UND digital fotografiert

bearbeitet von mainzerknipser

Geschrieben
  • Autor

Hallo Hermann,

Tatsächlich lese ich in deinem verlinkten Thread sporadisch mit.

Die Argumente von @Frank aus Holstein hier machen richtig an, wieder mit analoger Fotografie zu beginnen. Jedoch muss ich auch @djk1o Recht geben, dass die Ergebnisse aus dem Drogeriemarkt zum Abgewöhnen sind. Normal nütze ich deren Angebot nicht, aber für Weihnachtskartenbastelei ging ich zu Rossmann um ein Familienbild auszudrucken. Bei mir am Laptop aufs i-Tüpelchen bearbeitet sah es gut aus. Dort am Bildschirm auch alles chic. Ausgedruckt zum speien schlecht. In meinen Augen.

Ich denke Frank hat Recht, dass es am meisten Spaß macht, wenn man Film und Bilder selbst entwickeln kann. Weil man es heute auch so von der Digitaltechnik gewohnt ist. Hier der Ausschnitt verbessert, dort die Farben etwas angehoben, man macht sich die Bilder schön. Plötzlich soll man mit einem Universalbild zufrieden sein? Stelle ich mir schwierig vor.

Wie du vielleicht noch weißt, liegt bei mir eine Leica M5 mit 35, 50 und 90mm Objektiv. Ich nehme sie gerne in die Hand, genieße die Perfektion. Oft überlegte ich einen Film einzulegen. Fragte mich aber stets: warum sollte ich das tun? Was mache ich mit den teuren Abzügen?

Ich weiß noch, wie ich früher gelaufen bin und in den Fotogeschäften gefragt habe, zu welchem Labor sie die Filme schicken. Es hat gedauert, bis ich zufrieden war. Und endete, als es die kleinen Bildentwicklerstationen in den Fotogeschäften gab. Die Qualität brach ein und es war eine Diskussion wenn ich nicht zufrieden war. Früher wurden die Bilder ohne Widerrede zum Nachbessern zurück geschickt.

Da ich mit zwei Systemen fotografiere, habe ich immer noch sehr viel zu lernen. Zuhause die Bildbearbeitung. Da wird mein Anspruch auch immer höher und ich muss viel Zeit investieren, weil ich es nicht wirklich kann. Jetzt noch zusätzlich mit analog zu beginnen, würde meinen zeitlichen Rahmen sprengen. Das ist in meinen Augen eher etwas für jene, die das digitale Fotografieren ausgereizt haben und nach neuen Herausforderungen suchen.

Geschrieben
vor 59 Minuten schrieb Stefan_Frank:

Normal nütze ich deren Angebot nicht, aber für Weihnachtskartenbastelei ging

...dafür nutze ich seit Jahren mit Zufriedenheit einen Canon-Thermoprinter - natürlich limitiert auf 15x10cm. aber die Karten sind durch Klarsicht-Beschichtung echt wertig....

vor einer Stunde schrieb Stefan_Frank:

Fragte mich aber stets: warum sollte ich das tun? Was mache ich mit den teuren Abzügen?

Meine (bei FotoBrell) beauftragte Laborarbeit beinhaltet nie Abzüge, sondern Entwicklung und Scans. Bei SW-Entwicklung habe ich die Option einer Push-Entwicklung um 2 Stufen schon probieren müssen - Top-Qualität!

Nachdem ich die ersten (noch vom Drogerie-Markt entwickelten) Filme selber gescannt habe, habe ich nun den Scan-Service von Brell in TIFF und 6K schätzengelernt. Spart mir Stunden an Arbeit und ist (von einer einzelnen Ausnahme bei einem wohl fehlfocussierten Scan bei 6x6-Farbnegativfilm) meinen Scans ebenbürtig oder sogar überlegen.

Papierprints bestelle ich nicht und brauche ich nicht.

Die Scans sind dennoch in vielen Aspekten sehr anders als das, was aus unseren mft- und KB-Digitalkameras rauskommt, aber für mich vorrangig die Basis für weitere Bearbeitung am Mac.

Allerdings - und da verstehe ich Dich - braucht es dazu gehörig Freizeit, Muße und auch manchmal eine gute Frustrationstoleranz. Auf die weiterenGeschichten zu meinen letzten Analog-Versuchen in KB und 6x6 wartet Gerhard @Fotofirnix schon recht lange - hoffe, daß ich in absehbarer Zeit mal die Bearbeitung und Texte dazu einstellen kann.

ps: die oben zitierte Mamiya würde Dir von Gewicht und Maßen gut zur Zf passen - mit 1,4er 1120g heavy metal 😉....

IMG_9718.jpeg

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Stefan_Frank:

Jedoch muss ich auch @djk1o Recht geben, dass die Ergebnisse aus dem Drogeriemarkt zum Abgewöhnen sind. Normal nütze ich deren Angebot nicht, aber für Weihnachtskartenbastelei ging ich zu Rossmann um ein Familienbild auszudrucken. Bei mir am Laptop aufs i-Tüpelchen bearbeitet sah es gut aus. Dort am Bildschirm auch alles chic. Ausgedruckt zum speien schlecht. In meinen Augen.

Das sind aber Äpfel, Birnen und Bananen. Zum einen ist es sinnvoll, Entwicklung und Ausarbeitung getrennt voneinander zu betrachten, zum anderen hat die (in der Regel) Ausbelichtung im Labor üblicherweise nichts mit dem Direktverfahren in der Drogerie zu tun. Die Qualität der reinen Entwicklung ist meiner Ansicht nach inzwischen im Großlabor so gut, dass ich persönlich wenig Sinn sehe, bei alltäglichen Aufnahmen dafür ein Fachlabor in Anspruch zu nehmen. Ich denke auch, würde ich meine Negative durchschauen, könnte ich das nachträglich nicht mehr konkret zuordnen. Vorteile hat das Fachlabor in meinen Augen bei der Entwicklung vor allem dann, wenn es atypische Anforderungen gibt, die Bilder eine besondere Behandlung brauchen oder ein besonderer Service im Nachgang gefordert wird.

Das wäre dann nämlich der zweite Punkt, die Scan-Qualität ist im Großlabor mies, würde ich nicht selbst digitalisieren, wäre da ein Fachlabor definitiv im Vorteil. Bei Standardausarbeitungen ist der Unterschied meines Erachtens nicht groß, abgesehen davon, dass manche Fachlabore Drucke statt Ausbelichtungen anbieten. Zumindest sofern da keine Bildverbesserungen zugebucht werden, aber das wäre in meinen Augen eh nicht mehr "Standard". Wo das Fachlabor punktet ist das Angebot an Ausarbeitungsmöglichkeiten. Da kann es dann aber sehr schnell auch recht teuer werden. Für einzelne Aufnahmen nutze ich sowas gern, für die schnelle Sichtung eines ganzen Films oder ein einfaches Album wäre mir das schlicht zu teuer.

Insofern, es geht im Fachlabor durchaus besser, aber grundsätzlich schlecht ist das Großlabor bzw. der Weg über die Drogerie nicht. Es kommt sehr darauf an, was das Ziel ist.

Schwarzweiß lässt sich im Gegensatz dazu sehr einfach und gut kontrolliert zu Hause "abarbeiten", sofern keine analogen Ausarbeitungen benötigt werden (die bedeuten einen etwas größeren Aufwand). Weil es da aber auch keine standardisierten Prozesse gibt, ist das Großlabor in der Regel eine schlechte Wahl, und auch mit dem Fachlabor lohnt es sich in meinen Augen, vorher ein Gespräch über die verwendeten Chemikalien, die Zeiten, usw. zu führen.

Geschrieben
  • Autor

Vielen Dank Hermann @mainzerknipser für die guten Tipps. Nach der Erfahrung mit Rossmann überlege ich tatsächlich den recht guten Epson Fotodrucker meines Vaters zu reaktivieren. Seine Fotoprints fand ich stets hochwertig, hatte jedoch nie den Bedarf selbst auszudrucken.

Das 6x6 Format fand ich früher schon beeindruckend. Ein Negativ annähernd so groß, wie Andere ihre Abzüge (9x13) machen ließen. Hatte nicht Michael Martin auf seinen Motorradreisen durch die Wüsten der Welt mit Hasselblad 6x6 fotografiert? Stets beeindruckende Bilder.

Ja, die Zf ist schon ein Klopper. Jedoch bin ich auch nicht klein von Statur, da fällt es weniger auf. Gerade heute hatte ich auf der Gassirunde noch das 1200g schwere Tamron dran. Einen störrischen Hund an der Leine und eine schwere Kamera um den Hals, so bleibt man fit 😀

..... vielleicht hätte ich doch bei den tollen black week Angeboten für Kleinbildfime zugreifen sollen.

Ich finde analog macht Sinn, wenn man früher schon damit fotografiert hat. Oder der Vater, oder Opa und noch Kameras von damals vorhanden sind. Wenn ein Bezug da ist.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Stefan_Frank:

Wie du vielleicht noch weißt, liegt bei mir eine Leica M5 mit 35, 50 und 90mm Objektiv. Ich nehme sie gerne in die Hand, genieße die Perfektion. Oft überlegte ich einen Film einzulegen. Fragte mich aber stets: warum sollte ich das tun? Was mache ich mit den teuren Abzügen?

Ich glaube es nicht.
Da liegen ein paar Teilchen so rum, nur um gelegentlich gestreichelt zu werden.

Kaufe dir einen Film, das geht auch im Drogeriediscounter, mache ein paar schöne Fotos und sende sie dann zu Khrome in Hamburg (Entwicklung + Scann).
Wenn du die Bilder digital hast, dann kannst du auch überall belichten gehen.

Ich wünsche dir viel Vergnügen.

CU Frank

Geschrieben
Am 19.12.2025 um 11:58 schrieb Stefan_Frank:

Gerade las ich diesen Artikel:

Analogfotografie boomt überall - Trend bei jungen Leuten | ndr.de https://share.google/hVaV7qysr3SaUJDk8

Interessant die gestiegene Menge der entwickelten Filme/Tag. Das hätte ich nicht gedacht

Na ja wenn man eine extrem winzige vernachlässigbare Minderheit als Boom bezeichnen möchte. Es reicht gerade so das es nicht vollkommen ausstirbt.

vor einer Stunde schrieb Stefan_Frank:

Ich finde analog macht Sinn, wenn man früher schon damit fotografiert hat. Oder der Vater, oder Opa und noch Kameras von damals vorhanden sind. Wenn ein Bezug da ist.

Also ich habe früher auch S/W selber entwickelt und bin froh das man das heute nicht mehr machen muss.

Für mich macht analog überhaupt keinen Sinn genauso wenig wie die Angst das dabei die Qualität jetzt nicht mehr gut genug sein soll.

Ich denke die Leute die analog fotografieren legen keinen Wert auch besonders hohe Qualität denn sonst würden sie digital fotografieren wo sie eine vielfach höhere Qualität bekommen würden. Denen geht es mehr um das Verfahren an sich und meistens bei den jüngeren Leuten kennen sie es selber auch nicht was vermutlich auch noch genau den Reiz dabei ausmachen mag.

Geschrieben

Moin Stefan @Stefan_Frank

Ja, bei jüngeren Menschen ist die analoge Fotografie im Trend. Sie war aber nie tot. In der Ausbildung zum Fotograf/Fotografin nimmt die analoge Fotografie nach wie vor einen großen Raum ein. Und das hat durchaus Gründe. Und auch die von vielen belächelte "Lomografische Gesellschaft" hat Anteil daran, dass es immer noch alles zum chemischen fotografieren zu kaufen gibt.

Wir wissen alle, dass sich das fotografieren mit Verbreitung der digitalen Möglichkeiten in der Fotografie drastisch verändert haben. Die gesamte private Familienfeier- und Urlaubsfotografie z.B. ist komplett von jederzeit verfügbaren Smartphones übernommen worden. Großlabore die mit Drogeriemärkten zusammenarbeiten haben demnach deutlich weniger zu tun und sind auch weniger geworden. Aber es gibt sie noch. Und was die Qualität anbelangt: Wenn ich z.B. einen gut gelagerten Color KB-Film den Vorgaben entsprechend belichte (also weder die Belichtung pushe noch sonst irgendwie behandle) und bei Rossmann, DM oder hier in HH bei Budnikowski abgebe und nur Filmentwicklung bestelle bekomme ich ein vernünftiges Ergebnis zurück. Diese Negative, mit einer unserer MFT-Kameras fachgerecht abfotografiert und z.B. in Lightroom sinnvoll entwickelt, ergeben durchaus gute Ergebnisse.

Der Grund: Es handelt sich hier um standardisierte Prozesse in denen Vorgaben wie Zeit, Temperatur und z.B. Wechselintervalle streng eingehalten werden.

Bei Schwarzweiß sehe ich das etwas anders. Hier würde ich immer eine Dosenentwicklung mit frischer Chemie zu Hause vorziehen. Hier kommt es (zumindest bei mir) öfter vor, dass der Film nicht seiner ursprünglichen Verwendung gemäß belichtet wird. Und wenn ich Dose, Wechselsack, frische Chemie und ein Thermometer im Haus habe ist das auch schnell gemacht.

Auch hier würde ich mittlerweile die Umwandlung vom Negativ zum Positiv in Lightroom durchführen. Mit einem guten Drucker auf gutes Papier ausgedruckt... da gibt es in meinen Augen wenig zu meckern. Abgesehen davon habe ich meine komplette DuKa Ausstattung schon vor über zehn Jahren an eine Studentin der Fotografie verschenkt.

Es kommt nur noch sehr selten vor, dass ich mir denke: "Och, jetzt hätteste mal wieder Lust auf Dunkelkammer..."

Hab ich lange genug beruflich (als Azubi bei (Bayer) Agfa-Gevaert und später bei der "Medizinischen Untersuchungsstelle" der BW als Laborfeldwebel gemacht. Privat zu Hause im Badezimmer dann später auch. Ich bin diesbezüglich gesättigt (durchaus positiv) und nutze die viele Zeit die man investiert altersbedingt lieber anders. Ich habe die Dunkelkammer quasi gegen den Lightroom getauscht.

Aber... zum erlernen der fotografischen Zusammenhänge kann ich jedem, egal ob Neuling oder bereits erfahrener Fotograf, nur empfehlen sich mal einen Dunkelkammer-Kurs zu gönnen. Man erfährt hautnah die Zusammenhänge die in der Fotografie eine Rolle spielen. Maskieren, nachbelichten, abwedeln, länger oder kürzer Belichten, Vergrößern, Entzerren usw. usw. ...

Und... unersetzbar: Im roten Licht der Dunkelkammer-Funzel das Bild in der Entwicklerflüssigkeit langsam entstehen zu sehen: Ich war ungefähr fünf oder sechs Jahre alt, als ich das zum erstenmal bei meinem Vater in einer abgedunkelten Ecke des Dachbodens gesehen habe. Es hat mich seitdem nie mehr losgelassen...

Gruß aus HH

Achim

Geschrieben
  • Autor
vor 2 Stunden schrieb Frank aus Holstein:

Ich glaube es nicht.
Da liegen ein paar Teilchen so rum, nur um gelegentlich gestreichelt zu werden.
.......

Ich wünsche dir viel Vergnügen.

CU Frank

So ist es tatsächlich. Eine schöne Erinnerung an meinen Vater und viele Anekdoten im Kopf. Die Kamera begleitet mich seit Anfang der 70er Jahre. Ich glaube, ich war 7 als mein Vater sie bekam und sie begleitete uns auf vielen Bergtouren und Urlauben. Von ihm hatte ich auch meine erste Spiegelreflex bekommen. Seine Praktina IIA mit Wechselsucher, 2 Objektiven und Zwischenringen. Die Kamera habe ich noch, sie hatte damals aber schon einen Defekt, weshalb ich mir die OM2n mit 16 Jahren kaufte. Leider gibt es keiner meiner 5 Olympusse nicht mehr (2x OM2n, 2x OM4Ti, 1x OM4). Aber die Exacta Varex meines Vaters gibt es auch noch. Und die Miranda EE. Nicht zu vergessen die/den Nikkormat. Da hat mein Sohn tatsächlich dieses Jahr einen Film eingelegt. Aber er ist noch nicht voll. So gesehen gäbe es einige Möglichkeiten mit Film zu fotografieren. Aber ich habe auch viel Defizite in EBV die es zu lösen gilt und in der Fotografie selbst habe ich auch noch Einiges zu lernen. Irgendwas bleibt dann eben auf der Strecke.

Geschrieben
  • Autor

Achim @fotogramm bei mir war ebenfalls mein Bad die Dunkelkammer. In der 10. Klasse in der Foto AG gelernt und vom Vater seinen alten Vergrößerer bekommen. Jedoch habe ich nur schwarzweiß Filme und Bilder entwickelt. Dein Alias sagt mir natürlich auch etwas 😉 War meine erste Stunde in der Foto-AG, als wir Fotogramme machten. Ich habe sie heute noch und wären jetzt in unter 30 sec. greifbar.

Tatsächlich habe ich letztens zwei umbelichtete Filme in einem meiner Fotokoffer gefunden. Leider Fuji. Ihr habt mir jetzt so zugesetzt, ich glaube da muss ich demnächst wieder mal einen Film einlegen anstelle SD Karte 😀

Geschrieben
  • Autor
vor 2 Stunden schrieb systemcam-neu:

......

Für mich macht analog überhaupt keinen Sinn genauso wenig wie die Angst das dabei die Qualität jetzt nicht mehr gut genug sein soll.

.......

Ist es nicht oft genug so, dass der Eine an etwas Spaß hat, was dem Anderen sinnfrei erscheint?

Bei meiner Kamera habe ich die Möglichkeit alte Filmcharakteristika zu laden. Natürlich habe ich Kodak Gold, T Max und Fuji Velvia ausprobiert. Schöne Spielerei. Mehr ist es für mich nicht. Andere sind ganz heiß darauf.

Mit analog fotografiert man bewusster, heißt es. Nun, ich fotografiere auch digital sehr bewusst und setze mich mit Technik und Bildaufbau auseinander. Selbst wenn ich mit dem Smartphone fotografiere.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Stefan_Frank:

Ist es nicht oft genug so, dass der Eine an etwas Spaß hat, was dem Anderen sinnfrei erscheint?

So ist es.

vor einer Stunde schrieb Stefan_Frank:

Bei meiner Kamera habe ich die Möglichkeit alte Filmcharakteristika zu laden. Natürlich habe ich Kodak Gold, T Max und Fuji Velvia ausprobiert. Schöne Spielerei. Mehr ist es für mich nicht. Andere sind ganz heiß darauf.

Mit analog fotografiert man bewusster, heißt es. Nun, ich fotografiere auch digital sehr bewusst und setze mich mit Technik und Bildaufbau auseinander. Selbst wenn ich mit dem Smartphone fotografiere.

Sehe ich genauso, deshalb brauche ich auch nicht unbedingt mit einer Festbrennweite rumzurennen nur weil die eine Beschränkung erzwingt. Ich schaffe das auch genauso mit einem Zoom 🙂

Geschrieben

vor 2 Minuten schrieb systemcam-neu:

Sehe ich genauso, deshalb brauche ich auch nicht unbedingt mit einer Festbrennweite rumzurennen nur weil die eine Beschränkung erzwingt. Ich schaffe das auch genauso mit einem Zoom 🙂

Nun, ich habe 6 Festbrennweiten für meine OM-Kameras und es werden irgendwann auch noch ein paar mehr Festbrennweiten.

Warum, die Bildqualität, die höhere Lichtstärke, es ist einfach anders als mit einem Zoom. Wobei ich auch Zoom-Objektive habe (8 - 300mm), aber FBs sind schon klasse und bringen mich mehr zu einer bewussten Fotografie. Mir jedenfalls gefällt es.

Geschrieben
vor 14 Stunden schrieb fotogramm:

Ja, bei jüngeren Menschen ist die analoge Fotografie im Trend. Sie

Das halte ich für sehr übertrieben. Einige wenige beschäftigen sich damit, aber leicht steigende Zahlen sind noch lange kein „Trend“. Jüngere Leute „fotografieren“ in der Regel gar nicht, sondern befüllen ihren WhatsApp Status mit oft fotografisch belanglosem Alltagszeugs, es erfüllt hauptsächlich das seltsam zunehmende Bedürfnis, möglichst vielen Leuten nahezu andauernd mitzuteilen, was man so macht. *Das* ist der Trend, nicht analoge Fotografie.

Ich habe früher sehr gerne analog fotografiert, aber nachdem wichtige Bilder unbrauchbar waren, weil sich ein Staubkörnchen auf der Filmandruckplatte eingenistet hatte, habe ich beschlossen, diese unzuverlässige und vorsintflutliche Technik umgehend aufzugeben und bin auf Digitaltechnik umgestiegen. Heute würde mich an der Analogtechnik nichts mehr reizen, nicht mal probehalber, weil wie @systemcam-neu schon schrieb, die Qualität der Ergebnisse kaum mithalten kann und mir dieses „Blackbox“ Schema, gar nicht zu wissen, was ich aufgenommen habe, bis der Film aus der Entwicklung kam und ein Abzug in meinen Händen ist, für mich absurd ist und meine Kreativität hemmt.

Wenn ich digital fotografiere, komponiere ich sehr bewusst und stelle dank Live View meine Belichtung passend ein. Ich probiere ggf. weitere Perspektiven, gerade weil mir der viele Speicherplatz auf der SD-Karte die Freiheit dazu gibt.

Bewusst und langsam zu Fotografieren, ist auch mit Digitaltechnik möglich. Ich finde es extrem hilfreich, mir ggf. noch vor Ort meine Ergebnisse anschauen, um diese evtl. noch verbessern zu können.

Meine Strategie, die persönliche Flut an Bildern einzudämmen, ist einfach nicht mehr so viel zu fotografieren, nicht alles und jedes und vor allem Belangloses. Der Spruch „die beste Kamera, ist jene, die man immer dabei hat, ist für mich einer der sinnlosesten „Ratschläge“, weil es genau impliziert, dass man praktisch alles und jederzeit fotografieren muss. Deswegen fotografiere ich fast nie mit dem Smartphone. Für einige ist wohl der Exkurs zu analoger Fotografie eine Therapie / Methode von diesem ständig Bilder zu machen wegzukommen. Dazu bedarf es jedoch mMn. keine analoge Technik, sondern eher Selbstdisziplin.

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