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zackenschaf

Spätes Aha-Erlebnis mit Dioptrien-Ausgleich

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Nun fotografiere ich schon mehrere Jahre mit meiner E-M1 und habe dem Dioptiren-Ausgleich nie Beachtung geschenkt (weils sowas bei meinen DSLRs früher nicht gab) - wie dumm von mir. Bisher habe ich die Brille immer hochgeschoben, um etwas im Sucher erkennen zu können. Bei Sportveranstaltungen ist das sehr doof, weil ich dann zwar im Sucher alles scharf sehe, aber ansonsten wenig von dem erkenne, was so um mich herum passiert.

Kürzlich kam meine Kamera vom Service zurück und im Rahmen der üblichen Neukonfiguration der Kamera testete ich auch den Dioptrienausgleich. Und siehe da, der funktioniert ja ganz hervorragend. Nun kann ich mit Brille (oder Kontaktlinsen) ohne Einschränkungen fotografieren und das ist tatsächlich ein bisschen so, als hätte ich eine neue Kamera bekommen.

Fazit: man sollte neuen Fetures eine Chance geben und sie nicht leichtfertig als "brauche ich sowieso nicht" abtun.


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War der bei dir verstellt? Denn um mit Brille zu fotografieren, muss ich ihn immer auf 0 stellen. Und wenn ich mich recht erinnere, hatte ich auch bei meinen (D)SLRs ein Rädchen dafür.


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Verstehe ich auch erst mal nicht.

Wenn der Dioptrienausgleich für Kurzsichtige eingestellt ist, wird der Sucher übrigens empfindlich für direkte Sonneneinstrahlung (Gibt es einge Threads hier im Forum).

Ich klebe mit Pattex (Bleibt elastisch, lässt sich wieder wegpopeln) seit der E-3 das Rädchen immer auf Null fest, damit es sich nicht unabsichtlich verstellt.


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als "brauche ich sowieso nicht" abtun.

ja das Probieren (also Erfahrungen sammeln) geht immer über das Studieren (also Wissen aneignen)


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Hallo,

huch? Meinem Verständnis nach ist der Dioptrienausgleich eine Möglichkeit, um ohne Brille zu fotografieren. Wenn die Fehlsichtigkeit durch die Brille korrekt(!) korrigiert worden ist, müsste der Dioptrienausgleich auf "0" stehen. Ich verzichte darauf, weil ich noch eine leichte Hornhautverkrümmung habe, welche natürlich nicht korrigiert wird.

Grüße

Axel


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Ich kann dem TO zustimmen - bin leider stärker kurzsichtig und der Dioptrienausgleich auf = 0 ist nicht 100% scharf.

Das mag ggf. daran liegen, dass man nicht 100% korrigiert ist (und ausserdem die Sehleistung von der Tagesform abhängt / abends z.B. schlechter ist als morgens) -aber es liegt oft auch daran, dass stark kurzsichtige Menschen besonders empfindlich hinsichtlich Schärfe sind, also es recht schnell merken, wenn etwas nicht richtig scharf ist.

Jemand, der ohne Brille zurecht kommt, wird das mit seinen Augen wahrscheinlich noch ausgleichen können und gar nicht bemerken.


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Als -5 Dioptrienkurzssichtiger habe ich die Einstellung bei 0 festgeklebt.

Wenn die Brille nicht passt, braucht man wieder mal eine neue oder einen anderen Optiker (kein Scherz, die Unterschiede sind groß).


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Bei mir ist es ähnlich, -4 oder so. Da meine Fernbrille so bemessen ist, dass ich weit entferntes scharf sehe, sehe ich mit Brille auch das Sucherbild scharf, dass sich ja ebenso in "unendlicher" Entfernung befindet. Bei Dioptrienausgleich 0.


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Verstehe ich auch erst mal nicht.

Wenn der Dioptrienausgleich für Kurzsichtige eingestellt ist, wird der Sucher übrigens empfindlich für direkte Sonneneinstrahlung (Gibt es einge Threads hier im Forum).

Ich klebe mit Pattex (Bleibt elastisch, lässt sich wieder wegpopeln) seit der E-3 das Rädchen immer auf Null fest, damit es sich nicht unabsichtlich verstellt.

Es gibt ein Phänomen, das nennt sich "Instrumenten-Myopie". Kurz gesagt bewirkt es, dass man beim Schauen durch ein Loch akkommodiert (auf Nähe einstellt). Die Stärke der Instrumentenmyopie ist individuell sehr unterschiedlich und geht von 0 bis ca.-1,00

Deshalb ist eine Dioptrien-Einstellung ein sehr sinnvolles Merkmal.

uncas


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Da meine Fernbrille so bemessen ist, dass ich weit entferntes scharf sehe, sehe ich mit Brille auch das Sucherbild scharf, dass sich ja ebenso in "unendlicher" Entfernung befindet. Bei Dioptrienausgleich 0.

Das gilt nur für DSLRs, bei denen man wirklich über den Sucher durchs Objektiv sieht. Beim EVF hat man das Sucherbild dicht vorm Auge, und das war auch mein Problem.

Meine Brille korrigiert zwar meine Kurzsichtigkeit, nicht aber meine Altersweitsichtigkeit, die sich mit Ende 40 - zumindest mit Fernbrille - deutlich bemerkbar macht. Ohne Fernbrille kann ich aber Nahes noch gut erkennen, und damit auch das Bild des EVFs. Somit habe ich bisher immer ohne Brille (und ohne Dioptrienkorrektur) den EVF genutzt. Dank der Dioptrienkorrektur kann ich nun den negativen Einfluss der Fernbrille auf meine Nahsicht wiederum korrigieren, so dass ich mit Brille (und Dioptrienkorrektur) den EVF fast perfekt nutzen kann. :-)


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Da meine Fernbrille so bemessen ist, dass ich weit entferntes scharf sehe, sehe ich mit Brille auch das Sucherbild scharf, dass sich ja ebenso in "unendlicher" Entfernung befindet. Bei Dioptrienausgleich 0.

Das gilt nur für DSLRs, bei denen man wirklich über den Sucher durchs Objektiv sieht. Beim EVF hat man das Sucherbild dicht vorm Auge, und das war auch mein Problem.

Man schaut auch bei einer DSLR nicht durchs Objektiv, sondern sieht das Bild auf der Mattscheibe. Das Okular ist sowohl bei DSLR als auch bei DSLM so ausgelegt, dass sich Sucher- bzw Mattscheibenbild in unendlicher Entfernung befinden.

Müsste man bei einer DSLR statt auf die Mattscheibe aufs Motiv akkomodieren, könnte man kaum Makros machen ;)

Meine Brille korrigiert zwar meine Kurzsichtigkeit, nicht aber meine Altersweitsichtigkeit, die sich mit Ende 40 - zumindest mit Fernbrille - deutlich bemerkbar macht. Ohne Fernbrille kann ich aber Nahes noch gut erkennen, und damit auch das Bild des EVFs. Somit habe ich bisher immer ohne Brille (und ohne Dioptrienkorrektur) den EVF genutzt. Dank der Dioptrienkorrektur kann ich nun den negativen Einfluss der Fernbrille auf meine Nahsicht wiederum korrigieren, so dass ich mit Brille (und Dioptrienkorrektur) den EVF fast perfekt nutzen kann. :-)

Eine Erklärung dafür habe ich zwar nicht, da sich das Sucherbild, wie schon gesagt, ganz weit weg befindet, aber Hauptsache, es funktioniert ;)


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Bei der Nullstellung des Dioptrienausgleichs wirkt das Bild (egal ob DSLR oder DSLM) so, als ob das Bild (die Mattscheibe bzw. das kleine Display im EVIL) in einem Meter Entfernung ist. Das ist standardmäßig so eingestellt. (Quasinorm).

Anscheinend konntest Du bisher ohne Brille auf diesen 1 Meter noch scharf (genug) stellen.

Mit der Fernbrille geht das bei starker Altersichtigkeit nicht mehr, denn die korrigiert ja den Blick im Unendlichen, so dass Dein Auge von Fern auf Nah akkomodieren muss. Das hast Du nun mit dem Dioptrienausgleich unterstützt.

Ich vermute allerdings, Deine vermeintliche Nullstellung ist gar nicht die Nullstellung, sondern schon ein wenig korrigiert. Denn bei 1 Meter wäre das oben geschriebene untypisch. Bei 0,5 Meter (also leicht verstelltem Rädchen) macht es hingegen Sinn.


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Bei der Nullstellung des Dioptrienausgleichs wirkt das Bild (egal ob DSLR oder DSLM) so, als ob das Bild (die Mattscheibe bzw. das kleine Display im EVIL) in einem Meter Entfernung ist. Das ist standardmäßig so eingestellt. (Quasinorm).

Eine Meter? Tatsächlich? Wieder was gelernt...


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Ich zitiere aus den technischen Daten der E-M1.2:

"Vergrößerung Max. 1,48 x mit 50-mm-Objektiv bei unendlich und -1 Dioptrie (je nach ausgewähltem Sucher-Stil)"

Und aus den technischen Daten der Nikon D5:

"ca. 0,72-fach (50-mm-Objektiv mit Lichtstärke 1:1,4, Fokuseinstellung auf unendlich und –1,0 dpt)"

Anmerkung: Das Sucherbild ist fast identisch groß, 1,48 bezieht sich auf mFT, 0,72 auf KB.


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Hi,

Ab einem Meter beginnt der Bereich des optisch Unendlichen. Die Nullstellung des Dioptrienausgleich bedeutet, dass ein korrigiertes Auge alles scharf sieht. Auch das Makrobild eines Insektenauges liegt im Sucher im optisch Unendlichen. Alterssichtige benötigen keine Lesebrille, wenn sie ein Makro fotografieren. Ein korrigiertes Auge muss nicht akkommodieren, wenn nahe Dinge im Sucher abgebildet werden.

Kurzsichtige Menschen haben ihren Fernpunkt im optisch Endlichen. Je stärker die Fehlsichtigkeit, desto näher rückt der Fernpunkt. Entweder tragen sie eine Brille oder benutzen den Dioptrienausgleich, welcher allerdings starke Myopien nicht ausgleichen kann. Kommt eine stärkere Hornhautverkrümmung (asphärische Verformung des Auges) hinzu, nützt auch der Dioptrienausgleich nicht, weil er nur sphärische Fehlsichtigkeiten korrigiert. Weitsichtig- und Alterssichtigkeit alleine hat keinen Einfluss auf das Sehen im optisch Unendlichen und benötigt auch keinen Dioptrienausgleich. Klar, Myope können im Alter gut lesen, wenn sie die Brille absetzen, allerdings auch nur bis zu einem bestimmten Bereich. Bei -6 Dioptrien ist der Fernpunkt zu nahe. Zackenscharf hat ja für sich einen Workflow gefunden. Im Prinzip ist die Sache optisch eindeutig! Alles andere ist darüber hinaus lässt auf Befindlichkeiten oder ein falsch korrigierte Fernbrille schließen. Tägliche Schwankungen beim Sehen sind nicht durch die Verformung des Auges begründet, sondern haben andere Ursachen, wie zum Beispiel Durchblutungsstörungen.

Grüße

Axel


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Als grobe Faustregel, sagt man in der Kameraoptik, unendlich gilt ab ca der 30fachen Brennweite:

50mm x 30 = 1500mm = 15 Meter 300mm x 30 = 9000mm = 90 Meter.

KORREKTUR (danke HEST!)

Als grobe Faustregel, sagt man in der Kameraoptik, unendlich gilt ab ca der 300fachen Brennweite:

50mm x 30 = 15000mm = 15 Meter 300mm x 30 = 90000mm = 90 Meter.

Im Bereich Augenoptik ist mit 1 Meter unendlich natürlich noch nicht hinreichend erreicht.

Praktisches Beispiel: meine Computer-/Büro-Gleitsichtbrille ist im Fernbereich nur bis 4 Meter korrigiert (damit der Übergangsbereich größer ist) . Damit fehlen zu Unendlich (Fernbrille) 0,25 Dioptrien, und die merke ich deutlich. In der Ferne sehe ich damit nicht wirklich scharf.


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Danke, so kenne ich das auch. Computermonitor auf ca. 60-80cm Abstand - optimal ca. 80cm bis 1m - da sind wir noch lange nicht im unendlichen. Und die Akkomodation strengt an!


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Eine Erklärung dafür habe ich zwar nicht, da sich das Sucherbild, wie schon gesagt, ganz weit weg befindet, aber Hauptsache, es funktioniert ;)

Erstmal danke für die Aufklärung bzgl. des Suchers. Ich denke, dass der Nahpunkt meiner Augen mit Fernbrille in den letzten Jahren einfach in immer weitere Ferne gerückt ist. Konnte ich früher also mit DSLR noch gut mit Brille fotografieren, war das mit der E-M1 zunehmend nicht mehr möglich. (Wobei mich ein wenig wundert, dass ich auch mit Fernbrille 1m Entferntes gut erkennen kann. Nur bisher nicht im EVF, aber vielleicht war der wirklich vorher schon verstellt.) Aufgrund von Unwissenheit habe ich mir dann eine falsche Theorie zusammengereimt. Jedenfalls bin ich froh, dass die Dioptirenkorrektur so gut funktioniert und dass ich an dieser Stelle wieder etwas gelernt habe. :-)


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Ab einem Meter beginnt der Bereich des optisch Unendlichen.

Nein.

Ein Augenoptiker, der eine Fernrefraktion korrekt durchführen will, braucht eine Messentfernung von mind. 6 m. Ist die Entfernung z.B. nur 4m, muss eine rechnerische Korrektur von 0,25dpt erfolgen (1/4m=0,25 dpt)(das ist aber eine Krücke). Bei mir ist die Refraktionsentfernung 6,70m via Spiegelumlenkung, um auf der sicheren Seite zu sein.

Dass die optischen Sucher auf -1,00dpt eingestellt sind, liegt einfach daran, dass man damit Probleme beim Kunden vermeidet. Leichtes Akkommodieren strengt in der Regel nicht an, jedenfalls wenn der Anwender nicht zu alt ist. Wäre der Sucher exakt auf unendlich eingestellt, würde selbst eine sehr leichte Kurzsichtigkeit (von der der Anwender oft nichts weiss) zu unscharfem Sucher führen. Ausserdem, siehe oben, Instrumentenmyopie, die genau in dem Bereich liegt.

lg Uncas


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Sorry - ein Meter ist natürlich vollkommener Quatsch. Ihr habt recht! War wohl etwas müde ;-)

Dass die optischen Sucher auf -1,00dpt eingestellt sind, liegt einfach daran, dass man damit Probleme beim Kunden vermeidet. Leichtes Akkommodieren strengt in der Regel nicht an, jedenfalls wenn der Anwender nicht zu alt ist.

und das leuchtet auch ein.

Grüße

Axel


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