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EM-1.2 für BIF. Continous AF mit Tracking?


asoujon

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Hallo Leute,

ich wende mich hier besonders an diejenigen unter euch, die Erfahrung mit der E-M1.2 im Bereich C-AF für Vögel im Flug haben.

Ich habe meiner E-M1.1 vor ein paar Tagen das Upgrade auf die MKII gegönnt. Jetzt kann sie sich mit 36.000 Auslösungen langsam zur Ruhe setzen.

Ich weiß, dass sich am AF-System einiges geändert hat, insbesondere der C-AF ist deutlich besser geworden. Allerdings dachte ich, dass sich an der grundsätzlichen Funktion der Modi nichts geändert hätte, dass also:

C-AF die Wahl ist, wenn man die Kamera mit dem Objekt mitführt (z.B.BIF).

C-AF + Tracking benutzt wird, wenn man einen festen Bildausschnitt hat, durch den sich etwas hindurch bewegt (Beispiel bei der MKI war ein Kanu, das einen Fluss hinunter fährt, glaube ich).

Nun lese ich offiziell bei Olympus vom Oly-Visionär Scott Bourne folgendes:

https://learnandsupport.getolympus.com/learn-center/photography-tips/birds/using-om-d-e-m1-mark-ii-focus-for-bird-photography

In dem Artikel beschreibt der Autor, dass er grundsätzlich C-AF + TR für BIF benutzt.

Habe ich die Funktionsweise falsch verstanden? Hat sich da etwas geändert?

Wie macht ihr das?

Grüße und Danke für Rückmeldungen

André


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Hallo André,

Fotografie funktioniert leider nicht nach Rezept. Warum? Die richtige Vorgehensweise (gemessen am Bilderfolg) hängt ab von:

1. den persönlichen Fähigkeiten des Fotografen (AF, IS, Reaktionsschnelligkeit, Kenntnis des Kamerasystems etc.) und seiner Erfahrung mit unterschiedlichen Einstellungsoptionen für AF..

2. den Gegebenheiten des Fotobjekts: klein, groß, stark strukturiert (Mustererkennung), Hintergrund, Beleuchtung, Entfernung etc.

3. der Größe des Bildfeldes und der Entfernung bei gegebener Brennweite, der verwendeten Blende und Verschlußzeit, der Iso und der Effektivität des IS. Alles zusammen beeinflußt die Fehlertoleranz bei gegebener Einstellung und zwischenzeitlicher Störung.

4. Von der Qualität der verwendeten Optik, der Geschwindigkeit des AF und der Blendenmechanik sowie der Haptik der Objektiv/Kamera-Kombination.

5. Der Anpassung der speziellen Kameraparameter an die gewählte AF Methode.

Aus all dem folgt nur eins: Man muß es selbst probieren und auswerten, um die notwendige Erfahrung zu sammeln, und die jeweils neu anstehende Entscheidung möglichst erfolgversprechend treffen zu können. Es gibt kein Patentrezept. Niemandem fällt das in den Schoß.


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Hallo André,

in der Tat verhält sich C-AF + Tracking bei der Mark II anders als bei dem Vorgängermodell und KANN auch so für Flugaufnahmen eingesetzt werden, wobei sich an den grundlegenden Schwächen des C-AF, die MEINER MEINUNG nach wie vor - auch bei der Mark II - gegeben sind, durch die Hinzuschaltung von TR nichts ändert.

WENN Du es schaffst, zu Beginn der Aufnahme mit C-AF + TR bspw. den Kopf des Vogels in´s AF-Feld zu nehmen, hast Du nach meiner Erfahrung mitunter eine höhere Chance, dass während Deiner Aufnahmen der Kopf länger scharf gehalten wird. Falls Du sehr geübt bist UND es sich um einen fliegenden Vogel handelt, der eine gewisse Größe hat (bspw. Gans, Reiher etc.) und relativ lahm fliegt, benötigtst Du den TR-Modus nicht. Da TR auf Mustererkennung zurückzuführen ist, können bereits geringe Änderungen der Flugrichtung, Perspektive usw. dazu führen, dass diese versagt und Dir wertvolle Sequenzen verloren gehen. Insofern ist es m. E. vielversprechender, wenn man es schafft, ohne TR mit dem AF-Feld (oder mehreren) - ggf. mit einem Red Dot Visier - auf dem Kopf des fliegenden Vogels zu bleiben.

Ich habe dieses Jahr Testaufnahmen von Möwenschwärmen gemacht, die an einer Düne entlang auf mich zufliegen. Bewusste Einstellung hierbei: ALLE AF-Felder aktiviert, da homogener Hintergrund. Bei den C-AF-Serien sind Bilder dabei, die zeigen, dass die E-M1 II sich nicht für eine einzige dieser Möwen "entscheiden" konnte, um sie zufriedenstellend zu fokussieren. Anders als einige andere Community-Mitglieder hier vertrete ich auch NICHT die Ansicht, dass die E-M1 II eine besser Fokusleistung erzielt, wenn man (größere) Vögel mit m. E. viel zu kurzen Belichtungszeiten wie bspw. 1/4000s im Flug fotografiert. Eine solche Vorgehensweise führt m. E. Sinn und Zweck eines prediction-basierten AF ad absurdum ODER deckt ggf. auf, dass dieser nicht wie erwünscht funktioniert. Hinzu kommt, dass bei "lahmen Enten" wie Reihern und anderen größeren Vögeln derart kurze Belichtungszeiten natürlich die Dynamik der Schwingenbewegung etc. auf den Aufnahmen gegen NULL gehen lassen sowie die Gefahr zunehmenden Bildrauschens erhöhen. DASS man immer wieder sehenswerte Flugaufnahmen sieht, die mit MFT-Kameras erzielt werden, belegt lediglich, dass solche Aufnahmen verwirklicht werden KÖNNEN, aber nicht, das quasi jeder Schuss ein (scharfer) Treffer ist. Wer zeigt schon im WWW seinen Ausschuss? :-)

Ohne Witz: Fotografier mal mit der E-M1 (II) Vögel, die nicht auf Dich ZU-, sondern von Dir WEGfliegen mit C-AF und vergleiche den Ausschuss! Das Ergebnis dürfte Dich verblüffen. Meiner Meinung nach ist nicht die Hardware der E-M1 II der limitierende Faktor, sondern die Implementierung der Algorithmen (Prediction, Mustererkennung etc.).

Im Ergebnis bedeutet dies, dass man halt ggf. relativ viele Aufnahmen machen muss, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass auch zufriedenstellende Treffer dabei sind. Das Klientel von Canon und insbesondere Nikon wird - C-AF verwöhnter als wir - bei deren Systemkameras nach meiner Überzeugung ganz sicherlich größere C-AF-Schwächen nicht akzeptieren, worauf die genannten Hersteller reagieren werden. Dies dürfte auch - so meine Hoffnung - Olympus und Panasonic veranlassen, sich diesem Bereich noch stärker zu widmen. Nach wie vor glaube ich, dass uns Kunden jeder Kamerageneration diesbezüglich einen Schritt weiterbringen wird.


Viele Grüße
Volker


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Hallo Ajax,

danke für dein Feedback. In der Tat habe ich eigentlich kein Patentrezept erwartet, sondern wollte bloß wissen, ob ihr bei der E-M1.2 auch das Tracking benutzt, falls sich da etwas geändert hat. Mir ist das halt neu und ich kannte bisher auch keine Oly-User, die das so eingesetzt hätten...

Gruß André


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Hallo Volker,

Ich erwarte vom neuen C-AF keine Wunder. Ich werde einfach mal mit beiden Szenarien experimentieren. Aber mir leuchtet ein, dass das Tracking bei monotonem Hintergrund und Anfangsfokus auf den Kopf des nicht zu kleinen und nicht zu schnellen Vogels funktionieren kann. Ein EE-1 habe ich und Reiher sind täglich vor der Tür...

Gruß André


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Hallo Johann,

nein, ich meinte einen wilden Reiher, welcher entgegen der angeborenen Fluchtdistanz trotzdem auf Zuruf immer wieder angeflogen kommt, sodass ich solange C-AF o. a. Methoden nutzen kann, bis die Aufnahme zur Zufriedenheit ausfällt, also bspw. den Fokus dort aufweist, wo ich ihn haben wollte und zugleich die richtige Blickrichtung, Bildkomposition usw.


Viele Grüße
Volker


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Zum geposteten Link möchte ich noch gerne den Jückreiz von der Zunge loswerden .Es werden zum C-AF etliche Wörter vergeudet in einer Sprache die ich nicht behrsche und keine Bildserie gezeigt , schlimmer noch , bei zwei gezeigten kommt der Adler kaum vom Fleck

Um es anschaulicher zu machen , es mangelt mal an Licht oder Lichtstärke oder die Dinger sind zu schnell , aber immer eine ehrliche mißlungene Serie mit der EM5 .


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Ich wollte Infos zum C-AF der E-M1.2!

Probiere mal mit C-AF plus Cluster. Beim Cluster müssen alle AF-Felder aktiviert werden und AF-Modus auf C-AF.

Dazu im Menü Zahrade -> A1 -> AF-Messfeld auf An2

Dann werden automatisch mehrere AF-Felder (Cluster) über das sich zu bewegende Motiv gelegt und der AF krallt sich auf dieses Motiv.

Gruß Pit


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Wenn AF-C+TR dann ohne Mitziehen, sprich mit dem ungefähr selben Bildausschnitt im Sucher.

Ich habe das jetzt zig mal versucht und auch wenn Scott Bourne damit gut klar kommt, bei mir wird das nichts, weil der Trackingrahmen viel zu schnell das Motiv verliert, insbesondere wenn es sich schnell bewegt Für Schnecken auf dunklem Asphalt funktioniert es, für Fahrzeuge die langsam durch eine Kurve fahren auch. Für Vögel bei mir leider nicht.. Dann lieber wie Pit das beschrieben hat alle AF Felder an und zusehen, worauf die Kamera fokussiert. Das klappt insbesondere vor kontrastarmem Hg wie Himmel sehr gut.

Alternativ den 5er oder 9er Cluster verwenden.

Grundsätzlich musst Du Dich bei mehr als einem AF Feld meist entscheiden, ob genug Licht da ist, um die Blende so weit zu schließen, dass der ganze Vogel scharf wird oder ob Du der Kamera überlassen möchtest, worauf sie tatsächlich fokussiert. Bei angeschalteter Gesichtserkennung scheint mir bei Eulen tatsächlich auf den Kopf fokussiert zu werden, bei Raben, Krähen und anderen Vögeln, bei denen die Augen und Kopf nicht sofort als solche erkennbar sind, funktioniert das meiner Erfahrung nach nicht so gut. und statt dem Kopf bzw. den Augen sind die Füße, die Flügel oder der Schwanz im Fokus, je nach dem wo der meiste Kontrast ist. Da würde ich dann vielleicht lieber ein Af Feld nehmen und versuchen damit exakt auf dem Kopf zu bleiben.

Grundsätzlich hilft es, wenn man z.B. in einem Vogelpark erst mal in Ruhe ausprobieren kann, wie sich die Kamera bei unterschiedlichen Vögeln aus unterschiedlichen Perspektiven mit unterschiedlicher Flugrichtung vor unterschiedlichem Hintergrund mit den unterschiedlichen Optionen fürs Af Feld verhält. Da kommt es wirklich immer auf die Situation an und es gibt leider kein Pauschalrezept, das dann immer und zuverlässig funktioniert. Wenn es schnell gehen muss und ich keine Zeit zum Probieren habe, nehme ich C-AF und je nach Vogelgröße den 5er oder 9er Cluster oder alle Felder mit Clusteranzeige (An2 wie von Pit beschrieben voreingestellt).

Wenn man weiß wo der Vogel entlang fliegt, ist manuell vorfokussieren und dann mit schnellem Serienbild ohne AF den richtigen Moment einfangen auch eine gute Idee.


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