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Die Aequivalenzblende ist ein Trugschluß


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Aequivalenzblende:
Um´s kurz zu machen: So etwas gibt es garnicht …, außer zu Marketingzwecken !

Um´s vor Karneval für Stimmungskanonen länger zu machen:
irgendwo hier (?) im Forum habe ich dieses Wort gelesen und mich gewundert, weil die Blende an sich eine Konstante ist, die sich nicht ändert  … also kein Äquivalent ermöglichen kann … das Wort Äquivalenzblende ist also ein Widerspruch in sich.
Vielleicht meint man damit einen Lichtwert oder eine bestimmte Tiefenschärfe … das sind allerdings die sogenannten Äpfel und Birnen…oder in Neudeutsch „alternative Fakten“ …
etwa vom gleichen Stellenwert ist für mich die Aussage: „Die Erde ist eine Scheibe“ … „Donald Trump wurde die Wahl gestohlen“ … „die Polen haben die deutsche Wehrmacht beschossen“ … es hat niemand die Absicht, eine Mauer zu errichten“ … alles Aussagen, die „man“ nicht nur machen kann, sondern die auch historisch sind und i.d.R. nicht aus blanker Dummheit, sondern aus „Marketinggründen“

Im Internet gibt es einige Häretiker, die diese Auffassung kultivieren. Nun bevor mir Toneh Northrump oder der HalbwissenExpertokrat Richard Butler o.Ä. jetzt erklären, wie sich die Blende - eine Konstante wohlgemerkt - nun abhängig vom Sensorformat oder der Sternenkonstellation dann aber doch ändert🤥, will ich meine, im 14-ten Lj. angelesene und seitdem in der Praxis immer bestätigte Sichtweise erklären, die sich auch in vielen gängigen Büchern zur Fotolehre (z. Andreas Feininger - Sohn vom Maler Lyonel Feininger) nachlesen läßt.

Er schreibt in etwa sinngemäß: „Wenn ein Objektiv einen wirksamen Durchmesser (Öffnung) von 25cm und eine BW von 50mm hat, so ist seine relative Öffnung (Lichtstärke) 25:50 bzw. 1:2. Hat hingegen ein Objektiv nur eine Öffnung von 12,5 cm, so ist das Verhältnis/die Lichtstärke 1:4“. Das ist also der sog. F-Stop.
Weil Hersteller aber i.d.R. die BW aus Marketinggründen nicht ganz genau angeben (ein 50mm hat z.B eigendlich 48mm oder tatsächlich 52mm...) gibt es bei den Videoleuten daneben noch den genaueren T-Stop, der die Lichtmenge der Eintritts- und Austrittsöffnung (jeweils auch Pupille genannt) meßtechnisch im entsprechendem Verhältnis angibt.

Nehme ich z.B ein 35mm/F4.0 Objektiv … meinentwegen für Pentax6X7 mit einem entsprechend großen Bildkreis gerechnet und dieses Objektiv, dann wäre der Bildwinkel eins Fischauges.
Wenn ich hinter diesem Objektiv die Fläche des Mediums (Film/Senor) ändere, ändert sich bei korrekter Belichtung die Blende nicht. Wäre z.B. F8 nötig bliebe F8 und die entsprechende Schärfentiefe konstant, egal wie groß das verwendete Film(Sensor-)format ist.
Das einzige was sich ändert ist die Bilddiagonale (= Bildwinkel = Bildausschnitt("cropp") = FOV).
An einer Hasselblad hätte ich mit dem gleichen P67 - 35mm/f4.0 ein Superweitwinkel mit der gleichen Schärfentiefe und die korrekte Belichtung wäre bei gleichen Lichtverhältnissen und gleicher ISO und gleicher Zeit immer F8, auch wenn ich das Filmformat (z.B) mit dem variablen Hasselbladmagazin mit 4x5 oder 4x6 oder 6x6 aufnehme. Denn die Lichtintensität ist in jedem Punkt der belichteten Fläche gleich, auch wenn sich die Ausdehnung der Fläche ändert und die größere Fläche eine höhere Auflösung (mehr Linienpaare) liefert. ("OT"By the way: Bei gleichem Film/gleicher Chipkonstruktion (Pixelpitch) ändert sich auch nicht die Dynamik. Diese wird besser bei größeren Pixeln).
Verwende ich das gleiche 35mmF4.0 am KB-Format, so bliebe bei unveränderter Zeit/ISO/Lichtverhältnissen die Blende auch F8 und natürlich ist auch dann Schärfentiefe die gleiche wie bei den größeren Formaten, ich nehme ja immer dasselbe Objektiv …die eingravierte Schärfentiefenskala ändert sich nicht … allerdings ändert sich der Bildausschnitt … jetzt ist es nur noch ein leichtes Weitwinkel.
Nehme ich ein noch kleineres Format wie 4/3 (13 x 17mm), dann bleiben Schärfentiefe und Blende genauso konstant … der Bildwinkel ist nun der eines Porträitobjektivs …

Zu Beginn der Digitalära gab es garkeine Chips für den KB-Bildkreis und Nikon nannte die APC/S-Objektive DX … Da der Kundenwunsch die alten analogen Objektive mit dem originären Bildwinkel doch noch nutzen zu können sehr groß war. Es wurde, - als es technisch besser machbar wurde und ökonomisch vertretbar war - für die neuen Objektive mit 35-mm Bildkreis dann die Bezeichnung und Marketingparole Full-Frame geboren ... erst nur, um die Apc vom 35mm zu differenzieren … es ist daraus aber bei einigen der Irrglaube entstanden, daß Fullframe quasi der Goldstandard sei, besser als die kleinen und die größeren Formate … Vorteile lassen sich immer finden … so ist man ja mit Fullframe auch mobiler und billiger, als mit dem Mittelformat … streng genommen ist 4/3 auch ein Fullframe (volle Bildkreisausleutung), weil die dafür konzipierten Linsen vom Bildkreis her auf die Chipabmessungen abgestimmt sind.

Daß sich die Lichtmenge/Lichtstärke, sprich die Blende mit der Veränderung des Formats/Sensors ändern würde ist also definitiv falsch. Das Mantra der Häresie ständig zu widerholen kann die normatife Kraft des Faktischen nicht überwinden. Impossible.

Ich denke, daß sich diese Häresie der Optik hartnäckig etabliert hat, weil es Nutznießer dieser Irrlehre gibt … also reines Marketing! Die, die margenorientiert eine Kamera verkaufen wollen und an einer teureren Kamera naturgemäß mehr verdienen, als an einer günstigeren haben damit „eine Masche“ … ob´s stimmt, ist egal … Amazon ist in den USA der größte Kameraverkäufer und natürlich margenorientiert … und nachdem „dpreview“ von Amazon übernommen wurde, kann man bei den dortigen Empfehlungen (z.B. R. Butler) leider immer mehr die deutlich erkennbaren Abweichungen von der optischen Lehre getrost als Marketing entlarven … money makes the world go round …
Bei „the greatest and the only one - Tony Northrump“ war es wohl ein Trugschluß. Was ist ein Trugschluß? Eine Sau hat vier Beine und ein Hund hat vier Beine. Also ist ein Pferd eine Sau ! Die vielbesagten Äpfel und Birnen. Er hat in seinem Experiment an einem EF 70-200mm hinsichtlich Format und technischen Aufbau unterschiedliche Kamerasensoren von 35mm, APC bis 4/3 adaptiert und damit einen systematischen Fehler betrieben und als Schlußfolgerung einen Trugschluß fabriziert, an den er wahrscheinlich heute noch „glaubt“… vielleicht ist er aber auch „nützlich“… wer kann das wissen …

alles etwas Oberlehrerhaft ?🥴 Ja den Schuh muß ich mir nun leider anziehen 🤢… ich wollte mich aber mit der Alternative Ärgern/Wundern - vielleicht aus einer Laune heraus - nicht zufrieden geben …der dritte Weg also: Debatte !

LG

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Der ist gut!🤣 Bei Ojektiven mit F0.85 ist dann eine Leuchte eingebaut, damit hinten mehr Licht herauskommen kann, als vorne reingeht? Gruß  Hans

@FTuser die Steinböcke waren heute leider zwischen den Latschen versteckt, aber es war trotzdem schön. 😉   

Nein. Die Lichtstärke eines Objektivs bezeichnet das Verhältnis von Eingangspupille zu Brennweite. Die Blendenzahl ist dabei die Brennweite dividiert durch den Durchmesser der Eingangspupille. Soweit

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Sehr schön, mal wieder ein Äquivalenzdiskussion! Um es kurz zu machen: Natürlich ist  eine Blende immer eine Blende und auch deine Brennweite ist immer eine Brennweite. Das ganze Kuddelmuddel gibt es nur, weil mit beiden Zahlen auch Eigenschaften beschrieben werden,  die nur indirekt mit Blende und Brennweite zu tun haben. 

Bei der Brennweite könnte man das noch elegant umgehen, indem man vom Bildwinkel spricht. Bei der Blende ist es komplizierter, denn erstens beschreibt die Blendenzahl ja ein wichtige fotografische Größe,  nämlich die Lichtmenge, die vom Objektiv geschluckt wird (ja, eigentlich ist es die Transmissionszahl, aber das kann man mal außen vor lassen). Zweitens gibt es keine griffige Zahl für die Tiefenschärfe, das ist das eigentliche Dilemma. 

Will man also mit Begriffen wie Äquivalenzblende aufhören, müsste man zuerst einen Wet finden, der die Tiefenschärfe praktikabel beschreibt.

Gruß 

Hans

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Ich finds interessant - weniger das Thema - als die Tatsache das sich echt jemand die Mühe macht so viel Zeit in diese Diskussion zu stecken - bei dem geilen Winterwetter.

Bin jetzt weg, muss Steinböcke suchen und fotografieren (Benediktenwand) 😃

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Natürlich gibt es die Äquivalenzblende, z.B. wenn ich herausfinden will, wie weit ich bei KB abblenden muss, um die Schärfentiefe eines mFT Objektivs bei f5.6 zu erhalten. Gleicher Bildwinkel vorausgesetzt. Die Äquivalenzblende ist kein theoretischer Aspekt, sondern ein praktischer.

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vor 7 Stunden schrieb FTuser:

Daß sich die Lichtmenge/Lichtstärke, sprich die Blende mit der Veränderung des Formats/Sensors ändern würde ist also definitiv falsch.

Das hat auch keiner anders behauptet. Lichtstärke ist nicht das gleiche wie Lichtmenge.

bearbeitet von tgutgu
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vor 7 Stunden schrieb FTuser:

Aequivalenzblende:
🤥Um´s kurz zu machen: So etwas gibt es garnicht …, außer zu Marketingzwecken !

🥴 Ja den Schuh muß ich mir nun leider anziehen 🤢… ich wollte mich aber mit der Alternative Ärgern/Wundern - vielleicht aus einer Laune heraus - nicht zufrieden geben …der dritte Weg also: Debatte !

Natürlich gibt es eine äquivalente Blende genauso wie es auch eine äquivalente Brennweite gibt. Und das hat auch nichts mit Marketing zu tun sondern ist eine simple Umrechnung für alle denen Marketing, Marke und Sensorgröße völlig egal ist und einfach mit dem fotografieren was sie gerade zufällig in der Hand halten. Man kann damit völlig unabhängig von der Kamera und deren Sensorgröße die Werte ermitteln die exakt identische Bilder bezüglich des Bildwinkels, der Tiefenschärfe und auch der Lichtmenge die auf den Sensor fällt und damit auch den Rauschlevel der sich bei gleicher Belichtungszeit ergibt.

Und um das mal an einem praktischen Beispiel zu illustrieren:

Bei einer KB Kamera mit 50mm und f8 wäre für mFT die äquivalente Brennweite 25mm und die äquivalente Blende f4. Wenn man nun mit diesen Werten ein Bild macht bekommt man exakt das selbe Bild wie bei der KB Kamera mit den selben Bildwinkel der selben Tiefenschärfe und bei gleicher Belichtungszeit auch mit gleichem Rauschlevel (gleiche Sensoreffizienz vorausgesetzt)

Kann man im übrigen auch einfach mit jedem Schärfetiefen Rechner ausrechnen oder einfach selbst ausprobieren wer es nicht glaubt.

Die Argumentation die dabei oft und hier auch wieder gebracht wird mit der physikalischen Brennweiten und Blenden Definition geht völlig am Thema vorbei da niemand behauptet das es sich hierbei um die physikalischen Werte des Objektivs handelt handelt sondern um äquivalente Werte also die die man braucht um mit dieser Kamera ein identisches Bild machen zu können.

 

 

 

 

 

 

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vor 7 Stunden schrieb FlorianZ:

Ich finds interessant - weniger das Thema - als die Tatsache das sich echt jemand die Mühe macht so viel Zeit in diese Diskussion zu stecken - bei dem geilen Winterwetter.

Bin jetzt weg, muss Steinböcke suchen und fotografieren (Benediktenwand) 😃

Zeig mal die Bilder von den Steinböcken 😉

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vor 7 Stunden schrieb Hacon:

Sehr schön, mal wieder ein Äquivalenzdiskussion! Um es kurz zu machen: Natürlich ist  eine Blende immer eine Blende und auch deine Brennweite ist immer eine Brennweite. Das ganze Kuddelmuddel gibt es nur, weil mit beiden Zahlen auch Eigenschaften beschrieben werden,  die nur indirekt mit Blende und Brennweite zu tun haben. 

Bei der Brennweite könnte man das noch elegant umgehen, indem man vom Bildwinkel spricht. Bei der Blende ist es komplizierter, denn erstens beschreibt die Blendenzahl ja ein wichtige fotografische Größe,  nämlich die Lichtmenge, die vom Objektiv geschluckt wird (ja, eigentlich ist es die Transmissionszahl, aber das kann man mal außen vor lassen). Zweitens gibt es keine griffige Zahl für die Tiefenschärfe, das ist das eigentliche Dilemma. 

Will man also mit Begriffen wie Äquivalenzblende aufhören, müsste man zuerst einen Wet finden, der die Tiefenschärfe praktikabel beschreibt.

Gruß 

Hans

Nehmen wir mal an, daß die im Experiment verwendeten Sensoren unterschiedlicher Größe alle um 20-24 MP hätten, dann wäre die Tiefenschärfe ist erst mal kein Dilemma sondern korreliert linear mit der Brennweite und der Blende und wäre "gosso modo" gleich. Auf den alten Objektiven war die Schärfentienskala eingraviert und unveränderlich also auch eine Konstante. Ergo: Wenn bei der Verwendung unterschiedlicher Sensorgrößen die BW jeweils die gleiche ist, dann verändert sich die entsprechende Schärfentiefe nicht.

Ausnahme v. der Regel: Kompliziert wird es mit Sensoren unterschiedlicher Auflösung, weil tatsächlich mit zunehmender Auflösung die Schärfentiefe schmäler wird. Damit man etwas klarer denken kann, will ich das hier vernachlässigen ... es spielt erst bei der Verdopplung der Auflösung oder darüber eine nennenswert Rolle bzw. bei Schärfentiefen, die ohnehin kaum beherschbar und superdünn (1-2mm) sind ...

LG

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vor 17 Minuten schrieb systemcam-neu:

eine simple Umrechnung für alle ,denen Marketing, Marke und Sensorgröße völlig egal sind und einfach mit dem fotografieren, was sie gerade zufällig in der Hand halten. Man kann damit völlig unabhängig von der Kamera und deren Sensorgröße die Werte ermitteln die exakt identische Bilder bezüglich des Bildwinkels, der Tiefenschärfe und auch der Lichtmenge die auf den Sensor fällt und damit auch den Rauschlevel der sich bei gleicher Belichtungszeit ergibt.

Warum sollte ich umrechnen, wenn es mir sowieso egal ist?

Und wenn wir schon dabei sind: Die Äquvalenzbelichtungszeit wird bei dem ganzen Zank wieder mal unter den Teppich gekehrt.

E.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PS: Wer Ironie findet, hat sie gefunden.

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vor 2 Stunden schrieb tgutgu:

Natürlich gibt es die Äquivalenzblende, z.B. wenn ich herausfinden will, wie weit ich bei KB abblenden muss, um die Schärfentiefe eines mFT Objektivs bei f5.6 zu erhalten. Gleicher Bildwinkel vorausgesetzt. Die Äquivalenzblende ist kein theoretischer Aspekt, sondern ein praktischer.

S.o

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vor 2 Minuten schrieb EckyH:

Warum sollte ich umrechnen, wenn es mir sowieso egal ist?

Und wenn wir schon dabei sind: Die Äquvalenzbelichtungszeit wird bei dem ganzen Zank wieder mal unter den Teppich gekehrt.

E.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PS: Wer Ironie findet, hat sie gefunden.

Die Belichtung ändert sich ja nicht. Weder die Blende, noch die Zeit. Für die Belichtungezeit nehme iansonsten ch den Belichtungsmesser.

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Die Blende ist eine Konstante. Bezogen auf das Aufnahmeformat kommt jedoch eine Variable ins Spiel, die wahrscheinlich auch einen Teil bei der Diskussion um die Äquivalenz beiträgtDas zugrunde liegende Signal, welches letztendlich die auftreffenden Photonen auf ein Pixel in eine Helligkeits-Information umwandelt. Das Signal ist bei unterschiedlichem Sensorformate nur dann eine Konstante, wenn bei unterschiedlichen Formaten dieselbe Sensortechnologie (mit identischem Pixelpitch) eingesetzt wird. Wenn jedoch bei unterschiedlichen Formate Sensoren dieselbe Auflösung verwendet werden, dann ist die zugrunde liegende Signalempfindlichkeit vom Sensorformat abhängig und somit variabel. So benötigt bei mFT ein 20MPix Sensor eine ca. um 2 EV-Stufen empfindlichere Grundeinstellung als ein 20MPix Sensor bei Kleinbild. Das ist einerseits der Grund, weshalb bei identischer ISO-Einstellung, identischer Blende und äquivalenter Brennweite dieselbe Belichtungszeit resultiert (z.B. mFT @ ISO 800 @ f/4.0 @ 300mm vs KB @ ISO 800 @ f/4.0 @ 600mm) und andererseits, weshalb der kleinere Sensor stärker rauscht. eine identische Schärfentiefe lässt sich erreichen, wenn beim grösseren Format abgeblendet wird (falls dies verlangt wird) und, falls von der Belichtungszeit dies nötig ist, beim grösseren Format die ISO-Empfindlichkeit hochgedreht wird. Ist dieselbe Belichtungszeit und dieselbe Schärfentiefe erwünscht, werden beide Formate ähnliche bis identische Ergebnisse erziehen (auch auf Pixelebene bei 100% Bildschirmansicht). Dies natürlich unter der Bedingung, das beide Formate eine ähnliche  Auflösung (z.B. 20 MPix) und eine ähnliche Sensortechnologie verwenden.

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vor 7 Minuten schrieb EckyH:

Warum sollte ich umrechnen, wenn es mir sowieso egal ist?

Es zwingt dich niemand dazu.

 

vor 7 Minuten schrieb EckyH:

Und wenn wir schon dabei sind: Die Äquvalenzbelichtungszeit wird bei dem ganzen Zank wieder mal unter den Teppich gekehrt.

E.

 

Die Belichtungszeit ist bei dieser Betrachtung natürlich genauso gleich wie der Bildwinkel und die Tiefenschärfe.

Aber vielleicht meintest du ja auch den Äquivalenten ISO Wert um auf die gleiche Belichtungszeit und auf den gleichen Rauschlevel zu kommen.

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vor einer Stunde schrieb tgutgu:

Das hat auch keiner anders behauptet. Lichtstärke ist nicht das gleiche wie Lichtmenge.

Doch ... Die lichtstärke eines Objketivs bezeichnet die Duchlässigkeit der Lichtmenge. Ist sie 1.0 kommt hinten soviel heraus, wie vorne reinkommt.

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vor 2 Minuten schrieb FlorianZ:

@FTuser

die Steinböcke waren heute leider zwischen den Latschen versteckt, aber es war trotzdem schön. 😉 

 

C0489256-96C6-492B-B8DC-1D4F588E86C6.jpeg

Das freut mich für dich 😉 , daß das ein super Tag war ... mein "Blendenepos" war übrigens zu 90% bei schlechten Wetter offline entstanden ...

LG

 

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vor 8 Stunden schrieb FlorianZ:

Ich finds interessant - weniger das Thema - als die Tatsache das sich echt jemand die Mühe macht so viel Zeit in diese Diskussion zu stecken - bei dem geilen Winterwetter.

Bin jetzt weg, muss Steinböcke suchen und fotografieren (Benediktenwand) 😃

Ja, so viel los da draußen, nicht nur Steinböcke 😀versammlung.thumb.jpg.f9e0a73fe44519023486681cc1ae5814.jpg

 

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vor 8 Stunden schrieb FTuser:

Er schreibt in etwa sinngemäß: „Wenn ein Objektiv einen wirksamen Durchmesser (Öffnung) von 25cm und eine BW von 50mm hat, so ist seine relative Öffnung (Lichtstärke) 25:50 bzw. 1:2. Hat hingegen ein Objektiv nur eine Öffnung von 12,5 cm, so ist das Verhältnis/die Lichtstärke 1:4“. Das ist also der sog. F-Stop.

richtig

Zitat


Weil Hersteller aber i.d.R. die BW aus Marketinggründen nicht ganz genau angeben (ein 50mm hat z.B eigendlich 48mm oder tatsächlich 52mm...) gibt es bei den Videoleuten daneben noch den genaueren T-Stop

nein, der T-Stop hat nichts mit der "richtigen" Brennweite zu tun. Die Brennweite erlaubt in der Angabe Rundung entsprechend Standards und deshalb erfährt der F-Stop - zu Deutsch die Blende aka Brennweite:Aperturdurchmesser - ebenfalls eine solche Rundung. T-Stop hängt vom F-Stop und der Transmission ab

Zitat

der die Lichtmenge der Eintritts- und Austrittsöffnung (jeweils auch Pupille genannt) meßtechnisch im entsprechendem Verhältnis angibt.

Was soll der T-Stop mit dem Pupillenmaßstab zu tun haben?

Zitat

Wenn ich hinter diesem Objektiv die Fläche des Mediums (Film/Senor) ändere, ändert sich bei korrekter Belichtung die Blende nicht.

richtig, denn eine der wenigen richtigen Feststellungen war, dass die Blende eine konstante Größe ist

Zitat

 Wäre z.B. F8 nötig bliebe F8 und die entsprechende Schärfentiefe konstant, egal wie groß das verwendete Film(Sensor-)format ist.

die Schärfentiefe ist hingegen keine feste Größe. In der Regel definiert man sie über die Größe des zugelassenen Zerstreuungskreises. Und damit landet man dann bei den bekannten Formeln welche die Sensordiagonale miteinbeziehen. Auf den Rest will ich eigentlich gar nicht mehr eingehen, vielleicht noch auf den entscheidenden Punkt

Zitat

Daß sich die Lichtmenge/Lichtstärke, sprich die Blende mit der Veränderung des Formats/Sensors ändern würde ist also definitiv falsch.

Die Blende ändert sich nicht. Wie festgestellt ist die Blende der Quotient des Durchmesser der Brennweite und der Eintrittspupille, beides fest definierte Größen. Das Problem dass wir in der Fotografie haben ist, dass wir den Bildwinkel nicht wie es sein sollte in Grad angeben, sondern auf ein Äquivalent umrechnen. Solange man sagt, dass 25mm gleich 50mm entsprechen, hat man man den Salat. Denn 25mm sind eben nicht 50mm. Das gilt für die Brennweite genauso wie für die Eintrittspupille und damit für die Blende. 

bearbeitet von schwarzpunkt
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vor 4 Minuten schrieb schwarzpunkt:

Solange man sagt, dass 25mm gleich 50mm entsprechen, hat man man den Salat. Denn 25mm sind eben nicht 50mm. Das gilt für die Brennweite genauso wie für die Eintrittspupille und damit für die Blende. 

Ja genau. Meine Empfehlung wäre deshalb nicht mehr auf KB umzurechnen und einfach z.B das mft 25-er als Normalobjektiv zu gebrauchen und damit auch die damit verbundene Schärfentiefe ... basta ... ein 25-er hat nun mal mehr Schärfentiefe als ein fünfziger ... und wenn man ein 100-er F2.0 möchte, dann nimmt man das halt und muß ggf. ein paar Schritte Abstand nehmen ... aber man hat was man will ... wenig Schärfentiefe ...

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vor einer Stunde schrieb systemcam-neu:

Bei einer KB Kamera mit 50mm und f8 wäre für mFT die äquivalente Brennweite 25mm und die äquivalente Blende f4. Wenn man nun mit diesen Werten ein Bild macht bekommt man exakt das selbe Bild wie bei der KB Kamera mit den selben Bildwinkel der selben Tiefenschärfe und bei gleicher Belichtungszeit auch mit gleichem Rauschlevel (gleiche Sensoreffizienz vorausgesetzt).

Falsch. Gleiche Sensortechnik vorrausgesetzt unterscheiden sich deine zwei Bilder um 2 Blendenwerte. Das eine oder andere ist fehlbelichtet, weil auch das ändern der BW keinen Einfluß auf die Konstante hat. Du hast halt das 4/3-Objektiv nur um zwei Blenden aufblenden wollen, um die gleiche Schärfentiefe der KB-Linse zu haben. Kannst Du ja machen, dann mußt Du aber entweder die Zeit oder die ISO auch ändern, um die Fehlbelichtung zu vermeiden. 

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vor 5 Minuten schrieb FTuser:

Meine Empfehlung wäre deshalb nicht mehr auf KB umzurechnen und einfach z.B das mft 25-er als Normalobjektiv zu gebrauchen und damit auch die damit verbundene Schärfentiefe ... basta ... ein 25-er hat nun mal mehr Schärfentiefe als ein fünfziger ... und wenn man ein 100-er F2.0 möchte, dann nimmt man das halt und muß ggf. ein paar Schritte Abstand nehmen ... aber man hat was man will ... wenig Schärfentiefe ...

das 25mm ist ja das Normalobjektiv an mFT? 

Und ja, bei gleicher Blende hat ein Bild mit einem 25mm an mFT eine größere Schärfentiefe als ein 50mm an Kleinbild mit der selben Blende. Das läuft aber eigentlich genau auf das Gegenteil hinaus zudem was du zuvor gesagt hast, nämlich dass die Schärfentiefe nicht vom verwendeten Sensorformat abhängen würde.

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vor einer Stunde schrieb systemcam-neu:

Bei einer KB Kamera mit 50mm und f8 wäre für mFT die äquivalente Brennweite 25mm und die äquivalente Blende f4. Wenn man nun mit diesen Werten ein Bild macht bekommt man exakt das selbe Bild wie bei der KB Kamera mit den selben Bildwinkel der selben Tiefenschärfe und bei gleicher Belichtungszeit auch mit gleichem Rauschlevel (gleiche Sensoreffizienz vorausgesetzt)

Die Verstärkung muss angepasst werden um die geringere Lichtintensität - aber gleiche gesamte Lichtmenge - anzugleichen, sonst ist die Bildhelligkeit nicht gleich und damit bekommt man auch nicht das exakt gleiche Bild. Also bei Kleinbild hoch mit der ISO. Äquivalente ISO 😳🙄

Die Äquivalenz ist aber ein mathematisches Konzept, in der Praxis entfernen wir uns da immer wieder davon. So haben kleinere Sensoren bei äquivalenter ISO meist eine höhere Dynamik, dafür gibt es bei Basis ISO keine Möglichkeit Äquivalenz herzustellen. 

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