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Timeless

Lightroom DNG und RAW

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Hallo Olympianer,

ich habe eine Frage zur LR, speziell DNG. Wenn ich Aufnahmen in RAW mache und diese dann in LR 6.14 einspiele, dann kommt immer der Begriff DNG ins Spiel. Es ist mir nicht ganz klar, ob dies der RAW Konverter von Adobe ist oder ob es sich um ein anderes Entwicklungskonstrukt handelt. So viel ich weiß, gibt es noch einen extra Konverter von Adobe, der nur schwer zu finden ist - ich habe ihn jedenfalls noch nicht entdeckt.

Kann mir aber einer von Euch Experten mal erklären, was es mit dem DNG auf sich hat? Ist es eine RAW Entwicklung, oder nicht?

Danke für eine Beratung.

Gruß

Timeless


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DNG ist ein Plattform übergreifendes Raw Format. Hat alle Infos aus der originären Raw-Datei und man kann, wenn man will, unter Erhöhung der Dateigröße, die propietäre Raw-Datei mit einbinden. DNG ist kein Raw Entwickler. Aber DNG erlaubt RAW Entwicklung und Bildbearbeitung, wenn ein Programm, z.B. weil veraltet, neue kamaraspezifische RAWs nicht lesen/verarbeiten kann. Ich wandle seit Jahren immer sofort in DNG um, brauche somit auch nie die Kameraspezifischen Bildbearbeitungsprogramme.

PS 5 kann z.B die Daten von neueren Oly-Kameras nicht verarbeiten

Gruß Bernd

PS Einige Kamerahersteller benutzen sofort in Kamera DNG als Raw-Format.


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Das DNG Format ist der Versuch von Adobe ein einheitliches Raw Format zu schaffen. Einige Kamerahersteller können schon ab Kamera das DNG Format einstellen. Leider kochen die Hersteller weiterhin ihre eigene Süppchen, wie eben Olympus mit seinem hauseigenen Raw Format .ORF Dazu kommt das Software die nicht von Adobe ist, manchmal Probleme mit dem DNG Format haben. Denn DNG ist nicht gleich DNG. Es ist abhängig in welcher Camera Raw Version man das DNG abgespeichert hat. Die Vorteile beim DNG wäre z.B. das man es komprimiert speichern kann. Somit also kleinere Dateigrößen hinbekommt als das Original Raw. Diese Prozedur ist allerdings verlustbehaftet und sollte nur dann angewendet werden, wenn man unbedingt Speicherplatz sparen möchte und man wirklich nichts mehr an seinem fertig entwickelten Raw verändern möchte. Außerdem bietet es die Möglichkeit das Original Raw in das DNG einzubetten, so kann später wieder das Original Raw daraus extrahiert werden, dies führt wiederum zu größeren DNG Dateien.

Mehr kannst du selber hier nachlesen: https://helpx.adobe.com/de/photoshop/digital-negative.html

Den Adobe DNG Converter findest du hier: https://helpx.adobe.com/de/photoshop/using/adobe-dng-converter.html


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DNG ist ein von Adobe entwickeltes RAW Format. Es war als einheitlicher Standard gedacht, allerdings hat sich außer Pentax meines Wissens kein anderer Hersteller umgestellt. Damit ist DNG ein proprietäres Fotmat von Adobe, so wie jeder Hersteller (außer Pentax) halt auch sein proprietäres Format verwendet.

Wenn man in der Adobe Welt Bilder konvertiert, editiert und verwaltet, hat DNG den großen vorteil, dass man einen von Adobe kostenlos bereitgestellten und bisher stets aktualisierten DNG Konverter verwenden kann und mit diesem die RAW Dateien von Kameras in DNGs umwandeln kann. Dabei kann man sogar die ursprüngliche RAW Datei verlustfrei einbetten.

Diese DNGs kann man nun auch mit älteren Versionen von Adobe Lightroom und Photoshop, die beide den Adobe eigenen Konverter namens ACR verwenden konvertieren. Das hat den Vorteil, dass man sich für eine neue Kamera nicht auch gleich neue SW kaufen oder Adobe Produkte abonnieren muss.

Auf den ersten Blick klingt das toll, man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass man damit jede Menge Qualität verschenkt, weil ein alter RAW Konverter halt nur das aus einem RAW File rausholt, was er damals schon konnte. Das bedeutet, dass alle olympus-spezifischen Verbesserungen nicht genutzt werden können, die Adobe erst in Folgeversionen implementiert hat und alle zusätzlichen Angaben, die Olympus vielleicht in den RAWs mitliefert und die von DNG nicht abgedeckt werden, von aktuellen Adobe Produkten für die RAWs aber schon. Man kauft oder mietet neue SW ja nicht nur, weil Adobe und andere Hersteller einen ausnehmen wollen, sondern auch, weil die Produkte weiterentwickelt und verbessert werden und das muss schließlich auch jemand bezahlen. Die Sw Entwickler, Tester und auch deren Manager und Marketingkollegen müssen auch von etwas leben.

Wenn man RAW Konverter verwendet, die nicht von Adobe kommen, muss man aufpassen, wie gut deren DNG Support ist. Manche Hersteller bieten da nur eine Minimallösung an, weil sie Adobe nicht unterstützen wollen und lieber direkt mit den Herstellern kommunizieren, um möglichst optimale Ergebnisse beim Konvertieren der Original-RAWs liefern zu können.

Als Olympus User würde ich statt die ORFs in DNGs zu konvertieren und die RAWs Gott-bewahre - auch noch wegzuwerfen, lieber mit dem ebenfalls kostenlosen Oly Viewer die ORFs in 16 Bit Tiffs (ein herstellerunabhängiger Standard) konvertieren und diese dann in älteren LR Versionen verwalten bzw. mit Photoshop weiter bearbeiten. Und wenn es DNGs sein müssen, dann wenigstens in der Variante, in der das Original RAW unverändert eingebettet wird und eine verlustfreie Komprimierung erfolgt. Dann kann man aber auch die ORFs behalten und ein einfaches DNG dazu erzeugen, Speicherplatz ist ja nun wirklich bezahlbar geworden.


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DNG ist ein Adobe-Spezifisches Format, in das man seine RAWs konvertieren kann. Es ist weder „offen“ noch Open Source, auch wenn Adobe das relativ großzügig lizensiert. Details hier:

https://www.dpreview.com/forums/post/58359390

Prophylaktisch alles in DNG zu konvertieren macht ausschließlich dann Sinn, wenn man alte Software verwenden möchte, die mit dem neuen Raw-Format noch nicht umgehen kann (aber mit der aktuellen DNG-Implementierung schon…).

Ansonsten halte ich persönlich das für groben Unfug, man ersetzt nur ein proprietäres Format durch ein anderes und gewinnt nichts dadurch.

Klaus


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Kann mir aber einer von Euch Experten mal erklären, was es mit dem DNG auf sich hat? Ist es eine RAW Entwicklung, oder nicht?

Lieber Timeless,

auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: Du bist jetzt schon seit Jahren hier angemeldet und ich nehme daher an, Du kennst die Suchfunktion dieses Forums. Da hättest Du folgendes lesen können: https://www.oly-forum.com/suche/DNG - haufenweise Antworten auf die Frage, was DNG ist und wozu man es gebrauchen kann.

Und selbst wenn Du hier eher nicht mitlesen solltest: Tante Goggel spuckt auf den Suchbegriff "DNG" jede Menge Seiten aus. Nur ein Beispiel: https://www.chip.de/downloads/Adobe-DNG-Converter_39060135.html

Ich verstehe die "altgedienten" User mehr und mehr, die ganz einfach den Kanal voll davon haben, ellenlange Erklärungen zu schreiben zu Themen, die sich der/die FragestellerIn mit einem klitzekleinen bisschen Eigeninitiative auch selber erschließen könnte. Deine Threads ragen in dieser Beziehung besonders hervor. Mach doch zur Abwechslung mal was selber und lass nicht ständig andere für Dich arbeiten.


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Gast jd66

Ich selbst muss umwandeln, da ich mit LR 5 die EM5.2 nicht direkt einlesen kann.

Dabei habe ich festgestellt, dass der DNG - Konverter von Adobe tatsächlich 1 zu 1 umwandelt.

Da LR5 kein Profil für die 5.2 hat, bleiben die Fehler der RAW - Datei enthalten (Verzeichnung).

Daher wandle ich nunmehr mit DXO um, wobei ich keine Einstellung vornehme.

Damit generiert mir DXO eine unveränderte Datei, aber mit Korrektur der 5.2 inklusive verwendetem Objektiv.

Tatsächlich erkennt man in den DXO generierten DNG - Dateien, dass die Linien gerade sind, also geometrische Verzerrungen rausgerechnet werden.

Zur Bearbeitung in LR steht aber der komplette Dynamikumfang zur Verfügung. Ist natürlich nur mein Eindruck, hab ja kein Labor, um das zu prüfen.


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Ich selbst muss umwandeln, da ich mit LR 5 die EM5.2 nicht direkt einlesen kann.

Dabei habe ich festgestellt, dass der DNG - Konverter von Adobe tatsächlich 1 zu 1 umwandelt.

Da LR5 kein Profil für die 5.2 hat, bleiben die Fehler der RAW - Datei enthalten (Verzeichnung).

Daher wandle ich nunmehr mit DXO um, wobei ich keine Einstellung vornehme.

Damit generiert mir DXO eine unveränderte Datei, aber mit Korrektur der 5.2 inklusive verwendetem Objektiv.

Tatsächlich erkennt man in den DXO generierten DNG - Dateien, dass die Linien gerade sind, also geometrische Verzerrungen rausgerechnet werden.

Zur Bearbeitung in LR steht aber der komplette Dynamikumfang zur Verfügung. Ist natürlich nur mein Eindruck, hab ja kein Labor, um das zu prüfen.

Also die automatische Objektiv-Korrektur kann eigentlich auch LR 5 sofern die im DNG komplett mitgenommen werden (so weit ich weiß schon) und eine Korrektur von geometrischen Verzerrungen (stürzende Linien bei WW , CAs ... und so) findet bei der automatischen Korrektur ja eh nicht statt. Das sollte schon funktionieren. DXO hat aber noch zusätzliche Profile zur Entzerrung und die haben da wohl gegriffen.

Das Problem ist eher das, dass Adobe so weit ich weiß bei neuen Funktionen immer erst mal eine Optimierung für die Platzhirsche macht und Anpassungen für kleinere Hersteller und weniger gebräuchliche Formate (wie die Oly ORFs) dann irgendwann nachliefert. So gab es z.B. einen enormen Sprung beim Rauschverhalten, Schatten hochziehen und der Lichterwiederherstellung von LR 5 auf LR 6, der sich damals nicht nur bei der damals aktuellen E-M5 I bemerkbar gemacht hat, sondern auch bei den älteren mFt Kameras mit Panasonic Sensoren.

Die ersten Versionen von LR Classic CC (also LR7) hatten nicht nur für meinen Begriff arg überschärfte Defaultprofile für die E-M1 I, II und die PEN F und Tiefen/Lichter hatten bei der E-M1 II und PEN F fast keine Wirkung mehr, da musste man statt dessen kräftig an den Schwarz und Weiß Reglern ziehen. Mit der vorletzten Aktualisierung ist das alles wieder sehr viel besser geworden.

Solche Verbesserungen kannst Du halt mit einem DNG in einer alten LR Versuon nicht sehen, wie denn auch. LR5 kann das was LR 5 kann, nur eben mit einer vom DNG beigesteuerten Art Standardprofil für die E-M5 II. Da man damit kein Geld verdient, wird in solche Profile aber verständlicher Weise auch nicht viel Zeit investiert.

Das gilt übrigens auch für andere Konverterhersteller. Selbst wenn Konvertierungsprofile von neuen Kameras für alte Konverter nachgeliefert werden, sind diese nie so gut und sorgfältig angepasst und es wird nie das letzte aktuell machbare Quäntchen herausgekitzelt, im Vergleich zu dem was man für Geld mit neuer SW erhält.


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Vielen Dank für die bisherigen Antworten. Ja, ich habe verstanden, man kann natürlich auch die Suche bemühen - mea culpa!

Aber mein Problem ist damit noch nicht gelöst.

Folgendes: Wenn ich Fotos in LR importiere, die mit der Kameraeinstellung LSF + RAW gemacht wurden, dann bekomme ich diese - nach Einstellung in LR - als JPEG und DNG angezeigt. So weit so gut.

Aber, wenn ich jetzt nachbearbeite kann ich keinen signifikanten Unterschied zwischen den JPEGs und DNG erkennen. Wirklich nicht!

Was mache ich da falsch, denn die DNG Version, müsste doch eigentlich viel mehr Möglichkeiten, z. B. bei Lichter und Tiefen aufweisen. Ich verstehe das nicht.

Danke noch mal für Eure Hilfestellung.

Gruß

Timeless


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Gast jd66

Welche LR Version nutzt Du denn?

Wenn LR importiert, wandelt es nicht in DNG um. Die Rohdatei wird unverändert in den Katalog übernommen.

Woher kommen die DNG - Dateien


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ich arbeite mit der letzten zum Kauf angebotenen Versiion: LR 6.14

Beim Import sage ich dem Programm: als DNG importieren und in der Katalogvoreinstellung habe ich den Haken so gesetzt: "JPEG neben RAW Dateien separat anzeigen"

Gruß

Timeless


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Für die Fehlersuche wäre es hilfreich, zunächst mal ein RAW ohne DNG-Umwandlung zu importieren und zu testen ob Du dann einen Unterschied zwischen RAW und JPG bemerkst.


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Welche LR Version nutzt Du denn?

Wenn LR importiert, wandelt es nicht in DNG um. Die Rohdatei wird unverändert in den Katalog übernommen.

Woher kommen die DNG - Dateien

Selbstverständlich kann Lightroom gleich in DNG umwandeln, wenn man es einstellt.


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Aber mein Problem ist damit noch nicht gelöst.

Aber, wenn ich jetzt nachbearbeite kann ich keinen signifikanten Unterschied zwischen den JPEGs und DNG erkennen. Wirklich nicht!

Schau mal was du im Importdialog oben rechts eingestellt hast, wenn das nämlich z.B. auf eingebettete oder Fillialdateien eingestellt ist, sieht man von der Raw bzw. DNG Datei erstmal nur die eingebettete JPG Vorschaubild Datei. Das nützt Lightroom um Raws erstmal schneller darstellen zu können, erst im Entwickeln Modul wird dann auf das Raw zugegriffen was man dann an der kurzen Zeit des Wartens auf das Nachladen bemerkt.

Die JPG's der Olympus gerade in Superfine sind schon sehr gut, und einen signifikanten Unterschied wirst du bei Aufnahmen die im normalen Belichtungsbereich erstmal so nicht sehen. Erst bei Aufnahmen die im Grenzbereich liegen - starke Kontraste, Nachtaufnahmen usw. - wirst du die höhere Ausbeute einer Raw Datei sehen. Vor allem nach einer Bearbeitung. Unbearbeitet sieht man natürlich erstmal nix. Gerade bei Farbverläufen und eine Änderungen der Helligkeiten wirst du im JPG sehr schnell abgerissene Farbverläufe feststellen können.


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Was mache ich da falsch, denn die DNG Version, müsste doch eigentlich viel mehr Möglichkeiten, z. B. bei Lichter und Tiefen aufweisen. Ich verstehe das nicht.

Stafford hat schon treffend beschrieben.

Mach mal ein Bild, in der Kontrastunterschied sehr groß ist. Zum Beispiel weiße Flächen mit Struktur, die vom Sonnenlicht bescheint wird. Fotografiere in JPG-LSF und RAW. Belichtungskorrektur sollte bei 0,0 sein.

Importiere das Bild und spiele mal mit den Lichterregler. Schiebe den Regler nach links und beobachte das mal bei JPG und das ander bei RAW/DNG. Bei JPG kommt es früh zum Tonwertabriss während RAW/DNG noch langsam die Strukturen zum Vorschein kommt.

Aber bei wenigen Kontrasten reichen LSF-JPG allemal. Da siehst du den Unterschied so gut wie gar nicht, außer bei den kleinen Unterschied im Grün (Wiese) und Blau (Himmel). Da sieht das JPG schon besser aus.

Gruß Pit


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Hallo Miteinander,

auch wenn hier schon das Wesentliche gesagt wurde - im besonderen von Sabine und Klaus - möchte ich noch eine Begrifflichkeit ansprechen.

DNG ist aus meiner Sicht kein (!) Rohformat (RAW) sondern eine teilentwickelte "standardisierte" Zwischenschicht auf dem Weg zur finalen Bilddatei, es ist eben ein "Digitales Negativ". Der Name "Digitales Negativ" gibt das auch richtig wieder; auch analoge Negative waren bereits ein Zwischenschritt zum Bild (Papier) und die bei der Entwicklung der analogen Negative erfolgten Fehler waren im Negativ unwiderruflich verankert. Das gilt auch genau für DNG.

In der Spezifikation heißt es explizit (übersetzt): "DNG ist eine Erweiterung von TIFF 6.0 und kompatibel zu TIFF/EP". Daher erreicht man auch - bei gleicher Farbtiefe - nur zu TIFF vergleichbare Dateigrößen und die gleiche Bildqualität bzw. Dateiinformation. Nur in den Metadaten ist DNG deutlich erweitert.

Ich benutze DNG nur dann, wenn es auf Grund des Ausgangsformates nicht vermeidbar ist. Wie schon gesagt wurde, bringt es von der Dateigröße nichts und verhindert die Nutzung der Weiterentwicklungen der RAW-Konverter.

Jürgen


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RAW ist auch kein Rohformat. Die rohen Daten, die vom Sensor geliefert werden, möchtest Du nicht sehen.


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DNG ist aus meiner Sicht kein (!) Rohformat (Raw), sondern eine teilentwickelte "standardisierte" Zwischenschicht auf dem Weg zur finalen Bilddatei.

Deine Sicht ist falsch.

DNG ist ein Rohdatenformat, und zwar ein offenes und standardiertes ("offen" nicht im Sinne von Open Source Software, sondern im Sinne von vollständig dokumentiert und frei verfügbar). Richtig ist, daß die Dateistruktur von DNG auf TIFF basiert – aber das tut die überwältigende Mehrzahl proprietärer Rohdatenformate (wie z. B. CR2, NEF oder ORF) ebenso. Falsch ist die Unterstellung, wenn's TIFF ist, dann könne es nicht roh sein. TIFF ist ein Meta-Format von Adobe, das wahlweise Roh- oder RGB-Daten speichern kann.

Die Konvertierung einer Rohdatei von einem proprietären Rohdatenformat ins DNG-Format ist einfach nur eine Konvertierung von einem Rohdatenformat in ein anderes. Dabei findet keine Farb-Interpolation (demosaicing) statt. Davon zu unterscheiden ist die Konvertierung von einem Rohdatenformat (proprietär oder DNG) in ein RGB-Format wie z. B. JPEG oder TIFF, bei dem aus jedem einfarbigen Rohpixel durch Interpolation, also Verrechnung mit den Nachbarpixeln, ein dreifarbiges RGB-Pixel erzeugt wird.

Der Adobe DNG Converter dient zur Konvertierung beliebiger Rohdatenformate in das DNG-Format. Dabei findet keine Farb-Interpolation statt. Im Prinzip könnte jeder seinen eigenen DNG-Konverter schreiben – aber wozu? Der von Adobe ist sehr gut, stets aktuell und frei verfügbar.

Ein Rohdatenkonverter dient zur Konvertierung einer Datei im Rohdatenformat in ein RGB-Format. Hirebei wird eine Farb-Interpolation durchgeführt, so daß die Bilddaten anschließend nicht mehr roh sind. Beispiele für Rohdatenkonverter sind Adobe Camera Raw, Phase One Capture One, DxO PhotoLab, und viele andere.

Adobe Lightroom ist die einzige mir bekannte Software, die beides kann. Sie ist sowohl ein DNG-Konverter (bei Bedarf) als auch ein Rohdatenkonverter. Darüber hinaus ist sie auch noch ein Bilddaten-Verwaltungsprogramm.


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DNG ist ein Rohdatenformat, und zwar ein offenes und standardiertes ("offen" nicht im Sinne von Open Source Software, sondern im Sinne von vollständig dokumentiert und frei verfügbar

DNG ist nicht vollständig dokumentiert. Die Dokumentation von DNG ist in wesentlichen Details unvollständig (konkret: Wertebereiche und spezifische Abhängigkeiten bestimmter Felder).

Ebensowenig ist es frei verfügbar. Die für eine Implementierung notwendige "DNG Specification patent license" hat eine ganze Reihe Fußangeln, die das Ganze riskant machen (So kann Adobe z.B. behaupten, dass Du Dich an die Spec nicht hältst, damit die Lizensierungsbedingung "compliant with the DNG Specification." nicht einhältst und so ihr Patent verletzt…).

Es gibt nur eine Handvoll mehr oder weniger brauchbarer Implmentierungen von DNG Importern, und keine von denen hat irgendwelche Probleme mit alten RAWs.

Ein prophylaktisches Konvertieren in DNG halte ich für reine Zeitverschwendung. Wer anschließend seine RAWs wegwirft, handelt aus meiner Sicht einfach grob fahrlässig.

Klaus


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Um die Sache noch etwas komplizierter zu machen gibt es offensichtlich auch noch ein "lineares DNG", wie es der DxO Raw-Konverter ausgibt. Dabei handelt es sich um ein Format, in dem der Demosaiking-Prozessund damit auch etwaiges Highlight-Recovery schon durchgeführt wurde.

http://forum.dxo.com/index.php?topic=3274.0

DNG is also nicht gleich DNG sondern auch eher ein Kontainer.


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Ein prophylaktisches Konvertieren in DNG halte ich für reine Zeitverschwendung.

Da stimme ich zu. Aber nicht jede Umwandlung ins DNG-Format ist prophylaktisch. Denn DNG bietet eine Reihe von Vorteilen, die in vielen (nicht allen) Anwendungs-Szenarios nützlich sein können – und seine originalen Rohdateien muß man ja deswegen nicht gleich wegwerfen.

Erstens kann man die DNG-Dateien neuer Digitalkameras auch mit älteren Rohdatenkonvertern bearbeiten. Alles, was man dazu braucht, ist die jeweils neueste, kostenfreie Version des Adobe DNG Converter. Nicht jeder will jede (kostenpflichtige) Aktualisierung seines Rohdatenkonverters mitmachen.

Zweitens sind in DNG-Format die Metadaten quasi "unter Putz" – also in die Bilddatei integriert, genau wie bei TIFF- oder JPEG-Dateien. Das erspart die Hampelei mit den XMP-Filialdokumenten, welche viele Anwender lästig finden. Es kann also nicht passieren, daß etwa beim Umkopieren die XMP-Datei vergessen wird und verloren geht.

Drittens kann man den DNG-Dateien auf Wunsch sog. Schnelladedaten beifügen, was die Dateigröße nur unwesentlich erhöht und das Laden vieler Dateien in den Rohdaten-Browser erheblich beschleunigt – zumindest, wenn es sich bei dem Browser um Bridge oder Lightroom handelt. Wer öfter einmal zwischen großen Bilddatei-Verzeichnissen hin- und herwechseln muß, der lernt das rasch zu schätzen. Zu diesem Zweck könnte man etwa seine Arbeitskopie des Bildarchivs ins DNG-Format wandeln und die Sicherungskopien im proprietären Rohdatenformat belassen.

Viertens können DNG-Dateien auf Wunsch komprimiert werden, und zwar wahlweise verlustfrei oder verlustbehaftet. Letzteres spart extrem viel Speicherplatz, und die Verluste sind unmerklich klein und praktisch ohne Bedeutung – ideal, um beispielsweise eine große Zahl von Rohdateien elektronisch zu verschicken. Zum einen geht dann der Versand über bandbreitenbegrenzte Kanäle schneller, und zum anderen läßt sich hinterher immer noch nachweisen, wer der Urheber der Aufnahmen ist – nämlich derjenige, der die unkomprimierte Version vorzeigen kann. Fürs eigene Archiv würde ich eine verlustbehaftete Kompression allerdings eher meiden.

Sicher – wer keine dieser besonderen Eigenschaften nutzen will, für den wäre eine Konvertierung ins DNG-Format in der Tat nur eine Zeitverschwendung.


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Also ich mache es ganz besonders grob fahrlässig, nein vorsätzlich:

1. Ich wandle die ORF Dateien in DNGs, werfe die ORFs sofort weg (Dieser Schritt erst seit der E-M1.2)

2. Ich benutze den RAW-Converter und Photoshop von CS6 zum Bearbeiten

3. Ich speichere die fertigen Bilder als JPEG mit Qualitätsstufe 10 (von 12 möglichen)

4. Ich werfe die DNGs weg (ich habe keine Zeit alle meine Bilder noch ein zweites mal zu entwickeln. Ich komme schon so kaum nach)

Und jetzt kommt der Witz: ich mache ein doppeltes Backup der JPEGs auf externen Festplatten, die vom Strom abgeklemmt an verschiedenen Orten gelagert werden. Ja nur wegen dieser wertlosen 8bit-JPEGs.


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Erstens kann man die DNG-Dateien neuer Digitalkameras auch mit älteren Rohdatenkonvertern bearbeiten. Alles, was man dazu braucht, ist die jeweils neueste, kostenfreie Version des Adobe DNG Converter. Nicht jeder will jede (kostenpflichtige) Aktualisierung seines Rohdatenkonverters mitmachen.

Ich kann allen Argument zustimmen, allerdings diesem nur mit starken Einschränkungen:

Soweit ich weiß, sind die Adobe Konverter die einzigen, bei denen Limitierungen des Konverters durch die Konvertierung umgangen werden können. Alle anderen Produkte ziehen die Orginal-Roh Datein vor. Bei dem wohl größten Konkurrenten, Capture One Pro, wurde vor einiger Zeit ein DNG-Support eingeführt, die beste Leistung, insbesondere Farbwiedergabe bekommt man aber nur dann, wenn die orginal Raw-Datei im DNG eingebettet ist.

https://www.phaseone.com/~/media/NEW_WEB/Software/Capture-One-Pro/COP11-1-launch/Capture%20One%2011,-d-,1,-d-,0%20Release%20notes.ashx Seite 9


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Das mache ich ähnlich.

Ich muss immer ein wenig schmunzeln, wenn ich Diskussionen über zukunftssicheres Backup von Rohdatein lese. Für den Fall, dass man in zehn Jahren vielleicht nochmal ein .orf neu bearbeiten will.

Ich entwickle meine RAWs in LR und entsorge danach den Großteil. Die Anzahl Bilder, die ich nach längerer Zeit nochmal neu entwickelt habe, lässt sich nämlich an einer Hand abzählen. Gerade bei den unzähligen Sportbildern, die sich auf meiner Platte ansammeln, könnte man nach einer Weile neben den RAWs sogar die JPGs löschen. Das ist nämlich wie Tageszeitung. Die blättert man durch an dann ab zum Altpapier. Denn nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Und gesichert werden auch nur die JPGs.

Wer meint, zig Terabyte an RAW-Dateien für die Ewigkeit sichern zu müssen, nimmt seine Bilder m.E. zu wichtig. Die Erben schmeißen den Kram sowieso gleich weg, weil sie keinen Jahresurlaub für das Aussortieren von wenigen relevanten Erinnerungen opfern werden ;)


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