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Olympus 17mm f 1.2 vs. Olympus 17mm f 1.8


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Hallo zusammen,

das 17mm 1.8 markiert unter meinen Oly-Linsen eine Ausnahmeoptik der negativen Art - es ist die einzige Linse, mit der ich nicht wirklich glücklich werde. So sehr ich die Brennweite mag, so enttäuscht bin ich darüber, dass mein (hervorragendes!) 12-40mm 2.8 bei 17mm schärfer als die Festbrennweite ist (und zwar auch bei Offenblende gegenüber meinem entsprechend abgeblendetem 17mm 1.8). Mein 17mm war deshalb auch direkt nach dem Kauf beim Service, laut Olympus ist das Objektiv aber technisch okay. Ich stoße das 17mm 1.8 aus zwei Gründen nicht ab: Wenn ich mit 17mm mal freistellen möchte, brauche ich es, außerdem schätze ich die Kompaktheit der Linse. Und natürlich: die Resultate sind alles andere als schlecht, nur halt nicht so gut, wie ich das seit meinem Wechsel von Sony APS-C zu Oly gewohnt bin.

Nun steht Nachwuchs an, dessen Aufwachsen natürlich fotografisch angemessen begleitet werden will. Als erfahrener Patenonkel von zwei Kleinkindern habe ich die Erfahrung gemacht, dass 17mm gerade im ersten Lebensjahr die Brennweite der Wahl darstellen - schon 25mm waren mir häufig zu lang, wenn ich einen schlummernden oder krabbelnden Säugling fotografiert habe, an den klassischen Brennweitenbereich für Portraits ist m. E. jenseits von Closeups erst zu denken, wenn die Kleinen draußen laufen ...

Und damit kommt sie ins Wanken, meine Überzeugung, mit meiner aktuellen Ausstattung für alle fotografischen Einsatzgebiete hervorragend gewappnet zu sein: Ich frage mich, ob das 17mm 1.2 Pro eine lohnenswerte Investition darstellt, wenn man - wie ich - demnächst den Schwerpunkt auf Babyfotografie legt und das 1.8er schon hat. Die ersten Testberichte deuten ja darauf hin, dass das 17mm 1.2 Pro bzgl. Schärfe und Auflösung auch unter der hoch gelobten Trias der 1.2er Pro-Festbrennweiten Maßstäbe setzt (bzw. diesbzgl. zum Panasonic Nocticron als bisherige Referenz aufschließt). Sicherlich gibt es im Forum den einen oder die andere, die das 17mm 1.2 mit dem 1.8er verglichen haben. Mich würde sehr interessieren:

(1) Wie groß ihr den Vorteil in Punkte Freistellung beim 1.2er gegenüber dem 1.8er (jeweils bei Offenblende) einschätzt.

(2) Wie Ihr die Bildwirkung der Pro-Optik im Vergleich zum 17mm 1.8 empfindet. Erläuterung: Mit dem 42,5 1.2 Nocticron von Panasonic habe ich gegenüber dem sehr soliden (aber bis auf die Preis-Leistung eben nicht herausragendem) Oly 1.8 die Erfahrung gemacht, dass der Look der Bilder durch einen harmonischeren Schärfeverlauf und natürlichere Farben ein ganz anderer ist - und den ersten Erfahrungsberichten über das 45er 1.2 Pro von Oly im Forum entnehme ich, dass diese Linse ebenso bzgl. der Bildwirkung in diese Dimension vorstößt)

(3) Wie groß das Plus an Schärfe und Auflösung gegenüber dem 1.8er in der Praxis tatsächlich ist (gerne auch durch einen Vergleich zum 12-40er 2.8 bei 17mm).

Für Eure Einschätzungen im Voraus großen Dank! Ich habe noch ein paar Wochen Bedenkzeit und werde mir so oder so überlegen müssen, ob die von mir erhofften Vorteile 1400 Euro wert sind, möchte auf jeden Fall aber mal die zu diesem Fall vorhandene Expertise im Forum einholen!

Viele Grüße

Moritz


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Ohne das 1.2er zu besitzen: Einen allzu großen Vorteil bei der Freistellung würde ich in diesem Brennweitenbereich nicht erwarten. Bei Mirrorless comparison gibt es einen direkten Vergleich zwischen den beiden 17ern.

https://mirrorlesscomparison.com/micro-four-thirds-lenses/olympus-17mm-1-2-pro-vs-17mm-1-8/

Gruß Guard


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das 17mm 1.8 markiert unter meinen Oly-Linsen eine Ausnahmeoptik der negativen Art - es ist die einzige Linse, mit der ich nicht wirklich glücklich werde.

Möchtest Du vielleicht meins?

http://www.panorama-bauer.ch/downloads/Zuiko_17mm_f4.jpg

http://www.panorama-bauer.ch/downloads/Zuiko_17mm_f1,8.jpg


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Hab das Thema mit meinem 12er im Vergleich zum 12-40. Mein 17er passt dagegen gut.

Heute hatte ich die Möglichkeit das 45 1.2 zu testen - und hab dann zum Vergleich mein 45 1.8 angeschlossen. Ja, das 45 1.2 ist optisch dem Noctricron ähnlich, aber ehrlich gesagt ist das 45 1.8 nicht weit weg davon.

Der entscheidende Aspekt sind für mich damit: das deutliche Mehr an Lichtstärke und der Staub-, und Spritzwasserschutz geworden.

Ich hoffe, das hilft.

HG Wolfgang


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Das wollte ich auch gar nicht. Mich hat nur interessiert, ob die Unterschiede bzgl. der Bildwirkung ähnlich groß sind wie zwischen den mir bekannten Portraitbrennweiten mit f 1.8 bzw. f 1.2. Auf dem sehr hilfreichen Vergleich von Mirrorless comparison erscheinen mir diese aber geringer.

VG Moritz


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Danke. Mehr Lichtstärke ist natürlich immer nice to have. Aber in punkto Freistellung/Bokeh scheinen mir die Unterschiede zwischen den beiden 17mm Objektiven nach einer Auseinandersetzung mit dem Bericht auf Mirrorless comparison eher gering zu sein.

VG

Moritz


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Ich hatte die Linse vor kurzem über das Wochende ausgeliehen.

Zu 1). Die Blende 1.2 merkt man schon deutlich und die Freistellung ist wirklich sehr gelungen

Zu 2). Der look der Bilder wirkt schon viel besser als mit dem 1.8. Es sieht mehr nach 3D aus .

Zu 3 ). Jetzt kommt das große aber... Mit Offenblende ist die Schärfe und Auflösung noch schlechter als das 1.8 und für mich eine Enttäuschung. Ab Blende 1.8 ist es dafür schärfer als das 17 1.8, aber noch lange nicht so scharf wie das 45 1.2 .

Positiv ist in jedem Fall die Haptik und die Witterungsbeständigkeit, ob man das für Baby Fotos benötigt ist eine andere Sache.

Ein weiterer Vorteil ist das man sehr sehr nah ans Objekt ran kann .

Ich würde dir empfehlen das Objektiv über Test und wow auszuleihen .

Alternativ würde ich mir das Sigma 16mm 1.4 anschauen. Das kostet 1/4 ist ähnlich groß und schärfer .

Grüße Daniel


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Ich sehe da ähnliche Abstriche wie bei meinem Exemplar.

Habe ich mir schon gedacht. :-)

Darum bitte ich Dich, schaue Dir mal Deine Aufnahmen mit Offenblende in der 50%-Ansicht an. Die entspricht am ehesten dem, was Du auf einem Ausdruck erkennen könntest. Wenn Du ehrlich bist, wirst Du eingestehen müssen, dass die Schärfe des kleinen Zuiko auch bei F1.8 absolut ausreicht.

Pixelpeepen ist zwar gut und recht, um die Grenzen des Equipments auszuloten, aber glücklich macht es bestimmt nicht!

Gruss Bernhard

P.S. Wenn Dir die Brennweite wirklich so zusagt und Du unbedingt Geld verplempern willst, dann besorge Dir ein Nokton 17,5mm. Ist ein bisschen Liebhaberei, zugegeben, aber zumindest verschafft es Dir nochmals einen Lernschub in Sachen Fotografieren und (zwangsläufig) auch in Bildbearbeitung.


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Ich sehe da ähnliche Abstriche wie bei meinem Exemplar.

Habe ich mir schon gedacht. :-)

Ich freue mich immer mehr darüber, dass mein beschränktes Hirn sich nartnäckig weigert, diesen Grashälmchen in den Ecken eine irgendwie geartete Wichtigkeit für die Bildwirkung zuzuerkennen ;)

Andererseits muss man wohl aber auch akzeptieren, dass man, wenn sich die Synapsen irgendwann mal an der Schärfe festgebissen habe, davon wohl nicht mehr wegkommt. Da schafft es das tollste Motiv dann nicht mehr, das Auge vom leicht verschwommenen Ästchen in der untersten linken Bildecke wegzuzerren ;)


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Ich kenne mich ja nicht so aus. Unter anderem deswegen schreibe ich hier eher sehr selten.

Ironie an: ich dachte immer, die Ecken müssen scharf sein, damit man sie in der Bildbearbeitung später wieder unscharf rechnen kann. Und wenn das noch nicht genügt, dann kommt noch eine schwarze oder weiße Vignette hinzu. Ironie aus.

An alle, die Bilder entsprechend bearbeiten: bitte nicht ernst nehmen und bitte nicht über meinen Post ärgern.

Ich mag mein 17 mm f/1,8

LG hest


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Wenn Du ehrlich bist, wirst Du eingestehen müssen, dass die Schärfe des kleinen Zuiko auch bei F1.8 absolut ausreicht.

Danke Bernhard! Ich vermute, da hast Du recht ;-)

Übrigens ein sehr schönes Foto! Mit dem Nokton entstanden?

VG Moritz


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Mit dem Nokton entstanden?

Selbstverständlich. Im Archiv habe ich noch eins gefunden, das man als exemplarisch für dieses Objektiv bezeichnen kann.

Also, freue Dich auf die kommende Zeit (toi, toi, toi) und fange so viele Momente wie möglich ein! Das sind bleibende Erinnerungen und geben dem Fotohobby erst recht einen Sinn. (Maximale Schärfe im Bild erachte ich übrigens bei Babyfotos als Fehl am Platz.)

Alles Gute,

Bernhard


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Andererseits muss man wohl aber auch akzeptieren, dass man, wenn sich die Synapsen irgendwann mal an der Schärfe festgebissen habe, davon wohl nicht mehr wegkommt.

Erfrischend fürs Hirn, wenn man dann aus dem Forum den richtigen Anstoß bekommt (an dieser Stelle auch noch einmal Dankeschön auch an Bernhard). Tatsächlich fristet der (sehr überschaubare) Teil meiner Bilder, die es von der Speicherkarte oder Festplatte in irgendeine Form der Vergegenständlichung schafft, in der Regel ein Dasein im Format A4 und kleiner. Mein Fehler liegt also im 27 Zoll Monitor und der Tatsache, dass die Pro-Optiken von Oly aufgrund ihrer extremen Schärfe und hohen Auflösung geradezu zum Pixelpeepen herausfordern ;-)

Schön ist ist es manchmal trotzdem, aber im Weitwinkelbereich sicherlich verzichtbarer als im Telebereich.

VG Moritz


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Die Tatsache, dass du bereit wärst das 17mm f1.2 zu schleppen, deutet darauf hin, dass du großen und schweren Objektiven nicht grundsätzlich abgeneigt bist. Das Olympus 17mm f1.8 und das Sigma 16mm f1.4 kosten derzeit praktisch gleich viel. Ich habe mir viele Reviews durchgelesen und das 16/1.4 ist in so gut wie jeder Disziplin besser als das 17/1.8, außer in Sachen Größe/Gewicht. Für mich steht fest, dass es das bessere Objektiv ist, außer man verreist weit weg und muss auf jedes Gramm achten. Da du aber das Objektiv für Babyfotos verwenden möchtest, spricht nichts dagegen. An deiner Stelle würde ich es mir anschauen.


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Sehr überraschend wird mir gerade von einem Freund ein neuwertiges 25mm 1.2 angeboten. Er möchte es gerne mit einem Objektiv tauschen, das ich kaum nutze (das 60mm 2.8) und bietet mir bei einem Tausch einen sehr fairen "Aufpreis" zur deutlich teureren Pro-Linse an. Alternativ würde er mir das Objektiv auch für 850 Euro überlassen, was ich auch unter Freunden für zu wenig finde (und ihm anstandshalber 900 zahlen würde, auf mehr würde er sich nicht einlassen).

Nachdem ich in den letzten Tagen zu dem Entschluss gekommen bin, dass mir als Besitzer des 17mm 1.8 und 25 mm 1.8 der Mehrwert der 1.2er Objektive den Neupreis von 1400 Euro (17mm) bzw. 1300 Euro (25 mm) eher nicht wert ist, überlege ich neu und erweitere meine Frage auf den Vergleich zwischen dem 25mm 1.2 und dem 25 mm 1.8.

Frage 1: Was sind Eure subjektiven Erfahrungen über den Mehrwert von 1.2 bei 25mm?

Wie gesagt: Ich habe u. a. auch das 25mm 1.8 und überlege nur deshalb, weil ich bald zum ersten Mal Vater werde und mir für die Säuglings-/Kleinkindfotografie etwas von der besseren Naheinstellgrenze, der um eine Blende höheren LIchtstärke und der besonderen optischen Qualität verspreche (ich weiß nur nicht, wieviel und im Gegensatz zu meinem 17mm 1.8 bin ich mit meinem 25mm 1.8 sehr zufrieden - aber das Bessere ist des Guten Feind).

Frage 2: Welche Festbrennweite bewährt sich aus Eurer subjektiven Sicht in der Säuglings- und Kleinkindfotografie besser: 17mm (wie es in den meisten Artikeln in Fotozeitschriften zu lesen ist) oder 25 mm? Mir ist klar, dass gerade diese Antwort von diversen subjektiven Faktoren abhängt (eigener Stil, häusliche Platzverhältnisse usw.). Ich möchte aber Eure subjektiven Erfahrungen.

Danke für weitere Erfahrungen und viele Grüße

Moritz (ab morgen im Urlaub und dann erstmal offline)


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Danke für den Link.

Was fällt auf?

Auf dem 25er 1,8 ist auf den Bildern ein UV Filter zu sehen.

Wenn er die Vergleichsbilder mit dem Montierten Filter gemacht hat und danach sieht es auch aus, ist das ganze eh für die Tonne.

Veränderte Transmission. Veränderte Farben durch einen anderen Blauanteil,......

Eine krasse Meinung, nein

Gruß

Wolfgang


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