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37 Ergebnisse gefunden

  1. iamsiggi

    Unser Nachbar mit 135mm

    Zur Herbstzeit werden die klaren Nächte schon wenig, aber vor kurzem war es bis auf etwas hoher Bewölkung für fast eine Stunde relativ klar. Im Herbst zieht unsere Nachbargalaxie, Andromeda oder kurz M31, über den Himmel und Aufgrund der Bekanntheit und der Helligkeit ist sie für jeden Astrofotografen sicher eines der ersten Objekte an denen man sich versucht. Allerdings stellt man dann auch bald fest, dass man durch den extremeren Helligkeitsunterschied zusätzlich kaum mit einer Belichtung auskommt, sondern mehr in Richtung HDR gehen sollte. Aber zum Glück ist es nicht ganz so extrem wie am Orion Nebel, den es im Winter zu sehen gibt, so kann man durchaus aus einem knapper belichteten Bild etwas Nettes erhalten wie man an diesem Bild hoffentlich sehen kann..... Fototechnisch war es relativ einfach: E-M1.II und das Samyang 135/2 bei Offenblende Nachgeführt mit dem StarAdventurer. Belichtet wurde bei ISO640 und jeweils 1 Minute, was praktischer weise ja mit der eingebauten Serienbildfunktion geht. So wurden letztlich dann ca 80 Bilder erhalten und nach löschen der Bilder wo man zu stark die Wolken sehen konnte blieben 47 Bilder für das zusammenrechnen über. Ganz klar war es nicht, denn um die hellen Sterne waren bereits ein Halo erkennbar. Andromeda ist 2,5 Mio Lichtjahre weg, und misst 160.000 Lichtjahre im Durchmesser - also ca 1/3 größer als unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße. Neuerdings wurde herausgefunden, dass sie trotz der Größe nicht wirklich schwerer als die Milchstraße ist... Oben links der große Fleck ist M110 und rechts unterhalb kompakter M32, jeweils Begleitgalaxien von Andromeda, so ca. wie die Magellansche Wolken (nur am Südsternhimmel zu sehen) zur Milchstraße. An dunklen Orten kann man M31 mit freiem Auge verwaschen sehen, mit dem Fernglas wird der Nebelfleck größer, Details wie hier zu sehen sind allerdings nur noch auf den Fotos herauszuarbeiten.... Siegfried
  2. iamsiggi

    Es läuft.....

    Gegen 22:00 habe ich das Teleskop an eine günstigen Platz im Garten gestellt und verkabelt. Mein Teleskop (Newton ohne Namen, 800mm) ist auf einer AZ-EQ6 Montierung. Die ist gerade noch mobil und trägt eine Menge Gewicht wenn es sein muss. Am Teleskop ist eine E-M1.II mit einem mFT/M48 Adapter am Komakorrektor angeschraubt. Eine sehr stabile Konstruktion. Da der Tubus aus Kohlefaser ist, und der Spiegel aus Pyrex ändert sich so im Laufe der Nacht ein eingestellter Fokus nicht mehr ...einfach bequem :-) Huckepack ist noch die kleine modifizierte E-PL6 mit einem Samyang 135/2 auf einem Neiger angebracht. Rechts das kleine Kasterl ist ein Auto Guider (Mgen). Der korrigiert die Nachführung, denn für minutenlange Fotografie ist die schnelle Ausrichtung nie genau genug hinzubekommen. Dazu ist ein kleiner Kamerakopf auf dem kleinen Sucherfernrohr, und der Guider sorgt dann dafür dass der anvisierte Stern immer am selbe Punkt bleibt. Er besorgt aber auch das Dithering: Dazu wird nach jedem Bild, die Montierung um ein paar Pixel versetzt. Sollte also eine Bildteil auf einem schlechtem Pixel zu liegen kommen, liegt es das nächste mal woanders, wo das Pixel besser ist. Das erhöht nachher die Qualität. Die langläufige Meinung die durch's Netz kursiert, dass man sich auch die Dunkelbilder ersparen kann trifft aber nicht ganz zu.... Und was er noch macht: Er löst mir die zwei Kameras aus. Dazu geht ein 3,5mm Stereoklinkenkabel zu einem Y-Verteiler. Da reduziere ich auf 2,5mm und da stecken die üblichen 2,5mm Fernauslöserkabel mit entsprechendem Gegenstück für die Kamera. Ich belichte meist 4 Minuten pro Bild. Die Kameras sind dann auf Livetime 4 Minuten eingestellt (so kann ich den Fortschritt schnell kontrollieren) Dann speichert die Kamera und so ist beim Auslöser in etwa 10 Sekunden Buffer eingestellt. Das funktioniert dann recht gut. Was fotografiere ich gerade: Das Samyang 135 ist rechts gegen den 1 Stern am unteren Flügel des Sternbild Schwanes gerichtet. Da steht der Schleiernebel Komplex (Cirrusnebel - NGC6960 und NGC6992) Der Stern im Sturmvogel (52 Cyg) ist hell genug, dass man ohne Liveviewerweiterung II darauf Scharfstellen kann. So eine Luxus hat man meist nicht! Man muß bei Linsen immer wieder mal nachstellen, weil sich bei der Temperaturänderung die Schärfe verstellt. Das Teleskop schaut gerade den Iris Nebel (NGC7023)an etwas oberhalb der Kasten des Sternbild Kepheus .... Ein wunderschöner Reflexionsnebel, wo das Sternenlicht in einer Dunkelwolke reflektiert wird. Da habe ich mit selber Konfiguration letztes Jahr im August auch schon 40 Bilder gesammelt ...ich versuche also "nachzulegen" so viel geht. ...und weil es schnell aufzustellen ist, habe ich noch den StarAdventurer mit einer E-M10.II und Olympus 12/2 laufen.... Jetzt ist die Frage: Wie lange hält der Himmel, für Mitternacht sind Wolken angesagt.... Update: Die 12mm Session musste ich beenden -da ziehen Wolken herein, ebenso am Schleiernebel ...die Kameras fotografieren jetzt den Objektivdeckel ;-) (Dunkelbilder). Die Wolke am Iris Nebel hat sich teilweise aufgelöst und mit etwas Glück kann ich weiter brauchbares Material sammeln. Letzt endlich konnte ich dann doch noch bis 2:15 Bilder sammeln, denn dann zog es rasch zu. Solche Nächte habe ich aber selten, meist ist vor oder kurz nach Mitternacht Schluß..... Einiges an Perseiden habe ich übrigens auch gesehen, als ich ab und zu gegen den Himmel schaute.... Siegfried "Carpe noctem"
  3. pit-photography

    Sternenkugel

  4. iamsiggi

    Andromeda - Dreieck - Widder

    Eines der Bilder vom letzten Wochenende ist fertig: Mit der E-M1.II und dem mFT25/1.8 habe ich den StarAdventurer mitlaufen gelassen. Ist ja schnell aufgestellt und eingerichtet. Wegen der Helligkeit der Andromeda Galaxie habe ich auf F 2,8 abgeblendet und mit der Serienbildfunktion 60 Sekunden Belichtungen mit ISO1000 über etwas mehr als 2 Stunden gesammelt. Nicht zu Übersehen: Die bekannte Andromeda Galaxie (M31). Die zweite, helle Galaxie im Bild, ist die Dreiecksgalaxie (M33). Mit 2,7 Mio Lichtjahren Abstand unser zwei nächster Nachbar. Von der Größe her ist sie um 1/3 kleiner als unsere eigene Heimatgalaxie. Darunter die drei helleren Sterne bilden das Sternbild Dreieck. Die helleren Stern rechts unten sind die Hauptsterne des Sternbild Widder. Diese Konstellation zieht jetzt während der Nacht über unseren Zenith. In hoher Auflösung gibt es das Bild auf AstroBin: https://astrob.in/full/370912/0/ Siegfried
  5. Larsessor

    Altes Licht

    Ich habe mich vor zwei Nächten mal getraut den Andromedanebel zu knipsen. Ok, die fotografische Qualtität und Ästhetik lassen wir mal außen vor.... :) Aber immerhin kann ich jetzt sagen, dass ich Photonen aus einer anderen Galaxie auf meinem Sensor eingefangen habe. Die Andromedgalaxie ist 2,5 Mio Lichtjahre von uns entfernt, also astronomisch quasi um die Ecke. Trotzdem: Wir schauen da raus und sehen die Vergangenheit. Keine Ahnung wie es da jetzt aussieht? Als die Photonen, die jetzt auf meinem Sensor ein elektrisches Signal ausgelösst haben losgeflogen sind, übte auf der Erde der Homo hablis gerade den aufrechten Gang... Unglaublich! Wikipedia und andere behaupten übrigens das sich diese Galaxie auf uns zubewegt. Wer also Geduld hat und ein paar Millionen Jahre warten kann, wird sie sicher noch viel besser fotografieren können ;) Aber es gibt auch Grund zur Panik: In 3- 4 Milliarden Jahren wird sie mit der Milchstrasse, also unserer Heimatgalaxie, zusammenstossen. Achso: Einzelbild, keine Nachführung (sieht man an der eierigen Form der Sterne, und auch der Galaxie die sonst flacher wäre) alte EM-1, 45 f/1,8 Belichtung 8sec, ISO 8oo. In Lightroom heftig aufgehübscht. Eingeklinkter 1:1 crop noch stärker bearbeitet und mit PS Elements eingefügt (Das hat dann die exifs geklaut) Eigentlich war die Nacht viiieel zu hell, der tiefstehende Mond und refelektierende Wolken ließen mich zweifeln ob man überhaupt etwas erkennen würde. LG Lars
  6. Monty242

    Burg Katz bei Nacht, 2. Versuch

    Und hier noch ein weiterer Versuch. Für erste Gehversuche gefällts mir, aber vielleicht wäre mehr drin gewesen bzw. ist es noch...
  7. iamsiggi

    Sommerdreieck

    Im Sommer kann man zur Orientierung am Sternenhimmel das Sommerdreieck heranziehen: Es sind die drei hellsten Sterne, die hoch oben von Ost nach West ziehen..... Ganz oben Vega, links/östlich unterhalb Deneb und rechts/westlicher (mit oben und unten je einem Stern) Altair. Dazwischen sieht man auf das Band der Milchstraße - die dann bei uns nach dem Altair Richtung Südhorizont geht (wo das Zentrum der Milchstraße ist). Einiges an Staubmassen verdunkelt die viel Sterne der Arme. Jede Menge an Interessanten Objekten Inform großer Gasnebel (rot) dummeln sich da in unserer Milchstraße, alles relativ nahe so um zwischen 500 und einigen tausend Lichtjahren. Links unterhalb des Deneb sieht man z.b. den großen "Nord-Amerika Nebel", den man wohl auf so ziemlich jedem Bild diese Bereiches entdecken kann.... Mit den Augen sieht man da nichts, zu Großflächig und schwach ist das ohne kaum sichtbare rote Leuchten. Ca. bei der Hälfte der gedachten Linie zwischen Altair und Vega findet man den Asterismus (zufällige Anordnung - die für uns Assoziationen ergeben) die Collinder in seinem Katalog mit der Nummer 399 aufgenommen hat: Cr399 - oder "Kleiderbügelhaufen" :-) Technisches: Mit einer modifizierten E-PL6 und UV/IR Cutfilter (400-700nm Durchlass) habe ich mit dem mFT12/2 jeweils 30 Sekunden belichtet. Da es recht hell war konnte ich nur mit F/2,5 und ISO 500 belichten. In Summe habe ich 26 Bilder zusammengerechnet und bearbeitet. Das ganze wurde nachgeführt mit dem StarAdventurer. Siegfried
  8. iamsiggi

    Macro - mal anders

    Natürlich habe ich auch mal das mFT60er Macro auch am Sternenhimmel probiert: Aufgenommen mit der E-M10.II mFT60/2,8 @2,8 ISO800 60sec 106 Einzelbilder wurden verrechnet.... Also man sieht: Das mFT60 ist wirklich brauchbar, vom Ergebnis her ist es nicht wesentlich anders als mit dem mFT70/1.8 Da die Deichsel des Großen Wagens gerade in Zenit nähe durchzieht und da zwei relativ Große Galaxien ins Bildfeld des 60mm passen, habe ich diese Region genommen. Oben Mitte die zwei recht hellen Sterne sind das bekannte Paar Mizar und Alcor. Damit haben schon die alten Araber die Güte der Augen gemessen: Wer gut sieht, kann sie auflösen. (Der mittlere Stern in der Deichsel). Unten ist der letzte Stern der Deichsel. Beiderseits habe ich einen 1:1 Crop aus dem Original hin einkopiert. Rechts ist M51 allgemeiner vielleicht als Strudel- oder Whirlpool Galaxie bekannt. Ein wechselwirkendes Galaxien paar ca. 27 Mio Lichtjahre von uns entfernt. Links ist M101, die Feuerrad Galaxie. Sie steht 22 Mio Lichtjahre weit weg und in etwa so groß wie die Andromeda Galaxie, unser nächster großer Nachbar...... Siegfried
  9. iKim

    Top of Europe

    Eiger, Mönch und Jungfrau unter den Sternen. Aufgenommen vom gegenüberliegenden Schilthorn auf 2970m. Startrail kombiniert mit dem letzten Einzelbild. Geschossen hat das ganze meine alte E-M5. Komischerweise unterscheiden sich die Bilder teilweise leicht farblich ob wohl sie die exakt gleichen Einstellungen haben. Deshalb habe ich wohl dieses pulsieren in den Sternenspuren (eine andere Erklärung habe ich nicht dafür)
  10. iKim

    46°

    Der Winkel der geraden Sternspuren sollte eigentlich rund 46° betragen... Schliesslich stand ich genau auf dem Breitengrad 46°33'26.1" (nein ich hab's noch nicht nachgemessen :-)
  11. iamsiggi

    3 Nächte ein Bild - M27

    Vor einem halben Jahr habe ich 3 Nächte am Hantelnebel (M27) zwischen Sternbild Schwan und Adler belichtet. In Summe sind so 78 brauchbare Einzelbilder mit 4 Minuten Belichtungszeit, also 5,2 Stunden in Summe bei ISO800 entstanden. Teleskop war der "Newton ohne Namen" 200/800. Kamera eine Klarglasmodifizierte E-PL6 . Ein UVIRCut Filter ließ dann nur 400-700nm durch. Ohne Modifizierung schneidet die Kamera bei 650nm ab. M27 ist bei uns einer der hellsten und relativ großen Planetarischen Nebel. Von der Größe ist er um 8 Bogenminuten groß - der Mond hat 30 arcmin, unser Auge hat bei einer Winkelminute seine Auflösungsgrenze, Jupiter/Venus kommen fast in diesen Bereich. Die Entfernung beträgt etwas über 1000 Lichtjahre. Ein Stern hat am Ende seiner Lebensdauer einen großen Teil seiner Gashülle abgestoßen. Zurück blieb im Zentrum der mag+14 schwache weiße Zwerg, dessen intensive Strahlung (er hat eine Oberflächentemperatur von über 100.000 Grad) das Gas zum Leuchten anregt: Wasserstoff in rot (bei 656 nm H-alpha) und Sauerstoff bei 501 nm in blau (O-III). Siegfried
  12. acahaya

    Fake Moonlight

    Die Sterne sind liebevoll ins Bild gepinselt, Model, Landschaft und Wolken sind original. Ich hatte das als DramaticTone JPG fotografiert, das war mir dann aber doch zu heftig, daher habe ich in Photoshop das normal entwickelte RAW zu 50% mit dem Dramativ Tone überlagert. Leider sind beim Export leichte Schärfe-Halos entstanden, im Original sind die nicht drinnen. PS: Auch dieses Bild hat mein Logo als Wasserzeichen.
  13. iamsiggi

    Zeit um Mitternacht

    Um diese Zeit befindet sich das Sternbild "Großer Wagen" in Opposition zur Sonne. Das bedeutet nichts anderes, als dass das Ganze um Mitternacht genau gegenüber der Sonne steht, also der höchste Stand am Himmel im Süden und damit die beste Sichtbarkeit. Dieses Jahr hat es für mich seit November keinen klaren Nachthimmel mehr gegeben, aber ich hab etwas auf der Festplatte vom März 2017 gefunden. Entstanden ist es nebenher mit einer E-M1.II und dem mFT75/1.8 die "Huckepack" am Teleskop montiert war. Da ich am Teleskop nur F/4 habe brauche ich 4 Minuten Belichtungszeit um genügend Licht zu sammeln. So wurden beide Kameras also synchron ausgelöst und das lichtstarke mFT75/1.8 auf F/3,2 abgeblendet. Auf diese Weise sind 33 brauchbare Bilder bei ISO800 entstanden, die danach zu diesem Bild verrechnet wurden. Und ja, das Bild rauscht ;-) Damit man das Bild besser studieren kann, habe ich es mit 2/3 der vollen Auflösung (aber 80%komprimiert als JPG) hier hochgeladen. Was kann man entdecken: Die hellen Sterne sind die letzten zwei Sterne in der Deichsel des großen Wagens. Oben ist das Doppelsternsystem: Alcor / Mizar, der bekannteste Augenprüfstern: Schon in der Antike wurde es in der Arabischen Welt herangezogen um die Sehschärfe zu testen: Wer gute Augen hat, kann sie trennen. Ob diese zwei allerdings wirklich ein Doppelsternsystem sind, weiß man heute nicht. Die Umlaufzeit sind bei so einem Abstand einfach viel zu groß, als dass man das heute messen könnte. Der hellere (Mizar) ist aber ganz sicher einer, denn mit dem 800mm Fernrohr kann ich den Begleiter auflösen. Aber weg zu den Sternen, zu den "DeepSky Objekten", also Objekte außerhalb unseres Sonnensystems: Hier sind zwei der bekannteren Galaxien zu finden: links M101, die Feuerrad-Galaxie und rechts die zwei wechselwirkenden Galaxien die als M51 oder Strudelgalaxie bekannt sind. M101 (Messier Katalog Nr: 101) ist ca 22 Mio Lichtjahre weg. Von der Größe her mit 170.000 LJ fast doppelt so groß wie unser Milchstraße. Am Himmel erscheint sie uns so groß wie der Mond, um einen Vergleich zu haben. M51 - habe ich hie auch schon gezeigt und genauer beschrieben liegt so um die 23 Mio LJ weit weg. Die kleinere Galaxie wurde eingefangen und wird durch die großen Gezeitenkräfte heftig zerfleddert ..... Man kann natürlich viele mehr kleine Galaxien im Bildfeld finden. Man sollte aber auch wissen: Da wo der große Wagen ist, ist eine der sternärmsten dunkelsten Gegenden des für uns sichtbaren Universums, denn man sieht direkt aus der Milchstraße hinaus. Oberhalb des Bildfeldes (da wo die Deichsel beginnt) liegt der Bereich, der für das berühmte "Hubble Deep Field" ausgewählt wurde. Das ist der dunkelste Ort am Himmel, scheinbar leer. Dann hat man tagelang belichtet und das Bild war voll mit Galaxien mit bis zu 12 Mrd LJ Entfernung, denn durch die Rotverschiebung sieht man weiter entfernte Galaxien nicht mehr im sichtbaren Licht. Mit einem kleine Tracker kann man solch ein Bild, relativ leicht selbst zustande bringen, denn bei F/2 reicht 1 Minute Belichtungszeit und das geht sich noch recht leicht aus. Siegfried
  14. OlegS

    Ein Morgen im Oktober

    Ein Blick, der mit zu den Klassikern im Elbsandsteingebirge gehört.
  15. iamsiggi

    M13 - der große Kugelsternhaufen im Herkules

    Trübes Winterwetter schaffte Zeit und so konnte ich mich älteren Bilderdaten widmen. Im Juli 2017 probierte ich erstmals an 3 verschiedenen Nächten so viel Bilder wie möglich vom M13 - dem großen Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules zu sammeln. Außerdem habe ich gleich zwei verschiedene Belichtungszeiten verwendet in der Hoffnung den relativ großen Helligkeitsumfang besser in Griff zu bekommen. Zum Objekt: Rund um unser Milchstraße sind ja viele Kugelsternhaufen verteilt. Der M13 ist der größte bei uns sichtbare (schon mit Fernglas) und in einem Teleskop ist er auch mit eigenen Augen eines der Objekt der Sonderklasse. Er ist nur 25.100 Lichtjahre weit weg und hat einen Durchmesser von 150 Lichtjahren. Mit mehr als 12 Milliarden Jahren ein sehr altes Objekt, wie viele dieser Kugelsternhaufen. 1974 wurde mit dem großen Radioteleskop in Arecibo eine erste Botschaft der Menschheit dahin gesendet..... Die Rückantwort wird also noch etwas dauern ;-) Technische Daten zum Bildersammeln: Teleskop; Lacerta "Newton ohne Namen" 200/800 (800mm Brennweite F/4) und Kamera E-M1.II In Summe sind an Belichtungszeit 22x4 Minuten bei ISO400 und 21x4 Minuten bei ISO800 zusammengekommen.
  16. MartinH

    Aufgehende Milchstraße

    ...über ehemaligen Tagebaugebäude am Berzdorfer See nahe Görlitz. Monatelang herrschten hier in Ostsachsen ungünstige Bedingungen für die Sternenfotografie. War der Himmel klar, zeigte sich gerade der Vollmond, zu den Perseiden war alles eine graue Wolkensuppe und bei Neumond zogen meist im letzten Moment Wolken auf. Gestern nun passte alles zusammen: wunderschön klares Wetter, Neumond und die Milchstraße stand günstig bei einem Fotospot mit wenig Lichtverschmutzung, den wir schon längere Zeit ins Auge gefasst hatten. VG Martin
  17. prince-jamal

    Yucca Stars

    Aufgenommen am 23. Februar 2017 in Queenstown, Neuseeland. Leider hatte ich nicht aufgepasst und noch ISO 800 vom Vortag eingestellt. Hätte es gerne mit einem niedrigeren ISO geschossen, aber bin dennoch sehr zufrieden ^^ , das Rauschen ist für mich persönlich hier nicht erheblich bzw. ausschlaggebend ;) War mein zweiter Versuch in Sachen Live-Composite ... ich habe ca. 1 Std. lang belichtet, bin nachts um 2 Uhr aufgewacht und habe die Kamera aufgestellt ... Zuiko 7-14mm 2.8 ... aufgenommen mit Brennweite 7mm, 30 Sek. bei F/2,8 und Belichtungsdauer ca 58 Min bis 1 Std. Wollte nicht nur Sterne am Himmel sehen, habe nach Motiven gesucht, die ich hervorheben konnte ... daher die Yucca-Palme mittig und das "Gras" an der Seite links. Ansonsten wäre da nicht wirklich viel gewesen. Musste das Foto auch etwas zuschneiden, da man oben rechts beim originalen Foto noch einen Teil vom Haus sieht.
  18. horst

    Nacht auf dem Plattenkogel

    Gestern am Abend mit Bruder Günter unsere neuen Olys ausprobiert! Panorama aus 6 HF Bilder, hatte das Voigtländer Nokton 10,5mm bei Blende 0,95 auf der Kamera!
  19. iamsiggi

    Wintersternbild Orion

    Das wohl markanteste Sternbild ist der Orion, in den Wintermonaten zieht der Himmelsjäger über den Nachthimmel. Mit dem 25mm Objektiv geht sich alles aus und die E-M1.II konnte ich auch gleich probieren. Es wurden 27 Bilder zu 4 Minuten für die Bearbeitung verwendet. Ich habe ISO400 bei F2,8 genommen. Ein Mittelding zwischen viel zu hell beim Orion Nebel und den schwachen Pferdekopf Nebel gerade noch erkennen zu können. Natürlich nur in der großen Ansicht, die man hier findet kann http://astrob.in/full/279191/0/ . Eine normale Kamera (Unmodifiziert) schneidet halt auch schon viel des tief roten H-Alpha Lichtes der Emmisionsnebel weg, daher nur schwach sichtbar. Allerdings wurde natürlich bei der Bildbearbeitung die Farbsättigung verstärkt und damit doch etwas sichtbar. Links der Gürtelsterne kann man den roten Bogen des "Barnard's Loop" erahnen. Überhaupt findet man bei solch "tiefen" Bildern bereits jede Menge Molekülwolken und Dunkelnebel, wie praktisch überall am Himmel. Meistens aber gehen die bei den Bildbearbeitungen, wo man das Hauptaugenmerk auf die schönen Nebel und großen Strukturen legt, verlustig. Man kann halt nicht immer alles auf einem Bild zeigen.
  20. MartinH

    Sternenhimmel Lückendorf

    Am Donnerstag zeigte sich noch einmal der Sternenhimmel über dem Zittauer Gebirge. Der Blick geht in Richtung Böhmen der Berg steht schon auf tschechischen Territorium. Sogar eine Sternschnuppe konnte auf das Bild gebannt werden. VG Martin
  21. MartinH

    Perseiden über den Kelchsteinen

    Sternenhimmel mit Sternschnuppe über den Kelchsteinen im Zittauer Gebirge
  22. Sir Gari Neimb

    kurz vor Mondaufgang...

    Leider etwas zu lange belichtet... Freue mich über Eure Tipps und Kommentare :-) Gruß Armin
  23. Ingo

    Sie dreht sich

    Neumond, sternenklarer Himmel, eine alte Bildidee. Viel Zeit. Das alte E-Werk in Cottbus wurde sehr schön restauriert und ist für Liebhaber von Industriekultur eine Freude. Einige Fotos sind dort schon entstanden und man findet immer wieder etwas zu entdecken. Von einem vergangenen Fotoprojekt wußte ich, das der Polarstern über dem E-Werk liegt. Zu gerne hätte ich das Zentrum, also den Polarstern auf die Spitze des Schornsteins gelegt, aber ausgerechnet ein alter Baum verhinderte die freie Sicht und somit musste ich mich mit einem Kompromiss zufrieden geben. Entgegen meiner sonst üblichen Live Composite Aufnahmen vom Himmelszelt, entschied ich mich diesmal für Serien von Einzelbildern. Ich wollte hinterher eine alte Bildidee mit Photoshop umsetzen und das ist nur mit Einzelbildern möglich. Ich wollte den Sternen einen "Warp Effekt" verpassen und zusätzlich noch Sternenpunkte herausarbeiten. Ähnlich einem Bündel Lichtleitkabel, wenn man von oben drauf schaut. 3 Stunden Belichtungszeit, zu je 40 Sekunden. Vorher alle notwendigen Änderungen der Kamera Einstellung notiert und dann vor Ort eingestellt. Also IS aus, Dunkelbild (Rauschminderung - Zahnrad E) aus, u.s.w. Manchmal ist doch noch irgendwas eingestellt und dann ärgert man sich im Nachhinein. Erstaunt war ich über die "Farblosigkeit" der Sterne. Entgegen vorheriger Projekte waren die diesmal schlicht weiß. Woran das liegt? Es ist mir halt besonders aufgefallen. Unter http://www.ingo-teich.de/bilder/sternwerk.jpg ist noch eine "herkömmliche" Bearbeitung der Startrails zu sehen. Da sind dann deutlich mehr Sterne sichtbar, die durch die "Warp" Bearbeitung etwas verloren gehen. Eine lange Serie von 3h ist daher empfehlenswert. Um den Lichtsmog der Stadt zu minimieren habe ich einen Red Enhancer Filter - Hoya RA54 vor dem Objektiv verwendet. Der "Erfolg" ist deutlich zu sehen. Viele Grüße, Ingo.
  24. iamsiggi

    SN 2017eaw in NGC6946

    Weil es gerade Aktuell ist, und relativ leicht mit unseren Mitteln erreichbar ist: Am 14.5.2017 wurde eine helle Supernova in unmittelbarer Nähe der Feuerwerksgalaxie (NGC6946) gefunden. Aber zunächst zum "schöneren" Übersichtsbild, dieser doch eher schwachen 22 Mio Lichtjahren weit entfernten Galaxie. Rein von den Daten her, hatte ich sie nicht in meiner Wunschliste weil sie doch etwas schwachbrüstig ist, was Helligkeit betrifft. Aber wie man sieht: Ein relativ dunkler Himmel und fleißig Photonen sammeln bringt trotz der Wärme (18-19 Grad, was ja vom Rauschen her nicht wirklich förderlich ist) doch einiges an brauchbaren Daten. NGC6946 wurde deshalb Feuerwerksgalaxie genannt, weil man hier bisher die meisten Super Novae gefunden hat, die Erste just vor 100 Jahren: SN1917A. Und zwar am 19.7.1917, mit der jetzigen, die aber nicht zur Galaxie gehört, die bislang die 10. Wo findet man sie:Zwischen Sternbild Schwan und Cepheus (ok sagt einem vielleicht nichts - aber in weiterer Folge kommt man auf den Polarstern. Die SN ist 18 Mio LJ weit weg, also fand dieser Tod eines großen roten Riesen vor 18 Mio Jahren statt. So etwas ist nicht das Ende, sondern dabei werden dann die schweren Element, ab Eisen überhaupt erst erzeugt. Damit bilden sich die Grundlage von dem was uns umgibt an Elementen und machen so ein Leben möglich. Zumindest bis 19.5. ist die Helligkeit, die momentan bei +12,5mag liegt weiter gestiegen, es werden eventuell +11 mag erreicht, was ca. 4x so hell wäre. Damit ist sie auf länger belichteten Bildern eindeutig sichtbar und auch in relative einfachen Fernrohren, wenn man wüsste welches der Pünktchen sie ist. Daher muss man sich auf eine solche visuelle Beobachtung gründlich vorbereiten. Hier hab ich das Bild abgelegt, wo SN 2017eaw eingezeichnet ist: http://www.astrobin.com/296275/B/?nc=user Noch zum technischen Drumherum: Teleskop: "Newton ohne Namen" 200/800 Fotoapparat: E-PL6 44 Bilder mit 4 Minuten Belichtungszeit bei ISO800. Für den Weißabgleich um die Sternenfarben richtig wiederzugeben wurden mit der Freeware FluXX anhand von Referenzsternen die R/G/B Korrekturwerte ermittelt und nach der Korrektur auch nicht mehr weiter angefasst um sie nicht zu verfälschen. Damit ist es nicht so knall bunt als wenn man Farbsättigungsregler etwas aufdreht.... Siegfried
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